Attacus atlas Raupensterben

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    • Attacus atlas Raupensterben

      Hallo,

      aktuell muss ich mit ansehen, wie meine L1- Raupen von Attacus atlas massenweise sterben. Es hat den Anschein, als würden sie es nicht schaffen, bei der Häutung zu L2 die alte Hülle abzustreifen. Jedenfalls sterben viele Raupen, obwohl sie vorher agil waren und auch gefressen haben im fortgeschrittenen L1- Stadium.

      Gefüttert werden sie mit Kirchlorberr (frische junge Blätter) und Liguster. Die Raumbedingungen liegen bei ca. 23 Grad Celsius und 60 % Luftfeuchtigkeit.
    • Das kann ich ausschließen. Die Nahrungspflanzen stammen aus dem eigenen Garten. Es war ja auch nur eine Vermutung, da ich einige Raupen mit nicht vollkommen abgestreifter Raupenhülle vorgefunden habe. Ich habe auch andere Exemplare gefunden, die einfach vom Blatt gefallen sind. Vielleicht Pilzbefall oder andere Krankheit?
    • Häutungsprobleme treten oft durch Störungen auf. Stören sich die Tiere gegenseitig viel? Hantierst du oft am Zuchtbehälter rum oder berührst die Tiere sogar? Die Unterlage auf der sich die Tiere häuten sollte während des gesamten Häutungsprozesses nicht verändert werden. Das heißt nicht das Blatt kürzen, den Zweig runterschneiden etc... . Die Häutungspolster gehen weit über die Sitzposition hinaus. Sind diese beschädigt kann es dazu kommen, dass die alte Raupenhaut nicht mehr am Boden verankert ist und die Raupe nicht aus dieser herausklettern kann. So kommt es schließlich dazu, dass man halb gehäutete Tiere findet.
      Beste Grüße, David
    • Hallöchen,
      Attacus atlas ist m. W. n. eine relativ Inzuchtresistente Art. Hab die selbst schon paar Mal gezogen, und die Erfahrung machen müssen, das die Tiere bei falschen Haltungsbedingungen und Stress einfach sterben. Auch wenn immer gesagt wird:,, für Anfänger geeignet" kann ich das bei atlas nur zum Teil unterschreiben. Die Raupen sind sehr träge und anfällig für Störungen. (Mitunter durch ihre eigenen Artgenossen)

      Wichtig wäre, dass du ihnen viel Platz, hohe rel. LF und hohe Temperaturen mit Nachtabsenkung bietest.
      Ab L2 auf gewässertem Futter und NICHT stören.

      Mich würden, wie Rudi, deine Haltungsbedingungen mal interessieren :)


      Liebe Grüße
      Manuel
    • Meine Vermutung geht in eine ganz andere Richtung. Die Raupen könnten sich an den Trieben des Kirschlorbeer vergiftet haben. Durch extreme Trockenheit kann es bei dieser Pflanze zur Überschreitung der normalen toxischen Eigenschaften kommen. Ich meine mich daran erinnern zu können, dass ich auch schon mal dieses Problem hatte. Kirschlorbeer produziert Blausäure und ist in allen Pflanzenteilen giftig.
    • @FrankyM: Es sind auch Raupen gestorben, die an Liguster gefressen haben. Ich habe beide Pflanzen als Futterpflanze angeboten. Ich habe von Kirchlorbeer auch nur junge Triebe verwendet, die erst im Herbst ausgetrieben sind.

      @Petit Papilio: In der 1. & 2. Woche wurden die L1- Raupen in einem Kunststoff- Terrarium bei 23 Grad Celsius und 60% Luftfeuchtigkeit gehalten.

      Ab der 3. Woche wurden sie in ein Aerarium umgezogen bei etwa gleichen Raum-/ Temperaturbedingungen. Nachts etwas kühler.

      Unter den toten Raupen konnte man auf der Unterlage (Küchenpapierrolle) einen grünbraunen Fleck erkennen, so als wäre Körperflüssigkeit ausgetreten.

      Danke auf jeden Fall für die vielen hilfreichen Antworten!
    • forenwanderer wrote:

      Unter den toten Raupen konnte man auf der Unterlage (Küchenpapierrolle) einen grünbraunen Fleck erkennen, so als wäre Körperflüssigkeit ausgetreten.
      Also das klingt sehr nach einer Infektion. Ähnliches hatte ich mal mit Totenkopfschwärmern allerdings in L4. Die Tiere fangen an ständig rumzulaufen (was sie normalerweise nie tun würden) und produzieren flüssige Ausscheidungen. Des Weiteren fressen sie auch praktisch nichts. Letzteres wird bei so kleinen Raupen kaum auffallen, aber hast du die anderen Symptome vielleicht beobachten können?
    • An eine Infektion habe ich auch schon gedacht, speziell wegen der finalen Ausscheidungen. Aber sie laufen nicht herum, im Gegenteil, sie sitzen regungslos auf dem Blatt und fressen nicht mehr, bis sie schließlich vom Blatt fallen. Ich frage mich nur, woher diese Infektion stammen soll. Das Aerarium wurde vor Verwendung gründlich desinfiziert.
    • Das könnte trotzdem eine Infektion sein. Trenne die übrigen Tiere voneinander. MEINER Einschätzung nach ist die Hauptursache für Infektionen der Kontakt der Tiere mit ihren Kotballen. Seit dem Vorfall mit den Totenkopfschwärmern bei dem die Raupen häufig ihre Kotballen "weggeräumt" haben entferne ich täglich alle Kotballen und fülle etwa 1 mal pro Woche frischen Sand nach. (Ich stecke die Futterzweige an denen die Raupen sind in einen Topf voll mit trockenem Sand). Seit dem ich da so pingelich bin und nach jeder Zucht alle Behälter desinfiziere, hatte ich keine solchen Vorfälle mehr.
      Beste Grüße, David
    • Üblicherweise züchte ich eher einheimische Arten, auch schwierige. Aber ein Raupensterben in dieser Masse ist mir noch nicht vorgekommen. Von etwa anfangs 40 Raupen sind noch 8 übrig. Ich habe sie komplett separiert und in ein neues Aerarium mit lebendiger Futterpflanze (Ligustrum vulgare Atrovirens) umquartiert. Mit dem Kot sind die Raupen eigentlich nicht in Berührung gekommen.

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    • Meine Meinung ist, dass es am Futter liegt. Bei Infektionen geht der Tod oft langsam einher. Dass alle Raupen sehr zeitnah umfallen, ist ein Futterproblem. Wir werden den Grund nie erfahren, weshalb sich langwierige Diskussionen erübrigen.