unbekannte Spannerraupe auf Wacholder

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Marc Fischers World of Silkmoths


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Cage
  • die wesentlich lokalere und seltenere signaria wird kaum auf Wacholder leben, der Falter tritt hauptsächlich im Umfeld von Fichten bzw Lärchen auf....Die Raupen der Nadelholzarten ähneln sich oft sehr! Es käme z.b auch die Thera-Gruppe in Betracht, höchste Wahrscheinlichkeit juniperata, ev. auch cognata...
  • Moin,

    auf dem Bild ist ein diesjähriger Trieb eines Juniperus communis zu sehen, einem unserer heimischen Wacholderarten. Zumindest deutet der Fundort auf J. communis.
    Ansonsten gibt es in Deutschland noch Juniperus sabina, der aber meistens in Gebirgsgegenden wächst und meist auch anderes Laub zeigt.

    In den Gärten werden meistens Hybriden, Formen und Sorten von Juniperus sp. aus Nordamerika und auch Asien verwendet.
    Entsprechend vielfältig sind die Erscheinungsformen von Juniperus.

    Gruß
    Rudi
    Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
  • Danke an alle, das wird Macaria liturata sein, signaria habe ich dort noch nicht gesehen. Es stimmt, dass das ein Zweig von Juniperus communis von diesem Jahr ist. Junipers sabina habe ich hier noch nirgends gefunden und wenn es irgendeine Mischform wäre, muss die irgendjemand dorthin gepflanzt haben. Aber das glaube ich auch nicht.
    We specialise in rare and common butterflies from the Neotropical (Central/South America, Caribbean Islands) and Holarctic regions (North America, Europe, Asia).
  • Vielen Dank schon Mal für die tollen Erklärungen. Ich habe das echt nicht gewusst, aber botanisch bin ich ehrlich auch nicht der große Crack. Hab meinen Wacholder im Garten jetzt mal fotografiert und werde ihn hochladen. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen was das für eine Art ist. Mein Gärtner meinte, es sei der echte Wacholder.

    Vielen Dank schon mal

    Rainer
    Images
    • IMG_20190821_212007334.jpg

      1.85 MB, 2,448×3,264, viewed 22 times
  • also das sieht so gar nicht danach aus als ob der Zweig mit der Raupe zu der Pflanze auf dem Foto gehört, denn die ähnelt Juniperus communis überhaupt nicht sondern schaut verdammt nach J. sabina aus.
    Aber egal, auch M liturata ist kein typisches Wacholdertier, sondern eher auf Kiefer/Fichte getrimmt...
    Immer noch ist für mich T juniperata die Art mit der höchsten Wahrscheinlichkeit.
    Um den Wacholder zu bestimmen eine Zweigspitze mit einer Zange zerquetschen und dann daran riechen.
    J. Sabina verstroemt einen typischen Geruch nach Knoblauch/Karbid (Stinkwacholder).
    Nicht mit der bloßen Hand reiben, J.sabina enthält das tödliche Gift Sabinol welches auf der Haut zu Blasen und Gewebezerstoerungen führen kann.
    In Unkenntnis dessen ist J.sabina die am häufigsten angepflanzte Konifere bei uns, man findet sie vor Schulen, Krankenhäusern und Kindergärten, und die blau bereiften Beeren der weiblichen Sträucher sehen einfach lecker aus (kein Witz!!!)
    Mich wundert eigentlich nur das die Friedhöfe noch nicht voll sind mit Sabinoltoten...
  • Andreas wrote:

    also das sieht so gar nicht danach aus als ob der Zweig mit der Raupe zu der Pflanze auf dem Foto gehört, denn die ähnelt Juniperus communis überhaupt nicht sondern schaut verdammt nach J. sabina aus.
    Nur um das klarzustellen: der Zweig auf dem Foto ist auch nicht der Wacholder auf dem die Raupe gefunden wurde.

    Ich bin kein Experte für Geometridae-Raupen, aber T. juniperata ist für mich überhaupt nicht am wahrscheinlichsten. Die Raupe auf dem Foto sieht überhaupt nicht so aus. Einmal hat T. juniperata oft einen roten Seitenstreifen zweitens ist der Kopf grün nicht braun? Ich meine mag sein, dass die variabel sind, aber so variabel? Die Raupe von M. liturata hingegen passt vom Aussehen sehr gut. Zudem ist M. liturata sehr weit verbreitet und frisst durchaus an Juniperus communis (siehe z.B. hier im Lepiforum). Ist also wie ich finde deutlich wahrscheinlicher.

    Grüße Dennis
  • Moin.

    Bezüglich Bestimmung des Wacholders von Rainer ist das vom Foto her sehr schwierig.
    Da hat man schon Probleme wenn man direkt vor der Pflanze steht und alles im Detail betrachten kann.

    Neben J. sabina, J. pfitzeriana, könnte es auch J. virginiana sein. Wahrscheinlich gibt noch ein paar Arten die ähnliche Triebstrukturen vorweisen.
    Erschwerend kommt hinzu dass diese Arten durch langjährige Zuchttätigkeiten jede Menge Sorten und Hybriden hervor gebracht haben, welche sich sehr oft extrem ähneln. Des weiteren sehen Pflanzen in den einzelnen Wuchsphasen oft unterschiedlich aus: ein und dieselbe Pflanze kann mit 5 Standjahren eine ganz andere Wuchsform aufweisen, als später mit 10 oder 20 Jahren und da geht es nicht um die Größe, sondern auch um die Laubausbildung: Farbe und Form des Laubes/Rinde/Anordnung, Stellung/Ausrichtung der Äste etc.


    Oberbayer wrote:

    Mein Gärtner meinte, es sei der echte Wacholder.
    Damit hat er auch Recht, denn auch Juniperus sabina / J. pfitzeriana / J. viriginiana sind "echte" Wacholder :D
    Das ist genauso wie bei den Schmetterlingen: Autographa gamma ist ne "Gammaeule".
    Autographa pulchrina und Autographa mandarina könnte man auch mit Au. gamma verwechseln und so mit dem deutschen Trivialnamen "Gammaeule" bezeichnen.
    Eindeutig ist nur der zoologische Name und deshalb ist die Aussage deines Gärtners dass es sich hier um einen "Echten Wacholder" handelt entweder ein Zeichen von eigener Unkenntnis oder von seinem Entgegenkommen an seinen botanisch nicht ausreichend qualifizierten Kunden. :D

    Gruß
    Rudi
    Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?