Posts by caligo58

    Kann vor der Raupe von Cosmia trapezina nur warnen.

    Mal wieder eine Geschichte vom Altherren-Stammtisch.

    In der "guten" alten Zeit (so vor 45 Jahren) bin ich im Mai / Juni nach Stürmen (Gewitter) ab in die Laubwälder (alte Eichenmittelwälder) bei Karlsruhe und habe die vielen verschiedenen (und zahlreichen) Raupen gesammelt, welche aus den Kronen der Bäume geschüttelt wurden und wieder am hochklettern waren. Heute kaum noch vorstellbar, dass die "Frostspanner-Schadgesellschaft" je nach Jahr 25 % -100 % der Blätter gefressen hat und Ende Mai / Anfang Juni die Laubbäume kahl waren.

    Unerfahren wie ich war, habe ich alle Raupen (Spanner, Eule, etc.) zusammen in einen größeren Zuchtbehälter. Gemischtes Futter aus Eiche / Buche / Hainbuche / etc.

    Habe mich dann gewundert, dass es immer weniger Raupen wurden (ohne die Verpuppten). Nur eine Art hatte nur geringe Verluste.

    Mangels brauchbarer Literatur konnte damals ich nur wenige Arten bestimmen.

    Erst viele Jahre später konnte ich den Grund des Raupenschwunds feststellen, da ich einige Falter Cosmia trapezina aus den damaligen "Zuchten" in meiner Sammlung hatte.


    In diesem Sinne. Weiterhin viel Freude

    Armin

    Hallo Andreas,

    Du hast natürlich recht, aber falls man Schlehe fast vor der Haustüre hat (aber nix Pflaume oder Zwetschge), was würdest Du nehmen?

    Als ich noch im Nordschwarzwald / Grenze zum Heckengäu gewohnt habe (so vor 40 Jahren) waren "wilde" Zwetschgen und Schlehen zu Hauf vorhanden.

    Habe die Raupen von pavonia (auf den offenen Kalkflächen; Halbtrocken) immer nur an den Schlehenbüschen gefunden.

    Das mit den Fingern stimmt schon, aber wer Automeris mit Robinie füttert, den kann pavonia auf Schlehe nicht erschüttern 8) :)

    In diesem Sinne, alles Gute

    Armin

    Hallo Sindy,

    zum Thema "Ablagebehälter" hoffe ich, dass sich ein erfahrener Saturniidae-Züchter eine Betrag leisten kann.

    Habe mit A. dubernardi sehr übersichtliche Erfahrungen (1x Nachzucht).

    Je nach Art habe ich bislang die Weibchen in Papp-Kartons mit Zewa (etc.) getan. Dann konnte ich die Eier leicht einsammeln.

    Kleiner Arten in kleine Boxen, welche ich auch als "Schlüpfboxen für die Raupen nutzen konnte.

    Aber wie gesagt, ich bin wahrlich nicht das Maß aller Dinge für diesen Bereich.


    Grüße Armin

    Hallo Sindy,

    schön, dass die Kerle und Mädels schlüpfen.

    Das mit den "wenn die sich aus dem Kokon knabbern" war vermutlich scherzhaft gemeint. Mit was sollen die Tierchen denn knabbern.

    Würde mir wegen der nicht richtig entfalteten Flügel keine Sorgen machen. Dürfte auf die Befruchtung der Eier keine Auswirkungen haben.

    Vermutlich kam es zu Störungen durch die bereits vorhandenen Falter.

    Mir wären 6 Falter evtl. Männchen auf der Suche, viel zu viele auf einen Haufen. Durch dass Flattern der "Älteren" werden die frisch geschlüpften gestört beim Entfalten.

    Damit die Paarung nicht gestört wird, würde ich die "Unbeteiligten" in einen anderen Behälter umsetzen (bzw. für Präparieren vorbereiten).

    Sobald sich das Paar getrennt hat, das Weibchen in einen gesonderten Ablagebehälter umsetzen; soll ja in Ruhe ablegen und die Eier sollen ja nicht fest an der Gaze etc. kleben.


    Grüße Armin

    Auch wenn ich noch mehr Öl ins Feuer gieße.

    Mich wundern manche Fragen auch.

    Dank internet / google / etc. ist es heute extrem einfach viele Fragen zu beantworten, welche "früher" nur durch langes Literatur-Studium (falls man die Bücher hatte!) zu beantworten konnte.

    Ich habe z.B. sehr lange nach Futterpflanzen von A. dubernardi gesucht, da ich in der Umgebung weder Waldkiefer / Tannen oder Douglasie habe.

    Ein Artikel erwähnte Zeder als brauchbares Futter. Da steht ein große mit Ästen bis zum Boden direkt um die Ecke.

    Und zu der Anmerkung von Andreas. Die Frage ob in diesem Fall Esche eine geeigneten Futterpflanze ist bzw. welche Alternativen möglich sind, hätte einen ganz anderen Eindruck vermittelt.


    Und Policeman, was spricht dagegen, falls " manche nur Gesprächsbedarf" haben.


    Grüße Armin


    Siehe Wikipedia:


    Übersetzt aus dem Englischen:

    Biologie

    Larve grün; Rücken- und Subdorsallinien weiß; Spirallinie breit, gelblich weiß, sehr unterschiedlich mit weißen Punkten und Streifen unten; Kopf grünlich; ernähren sich von Esche und anderen Bäumen. Die Larven ernähren sich hauptsächlich von Fraxinus excelsior .


    oder andere Beiträge.

    Hallo Dirk,

    es gibt Berufenere als mich, aber es ist eine bunte Mischung.


    Südostasien (z.B. ornithoptera -die beiden großen in der Mitte 1. Kasten) und Mittel- / Südamerika (Morpho -der Blaue Bild 4 / hamadryas -unter dem Blauen Bild 7 / heliconius -verschiedene Arten).

    Falls Dir keine deutlich besserer Kenner die Arten aus "dem Ärmel schüttelt" hoffe ich, dass Dir diese kurzen Hinweise beim Suchen weiterhelfen.

    Googel macht es ja heute leicht möglich. Würde z.B. bei Tagfaltern Costa Rica und Thailand anfangen.

    Grüße Armin

    Hallo Michael,

    Danke für die Rückmeldung; wie vermutet, eine recht bunte Mischung all over the world.

    Manches hatte ich schon in Thailand / Costa Rica / Europa gefangen (oder gezüchtet).

    Wobei ich nie einen Totenkopf (in knapp 50 Jahren) im Freiland gefangen habe.

    Tote Raupen / Puppen im Kartoffelacker oder ein fliegender Falter am Tag (Anfang der 80iger) war alles.


    Hallo Daniela,

    Falls die anderen Kästen genauso sind, viel Spaß beim Bestimmen. (KEINE IRONIE!).


    Beste Grüße Armin

    Hallo Michael,

    bin zwar nicht so ein Schwärmer Experte, aber auch mich erinnert manches in dem Kasten an Thailand.

    Scheint eher eine bunte Mischung der Herkünfte zu sein.

    Die Vermutung, dass es auch etwas anderes als Acherontia atropos dabei sein könnte, ist da nicht ganz abwegig.

    Hatte einige Exemplare von A. lachesis u. A. styx aus Fängen in Thailand in meiner Sammlung, deshalb war ich mir auch recht sicher, dass es nicht diese beiden Arten sind.

    Grüße Armin

    Hallo Dirk,

    schön, schön.

    Für mich ist besonders interessant, dass ein Admiral unterwegs war.

    Obwohl es diesen Winter "relativ" kalt war, konnte offensichtlich auch dieser "Wanderfalter" den Winter bei uns überstehen.

    Wäre vor 25 Jahren kaum denkbar gewesen.

    Weiterhin viel Freude und Beobachtungen.

    Grüße Armin

    PS: Für mich war der Start immer mit dem ersten Aurorafalter.

    Hallo Sindy,


    so gering sind die Flugweiten von einzelnen Arten nicht. Gehe einfach mal auf Google / wikipedia => Schwalbenschwanz für einen ersten Eindruck.

    Schon in ältere Literatur finden sich Hinweise darauf, dass der Schwalbenschwanz "wandert".

    Natürlich ist die Wanderleistung vom Schwalbenschwanz eine kleine Strecke im Verhältnis zum Distelfalter etc.

    Hinsichtlich der Vermischung vom Gen-Pool darf man natürlich nicht nur das Leben eines Tieres betrachten.

    Diese erfolgt auch natürlich über ggf. längere bis sehr lange Zeiträume.

    Ein Zeichen für diese natürliche Vermischung ist m.E., dass es in dem recht großen Verbreitungsgebiet kaum lokale Rassen gibt.

    In meiner Sammlung kann ich keinen Unterschied zwischen den Faltern aus Italien / Jugoslawien / Karlsruhe erkennen. (Bevor jemand aufschreit "Artenschutz"; ich habe vor ca. 50 Jahren angefangen zu sammeln).

    Bei standortstreuen Arten (z.B. Apollo) sieht das ganz anders aus. Kommt immer auf die Art an.


    Andreas hat völlig recht! Mit alle!!!.


    Und wie schon gesagt, bei Zuchtmaterial aus Mitteleuropa, bei dem Du die Falter fliegen lässt, sehen ich beim Schwalbenschwanz kein Faunenverfälschung.

    Bei im Freiland gesammelten Raupen bis Du einem Schwerverbrecher gleichgestellt, da Du nicht im "Zuge einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft" die Umwelt im großen Maßstab vergiftets und zerstörst.


    Grüße Armin

    Hallo Sindy,

    mal abgesehen davon, dass auch die Population vom Schwalbenschwanz natürlichen Schwankungen unterliegt, kann ich Deine Beobachtungen (seit 50 Jahren im Bereich Karlsruhe) nur bestätigen.

    Auch hier ist -auch-der Schwalbenschwanz fast vollständig verschwunden. Vor 30 Jahren habe ich von den Äckern (Möhre / Dill) im September Duzende Raupen eingesammelt und die Puppen überwintert. In den letzten Jahre war ich froh pro Jahr einen Falter zu sehen.

    In "Ossi" Land scheint es (nach verschiedenen Berichten) noch einiges mehr an relativ intakten Standorten zu geben.

    Völlig losgelöst von der m.E. teilweise überzogenen Debatte über "Faunenverfälschung" insbesondere bei sehr wanderfreudigen einheimischen Arten (schönen Gruß an Toni), hätte ich kein Problem damit Zuchtmaterial (hier Schwalbenschwanz) mit einer Herkunft aus Mitteleuropa zu züchten und dann fliegen zu lassen.

    Eine "Auffrischung" des Gen-Pools einer ggf. noch vorhandenen Rest-Population kann m.E. eher hilfreich sein.

    Die Trockenheit der letzten Jahre hat mit Sicherheit auch den Raupen zusätzliche Probleme bereitet. (Futter vertrocknet).


    So und jetzt Feuer frei über meine ketzerische Einstellung.


    Grüße Armin

    Hallo Reiner,

    das gibt mir Mut. Hatte schon Zweifel ob die Kerle noch leben.

    Meine Puppen auch aus der Zucht letzten Sommer (auch fast verlustfrei) liegen im Puppenkasten in einem kühlen Zimmer.

    Mal sehen ob / wann sie bei mir schlüpfen.


    Grüße (auch) Armin

    Hallo Toni,

    ich gebe zu mit A. metzli Raupen habe ich noch keine Erfahrungen gemacht und vermutlich schwankt die Nesselwirkung je nach Art.

    Hatte aber schon andere Automeris Raupen Begegnungen und meine Beschreibung ist zwar drastisch, aber nicht extrem überzogen.

    Die Berührung mit alten einjährigen Brennnesseln (Nesseln deutlich stärker als die Mehrjährigen) ist kein Vergleich.

    Aber das Schmerzempfinden ist etwas subjektives.

    Grüße Armin

    Hallo Sandra,

    falls Dir die Raupen über den Finger laufen, passiert i.d.R. nichts.

    Die lustigen Nesseln sitzen bei Automeris oben. Also Streicheln ist nicht, außer Du willst das Gefühl haben, mit einem glühenden und unter Strom stehenden Eisenstab in Berührung zu kommen.

    Hatte schon meine diesbezüglichen Erfahrungen mit jüngeren Automeris-Raupen.

    Saßen unterm Blatt (jedenfalls eine oder zwei).


    Geht aber vorüber.


    Grüße Armin

    Hallo Policeman,

    das Thema "Rosenkohl" bezog sich auf den Beitrag von Peter (Bärenzuchten).

    Ansonsten würde ich -bei Winterzuchten- immer versuchen die Gräser (oder Klee, Labkraut, etc.) in Töpfe zu setzen und hoffen, dass sie austreiben.

    Grüße Armin