So wenige Schmetterlinge

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    Marc Fischers World of Silkmoths

    Ständig neue Angebote von Eiern und Kokons/Puppen tropischer Schmetterlinge.
    Darüber hinaus werden qualitativ hochwertige Zucht- und Flugkästen angeboten.




    • So wenige Schmetterlinge

      Hallo alle zusammen,

      bei uns in der Gegend sind kaum noch Schmetterlinge wie Rapsweißling, kleiner Fuchs , Tagpfauenauge, Zitronenfalter uvm....
      Früher waren viel mehr da, jetzt sind kaum noch welche da, bis garnicht mehr,
      Wie sieht es bei euch aus?
      Mit Freundlichen Grüßen

      :respekt:
      Donovan 12345 :daumenja:

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      Züchte: Totenkopfschwärmer, Actias Artemis , Abendpfauenauge

      WIll gerne noch ...... Tropische Schmetterlinge sowie verschiedene Tag und Nachtfalter Züchten.
      :thumbsup:
      http://www.silkmoths.eu
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    • Hallo,
      also in unserem Garten kann ich das durchaus bestätigen. Wildbienen haben wir sehr viele (Löcherbienen, Gartenwollbiene, Mauerbiene, sehr viele Hummeln etc.)
      Aber Schmetterlinge sehe ich kaum, höchstens Mal ein Weißer den ich aber im vorbeifliegen nicht identifizieren kann.
      Allerdings sind bei uns auch die meisten Schmetterlinge im Hochsommer zu beobachten.
      Immerhin hab ich aber letztens an einem Feld ganz in der Nähe hunderte Tagpfauenaugenraupen entdeckt, das lässt etwas hoffen.
    • Selbes habe ich auch feststellen können. Honigbienen gibt es kaum noch, dafür sehr viele Wildbienen. Tagfalter wie Schwalbenschwanz gab es hier vor 10-12 Jahren noch wirklich in Massen. Jetzt bin ich froh, wenn mal ein Tagpfauenauge auf dem Lavendel sitzt.
      Was ich auch feststellen konnte, dass es nur noch wenige Grillen oder Heuschrecken gibt, welche ich als Kind oft gefangen habe.
    • Ja, und die Wissenschaft täte gut daran herauszufinden, woran das liegt. Aber die Antworten sind mir aktuell etwas zu simpel: Der Klimawandel!
      Vor 4 oder 5 Jahren waren wir mal in Tschechien und haben eine Wanderung in einem ganz normalen Wald gemacht. Alles voller Viecher, die man hier mühsam suchen müsste. Trauermantel, Schillerfalter, Kaisermantel, an einer Gruppe kleiner Espen massig Raupen von Gabelschwanz, Pappelschwärmer, Abendpfauenauge. Was läuft da anders?
      Ich denke aber, auch wenn es insgesamt weniger geworden ist, dass die Arten alle immer noch vorhanden sind. Einzelne Exemplare seltenerer Arten sehe ich immer wieder.
    • Lieber Sven, die Wissenschaft hat das schon veröffentlicht. Einer der Weg Begleiter ist Andreas Segerer aus der Zoologischen Staatssammlung in München und Eva Rosenkranz mit dem Buch über das Artensterben was mit dem Zugpferd der Bienen und weiter mit Insekten recherchiert wurde. DAs Buch war Idee für das Volksbegehren in Bayern letztes Jahr wo ich in Actias dazu aufgerufen habe da dazu 1 Millionen Unterschriften benötigt wurden. DAs öffentliche Interesse wurde da zu geweckt und auch das Auge für die Entomologie gerichtet. Das solltest Einsteiger gelesen haben das Buch und sich Gedanken machen was im eigenen Garten oder Balkon geändert werden sollte. Grüße Michi
    • Letzten September waren wir in den USA an der Westküste. Dort sind mir recht häufig große Papilios aufgefallen, die mich insbesondere mit ihrem tollen Flug beeindruckt haben. Dadurch wurde auch mein Interesse an dieser tollen Art und Schmetterlingen insgesamt geweckt.
      Jetzt frag ich mich nur warum die es dort schaffen und hier nicht? Ich meine gerade in den USA wo man nicht unbedingt viel Wert auf Umweltschutz legt.
    • Das kann ich so nicht bestätigen.
      Dieses Jahr bin ich bereits bei 173 Nachtfalterarten in ca. 3200 Individuen und bei knapp 1300 Individuen Tagfaltern, allein 400 Pieris napi/rapae.
      Um wirklich zu erfahren wieviel noch fliegt, muss man auch mehrere Methoden wie Leuchten, Ködern und Keschern kombinieren.
      Alles in allem bin ich bisher ziemlich zufrieden ;)
    • Vorallem früher konnte ich mich dran erinnern in jeder Ecke flog ein Weißling, oder wir hatten mal bei den Brenneseln ein Raupen Nest vom Tagpfauenauge oder kleiner Fuchs. Ich sah auch mal einen Kaiser Mantel Fliegen.
      Aber heute nichts mehr !
      selbst vor 2 Jahren noch um dieser Zeit hatte ich ein Schwalbenschwanz Weibchen im Garten bei der Ei Ablage beobachten können. Das war echt schön.
      Es ist nicht schön anzusehen wie die Arten weiter aussterben.
      Mit Freundlichen Grüßen

      :respekt:
      Donovan 12345 :daumenja:

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      Züchte: Totenkopfschwärmer, Actias Artemis , Abendpfauenauge

      WIll gerne noch ...... Tropische Schmetterlinge sowie verschiedene Tag und Nachtfalter Züchten.
      :thumbsup:
    • Westküste = California?
      Naja, dass hier keine großen Schwalbenschwänze fliegen, hat wohl eher andere Gründe.
      Vergleiche die Bevölkerungsdichten in den USA und Zentraleuropa. Da gibt es einfach Gebiete, die sehen so schnell keine Menschen.
      Der Schlüssel ist und bleibt der Biotopschutz. Und der ist im Prinzip einfach. Einfach lassen. Bei uns fliegen aktuell wieder, wie jedes Jahr, viele Hirschkäfer abends durch die Siedlung. Benachbart ist ein gar nicht allzu großes Waldgebiet, das als Biosphärenreservat ausgezeichnet ist. Es wird einfach alles stehen- und liegengelassen.

      @Sphingidae77: Das möchte ich mir mal durchlesen und erfahren, welche gesicherten Gründe für das Insektensterben angeführt werden. Bienen sind da ja ein denkbar schlechtes Zugpferd, zumindest die domestizierte Honigbiene. Deren Völker werden von Jahr zu Jahr mehr in Deutschland (ja, ich weiß: weil es immer mehr Hobbyimker gibt), und Hauptantagonist ist die Varroamilbe, ein spezialisierter Parasit, der nichts mit anderen Insekten am Hut hat. Aber der Masse ist das Sentiment ja wichtiger als Fakten, und mit Gefühlen kriegt man sie eben rum, und deshalb musste die Honigbiene als Sympathieträger herhalten. Sorry Sphingidae, ist nicht persönlich, und so richtig habe ich mich mit dieser Kampagne auch nicht befasst (auch weil ich sie für populistisch halte).
      Was uns hier im Forum bedrückt bei dem Rückgang der Insekten, ist ja ehrlicherweise auch eher der ästhetische Aspekt und so ein diffuses und vielleicht biosentimentales Gefühl, dass Insekten irgendwie einfach dazugehören und alles irgendwie miteinander zusammenhängt. Ich denke nicht, dass unser Ökosystem zusammenbricht, wenn es keine Papilio machaon mehr gibt (was nicht der Fall sein wird, denn der ist ein Alleskönner).
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    • Ja genau Soil, u.a. in Kalifornien. Mir ist schon bewusst das hier nicht die selben Papilios rumfliegen wie dort, ich meinte auch eher die Tatsache daß dort überhaupt welche existieren und das ich hier noch nie einen machaon gesehen habe. Erstaunlicherweise habe ich in Kalifornien die meisten im Siedlungsbereich angetroffen. Dort gibt's es Blüten und Zitrusbäume, also vermutlich auch ganz normal das sie sich dort aufhalten.
    • Lieber Sven das Buch habe ich bisher 3 Mal gelesen und mehreren Bekannten ausgeliehen die von meinen Hobby wissen. Es wurden die Anregungen dort im Garten umgesetzt, bei den Bekannten. Andreas kenne ich sehr gut durch die ZSM wo ich vor über 40 Jahren in die Entomologie eingeführt wurde von Franz Bachmeier der Gallwesoen erforschte und der Früher mal mit meiner Mama befreundet war und den fragte ich ob er mich unterstützen würde für dieses Hobby als ich 12 oder 13 Jahre alt war. Die Lobby der Biene ist gut und hat auch wenn diese domestiziert wurde in der Öffentlichkeit ein Hohes ansehen auch wenn Sie nicht das große Interesse weckt unter uns Entomologen. DAs Buch habe ich einen Landwirt ausgeliehen als Anregung für seine Arbeit er unterstütz das zum Teil mit einer "Honigbär" mit 5000 qm für die INsekten. Grüße Michi
    • Brimstone wrote:

      Das kann ich so nicht bestätigen.
      Dieses Jahr bin ich bereits bei 173 Nachtfalterarten in ca. 3200 Individuen und bei knapp 1300 Individuen Tagfaltern, allein 400 Pieris napi/rapae.
      Um wirklich zu erfahren wieviel noch fliegt, muss man auch mehrere Methoden wie Leuchten, Ködern und Keschern kombinieren.
      Alles in allem bin ich bisher ziemlich zufrieden ;)
      Ahaaa! Fakten! Danke.
      Ich habe auch das Gefühl, dass es eher stagniert und nicht weiter weniger wird. Aber die Studien, die in Deutschland mit Fallen durchgeführt wurden, sind auch nicht einfach von der Hand zu weisen, und die Erfharungen unserer Kindheit und Jugend (Anzahl der Falter an Buddleja und Biomasse am Kühlergrill von Papas Auto) waren auch keine Hirngespinste. Buch geführt hat aber keiner damals.
    • Sphingidae77 wrote:

      Lieber Sven das Buch habe ich bisher 3 Mal gelesen und mehreren Bekannten ausgeliehen die von meinen Hobby wissen. Es wurden die Anregungen dort im Garten umgesetzt, bei den Bekannten. Andreas kenne ich sehr gut durch die ZSM wo ich vor über 40 Jahren in die Entomologie eingeführt wurde von Franz Bachmeier der Gallwesoen erforschte und der Früher mal mit meiner Mama befreundet war und den fragte ich ob er mich unterstützen würde für dieses Hobby als ich 12 oder 13 Jahre alt war. Die Lobby der Biene ist gut und hat auch wenn diese domestiziert wurde in der Öffentlichkeit ein Hohes ansehen auch wenn Sie nicht das große Interesse weckt unter uns Entomologen. DAs Buch habe ich einen Landwirt ausgeliehen als Anregung für seine Arbeit er unterstütz das zum Teil mit einer "Honigbär" mit 5000 qm für die INsekten. Grüße Michi
      Wie heißt das Buch?
    • lieber Sven, das Buch ist von Andreas SEgerer und Eva Rosenkranz und heißt glaube ich das Große Insektensterben. Da ich seit mehreren Jahren(2004) unter einer schweren depressiven Erkrankung leide kann ich mehr manche Dinge nicht so einfach merken. Achte auf die Autoren und dann findest Du das Buch bestimmt. Mein Gehirn trainiere ich mit meiner Sammlung und auf der Tanzfläche Grüße Michi
    • @soil74
      Das will ich auch nicht bestreiten. Es ist allerdings doch so, dass viele Häuser in Siedlungen stehen und dadurch eine Zerstückelung stattfindet. Ich denke auch das ist ein Grund warum dort kaum noch Falter sind (mit Ausnahmen, alle paar Jahre ist der Flieder komplett voll!).
      Ich denke dennoch, dass wenn mehr Leute Köderfallen oder richtige Leuchtanlagen benutzen, auch erstaunlich viele Arten nachgewiesen werden können. Wichtig ist hierbei allerdings auch das Melden, sonst ist alles für die Katz. Möglich z.B. bei observation.org

      Was nicht von der Hand zu weisen ist sind bestimmte Arten, die aktuell mit der Hitze scheinbar hadern. Das sind zb. Kleiner Fuchs, bisher 10 dieses Jahr, normal wären 150+, Landkärtchen, bisher 2, gut und gerne auch mal 200 bis 300 im Jahr. Und das alles auf einer bestimmten Fläche, sodass der Vergleich relativ gut dokumentiert ist.
      Warten wir mal den weiteren Jahresverlauf ab, die aktuellen Regenfälle können nur positiv sein ;)
    • Sphingidae77 wrote:

      lieber Sven, das Buch ist von Andreas SEgerer und Eva Rosenkranz und heißt glaube ich das Große Insektensterben. Da ich seit mehreren Jahren(2004) unter einer schweren depressiven Erkrankung leide kann ich mehr manche Dinge nicht so einfach merken. Achte auf die Autoren und dann findest Du das Buch bestimmt. Mein Gehirn trainiere ich mit meiner Sammlung und auf der Tanzfläche Grüße Michi
      Lieber Michael, bevor ich es kaufe: werden darin ganz konkrete Ursachen für den quantitativen Rückgang der Insekten aufgeführt? Oder nur so allgemeingültige Empfehlungen aus der hohlen Hand? Was ich nicht messe, kann ich nicht verbessern.
    • Lieber Sven lLiebes Forum von ACtias das Buch ist Top recherchiert worden. Was ich mir zB. gemerkt habe ist das in Deutschland alleine 84 Milliarden Km mit dem Auto zurück gelegt werden jedes Jahr. Wieviel Insekten sterben durch Straßenlaternen, Flurbereinigung, mehrere Pestizide die angepranget werden. Rückgang und geringe oder falsche Artenvielfalt in den Gärten. und Monokulturen die Wirtschaftlich genutzt werden. DAs Buch war mit Ideenträger für das Volksbegehren letztes Jahr in Bayern wie ich schon schrieb. Andreas ist Spezialist für MItteleuropa in der ZSM und verwaltet die DNA Statistik im Bold für diese Fauna. Die Landwirte sollten naturbelassene Gebiete zur Verfügung stellen zur Vernetzung von Biotope USW. DAs Buch würde ich kaum so vielen Freunden lesen lassen wenn ich nicht davon überzeugt wäre. Es ist das Geld wert!!! Grüße Michi
    • Ich bin einer der Uneinsichtigen, die eigenen Beobachtungen mehr trauen als Medien, Veröffentlichungen und Untersuchungen.

      Früher gab es auf meinen Innenstadtterrassen nahe am Bahndamm Bläulinge, die üblichen Eckfalter, mindestens drei Arten Kohlweißlinge, Zitronenfalter und einmal einen Würfeldickkopf.
      Dieses Jahr gab es ein vorbeifliegendes Zitronenfaltermännchen und einen kleinen Weißling.
      Jährlich wurde mein Waldgeißblatt von Taubenschwänzchen besucht. Nun ist die Hauptblüte vorbei. Es war keins da. Mit Eulen sieht es noch etwas besser aus; die Erdraupen nehmen im Frühling mein Fraßpflanzenangebot an.

      Bei mir erfolgte der Einbruch der Arten- und Individuenzahlen, als vor zwei, drei Jahren die nahe gelegenen Industriebrachen zwecks Autobahnbau abgerissen wurden.

      Mich verwundert der Rückgang an Schmetterlingen überhaupt nicht.
      Ich muss mir doch nur die Landschaft ansehen: Zumindest im Flachland grenzen Feld an Feld an Acker, Grünland trägt keine Blüte, sondern besteht nur aus Hochleistungsgrassorten und - die vorhandenen Ränder werden gemäht, weil irgendjemand mit Geschmacksverirrung das "schön" findet. Die Waldränder liegen scharfrandig am Feld; wo es noch Ökotone, Übergangsbereiche, gibt, ersetzen Robinien und Götterbaum Birken, Espen und Weiden; in Berlin pflanzte man an Waldrändern Amerikanische Schneebeere.

      Wir hatten hier das Beispiel des den Seitenstreifen mähenden Bauern, der Brennnessel- und Tagpfauenaugenbestände vernichtete. Ich möchte den Berufsstand gewiss nicht verächtlich machen. Ein Bauer kann alles - in Haus, Garten, Hof und Maschinen. Aber das gerügte Verhalten ist symptomatisch für den durchaus nicht typisch deutschen Irrsinn des Geometrismus in der Landschaftshygiene. Der wurde irgendwann in den 60-ern mit der Flurbereinigung modern. Wer sich alte Landschaftsbilder ansieht, erkennt, dass dergleichen durchaus nicht unserer Veranlagung entspricht. Es ist mit Moden zwecks Konsum von Maschinen oktroyiert.

      Wo sollen denn Schmetterlingsarten leben können, wenn es ihre Futter- und Nektarpflanzen einfach nicht mehr gibt?
      Richtig, in der Stadt - darüber gibt es Untersuchungen. Leider ist dort die Naturgartenmode der 80-er der Geometrie- oder gar Kieselsteingartenmode gewichen.
      Ein Blick in die Landschaft genügt doch, um den Rückgang an Lebensvielfalt zu erkennen. Daran ändert man nichts oder nur wenig. Autobahnränder und -parkplätze z.B. werden nach wie vor als Flächen für Englischen Rasen betrachtet, obwohl niemand etwas davon hat oder ihn nutzen könnte und ein einfaches Dekret des Verkehrsministeriums, höchstens noch zweischürig zu mähen, genügen würde, um das zu ändern.
      Wir brauchen keine teuren, wissenschaftlichen Untersuchungen und brauchen auch nicht alles einfach auf den "Klimawandel" zu schieben, um uns Naturschutz zu ersparen.

      Der Irrsinn der Kratzerei, Beschneiderei und Mäherei überall, ob am Straßenrand, im Park, im Garten, am Wald- oder Feldrand oder -weg muss aufhören, dann kann man sich mal Gedanken um 5G, Klima, Neonikotinoide und andere Pestizide sowie Überdüngung und deren Wirkungen auf die Restnatur machen.
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    • Nachtflocke wrote:

      Ich bin einer der Uneinsichtigen, die eigenen Beobachtungen mehr trauen als Medien, Veröffentlichungen und Untersuchungen.

      Wir brauchen keine teuren, wissenschaftlichen Untersuchungen und brauchen auch nicht alles einfach auf den "Klimawandel" zu schieben, um uns Naturschutz zu ersparen.
      Ich gebe Dir grundsätzlich recht. Der gesunde Menschenverstand reicht im Prinzip, um zu ahnen, was schuld ist am Rückgang der Insekten. Aber wir wissen es nicht. Manchmal gibt es erstaunliche Erkenntnisse, mit denen man nicht gerechnet hätte. Ich erinnere mich spontan daran, wie man krampfhaft versuchte, den Wanderfalken hier und dort anzusiedeln, was seltenst klappte. Grund für den Rückgang des Wanderfalken war nicht der Mangel an Lebensraum, sondern DDT, das die Aushärtung der Eier verhinderte.
      Wie ich bereits schrieb, habe ich andere Beobachtungen in z.B. Tschechien gemacht. Man könnte dingfest machen, was dort in der Landwirtschaft anders läuft als hier. Jemand kluges müsste Studien entwerfen, die Zahlen hervorbringen. Was ich nicht messe, kann ich nicht verbessern. Ohne Zahlen habe ich keine Argumente. Was die sog. Klimaforschung an Studien hervorbringt, ist großenteils Kokolores ("97% der Wissenschaftler..." - die Wahrheit ist nicht das Ergebnis von Abstimmungen und Mehrheitsverhältnissen von Meinungen), dennoch beruft man sich in diesem Zusammenhang auf "die Wissenschaft", und schon hat man gewonnen, auch wenn die meisten nicht wissen, was Wissenschaft bedeutet (und das ist u.a., dass es keine Dogmen geben darf). Realistisch betrachtet, ist die Wissenschaft DIE Errungenschaft der Aufklärung, der sich unsere westliche Zivilisation (zumindest auf dem Papier) ja verpflichtet fühlt. Als Mediziner bin ich da in bestimmter Weise sozialisiert. Und witzigerweise war der erste, der die in der Pharmakologie heute gebräuchlichen prospektive Doppelblindstudien durchführte, Samuel Hahnemann. Ja, genau, der Begründer der Homöopathie, die ja keinen sonderlich guten Leumund in der wissenschaftlich geprägten Medizin hat.
      Und zu meinen Thesen, was den Rückgang der Schmetterlinge betrifft: Forcierung der Monokulturen, Lichtverschmutzung (LED?), Übervölkerung. Ein Klimawandel hin zu wärmeren Temperaturen dürfte übrigen Insekten als wechselwarmen Tieren sehr entgegen kommen. Aber zu solchen Überlegungen darf Wissenschaft oder auch nur gesunder, wissenschaftsgeprägter Menschenverstand im aktuellen Zeitgeist nicht kommen. Schnell ist man irgendein "Leugner", und als solcher kann man dann jedes noch so einleuchtende Argument bringen, man ist verbrannte Erde.
      Um auf Deine Beobachtungen zurückzukommen: Was spricht dagagen, diese in Zahlen zu gießen? Über Anpflanzung von amerikanischer Schneebeere brauchen wir nicht nachdenken, das ist einfach nur gaga.

      The post was edited 2 times, last by soil74 ().