Zucht von Morho peleides während der Winterzeit

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    • Zucht von Morho peleides während der Winterzeit

      Einige Mitglieder züchten derzeit Morpho peleides, auch ich. Nun sehe ich immer wieder mit Beginn der Zuchtsaison im darauf folgenden Jahr schon relativ früh Angebote von Eiern dieses Falters. Eine Winterzucht (Copula oder gar Handpaarung) habe ich bei M.p. bisher nicht hinbekommen, obwohl Winterfutter zur Verfügung stand. Derzeit habe ich 16 Puppen, die noch im Oktober schlüpfen werden, 2 Raupen sind im Begriff sich zu verpuppen und 5 Raupen fressen noch und dürften sich in den nächsten 2 Wochen ebenfalls verpuppen. Falter werde ich somit im Oktober/November erhalten, die bis Dezember, allenfalls noch Januar/Februar überleben. Da diese Falter keine Winterpause einlegen und etwa nur 4-5 Wochen leben meine Frage : Sind die angebotenen Eier von M.p. aus Zuchten oder Import ? Sollten sie aus Zuchten sein, wie bekommen die Züchter es fertig diese Falter über die Wintermonate zu züchten, da sie doch keine Diapause einlegen und nur einige Wochen leben ? Wer kann hier aus Erfahrung berichten ? Besten Dank für die Antworten.
      Gruß
      Dieter
    • Ein weiterer Beitrag zur Winterzucht.
      Vor ca. 7 Tagen ist bei mir ein Weibchen und kurze Zeit später ein Männchen und 2 Tage darauf nochmals ein weiteres Männchen geschlüpft. Zuerst habe ich alle 3 zusammen für 2 Tage in ein Aerarium mit Futterangebot gegeben, es geschah nichts. Der Himmel war wolkenverhangen bzw. durch Hochnebel kein Sonnenschein und dadurch auch fehlende Wärme. Die Falter saßen tagsüber nur ruhig da.Danach habe ich sie vor 2 Tagen versuchsweise in meinen kleinen glasverschlossenen Wintererker (ehemalige Dachterasse ca. 9 m²) umgesetzt, weil die Sonne vorgestern schien und auch heute wieder vermehrt scheint. Im sonnenbeschienen Erker herrscht eine Temperatur von ca.23°C. Gegn 13 Uhr habe ich heute einmal nachgeschaut und siehe da, eine Copula (Falter hingen an der Wand). Sie muß in den Morgenstunden zustande gekommen sein, obwohl der Falter eigentlich vorwiegend mittags/nachmittags fliegt. Selbst ein lauer Luftzug war nicht vorhanden, um die Pheromone des Weibchens dem Männchen zuzutragen.
      Schlußfolgerung: Ist es warm genug und scheint die Sonne, bei gutem Futterangebot (hier: saftige Orangen, Birne und Banane) ist eine Verpaarung noch Ende Oktober, vielleicht sogar auch noch wesentlich später, möglich, sofern Wärme und Sonne die Voraussetzungen für eine Copula bieten. Da es bei diesem tropischen Falter keine Diapause gibt, werde ich versuchen die schlüpfenden Raupen über die Wintertage erfolgreich mit immergrünen Klee zu füttern (Wisteria reicht nicht mehr lange aus, die winterfrostharte Robinie wohl auch nicht, da sie ein sommergrüner Strauch bzw. Strauch ist und sich erst spät im Frühjahr begrünt). Einmal ist mir dies mit bei uns überall wachsenden wilden Klee gelungen, aber leider keine weitere Nachzucht, da im Februar/März des darauffolgenden Jahres keine Sonne schien. Mal sehen inwieweit mir diesmal eine Nachzucht gelingt.
      Der Versuch einer Handpaarung erübrigt sich hiermit.
      Gruß
      Dieter

      The post was edited 1 time, last by Heune ().

    • Heune wrote:

      Selbst ein lauer Luftzug war nicht vorhanden, um die Pheromone des Weibchens dem Männchen zuzutragen.
      Servus Dieter.

      Ich glaube nicht, dass bei einem "Augentier" wie es die Morphos sind, Pheromone den Ausschlag zur erfolgreichen Paarung bringen, gerade auch, wenn die Weibchen im direkten "Einzugsgebiet" der Männchen sitzen.
      Temperatur und Lichtintensität werden wohl die Auslöser sein.

      Viel Erfolg bei der Zucht
      Rudi
      Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
    • Weiter möchte ich berichten, daß ich beinahe die Winterzucht von M.p. hätte vergessen können, da das befruchtete Weibchen nach sorfältiger Untersuchung der Blätter der Futterpflanzen (Klee, Wisteria u. Erdnuß) zunächt keine Eier daran abgelegt hat. Dennoch habe ich es noch im Aerarium belassen und weiterhin Futter (Apfelsinen- , Birnen- und Bananenscheiben) gereicht in der Hoffnung, daß sich das Weibchen doch noch zur Eiablage entscheiden möge. Und tatsächlich habe ich erst heute, also nach fast 1 Woche die ersten abgelegten Eier an Erdnuß und Wisteria, allerdings aber nur an noch grüne Blätter, entdecken können. Die verwelkten Blätter wurden vernachläßigt.
      Hieraus schließe ich, daß die Eiablage vorwiegend an den 2 letzten "lichten" bzw. dem gestrigen sonnigen Tag (31.10.) erfolgt sein dürfte, also erst ca. 5 Tage nach Copula, während an den vorangegangenen trüben (nebeligen und "lichtarmen") Tagen keine Eiablage erfolgt ist. Facit: Also auch die Licht- und Wärmeverhältnisse könnten (dürften) Einfluß auf den Tag der Eiablge haben, was ohne weiteres einige Tage dauern könnte, was ich vermute.
      Gruß
      Dieter
    • Bisher konnte ich von außerhalb des Aerariums 5 Eier ausmachen. Der Falter soll aber erst einmal in aller Ruhe seine Eier ablegen. Ich möchte ihn hierbei ungern stören. Dann werde ich später nochmals genau nachzählen, denn ich gehe davon aus, daß bestimmt auch noch weitere Eier unterhalb der Blätter vorhanden sind. Er dürfte ja erst vor kurzem (vielleicht gestern u/o. vorgestern) mit der Eiablage begonnen haben.
    • From my experience Morpho do not like directly sunlight only partial shade. Several males can be problem in small cage, pairing usually takes after 4-5 days for males and 2-3 days females. Laying can be dalay because lower temperature but in optimal condition no before second day. Best plant for laying is mucuna pruriens or beneti.

      Best regards
      David
    • Bis jetzt habe ich 32 abgelegte Eier von M.p. gezählt (man muß aber sorgfältig nachschauen, sonst kann man manche Eier schlicht und einfach übersehen wegen ihres anfangs noch "blattgrünen" Aussehens"; ich habe sie aber wenigsten noch an einer schmalen schwarzen Umrandungslinie im oberen Drittel des Eies und eines winzigen schwarzen Püncktchens oben in der Mitte ausmachen können), und zwar nur einige an Erdnußpflanze, zahlenmäßig aber die meisten an Wisteria. Jetzt habe ich auch noch gut gewachsenen Klee dazugegeben und möchte abwarten, ob auch hieran noch Eier abgelegt werden. Das Weibchen ist immer noch recht munter bei gutem Futterangebot. Sie dürfte hoffnungsvoll sicherlich noch einige Eier legen, da die Falter, zumindest die Weibchen, zwischen max. 4 -6 Wochen unter optimalen Haltungsbedingungen leben können(die Männchen nach getaner Arbeit (Copula) nur noch relativ kurz ). Ob Mucuna pruriens (Juckbohne) or beneti die beste Pflanze für die Eiablage ist und evtl. auch als Futterpflanze dient, vermag ich nicht zu beurteilen, da nie benutzt. Vielleicht könnte "david5" hierzu einmal Stellung nehmen.
      Meine Überlegung: Die Räupchen werden in etwa 14 - 16 Tagen (bei kälteren Temperatueren evtl. auch sogar noch etwas später) schlüpfen, d.h. gegen Ende November. Die Aufzucht mit Klee (sie wachsen hieran etwas länger als an Wisteria) nimmt gut ca. 2,5 - 3 Monate in Anspruch, d.h. bis etwa Mitte/Ende Februar. Es kommen jetzt noch ca. 3-4 Wochen hinzu, bis sich die ersten Falter entwickelt haben und schlüpfen werden, d.h. es wird März/April. Ist die Märzensonne kräftig genug und es wieder wärmer wird könnte ich mit der Winterzucht diesmal Erfolg haben. Zur Zeit habe ich immer noch 5 nicht geschlüpfte Puppen, der Größe nach zu urteilen 2 weibliche und der Rest männliche. Nur unter der Voraussetzung, daß demnächst die Sonne nochmals für einige Tage herauskommt, würde ich, sofern Männchen und Weibchen weitgehend zeitgleich schlüpfen, sie dem Versuch einer nochmaligen Copula aussetzen. Erstmal soweit.
      Gruß
      Dieter
    • Erster Zwischenbericht: Das Weibchen hat bisher nun insgesamt 60 Eier abgelegt und ist immer noch recht munter. Der Schlupf der Räupchen erwarte ich in ca. 12 - 14 Tagen, wegen der Kälte in meinem Wintergarten vllt. noch etwas später, d.h. Ende November mit guter Voraussetzung auf eine erfolgreiche Winterzucht. Gestern: noch Schlupf eines weiteren Falters; in den kommenden Tagen dürften auch noch die restlichen 2 Falter schlüpfen. Je nach Geschlecht wage ich den Versuch einer nochmaligen Kopula, auch wenn die Sonne zwar nur sporadisch (oder gar überhaupt nicht) auftauchen sollte, aber zumindest in meinem lichtduchflutenden Wintergarten. Nun muß ich allerdings erst einmal alle Schlupf-anstehenden Räupchen (vorerst) mit dem jetzt zwar nur noch kümmerlich wachsenden, aber dennoch als Futterpflanze hinlänglich ausreichenden Klee, durch den Winter bringen. Als weitere Reserve-Futterpflanze habe ich vorsorglich eine größere Anzahl von Erdnüsskerne (bei Hornbach für Papageien erhältlich) in 10 Pflanztöpfe gegeben und diese dann bei Zimmertemperatur (ca. 23 C°) zum Aufkeimen der Pflänzchen auf die Fensterbank gestellt. Allerdings dürfte es sicherlich noch gut 2-3 Wochen dauern bis die ersten Pflänzchen zum Vorschein kommen. Mit dem Schlupf der Räupchen geht die (Risiko)-Zucht dann aber erst richtig los. Ich werde berichten.
      P.S.: Beobachtung: Eine Stürzpuppe, die, wenn auch selten, gelöst von Ihrer "Anheftung" z.B. durch "abstreifende Bewegungen" ihrer Raupenhaut, zu Boden fällt und sichtbar Flüssigkeit verliert bzw. austritt, geht sie unweigerlich zugrunde!! Auch wenn es anfangs noch so aussieht als könnte sie überleben trocknet sie in den nachfolgenden Tagen aus und verhärtet. Jegliche Hilfe ist zwecklos! Fällt die Puppe dagegen auf untergelegte Watte und bleibt insofern unversehrt als lediglich nur eine geringe Deformation die Folge ist, so entwickelt sich der schlüpfende Falter im allgemeinen ganz normal, da die komplette "Genetik" für die Entwicklung bei der Metamorphose innerhalb der Puppe erhalten geblieben ist.
      Gruß
      Dieter
    • 2. Zwischenbericht: Der 2. Versuch jetzt im November/Dezember nochmals eine Chance für eine ("Winter"-)Copula zu erhalten erscheint erfolglos. Grund: Trotz meines gut "lichtdurchflutenden" kleineren Wintergartens (ca. 9 m²) macht das derzeitig extreme Wetter einen "ärgerlichen" Strich durch die Rechnung, es ist einfach zu trüb, zu regenerisch und zu nebelig, so gut wie kein Sonnenschein. Die Falter (2 ♀ u. 1 ♂ ) sitzen daher bewegungslos an der Wand, Boden oder anderswo und sind (scheinbar) keinesfalls mehr an Sex interessiert und auch nicht einmal gewillt ihre Futterquelle aufzusuchen, außer man zeigt ihnen wo es langgeht und man sie behutsam ohne sie zu beschädigen auf ihre Futterquelle aufsetzt, wo sie dann dankbar eifrig anfangen zu saugen. Ein Weibchen hiervon ist deshalb wohl frühzeitig totzt ausreichenden Futterangebotes verstorben, da ich aus Zeitgründen einmal 3 Tage nicht nachschauen konnte. Jetzt werden die 2 letzten noch lebenden Falter (1 ♂ u. 1 ♀) bis zu ihrem Lebensende in meiner Obhut bleiben. Das Weibchen kommt zusammen mit ihrem männlichen Genossen in ein Aerarium, falls eine von mir nicht beobachtete Copula dennoch zusande gekommen sein könnte, was ich aber sehr stark bezweifele. Ab jetzt jeden Tag eine Visite!
      Bemrkungen: 1.) Besonders auffällig bei meinen Beobachtungen war, daß die jungen Räupchen weitgehend jedes mit sehr kleinen Kotkügelchen bedecktes Blatt, ob frisch oder bereits älter, zum Fressen vermieden und stets auf die allerfrischten Blätter abwanderten, fressen aber auch, wenn gar nichts mehr anderes vorhanden ist, bereits schon zu welkende braune Blätter. Dank dieses Verhaltens habe ich bisher keine Ausfälle zu verzeichnen. Die letzten Blätter von Wisteria wurden heute von mir angeboten, sodaß ich auf den allgem. Klee (Trifolium) bzw. vorgekeimte Erdnußplanzen gehalten bin zurückzugreifen bzw. umzustellen. Das haben sie bei mir früher ohne weiteres akzeptiert. Vorsoglich habe ich noch zusätzlich Trifolium alexandrinum (als Gründüngung bzw. Unkrautunterdrücker) in meinem größeren Wintergarten (ca. 50 m², frostfrei, ca. 15-18- 20°C, je nach Sonneneinstrahlung, Wärme kann variiert werden) als Futterpflanze eingesamt, was derzeit gerade noch möglich ist.
      2.) Das Abdomen des 1. eierablegenden Weibchen habe ich sofort nach dessen Tod mit einer sehr feinen Nagelschere aufgetrennt und noch ca. 32 "wohlbehaltene" Eier entnommen, in der Hoffnung, daß auch sie befruchtet sein könnten. Das ist aber leider wohl nicht der Fall, denn sie sind fast alle verkümmert und eingefallen und weisen auch keine entsprechende Dunkelfärbung auf wie bei befruchtete Eier, was die Annahme stützt, daß die Eier erst beim Ablegen mit dem "vorrätig eingelagerten Samen des Männchens" befruchtet werden dürften. Es läßt aber auch die Schätzung zu, daß ein Weibchen in der Lage ist ca. 90-100 Eier legen zu können.
      3.) Von den ca. 60 abgelegten Eier sind insgesamt nur ca. 40-45 geschlüpft, hiervon durch Eigenverschulden (versehentlich zerquetscht) 2 umgekommen. Der Rest ist totzt der für eine Befruchtung auftretenden Dunkelverfärbung nicht mehr geschlüpft. Die Eier wurden in einer kleinen durchsichtigen Dose mit Deckel aufbewahrt und ein kleiner feuchter Wattebausch seitlich ohne Kontakt zu den Eiern lokalisiert, um das für das Schlüpfen erforderliche Feuchtigkeitmilieu aufrecht zu erhalten. Die Räupchen sind derzeit noch sehr klein, meist noch im Stadium L1 mit anstehendem Übergang zu L2.
      Gruß
      Dieter
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