Posts by ornata

    Hallo liebe Spezialisten von Syrphidae,

    eine Larve einer Schwebfliege mit seltsam schwarzen Anhängselfäden fuchst mit bei der Bestimmung. Hat jemand eine Ahnung, wo man dieses seltsame Gebilde „unterbringen“ kann?

    Gefunden wurde das indet. Tier in Töging am Inn auf der Unterseite eines Zitronenmelisseblattes. Größe ca. 1 cm.


    Wer kann da weiterhelfen? Völlig unklar sind diese schwarzen Fäden als Anhang? Können die Larven diese zur Verteidigung ausfahren? Oder wozu dienen diese sonst?

    Ich danke schon mal im Voraus für eure Ausführungen, die mich bei diesem Insekt weiterbringen werden!

    Grüße

    Otmar



    Normalerweise halte ich mich bei einem Schlagabtausch wie diesem gänzlich raus, aber dieses Mal muss ich mich einschalten, denn irgendwann platzt jedem mal der Kragen!


    Ein Tipp an alle sogenannten „erfahrene Entomologen“:
    Schämt euch, euer arrogantes und fürs Forum inakzeptables Verhalten ist für die begeisterungsfähigen Neulinge in actias vollkommen desavouierend und entwürdigend.

    Man kann ja auch nur die Themen, die für einen interessant sind, öffnen und sich damit beschäftigen.
    Haltet euch raus und „schweigt“, wenn ihr angeblich gelangweilt seid, damit vergeudet ihr eure kostbare Zeit nicht, basta!!! Oder verlasst das Forum, wenn eure Interessen nicht mehr „bedient“ werden!


    :daumennein: :smiling_face_with_horns::frowning_face:
    Grüße
    Otmar

    Hi Jungs,

    ihr unterhaltet euch über den streng geschützten Parnassius apollo und gebt zu, Unterarten aus europäischen Ländern in eine Zuchtlinie einzukreuzen. Es liegt ein klarer Straftatbestand vor, den man jetzt zur Anzeige bringen könnte. Das ist kein Spaß mehr.
    Die Moderatoren sollten diesen Chat-Verlauf sofort löschen oder den betreffenden Teilnehmern mitteilen, dass das nicht mehr öffentlich abgehandelt werden sollte.


    eric: Lösch diesen Verlauf bitte komplett!


    Grüße an die leichtfertigen Mitglieder mit apollo-Background


    Otmar

    Hallo Sven,

    juristisch no problem, aber versandtechnisch ein großes. Der Brief liegt schon allein beim Zoll etliche Tage bis Wochen, also dürften die Eier schon lange geschlüpft bzw. völlig ausgetrocknet sein.

    Ein eigenes Beispiel: In einem Röhrchen hat mir ein russischer Züchter einige Puppen einer Colias-Art zugesandt, den schnellsten Versand gewählt und bezahlt, angekommen sind zwei Röhrchen mit total verkrüppelten Faltern, die schon stark eingetrocknet waren. Und das nach ca. 3 Wochen nach dem Aufgabedatum!

    Conclusio: Finger weg lassen von Zuchtmaterial aus außereuropäischen Ländern, außer die Versender fahren in ein EU-Land und versenden z.B. von Polen aus!!!

    Grüße

    Otmar

    Hi Züchterinnen und Züchter,

    neben den schon genannten Gründen kann ein weiterer Grund als Ursache für das langsame Dahinsiechen und dann Verenden der Raupen aufgeführt werden.

    Seit zwei Jahren stelle ich fest, dass die konventionellen Landwirte das Saatgut von Winterweizen, Gerste und Mais mit rot eingefärbter Beize ausbringen. Das bewirkt bei der Aussaat (April, Mai, August Oktober), dass die sich darin befindlichen Neonicotinoide (BAYER, Leverkusen) (siehe Link im Anhang!) ganz fein zerstäuben und sich der Staub auf jegliche in der Windrichtung befindliche Pflanze legt. Die Moleküle (Nervengift) wird von den Pflanzen über den Wasserhaushalt oder über Tröpfchen aufgenommen und sie verteilen sich in allen Pflanzenzellen (Blätter und Wurzeln).

    Dadurch werden Fraßschädlinge (Raupen und Larven aller Insekten, wurzelfressende Käferlarven (Maikäfer)) langsam abgetötet.

    Ich habe dies bei einer sehr empfindlichen Saturnidenart (Saturnia josephinae (Andalusien)) zweimal feststellen müssen. Im halb erwachsenen Zustand sind alle weggestorben.

    Deshalb empfehle ich, die Äste für das Einfüttern der Raupen, in Gebieten abzuschneiden, die von allen Seiten vor der Windverfrachtung (v.a. Felder mir Maisanbau!) geschützt sind. Ich habe dafür eine Lichtung im Wald gefunden, die hervorragendes Futter liefert.

    Also ein bisschen mehr darauf achten: Nicht jeder grüne Zweig ist als Futter geeignet. Das ist für mich auch einer der trifftigsten Gründe, warum wir bei den Schmetterlingen eine derartig heftigen Einbruch verzeichnen müssen.

    Es gibt keinen Grund, die Aussaat mit derart giftigen Stoffen zu „ummanteln“!

    Im Übrigen müssten diese Neonicotinoide auch schon langsam die Werte unseres noch ziemlich guten Trinkwassers verschlechtern. Außerdem gibt‘s bereits eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen dem Spritzen von Nervengift wie die Neonicotinoide und das Auftreten von Alzheimer bei Bauern herstellt.

    Bitte in Zukunft berücksichtigen!

    Grüße

    Otmar

    YouTube Insektenkiller

    Insektenkiller - Wie Chemie-Riesen unser Ökosystem zerstören | ARTE September 2023
    hauptkanal:https://www.youtube.com/@morfmitMeinung -- Watch live at https://www.twitch.tv/morfsbutze
    youtu.be

    So, jetzt schaut ihr euch einfach diese Dokumentation zum Thema „Insektenkiller“ an! Is very interesting!!!

    External Content www.youtube.com
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    Leider ist diese Doku wahrscheinlich auf Grund von Interventionen der big Lobby auf dem Agrarsektor gecancelt worden. Es ist einfach deprimierend!!!

    Noch einen guten Feierabend

    Otmar

    Hi Georg,

    die Ummantelung der Saatkörner (Winterweizen, Mais) ist mit einer festen, eingefärbten und sich im feuchten Boden auflösenden Neonicotinoiden-Schicht umgeben, die ihre Wirkung langsam entfaltet. Das weitere Manko besteht darin, dass diese Körner bei der Aussaat - vor allem im trockenen und windigen Frühjahr - eine Wirkstoffwolke produzieren, die sich ebenso auf alle Pflanzenteile in der Umgebung legt. Dadurch kommen die evtl. mit kontaminiertem Futter gefütterten Raupen mit dem Insektizid in Kontakt und verenden, indem sie den Darminhalt in einem flüssigen Kot ausscheiden.

    So ist die Sachlage, das Neonicontinoid wird also nicht mehr in üblicher Manier auf den Feldern versprüht, sondern bereits prophylaktisch, also noch ohne Raupenfraß durch Schädlinge, in jeder Pflanze über die Wurzel aufgenommen. Schöne Sch…, sieht also nicht gut für unsere Insekten aus!

    Grüße

    Otmar

    Hi,

    ich möchte in die Diskussionsrunde einen ganz neuen Aspekt einbringen, der in Zukunft alle sog. Futterpflanzen aus der Umgebung des Züchters kontaminieren könnte. Es handelt sich um das Ausbringen von mit Neonicotinoiden behandeltem Saatgut auf benachbarte Felder (siehe Bild!).

    Zunächst war mir aufgefallen, dass dieses Phänomen nach der Maisaussaat im Frühjahr so gegen Mitte bis Ende April zu beobachten war. Schnell sind empfindliche Raupen, die im März die gleiche Futterpflanze noch vertragen haben, nach der Aussaat von Mais im April nach kurzer Zeit verendet.

    Jetzt habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass auch der Winterweizen mit NEONICOTINOIDEN gebeizt worden ist (siehe Bild der roten Farbe des Weizenkorns).

    Es könnte auch sein, dass die eingetragenen Äste und Blätter von Futterpflanzen (auch für Actias-Arten) durch Windverfrachtungen mit dem Insektengift in Kontakt gekommen sind. Durch die Verteilung durch feine Zerstäubung werden die Moleküle überall auf der Pflanze abgelagert und je nach Standort der Pflanze und der herrschenden Bedingungen von der Pflanze aufgenommen. Die mit Neonicotinoiden gebeizten Samen (Korn) nehmen über die Wurzel die Giftmoleküle auf und transportieren sie in alle Pflanzenbestandteile. Somit sind die ausgesäten Pflanzen immer vor Fressfeinden (Insekten) geschützt.

    Reicht man nun mit Neonicotinoiden angereicherte Pflanzen oder Pflanzenteile, dann sterben alle Raupen unweigerlich, die einen schneller, die anderen etwas später.

    Durch diese von BAYER entwickelte Praxis des gebeizten Saatgutes (Mais, Weizen,…) ergeben sich für

    äußerlich an Pflanzen fressende Larven von Insekten ein direktes Gefahrenpotenzial. Windverfrachtung entsteht hauptsächlich bei der Aussaat der Körner. In Deutschland sind diese Körner rot eingefärbt, in anderen Ländern weisen diese eine andere Farbe auf.

    Das am Rande; es ergibt sich daraus, dass man bei der Fütterung von Raupen mit Grünfutter ganz besonders darauf achten muss, dass in der unmittelbaren Umgebung eines Züchters die Auswahl des Pflanzenstandortes eine herausragende Bedeutung zukommt.

    Noch einen schönen Abend

    Otmar

    Hallo Christian,

    mach dir keine Sorgen, bringe einfach die Praepuppen vorsichtig in einen trockenen und kühlen Raum und stelle sie dort für einige Woche an einer sicheren Stelle, wo sie auch nicht angerempelt werden können, ab.

    In gut vier bis sechs Wochen die Raupen kontrollieren, nach dieser Ruhephase müssten die Raupen verpuppt sein.

    Grüße und viel Erfolg

    Otmar

    Ein Trugschlussargument, dass nur urticae „weiße Fühler mit schwarzer Spitze“ besitzt; ich hatte schon viele lubricipedum-Weibchen, die dieses Merkmal genauso aufwiesen, da sie ganz frisch waren. Auch bei den gezüchteten Tieren kommt dieses Merkmal sehr ausgeprägt zur Geltung.

    Eindeutige Hinweise auf lubricipedum sind:

    - breiter angelegte Flügel bei lubricipedum (auf Bildern gut zu sehen!) statt sehr schmal verlaufende Flügel (urticae)

    - gelb-graue Bestäubung der Voderflügel, ein Merkmal, das bei frischen Exemplare oft gut heraustritt

    - Rainer: vgl. Hinweise auf Wurzelfleck

    Zwei Möglichkeiten für eine sichere Einordnung:

    - Genitalisieren oder Barcoding (Kanada)

    - Züchten und alle erhaltenen Exemplare nebeneinanderstecken (auch im Vergleich mit urticae)

    Viel Spaß weiterhin mit diesem Thema

    Otmar

    Hi Andreas,

    habe letzte Woche auch ein Weibchen mit diesen äußeren Merkmalen gefangen. Ich halte es für S. lubricipedum. Trotzdem versuchen wir ein Zuchtexperiment, um gestreifte und stark gepunktete Falter rauszubringen.

    Mal sehen, ob‘s klappt.

    Urticae müsste viel schmälere Vorderflügel haben.

    Grüße

    Otmar