Beiträge von Thomas Ihle

    Liebe Freunde und Kollegen,

    ich war lange nicht mehr hier und das hat auch folgenden Grund und zwar hatte ich leider im Nov. 2023, leider einen Schlaganfall hier in Thailand von dem ich mich leider bis heute noch nicht wieder erholt habe. Wer mich unterstuetzen moechte, kann gern meinen Youtube Kanal abbonieren

    Blue the Roller Bird
    Blue is a Southeast Asian Roller Bird (Coracias affinis) rescued as a baby from a cutted tree. Now he live free in our village in northeastern Thailand and…
    www.youtube.com

    da habe ich in meinem letzten Video eine kurze Zusammenfassung meines Gesundheitszustandes der letzten 2 Jahre gemacht. In der Videobeschreibung sind auch Kontodaten angegeben, falls mir jemand eine Spende zukommen lassen moechte.

    Hallo zusammen,

    fuer mich auch eindeutig Tecoma stans. Steht hier in Thailand auch viel in den Gaerten, Blueten, Blaetter und auch die Fruchtstaende sehen hier genauso aus. Auch das Acherontia daran frist passt gut, die beiden Arten hier in Thailand fressen daran auch manchmal.

    Gruss

    Thomas

    I like to show you the difference between S. canningii and S. ricini so the picture from me is from S. canningii in Thailand not S. ricini.
    Was only a small mistake and I see saw it too late :smiling_face:

    Hallo Damian,

    Lyclene gehoeren zu den Flechtenbaeren (Lithosiini) eine Unterordnung unter den Baeren (Arctiinae), das heisst du kannst sie nur mit Flechten oder Algenbewuchs von Baumstaemmen ernaehren. Schau mal in deiner Umgebung ob du dort einen Baum mit Flechtenaufwuchs auf der Rinde findest und lege davon ein kleines Rindenstueck zu den Raupen. Am besten die Rinde vorher noch kurz befeuchten.

    Gruss

    Thomas

    Hallo Damian,

    die Falter legen an verschiedenen Anacardiaceae hier in der Natur bei Mango eher an den Wildarten, da der Falter ein nicht so starker Kulturfolger ist, sondern eher im Wald und Waldraendern vorkommt. Und selbst wenn mal eine Mangoplantage am Waldrand waere, dann ist die mit Sicherheit gespritzt. Fuer eine Zucht dieser Falter waere aber eine Eiablagepflanze nicht noetig, da Amplypterus zu den Arten gehoert, die als Imago keine Nahrung zu sich nehmen und die meisten dieser Arten auch so problemlos Eier legen.

    Viele Gruesse

    Thomas

    @ Rigo, ja mir gehts gut. Fotografische Meisterwerke waren nicht immer moeglich,oft hat das Licht gefehlt oder ich war auf einem wackligem Boot aber ich habe das Beste daraus gemacht :winking_face:

    @Markus, ja der Kinabatangan ist schon eine schoene Gegend aber leider ist die hohe Konzentration an Tierarten dort auch durch die Oelpalm Plantagen entstanden, die rechts und links vom Fluss den Wald zu einem langem Streifen eingeengt haben.

    Liebe Freunde und Kollegen,

    ich wuensche euch allen noch ein Frohes und Gesundes neues Jahr.
    Das letzte Jahr war hier in Suedostasien nich ganz so Erfolgreich bedingt durch recht lange Trockenheit was wohl durch den El Nino Effekt hervorgerufen wurde.
    Ich habe nun auch meine Webseite mit den wenigen Touren vom letzten Jahr aktualisiert und moechte euch das nicht vorenthalten.

    https://www.asia-insekt.com/expeditions/trips-2016/

    Mit besten Gruessen aus Thailand

    Thomas Ihle

    Lieber Freunde und Kollegen,

    meine Webseite Home - thomas, ihle, thailand, asien, asia, insekt, insekten, insects, schmetterling, butterfly, moths, lepidoptera, entomologie wurde wieder auf den aktuellen Stand gebracht, so sind die Expeditionen von 2014 und 2015 mit kurzer Bebilderung freigeschaltet.
    Die ein oder andere Publikation wird demnaechst auch noch folgen. Unterstuetzung in jeglicher Form, sei es durch Interesse bestimmter Insektengruppen zur wissenschaftlichen Bearbeitung oder durch Spenden fuer neue interessante Expeditionen sind gern gesehen, Bitte dazu mit mir am besten per E-mail fuer weitere Details kontakt aufnehmen.

    Mit besten Gruessen

    Thomas Ihle

    Lieber Freunde und Kollegen,

    nachdem unsere Sache mehr oder weniger gut beendet ist, wollte ich mich wieder melden und die beste Zusammenfassung mit allem wichtigen hat dabei mein langjaehriger Freund Dr. Karel Cerny aus Innsbruck geschrieben. Deshalb moechte ich euch diese Stellungnahme nicht vorenthalten. Damit ist eigentlich alles gesagt und jeder kann sich ein Bild davon machen, was passiert ist.

    Viele Gruesse

    Thomas Ihle


    Mein Name ist Dr. Karel Černý, und im Oktober wurde über mich berichtet, dass ich mit drei Partnern im Nationalpark Doi Phahompok beim Sammeln von Schmetterlingen festgenommen wurde. Es wurde jedoch nichts über die Hintergründe meiner Tat und nur wenig über die Umstände der Festnahme berichtet. Diese Lücke möchte ich mit diesem Beitrag füllen.
    Ich befasse mich seit mehr als fünfzig Jahren mit dem Studium der Systematik und Zoogeographie der Schmetterlinge der Gruppe Tigermoths (Arctiidae), vorwiegen im südostasiatischen Raum.
    Im Jahr 2005 wurde ich vom berühmten Wissenschaftler Bro. Amnuay Pinratana aus Bangkok gefragt, ob ich bereit wäre, gemeinsam mit ihm diese Schmetterlinge in Thailand zu revidieren und ein Buch, das insbesondere der Wissenschaft und dem Naturschutz dienen sollte, herauszugeben. Nach den erforderlichen Grundlagen suchte ich in Literatur, in Sammlungen und in der Natur. Die Forschungsreisen finanzierte ich selbst. Im Jahr 2009 erschien in Bangkok unser Buch, in dem insgesamt 406 Arten behandelt wurden, von denen 94 neu für Thailand und 71 neu für die Wissenschaft waren. Bereits in dem Augenblick war jedoch klar, dass unsere Arbeit noch nicht beendet wurde und dass man für die zweite Auflage zusätzliche Informationen besorgen muss.
    Es ist mir nicht gelungen vom zuständigen Ministerium eine Unterstützung in Form von einer Sammelgenehmigung zu erhalten und so musste ich nach den Zusatzinformationen außerhalb von Schutzgebieten suchen. In drei weiteren Arbeiten wurden fünf zusätzliche Arten aus Thailand beschrieben und weitere Arbeiten sind in Vorbereitung.
    Im Herbst 2014 entschieden sich drei weitere Wissenschaftler sich meiner Forschungsreise anzuschließen. Wir suchten unsere Zielgebiete aufgrund vom gewöhnlichen Kartenmaterial aus, auf dem es keine Hinweise bezüglich des derzeit geltenden Schutzstatus von Doi Phahompok gab und auch Thomas Ihle, der bereits seit 15 Jahren in Thailand lebt und gut die Landessprache versteht und sie lesen kann, fand entlang der Zufahrt keine Hinweise darüber, dass unsere Zielfläche jetzt offenbar zum Nationalpark gehört.
    Die bewaffneten Männer im Checkpoint am Anfang der Grenzstraße informierten uns über den Schutzstatus des Gebietes nicht. Viel mehr halfen sie uns, jene Nachtfalter zu sammeln, die während der Nacht von der Beleuchtung des Checkpoint angelockt wurden.
    Eine weitere Gruppe bewaffneter Männer begegneten wir gegen 16 Uhr, etwa fünf Stunden vor unserer Festnahme auf jener Stelle, wo wir die nächtliche Beobachtung durchführen wollten. Diese Männer beobachteten kurz unsere Aktivität und unterhielten sich mit Thomas Ihle über die Gefahren, die von den Schmugglern aus Myanmar und von Zecken zu befürchten waren. Über andere Einschränkungen sagten uns auch diese Männer nichts.
    Fünf Stunden später kamen sie mit einer Verstärkung wieder. Einer von ihnen erklärte uns, dass er der Direktor des Nationalparks sei und ließ uns aus den bekannten Gründen festnehmen.
    Bis dahin fand ich etwa 300 Stück in 97 Arten der von mir untersuchten Gruppe, viele davon neu für die Provinz. Es ist etwa jene Menge, die ein Vogel oder eine Fledermaus täglich zum Ernähren braucht und viel weniger, als auf einem einzigen Baum im Wald lebt. Auch die herbeigerufenen Sachverständigen fanden mit Hilfe der von unserer Gruppe herausgegebenen Bücher in unserer Ausbeute keine geschützten Organismen.
    Wir gaben dennoch unseren Irrtum zu, bezahlten den entstandenen Schaden und die auferlegten Strafen und verließen das Land vor dem Ablauf unserer Visa.


    Dennoch bleiben für mich einige Fragen offen:
    Der Forstbehörde ist der Wert der wildlebenden Organismen bewusst. Dennoch war sie nicht einmal nach 14 Jahren seit der Gründung des NP fähig, einen der wichtigsten Zugangswege mit den nach Art. xx des Nationalparksgesetzes vorgeschriebenen Hinweisschildern auszustatten. Warum passierte dies bislang nicht?

    Wenn man den Wert der im Urwald lebenden Organismen so hoch schätzt, wieso werden jedes Jahr Tausende Hektar des Waldes in wenig ertragreiche Kautschuk- oder Ölpalmenplantagen umgewandelt und dies auch in den Nationalparks?

    In einigen Dörfern im Nationalpark brennen hunderte Lampen, die jede Nacht Abertausende von Insekten das Leben kosten. Diese sollten längst gegen insektenschonende Lichtquellen ausgewechselt werden. Wann werden die wirklich wichtigen negativen Einflüsse in dem Schutzgebiet beseitigt?

    Bei der Beschlagnahme unserer Ausrüstung handelte die Forstbehörde wenig schonend. Während wir nur die wenigen wissenschaftlich interessanten Individuen unter den angeflogenen Insekten aussuchten, verpackten die Rangers unsere Ausstattung mit tausenden anderen Insekten in Plastiktüten und ließen sie dort qualvoll verenden. Warum?

    Während unserer ersten Begegnung wusste der Direktor bereits, dass wir den Hauptweg verlassen haben und somit gegen die Vorschriften verstießen. Sollte er nicht nach Art. xx des Nationalparksgesetzes sofort eingreifen und einem größeren Schaden vorbeugen? Er hätte auch die Gelegenheit nutzen und uns operativ eine Sammelgenehmigung für eine Nacht erteilen können, wobei wir ihm die Ergebnisse gerne zur Verfügung gestellt hätten. Somit hätte er ohne zusätzlichen Aufwand einen wertvollen Beitrag zum Naturinventar des anvertrauten Gebietes geleistet oder sogar einen Vergleich zwischen einem gesunden Wald und einer noch jungen Aufforstung erhalten. Diese könnte er als eine Grundlage zur Durchführung von weiteren Revitalisierungen verwenden.


    Es scheint, dass die zweite Auflage des Buches noch warten muss.

    Karel Černý