Beiträge von Ludgi

    Klasse, herzlichen Glückwunsch!

    Sieht also so aus als bräuchte man einfach nur verdammt viel Geduld!

    Ein paar der Eier sehen allerdings so eingefallen aus als wenn sie unbefruchtet wären. Man wird ja bald sehen, ob die anderen sich verfärben und da Räupchen draus schlüpfen.

    Hallo Leo,


    was meinst Du genau mit klassisch Küchenrolle und Zweig der Futterpflanze? Ich hatte ein großes Stück Rinde gegeben und mal Zweige von Silberweise, mal von Brombeere, dazu

    An der Rinde müsste man die Eier ja eigentlich finden können, da sie ja vermutlich nicht so klein sind. Wo hat denn Dein Falter dann genau abgelegt?

    Das mit dem Zeitpunkt ist darüber hinaus wohl sicher auch richtig. Catocala nupta z.B. habe ich auch erst ab im September gefangene Tiere zur Eiablage gebracht.

    viele Grüße,

    Ludger

    Hallo zusammen,

    ich versuche es schon zum x-ten mal Mormo maura zur Eiablage zu bringen, aber trotz Fütterung klappt es nicht.

    Sind die im Sommer noch unbefruchtet wenn man sie am Köder fängt oder kennt jemand einen Trick, wie man sie zur Eiablage bringt? In dem Friedrich steht Eiablage sei einfach.

    Bei Catocala nupta habe ich so den Verdacht, dass erst ab September gefangene Tiere Eier legen - ist das vielleicht bei Mormo maura auch so?

    viele Grüße,

    Ludger

    Hallo Leo,

    stimmt, aber die habe ich bisher immer nur in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen gefangen und habe die deshalb nicht so auf dem Schirm. Jetzt wo Du es sagt muss ich Dir recht geben - die passt wirklich deutlich besser! Vermutlich hätte ich dieses Tier hier sicherheitshalber genitalisiert. Einfach sind die Eupis wahrlich nicht, aber grundsätzlich geht es schon. Oft mache ich zuhause Fotos von den lebenden Tiere und vergleiche dann das lebende Tier + Foto davon mit eigenen Fotos und denen in Büchern, Lepiforum etc. - durch das Blitzlicht sehen die manchmal anders aus als "live". Vor Ort am Turm bestimmen würde ich die ,bis auf die ganz einfachen wie centaureata oder so, nie - das wäre mir zu unsicher.


    viele Grüße,

    Ludgi

    Hallo miteinander,


    also ich würde die Tiere wie folgt bestimmen:

    Bild 1,3, 4 und 6: Eupithecia subfuscata - der Verlauf der Querbinden ist typisch und die Tiere sind hier sogar frisch - trotzdem manchmal schwierig zu bestimmen, wenn sie abgeflogener ist - sie ist die häufigste Eupithecie - kann mich nicht erinnern, die iin einem Gebiet mal nicht dabei gehabt zu haben

    Bild 2: eine abgeflogene Eupithecia abbreviata tippe ich hier - sieht zwar nicht so typisch schmalflügelig aus, aber die Zeichnung passt und die ist oft rötlich und hat oft den weißen Innenwinkelfleck

    Bild5: eine abgeflogene Eupithecia haworthiata würde passen - man ahnt hier noch etwas von den orangen Schuppen an der Hinterleibsbasis


    Zu Bestätigung aber gerne mal ins Lepiforum stellen.


    viele Grüße,

    Ludgi

    leider nein, comes und janthina und janthe kenne ich wie meine Westentasche - das müsste agathina sein, keine Noctua, aber den aktuellen Vornamen weiß ich nicht - war mal Xestia. Die habe ich noch nie gesehen, aber die passt für Heidebiotope und ich meine die Raupe sähe genau so aus....

    viele Grüße.

    Ludgi

    Hallo Toni,

    interessant das mit der winterlichen Kartierung - da scheinst Du ja sogar ein Arbeitskollege von mir zu sein!

    Ich mache zwar keine so schönen Videos, habe mir aber vorgenommen durch gewisse Beiträge den Schmetterlingsfreaks klar zumachen, dass so manche scheinbar seltene Art sich bei gezielter Suche von Präimaginalstadien auf einmal als ganz häufig entpuppen kann.

    In diesem Zusammenhang hier ein aktueller Beitrag zum Kamillenmönch, den man so schön im Vorbeilaufen mit Schmetterlingsnetz und Kartierbrett nachweisen kann:

    https://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2022/02/08/der…rkartierte-art/

    Es gibt überhaupt ne ganze Menge für selten gehaltene Nachtfalterarten, die man durch gezielte Suche von Eiern oder Raupen leicht nachweisen kann - dazu gehören z.B. in jedem Fall noch absinthiii, dysodea, bicolorata, perplexa, compta, gilvago, ocellaris und manch andere.

    Gerade Pappelkätzchen sammeln hat da interessante Ergebnisse gebracht, siehe hier mit ein paar Tipps zur Durchführung:

    https://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2020/04/17/rau…igen-zeitpunkt/

    Mehr zu Weidenkätzchen, Pappelkätzchen aber auch anderen Büschen und Bäumen gibt es auch hier:

    https://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2019/12/21/wun…on-herbsteulen/

    https://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2019/03/21/sch…eidenkaetzchen/

    https://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2018/04/13/zei…eidenkaetzchen/

    http://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de/2021/03/13/cir…espenkaetzchen/

    Übrigens hatte ich beim Klopfen an blühenden Schlehen auch schon ein paarmal junge Raupen von Satyrium pruni, aber meist erst nach ein paar Tagen im Terrarium mit dem Klopfsubstrat gefunden.

    viele Grüße,

    Ludgi

    Hier mal ein aktuelles Bild.
    Wie tief soll denn die Erde in etwa sein, damit sie sich verpuppen kann?

    Lg

    Hallo LunaSamara,

    Sascha hat mich eben auf das neue Bild aufmerksam gemacht:
    Die Raupe ist definitiv keine Agrotis-Art, vielmehr handelt es sich wohl um eine Wintereule und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit um Conistra rubiginosa. Um ganz sicher zu sein müsste es noch bessere Bilder geben, v.a. auch mal von der Seite.
    Diese Arten leben als Jungraupe auf Bäumen und fressen Blüten, später am Erdboten so allerlei. Sie bauen in der Erde einen Kokon, in dem sie wohl ähnlich den Herbsteulen ziemlich lange verweilen ehe sie sich verpuppen. Ich würde also vor Juli nicht nach dem Kokon wühlen. Falterschlupf wäre im August zu erwarten.
    Tief braucht die Erde nicht sein - ich mache bei so kleinen Raupen vielleicht 3 Zentimeter, oben Moos drauf, manche bauen auch mal im Moos oder zwischen Moos und Erde ihren Kokon - je nach Art. Nur nicht das Moos zu frühr wegwerfen, denn es gibt Arten, die darin so perfekt ihren Kokon bauen, dass man ihn nicht finden kann! Die hier geht aber wohl eher in die Erde denke ich mal.

    viele Grüße,
    Ludgi

    Hallo,

    ich kann diese Bestimmung bestätigen: habe eben auch mal Deine Bilder mit meinen Zuchtbildern verglichen: die lutea ist sogar in L1 schon sicher von lubricepda zu unterscheiden: Du hast also lubricipeda genau wie ich letztens bei dem Eigelege an Faulbaum.
    Das erste Bild ist eine L1 von lutea, das 2. eine von lubricipeda.

    viele Grüße,
    Ludgi

    Hallo,

    hab eben noch mal in meine alten Aufzeichnungen geguckt: beim Zimtbär gab es in der Zucht sowohl Eipakete als auch einzelne Eier - wie's nun im Freiland ist wissen wir halt nicht ohne Eifunde - nur eben, dass die beiden "Tigermotten-Arten" definitiv im Freiland oft solche Eipakete an Büschen und Bäumen machen.
    Mal sehen was bei diesem Gelege hier an der Weide für ne Art rauskommt....

    viele Grüße,
    Ludgi

    Hallo,

    solche Bäreneigelege an Bäumen sind nach meiner Erfahrung meist von der Weißen oder Gelben Tigermotte:
    Spilarctia lubricipeda oder Spilcartia lutea. Vor allem von der letzteren habe ich z.B. mehrfach schon Eigelege (oder Eihüllen mit Jungraupen) an Eiche und anderen Laubbäumen gefunden. Die Raupen machen zu Anfang so einen Oberflächenfraß, aber sie brauchen nach der 1. Häutung dann mal krautige Pflanzen (Winde, Löwenzahn oder so etwas halt) um sich vernünftig zu entwickeln. Sie bleiben nur bis zur 1. Häutung gesellig am Blatt.
    Dieses Jahr fand in solche Eiraupen am 2.6. an Faulbaum, inzwischen sind sie L5 und klar als S. lubricipeda zu erkennen.
    der Zimtbär legt seine Eier einzeln ab soviel ich weiß, bei Diaphora mendica könnte es allerdings vielleicht auch sein, dass die solche Gelege macht - deshalb habe ich mein Gelege auch mitgenommen um zu gucken welche Art es ist.
    Gibt es Fotos von den größer gewordenen Räupchen? Dann könnte ich mit meinen Fotos der einzelnen Stadien vergleichen und vielleicht rauskriegen, welche der 2 Arten es ist.

    viele Grüße,
    Ludgi