Posts by ornata

    Hallo Andreas,

    hattest du Erfolg bei der Zucht von turcosyrica aus Israel?

    Hatte eine Eiablage und es wären noch wenige Eier übrig. Wenn du Eier brauchst, dann melde dich kurz!

    Bis denn

    Otmar

    War in Schlanders, mitten im Vinschgau.

    Die Südhänge ab 1200m sind vor allem jetzt klimatisch bevorzugt, dort kannst du in den Mittellagen ganz gut leuchten.

    Wenn du Noctuidae sammelst, dann kannst du zurzeit viele gute Spätsommer- bzw. Herbstarten erwischen.

    Ein Highlight: Actebia multifida oder viele andere Euxoa-spec.

    Auch einige gute Spanner waren darunter.

    Was sammelst du?

    Bis denn

    Otmar

    Lieber Manfred, liebe TN*innen der Börsentage,

    das halte ich aber für mehr als sehr riskant, auf die Masken zu verzichten, denn man ist Überträger, auch wenn man negativ getestet wird. Ich rate euch insgeheim, die Masken sowohl in Trauschendorf als auch in Weiden auf der Börse aufzulassen, denn man befindet sich in Innenräumen und der Delta-Stamm des Virus ist höchst ansteckend. Darüber hinaus wird man auf der Börse und auch in Trauschendorf keine 1,5 m Abstand einhalten können. Selbst bei Genesenen und Geimpften ist ein Impfdurchbruch möglich, die Post-COVID-19-Folgen sind immer noch nicht ganz erforscht. Ich würde deshalb allen Teilnehmer*innen in Trauschendorf und auch auf der Börse das Tragen einer medizinischen Maske empfehlen.

    Damit schützt ihr eure Angehörige auch vor der möglichen Infektion. Ich möchte auch einfließen lassen, dass es Impfverweigerer gibt, die sich ein Impfbuch illegalerweise besorgt haben und somit auch als geimpft gelten. Also: V O R S I C H T ist der beste Weg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen oder sogar zu verhindern.

    Bis dann

    Otmar

    Hallo Sven,

    ich komme gerade aus Südtirol und habe dort zwei Mal geleuchtet. Heuer ist vieles um einige Woche später unterwegs. Ich würde max. bis zur Höhe von 1500 m gehen, denn weiter oben kann’s schon merklich kalt werden und es fliegt fast nichts mehr!

    Ich hatte auf 1450m einen guten Anflug und fast frische Falter am Licht.

    Bis denn

    Otmar

    Hallo Teilnehmer*innen des Forums,

    auch ich hatte vor kurzem eine Begegnung mit einem sehr großen Nymphaliden mit breitem weißen Band auf einem Wanderweg auf den Hochfelln (Bayern). Mein Ersteindruck hat mich genauso wie Dirk zu Limenitis populi, dem Großen Einvogel, geführt, aber wegen der späten Flugzeit im August (24.8.) habe ich die Möglichkeit, auf L. populi gestoßen zu sein, sofort ausgeschlossen. Doch an Brintesia circe habe ich denken müssen, der käme am ehesten in Frage.

    Leider war das Tier sehr weit entfernt, sodass keine weitere Beobachtung gelang. Es sonnte sich kurz auf einem mittelhohen Baumwipfel und flog dann über diese hinweg ins angrenzende Flusstal hinunter.

    Wenn sich in den nächsten Tagen weitere möglich Sichtungen eines großen Nymphaliden mit breiter weißer Binde ergeben sollten, werde ich das Gebiet ein weiteres Mal ganz gezielt aufsuchen und Ausschau halten.

    Es kann sich aufgrund des doch sehr kalten Frühlings und der regenreichen Zeit die Entwicklung der Raupe derart lange hinausgezögert haben, dass solche späten Funde wahrscheinlicher geworden sind. Wir haben in Bayern das kühlste und regenreichste Jahr seit langem gehabt. Eine Option wäre der Große Eisvogel tatsächlich. Diesbezüglich wäre ein Schillerfalter viel kleiner gewesen.

    Bis denn

    Otmar

    Hi Andreas,

    die ersten Falter sind bei mir einwandfrei geschlüpft. Ich habe gerade ein Pärchen zur Nachzucht zusammengesperrt und warte auf die Kopula und Eiablage.

    Bitte die Puppen kontrollieren, die kommen bei günstigen Verhältnissen viel früher raus als erwartet.

    LG und viel Erfolg bei der Zucht

    Otmar

    Hallo Michi,

    vielleicht war es ein Balkenschröter, der sieht dem Hirschkäferweibchen sehr ähnlich.

    Schau dir mal die Bilder im Internet an!

    LG

    Otmar

    Hi Dirk,

    da kann ich Dirk nur beipflichten. Im Mai werden nicht nur Insektizide versprüht, sondern auch das für mich hochgradig für Insekten gefährliche Herbizid Glyphosat wird ausgebracht.

    Sammle immer Blätter und Äste für die Zuchten in einem von allen Seiten geschützten Gebiet, wie z.B. auf einer Lichtung mitten im Wald. Da hole ich Löwenzahn, Salweide und andere Futterpflanzen. Die Sprühwolken der Traktoren werden von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern weit verfrachtet, das hängt natürlich von der Windrichtung und Windstärke ab. Auch ohne Wind ist eine Verfrachtung nachgewiesen.

    Beim nächsten Mal mit Kunstfutter durchführen, dann ist eine Infektion ausgeschlossen.

    Bis denn

    Otmar

    Hi Ecki,

    im April gibt’s doch schon einige sehr schöne Tagfalter, z.B. Pararge xiphioides, Pieris cheiranthi u.v.m.

    Wenn du Raupen von Schwärmern suchen möchtest, dann solltest in den Rumex-Beständen direkt an der Küste nachsuchen. Da findest du: Hippotion celerio. An den großen Euphorbia-Büschen begegnen dir Raupen von Hyles tithymali. An den groß gewachsenen Tabaco moro (lat. Nicotiana glauca)-Pflanzen sind auch im April fast erwachsene Raupen von Acherontia atropos zu entdecken.

    Wenn du noch Fragen hast, bitte kurz melden.

    Bis denn und eine schöne Reise auf die tollste Insel im Atlantik!

    Otmar

    Hallo Chris,

    am besten setzt du die Tiere ab jetzt kälteren Temperaturen aus. Sie sind sehr robust, also könntest du sie ab jetzt ca. 3-5 Wochen problemlos in den kalten Keller stellen.

    Daraufhin versuchst du es erneut, sie ans Futter zu bringen, ab Mitte April gibt’s ja auch wieder saftigeres Futter.

    Wenn’s nicht klappt, dann sollen die Tiere erneut in die vorgeschlagene Kältequarantäne für weitere 4-6 Wochen. Diese Prozedur würde ich einmal bis mehrmals probieren, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Tiere verenden. Ich habe z.B. eine Jungraupe, ohne es zu wollen, in ein Zyankaliglas gesperrt und das Tier hat tatsächlich mehrere Stunden darin überlebt. Also kannst du die Überwinterungsversuche getrost angehen, die Tiere werden diese Behandlung unbeschadet überstehen.


    Bis denn

    Otmar

    Liebe Züchter und Entomologen, natürlich auch Züchterinnen und Entomologinnen,

    da ich während der letzten Wochen außergewöhnliche Erfahrungen beim Versand von Schmetterlingseiern ins Ausland gemacht habe, möchte ich hier meine Fest Stellungen doch einmal an alle weitergeben, damit Probleme innerhalb der Züchter-Community vermieden werden können.

    Im Frühjahr hatten wir in Deutschland und in vielen anderen EU-Ländern mit Grenzschließungen zu kämpfen, um eine Ausbreitung von SARS-Covid 19 zu verhindern. Damit konnte die Ausbreitung weitgehend eingeschränkt werden.

    Jetzt, einige Monate später, habe ich von meinen Bestellern vor allem im Ausland eine nicht gerade erfreuliche Rückmeldung erhalten, dass bei vielen Empfängern nur ganz wenige Eiräupchen aus den versandten Eiern geschlüpft sind. Die Verpackung bestand aus einem Briefumschlag und darin auf einem gesonderten Papier festgeklebte Münzkapseln, in denen sich die Eier auf einer Schicht aus Watte befanden. Zusätzlich wurde jede Kapsel mit einer dünnen Luftpolsterfolie stark umwickelt, sodass der Versand als Brief noch durchging.

    Die erste Tranche, die ich versandte, war innerhalb Deutschlands und alle Besteller waren über den fast 100% Schlupf zufrieden. Doch bei der zweiten Charge stellten sich schon einige Beschwerden ein, denn aus einigen Eierlieferungen schlüpften die Raupen nur sehr spärlich, manchmal waren es nicht mehr als 3-7 Stck., obwohl die Eier bei meinen Kontrollgelegen, die ich mir zurückbehalten hatte, bis zu 100% befruchtet waren. Das machte mich stutzig.

    Mit einem Freund habe ich dieses Phänomen zu erklären versucht.

    Es könnte zum einen daran liegen, dass die Eier in den Fahrzeugen der Postboten längere Zeit den kalten Temperaturen ausgesetzt waren, doch war für mich noch keine zufrieden stellende Erklärung.

    Nach einigen unglücklichen Erklärungsversuchen kamen wir jedoch zu dem Schluss, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Postsendungen allgemein beim Übertritt in ein anderes Land, wie z.B. nach Österreich - Tirol war ja wegen der Ischgl-Vorfälle zu Beginn der Pandemie lange in den Schlagzeilen zu finden -, an den Verteilstationen speziell behandelt werden. Ich denke vornehmlich an die Behandlung des Umschlags mit Desinfektionsmitteln bzw. die Bestrahlung der Päckchen und Briefe mit einer sehr wirkungsvollen UV-C-Lampe, die jegliche Bakterien und Viren abtötet. Höchstwahrscheinlich werden die Postsendungen derart behandelt, wodurch eine Weiterentwicklung der befruchteten Eier im Briefkuvert verhindert wird. Das wäre die einzige und plausibelste Erklärung für das beobachtete Phänomen.

    Das bedeutet aber auch, dass Eiersendungen zukünftig ins Ausland fast unmöglich werden, weil die Post bzw. die Dienstleister für den Versand diese bereits angeschafften Geräte und Leuchtmittel nicht mehr abbauen werden. Man sollte tatsächlich einmal nachfragen, ob dies auch so gehandhabt wird.


    Wer kann ähnliche Erfahrungen berichten? Wer weiß, ob die Briefe und Pakete desinfiziert oder mit einer starken UV-C-Lampe bestrahlt werden? Mich würden die Antworten auf die gestellten Fragen brennend interessieren.


    In diesem Sinne: Bleibt gesund und gebt eure eigenen Erfahrungen weiter! ???


    Otmar:blume:

    Hi Andreas,

    habe auch Eier von Rob aus Israel erhalten. Die Eier überwintern.

    Michael Leipnitz, ein Geospezialist auch in der Zucht, hat mir die Futterpflanzen für die Eumera-Zucht verraten. Es geht los mit Blüten von Schlehe oder Felsenbirne zur schnellen Entwicklung.

    Wenn die Raupen dann eine bestimmte Größe erreicht haben, würde er Sommergrüne Zwergmispel (Cotenoaster-spec.) reichen. Das müsste klappen. Habe schon einige Pflanzen bestellt und im Garten eingepflanzt. Wir könnten in Kontakt bleiben, um die Zucht dann parallel durchzuführen und Erfahrungen auszutauschen.


    Bis denn


    Otmar

    Hallo Bela,

    das Blattsubstrat kannst du sicher auch in Gefrierbeutel lagern, aber bitte erst komplett trocknen, damit eine Schimmelbildung ausgeschlossen werden kann.


    Grüße

    Otmar

    Hallo Bela,

    warum füllst du nicht das erhaltene Blattpulver in eine dicht schließende Glasdose mit Deckel. Ich habe meine pulverisierten Futterpflanzen, auch die Stängel werden mit verwendet, in geschlossenen Frischhaltedosen im Küchenschrank. Deshalb ist es gar nicht notwendig, das Pulver irgendwie zu behandeln, es reicht, wenn es komplett ausgetrocknet ist.

    Danach kannst du es in das Substrat fürs Kunstfutter einfüllen und nach dem Erhitzen einrühren.


    Hoffentlich konnte ich dir behilflich sein!


    Otmar

    Liebe Forum-Gemeinde,
    leider muss auch ich vollkommen illusionslos feststellen, dass bei unseren Schmetterlinge vor allem in diesem Jahr ein desaströser Einbruch in der Artenzahl und auch Individuenzahl zu verzeichnen ist.
    Leider sind die Bürger und vor allem die Bauern für das Thema „Schutz von Insekten“ überhaupt nicht sensibel, sie kennen die Arten nicht, deshalb können sie auch nicht abschätzen, was sie verlieren, wenn die Schmetterlinge komplett aussterben.
    Leider gibt es darüber hinaus bei den Gemeinden und Stadtverwaltungen derart ignorante Angestellte, die Biotop-Pflegemaßnahmen zu Zeiten ansetzen, die aufgrund des Einsatzes von gigantomanischen Maschinen die ganze Fülle von Saugpflanzen kurzerhand wegradiert.
    Leider werden unsere sogenannten Wiesen, ich würde sie in Grünkulturbrachen und Todesflächen umbenennen, so oft gemäht, dass kein einziges Insekt, das sich auf den Flächen befindet, diese Prozedur überlebt, ausgeschlossen sind bei uns die Feldgrillen, die sich glücklicherweise in ein Erdloch verziehen können, wenn es zu unruhig wird.


    Leider hat es unsere Staatsregierung immer noch nicht geschafft, das Teufelszeug „Glyphosat“ komplett zu verbieten, denn es werden jetzt von der Deutschen Saatgutindustrie Milliarden damit verdient und das auf Kosten all unserer Insekten und auch vieler Wildtiere.


    Ihr merkt, dass das Thema bei mir gerade ein sehr heikles ist, denn gestern habe ich die Auswirkungen von Glyphosat auf meine Schmetterlingszuchten faktisch nachgewiesen.
    im April hat ein ansässiger Bauer an einem geschützten Grünzug mit Weiher die dort schon lange existierende Wiese (= Grünkulturbrache) umgepflügt und dort Mais angesät. Ansonsten ist zu bemerken, dass bei Westwind die eingesetzten Mittel über den Grünstreifen hinweg verfrachtet werden. Kurz nachdem die Maispflänzchen ca. 10 cm hoch waren, hat der Bauer dort ein Spritzmittel ausgebracht, dass wahrscheinlich auch Glyphosat enthält, denn alle Grünpflanzen, bis auf den Mais, haben sich gelb verfärbt und sind „verschwunden“. Hinweis: Es handelt sich um einen gentechnisch veränderten Mais mit Resistenzgen gegen Glyphosat!!!
    Aus dem Grünstreifen habe ich immer Futterpflanzen für die Aufzuchten meiner Schmetterlinge geholt, in diesem Jahr Salweide für die Aufzucht von Saturnia pavonia, die ich im April direkt im eigenen Garten gefangen habe.


    So und jetzt kommt’s: Gleich nach der Verabreichung der Salweideblätter nach dem Ausbringen des Spritzmittels durch den Bauern hat sich eine schmierende Infektionskrankheit bei den sonst recht agilen Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges eingestellt. Der Kot verklebte am After und die Raupen mussten erbärmlich zugrunde gehen.
    Im Übrigen liegt das Feld 150-200 m in westlicher Richtung von dem besagten Naturstreifen und nimmt auch noch eine nach Osten geneigte Hanglage ein.
    Ich stelle hiermit fest, dass dieses Spritzmittel, nicht wie angegeben, nur auf den besagten Flächen wirkt, sondern durch Windverfrachtung kleinster Partikel - von Corona haben wir gelernt, dass es sich um Aerosole handelt - auf Pflanzenteile auch noch 200 m entfernt übertragen werden. Glyphosat ist dafür bekannt, dass es über die Spaltöffnungen und auch über die Wurzel aufgenommen wird und dann an alle Pflanzenzellen weitergegeben wird. Damit wird der Stoff in den Zellen eingelagert und dient als Fraßschutz vor jeglicher Art von Pflanzenblätter vertilgenden Insektenlarven.


    Aber die Lobby um die Landwirtschaft ist derart mächtig, dass wir als Entomologen keine Verhaltensveränderungen herbeiführen können.
    Schlussfolgerung: In den nächsten 5-10 Jahren werden nahezu alle (an der Oberfläche der Pflanzen) fressenden Schmetterlinge, nicht die unter der Erde fressenden oder in den Pflanzenteilen eingebohrten, verschwunden sein. Das ist ein weltweites Problem, auch in den Tropen ist dieser Trend feststellbar. Da werden die Felder sogar mit speziellen Flugzeugen abgeflogen und das Mittel wird großflächig versprüht. Ich habe das selbst in der Pampa Argentiniens, die für den Anbau von gentechnisch verändertem Soja komplett entbuscht und entwaldet wurde bzw. immer noch wird, miterlebt. Es ist unbeschreiblich, aber unsere sog. Veganer brauchen diese Sojamengen, die damit noch gravierender die natürlichen Umweltbedingungen n den Erzeugerländern verändern.
    Brasilien rodet gerade jetzt eine gigantische Fläche des Amazonas-Regenwaldes, um Flächen für den Anbau von Soja zu schaffen, das sie über das Mercosur-Abkommen als „Futtermittel“ auch nach Europa exportieren werden.


    Eine weltweit agierende Zerstörungsmaschinerie, die wir nur aufhalten können, wenn wir uns rigoros gegen Mercosur, Soja und andere gentechnische Produkte von Monsanto (= jetzt BAYER) aussprechen und diese Produkte auch nicht kaufen.


    So, jetzt habe ich mich ausgek... und bin einige Minuten lang ein wenig ruhiger.


    Sollte die Praxis mit Glyphosat weitergehen und im Jahr 2021 wieder eine Verlängerung erreicht werden, dann ist die Insektenwelt, nicht nur die Honigbiene, unwiederbringlich verloren.


    Einen schönen Sonntag


    Otmar
    :daumennein::daumennein::daumennein::irrelachen::fluchen: