Posts by caligo58

    Lymantria dispar passt deutlich besser.

    Siehe Biologie von E. chrysorrhoea und Lymantria dispar.


    Lymantria dispar Jungraupen haben sehr lange Haare um sich vom Wind verwehen zu lassen. Das warme Wetter vor Ostern hätte dazu gepasst.

    Da dispar fast alle Laubgehölze frisst, eine kluge Art der Vorbereitung, da die Eier in einem Spiegel an Stämme etc. abgelegt werden.


    Grüße Armin

    Habe mal bei Wikipedia das Tier angesehen (geht am schnellsten, falls ich das Tier nicht gleich kenne).

    Nach der dortigen Aufzählung der Futterpflanzen muss Eupsilia transversa sehr polyphag sein

    "Die Jungraupen leben in zusammen gesponnenen Blättern. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Nachgewiesen sind: Zitterpappeln (Populus tremula), Sal-Weide (Salix caprea), Gemeine Hasel (Corylus avellana), Rotbuche (Fagus sylvatica), Stieleiche (Quercus robur), Feldulme (Ulmus minor), Kulturapfel (Malus domestica), Weißdorne (Crataegus sp.), Brombeeren (Rubus fruticosus agg.), Rubus sp., Pflaume (Prunus domestica), Vogel-Kirsche (Prunus avium), Schlehe (Prunus spinosa), Feldahorn (Acer campestre), Gewöhnlicher Spindelstrauch (Euonymus europaeus), Sommer-Linde (Tilia platyphyllos), Faulbaum (Frangula alnus) und Flieder (Syringa vulgaris). "


    Da müsste sich (auch jetzt schon) was finden lassen, auf wenn man nicht in der Rheinebene wohnt.


    Grüße Armin

    Hallo Andreas,

    Hallo Frank,


    Das sollte ein Beispiel sein, wie das Erscheinen von Faltern an den Stand der Vegetation gebunden ist.

    Der Umstand, dass Ihr Koch zitiert, zeigt mir, dass Ihr auch alte Hasen seit.

    Aurora Falter erscheinen sobald das Wiesenschaumkraut blüht und der Russischer Bär sobald der Wasserdost blüht.

    In diesem Sinne

    Beste Grüße Armin

    Hallo Ihr,

    habe keinerlei Erfahrung im Halten von Tagfaltern in Flugbehältern oder so, aber etliche Freilanderfahrung.

    1. auch die Papilio - Arten (wie eigentlich fast alle Tagfalter) besuchen Blüten und / oder überreifes Obst => Zucker als Energielieferant

    2. fast alle Tagfalter benötigen zusätzlich Wasser und vor allem Mineralstoffe.


    Habe oftmals erlebt, dass Falter meine Schweiß getrunken haben; meine verschwitze Mütze voll saß. Um so stinkiger die Brühe (Tierhaltung / Abfluss sanitäre Anlagen) um so vielfältiger und dichter der Besatz und die Artenzahl (Thailand / CR). In Deutschland saßen mal ca. 25 Schillerfalter auf eine ehemaligen Feuerstelle und haben an der nassen Holzkohle gesaugt.

    Je nach Vorlieben der Arten kann dies auch als Köder verwendet werden. Habe meine Eisvögel und Schillerfalter mit stinkigem Käse und feuchten Pferdeäpfeln angelockt.

    In den Tropen habe ich Fleisch- und Fischreste ausgelegt. Solange die Ameisen nicht schneller waren => bester Köder für viele Arten z.B. auch Charaxes . Eigentlich sehr schwer zu fangen, auf diesem Köder wie besoffen.


    Kurz gesagt. Wie schon von Ulrich richtig gesagt, die Tiere brauchen nicht nur Süßes (Nektar etc.) sondern vor allem Mineralien und Salz.

    Bei einer "blühenden" Landschaft (in den Tropen oft in der Gipfelregion der Bäume) ist das Süße nicht das Problem; für die Mineralien muss man aber i.d.R. auf den Boden.


    In diesem Zusammenhang: Ich habe auch den "thailändischen Hummelschwärmer" (den Name fällt mir gerade nicht ein) tagsüber aus Pfützen trinken gesehen.

    Die Falter flogen (kein Rütteln) mit ausgefahrenem Rüssel immer wieder über kleiner Pfützen und haben getrunken.


    Soviel mal wieder aus der Abteilung entomologisches "Jägerlatein"


    PS: Thailand in Anfang Oktober; sehr feuchtwarm; Waldweg. Ein großer Charaxes setzt sich auch den Arm meine Frau und trinkt Schweiß. Schau. Schau. voller Freude meine Frau.

    Mein Kommentar: "Du musst aber kuschlich riechen, normalerweise geht die Art auch Aas", wurde nicht sehr freundlich kommentiert. Ca. 5 min später saß einer auf meiner Kappe.

    Hallo Amira,

    zur "Überwinterung" siehe oben bei Franzi und den Zuchtbericht von Thomas.

    Ich überwintere i.d.R. die einheimischen Arten auf dem Balkon (im Schatten! und Vögel; Mäuse etc. sicher! ) Bei zu strengem Frorst übergangsweise an einem anderem kühlen Ort.

    Im Frühjahr ggf. noch in den Kühlschrank damit die Tiere nicht zu früh (noch kein Raupenfutter und / oder Anflug Männchen).

    Während des Sommers bis Anfang Herbst lasse ich die Puppen / Kokons in einem Puppenkasten im Zimmer stehen. Immer dran denken, wie leben die Tiere in Ihrer natürlichen Umgebung.

    Da packt auch keiner die Kokons und steckt sie in den Kühlschrank. Kalt wird es erst im Herbst / Winter.

    Grüße Armin

    Hallo Amira,

    ich habe zwar noch nie Saturnia pavoniella gezüchtet, aber S. pyri: pavonia; A. tau etc.

    Sollte zumindest bedingt vergleichbar sein.

    Alle diesen Arten überwintern und brauchen vermutlich den Kick der Winterruhe mit niedrigen Temperaturen. Wie diese bei Saturnia pavoniella weiß ich nicht (mangels Erfahrung).

    Würde aber aber strengen Frost vermeiden. und daran denken vermutlich kann es zum "Überliegt" kommen. D.h. mehrmaliges Überwintern. Hatte mal pavonia bei dieser Zucht ist der letzte Falter nach 4 Jahre! 1 a geschlüpft.

    Auch bei "tropischen Arten" kommt es oft zu langen Ruhe-Perioden der Puppen, hängt von der Art ab. Hier ist oft nach der Trockenzeit der Regen der Auslöser zum Schlüpfen.

    Natürlich kann man versuchen die Tiere "auszutricksen" Würde aber davon abraten.

    Am besten so machen, wie die Tiere es von Natur aus gewöhnt sind und hier bis zum nächsten Frühling warten. Dann gibt es auch frisches Futter für die Raupen.

    Das die Art von März -Mail fliegt, hängt von dem jeweiligen Standort des Vorkommens ab. Im Tal ist es wärmer als oben auf dem Berg.

    Bei A.tau sehr gut zu beobachten. Die Art fängt kurz nach Austrieb des Buchenlaubes an zu fliegen. Im Rheintal inzwischen schon ab Mitte April; auf der Schwäbischen Alb ca. 2 - 3 Wochen später (je nach Höhenlage).

    Vielleicht hat Dir dies etwas weitergeholfen.

    Grüße Armin

    Hallo Tobias,


    als Jahrzehnte langer Hobbygärtner habe ich auch meine Erfahrung mit "Engerlingen".

    Habe auch erhebliche Zweifel, dass es die Engerlinge von Rosenkäfer Deine Erdbeer-Wurzel fressen.

    Wie sieht es bei Dir mit Feldmaikäfer / Schnacken Larven / etc.. aus? Mit diese Arten (und Maulwurfsgrillen)

    Klar sind die Schnacken Larven und andere Wurzelfresser leicht von Engerlingen zu unterscheiden, aber ich könnte (ohne Bestimmungsbuch in der Hand) eine Feldmaikäferlarve nicht von einer Rosenkäferlarve unterscheiden.

    Beim Aussieben kommen auch die Wurzelfresser "raus". Vor allem die Werren habe ich immer in meinen Hochbeeten gefunden und als Allesfresser haben mir die Kerle ganze Reihen von frischen Anpflanzungen "verschwinden" lassen

    Meine Erfahrungen zu dem Thema.


    Grüße Armin

    Hallo Salome,

    hatte Acherontia atropos zwar nur 3 Mal in der Zucht, aber beim 1 X im tiefsten Winter habe ich mit der europäischen Art Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) problemlos gefüttert.

    Wohnte damals in eine kleineren Dorf im Schwarzwald ohne Ligusterhecken um die Häuser

    Die beiden Andere Zuchten mit Liguster von Hecken aus der Umgebung; meistens breitblätterige Art bzw. Sorten. Wobei ich auch die Hecke wechseln musste, da die erwachsen Raupen sehr viel Futter brauchen.

    Fast keine Verluste! Problem hatte ich bei Zucht 2, da ich die Puppen zu trocken gehalten habe => Ausfall 100 %


    Ansonsten gibt es mit Sicherheit bei ACTIS oder im Internet Zuchtberichte; schon im wikipedia gibt es ein Aufzählung der Futterpflanzen.


    Grüße Armin

    Hallo,


    ich kann Sven (Antwort an Jürgen) nur Recht geben. Wir sind doch (fast) alle in jungen Jahren auch aus einem natürlichen Sammel- und Jagdtrieb (ohne kommerziellen Hintergrund!!!!) zu dieser Passion gekommen.

    Natürlich muss man sich in Lauf der Zeit fragen, ob das Töten und Aufbewahren einen tieferen Sinn hat. Die Frage habe ich mir auch gestellt.

    Habe meine (kleinere) Sammlungen (aus Freilandfängen) inzwischen an Museen gespendet. Bin jetzt 62 und hoffen noch auf ein paar Jahre. Aber die Abgabe jetzt ist Immer noch besser als den Erben bzw. den Museumkäfern zu überlassen. Habe es einmal gesehen, wie eine sehr interessante lokale Sammlung aus den 50 / 60-iger Jahren (die "Jungen" hätten diese Freilandfänge nicht mehr als Jägerlatein abtun können) nach Jahre der unterlassenen Pflege aussieht. Schade um diese Dokumentation des inzwischen Verschwundenen.

    Werde aber weiterhin auch Sammeln, aber nicht mehr mit der gleichen Intention wie vor 40-50 Jahre.


    Jürgen,

    wie glaubst Du sind die Daten von Ebert (Schmetterlingen Baden-Württemberg) oder die Verbreitungskarten von Schmetterlingen z.T. ab 1900 zu Stande gekommen?

    Es muss aber jeder mit sich ausmachen.


    Auch ich muss nicht überlegen, ob ich einen Apollo oder Schwalbenschwanz etc. in Deutschland fange => natürlich nicht.

    Das Problem ist aber nicht das Fangen, sondern die Umweltvernichtung und Vergiftung in Folge der eklatanten Überbevölkerung unseres Planeten. Mit dem Netz konnte eine intakte Insekten- Population noch nie ernsthaft gefährdet werden. Hierzu bedarf es zielorientierter Umweltvernichtung (mit massiver politischer Unterstützung) und Biozide deren Insektengiftigkeit ca. 10.000 mal so hoch wie seinerzeit bei DDT war. Dafür betrug die Weltbevölkerung 1960 3,03 Milliarden und heute 7,79 Milliarden.


    In diesem Sinne


    Alles Gute Armin

    Hallo,

    wie mehrfach gesagt, jeder muss seinen Weg finden.

    Bei den Mitteleuropäern habe ich mir den Forster-Wohlfart (nachdem ich ihn endlich hatte) genommen und vorne bei den Tagfaltern angefangen und hinten bei den Spannern aufgehört (ein paar Jahrzehnte her). Heute gibt es mit Sicherheit eine andere "Standard-Literatur)

    Grüße Armin

    Hallo Swen,

    eine sehr schön erzählte Geschichte (keine Ironie!).

    Wie viele Andere kann ich die Erzählung sehr gut nachvollziehen. Mein erstes Netz habe ich vor ca. 50 Jahren aus einem Kleiderbügel, Strumpfhose und Besenstiel gebaut. Die erste Falter kamen in Zigarrenkisten mit Steckfläche. Mit dem Rad / zu Fuß auf Wiese, Felder und Wald. Nachtfang an Straßenlaternen. Aber um 22.00 musste ich wieder zu Hause sein.

    Das Buch "Wir bestimmen Schmetterlinge" war als Geschenk meiner Mutter jahrelang meine einzige Literatur. Über dem Buch "Die schönsten Nachfalter" mit Zeichnungen habe ich über die Tropen geträumt.

    Geld oder Platz war immer Mangelware. Eigentlich noch bis heute (das mit dem Platz). Später nachts mit einem Kollegen (hatte ein Auto) die Lampen im Umkreis abgeklappert. 1976 war ein Traumjahr.

    Nach ca. 18 x Thailand (Khao Yai garden Lodge) und 4 X Costa Rica (Finca Hamadryas) hatte ich auch meine Tropischen Erlebnisse (natürlich kein Vergleich mit Policeman etc.) da es immer Urlaubsreise mit meiner Frau waren. Aber auch ich konnte einen Teil meiner erträumten Falter in Natura sehen.

    Obwohl ich fast alle meine über die Jahre gesammelten Falter an Museen abgegeben habe, habe ich meine "Erinnerungsfalter" behalten. Die Erlebnisse und Erinnerungen bleiben erhalten.

    Wir "Alten" konnten in der Jugend ganz andere Erlebnisse sammeln. Die "Jungen" können dies nicht nachvollziehen. Man muss es erlebt haben. An einem Schmetterlingsflieder im Außenbereich von KA

    20-30 Falter 7 - 8 Arten geleichzeitig; in Thailand auf feuchtem Sand 3 Flächen mit jeweils 80 cm Durchmesser Falter dicht an dicht und nach Farben sortiert (Weiß+Gelb+Orang / Schwarz-Weiß / Papilios in grünlich); die Lanzenotter mitten auf dem Weg; die Landblutegel an den Beinen und der erste Attacus atlas in der Campingplatz-Toilette an der Wand und und und.

    Wenn ich heute durch meine damaligen Jagdreviere in der Umgebung von Karlsruhe gehe, könnte ich weinen.


    Heute züchte ich noch ein wenig vor mich hin, soweit es der Platz in eine Drei-Zimmer-Wohnung es zulässt. Und erkundige mich BEVOR ich eine neue Art züchte, ob ich die Futterpflanze in der Umgebung habe bzw. lese die reichlich vorhandenen Zuchtbeschreibungen.


    Die Faszination für Insekten oder insbesondere Schmetterlingen werde ich vermutlich -sofern meine Hirn nicht seinen Geist ausgibt- verlieren.


    Ich wünsche den "Jungen", dass sie vergleichbares Erleben dürfen.


    In diesem Sinne. Armin

    würde auch versuchen, Brombeere / Kratzbeere- Triebe in einer Vase ins Warme zu stellen.

    In Karlsruhe ist der Weissdorn gerade erst dabei dicke Knospen zu bekommen; bei Brombeere / Kratzbeere sind die Knospen deutlich weiter; 1 Woche Wärme und die jungen Blätter sind da.

    Vielleicht einen Versuch wert.


    Grüße Armin

    Hallo Lena, Hallo Constantin, Hallo alle Neueinsteiger,


    vorab wie andere Actias-aner und -anerinnen beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit Schmetterlingen incl. Sammlung. Hatte auch meine Anfangsschwierigkeiten und, und,.....

    Vor allem bin ich sehr froh, dass sich -trotz allem- es immer noch Jüngere bzw. ältere Neueinsteiger / innen gibt.

    Was mir aber schwer fällt zu verstehen ist, dass keine Bücher (kann hier Policeman nur recht geben) gelesen werden. Es ist oft erschreckend wie gering die Kenntnisse über fundamentale Grundlagen (Metamorphose etc.) sind und dann sollen "tropischen" Arten gezüchtet werden.

    In meiner Jugend musste man sich alles an-lesen. Die einzige Möglichkeit Zuchtmaterial zu kaufen, war die Insektenbörse in der Entomologischen Zeitung.

    Und es müssen keine neuen Bücher sein; auf Actias werden oft auch günstig gebrauchte Bücher angeboten. Für das erste "Reinschnupper" reichen diese völlig aus.

    Was soll mit diesen Faltern geschehen, sobald (im Winter?) schlüpfen. Fliegen lassen=> geht nicht; Faunenverfälschung; zu Recht verboten / Im Terrarium halten=> Größere Arten bzw. Tagfalter flattern sich zu Tode; nur bei kleineren Arten vielleicht möglich; Fütterung ?; was mache ich mit dem Nachwuchs? / Töten der Falter und Präparieren => innere Gewissensfrage.


    Bei allem Verständnis für den Wunsch schöne / große Falter zu züchten, auch bei der Zucht von Schmetterlingen sollte "klein" angefangen werden.

    Es werden oft genug auch attraktive Arten aus Mitteleuropa angeboten. Kleines Nachtpfauenauge; Nagelfleck; kleiner u. mittlerer Weinschwärmer; kleiner Fuchs; und so weiter. Auch hier kann ich Policeman nur recht geben.

    Sofern bei der Zucht der natürliche Lebensablauf der Falter hält, kann man diese dann (in geeigneten Flächen; nicht mitten in der Groß-Stadt) ohne schlechtes Gewissen fliegen lassen.

    Letzten Sommer habe ich (seit 5 Jahren) mal wieder Kleiner-Fuchs Raupen gefunden; habe etwa die Hälfte mitgenommen; gezüchtet und alle fliegen lassen.

    Es ist ein schönes Gefühl, den Kerlen beim Wegfliegen zuzusehen.

    Habe aktuell 20 Abendpfauenaugen in der Überwinterung. Ende April sobald die Weide ordentlich Blätter hat, werde ich die Falter schlüpfen lassen und weit überwiegend frei lassen.

    Nach Sonnenuntergang auf den Finger setzten und zusehen wie er abhebt.

    Dies dürfte "schöner" sein, als zusehen zu müssen wie die Falter sich zu Tode flattern.


    Wie bei allen Lebewesen, für welche man "Verantwortung" übernimmt, sollte man sich auch bei Schmetterlingen über die Folge seine Tuns im Klaren sein.


    Zu Schluss: Kein Meister fällt vom Himmel und nach fast 50 Jahren Sammeln und Züchten lerne ich immer noch dazu (und dies auch bei mitteleuropäischen Arten).


    In diesem Sinne Beste Grüße Armin

    Hallo Nicole,

    je nach Feuchtigkeit des Futters / Vorlieben der jeweiligen Art (eher trocken / eher hohe Luftfeuchtigkeit) nehme ich ggf. Gardinenstoff (günstige Meterware); scheide diese passend zu; lege sie über den Zuchtbehälter und fixiere es mit Gummis.

    Teilweise habe ich auch bei größeren Plastik-Behältern in den Deckel (bei weicherem Plastik) mit eine Messer / gute Gartenschere ein Loch geschnitten und die Gardine aufgeklebt.

    => vor Verwendung länger Aushärten lassen damit die Lösungsmittel auch sicher verdunstet sind.

    Habe eine ganze Kollektion unterschiedlicher Größe vor allem auch der Lüftungslöcher. Wie schon gesagt, je nach den Ansprüchen der Art angemessen. Ab einer gewissen Größe der Raupen stelle ich diese Boxen hochkant und stelle die Zweige rein, sodass der Kot runterfällt (auf Zewa oder so) um den Kontakt der Raupen mit dem Kot zu verhindern.

    Mein Weg; es auch andere.

    Grüße Armin

    Hallo Ulrich,

    Hallo Nicole,

    habe in Thailand auch die kommerzielle Züchtung von Bombyx mori gesehen; Futter liegt auf einem Gitter und massig Raupen.

    Aber dabei nicht vergessen: Optimale Witterungsverhältnisse; Original-Futter frisch vom Baum; es gibt keine Raupenbehälter; etc.

    Ein Haltung im Winter mit Ersatz-Futterpflanzen ist hiermit nicht zu vergleichen.

    Züchte jetzt auch schon 50 Jahre und halte mich wirklich nicht für den besten Züchter (da gibt es viel kompetentere Kollegen /-inne); habe auch viel Lehrgeld bezahlt, aber das Hauptproblem schein mir hier die hohe Anzahl von Raupen.

    Hatte vor 2 Jahren ca. 150 Raupen von Samia cynthia (F0 aus Norditalien => meine erste Nachzucht) im Sommer und Götterbaum in meiner Gegend ohne Ende. Es war eine Rennerei die Tiere satt zu bekommen und ihnen noch Platz zu lassen; eine solche Zucht im Winter mit Liguster etc. (aufgetaut!) wäre für mich undenkbar.

    Interessant war, dass bei der zweiten Nachzucht (nächster Frühsommer) die Raupen auch gut geschlüpft (sehr hoher Anteil befruchteter Eier) sind und auch gut ans Futter (Götterbaum) gegangen sind, hatte ca. 50 Raupen; sind auch relativ gut gewachsen; ab L 2 bis L4 sind jedoch alle Raupen sukzessive eingegangen. Keine Ahnung warum; hab es gemacht wie zuvor.

    Kurz gesagt, auch scheinbare "Einsteigerarten" können völlig ausfallen und bei angeblich schwierige Arten klappt es.

    Bei allem guten Ratschlägen muss man / frau eigene Erfahrungen sammeln und ein "Gefühl" bekommen.


    Aber ich achte immer darauf , dass die Klimaverhältnisse passen (im Winter ohne Wintergarten / Gewächshaus etc. oft schwierig) und das ein gesundes Verhältnis zwischen Anzahl der Raupen / Menge Futterpflanze und Platz gegeben ist.


    Und nicht entmutigen lassen.


    Beste Grüße


    Armin

    Hallo,

    kann Micha nur zustimmen.

    Empfehle Dir weiterhin die älteren von der jüngeren Raupen getrennt zu halten. Dadurch lassen sich Störungen bei der Häutung leichter vermeiden, da die Vermischung von "wir wollen Fressen" und "wir wollen uns häuten" -Raupen deutlich geringer ist.

    Weiterhin viel Erfolg.


    Beste Grüße Armin

    Hallo Heiko,

    eine wirklich schöne Mischung von Aussage. Vor allem der Glaube an Politiker und "Behörden" ist amüsant. Andere Aussagen wie: "Maximales Sammeln bedeutet für mich Raubbau an der Natur, völlig veraltet und nicht mehr verhältnismäßig." kann ich sehr gut mittragen; sehe ich genauso.

    Die krampfhaften und eigentlich lächerlichen Versuche auf politischer Eben den Schutz einzelner Arten über Sammel-Verbote (Insekten; bei Wirbeltieren sehe ich dies auch anders) zu erreichen und sich hierfür von unwissenden Wahlvolk feiern zu lassen, sind schon gut. Leider aber erfolgreich. Für eine realistische Betrachtung müsste man ja komplexer denken.

    Gleichzeitig wird z.B. Palmöl (wie schön brennt der Wald in Indonesien etc.) als ökologischen Alternative zu Erdöl gepriesen; es gibt "Sonderzulassungen" in Deutschland für -in der EU- eigentlich verbotene Biozide; ein Freihandelsabkommen mit Südamerika Sichtwort Rindfleisch (seitdem brennt der dortige Urwald noch schneller); die Grundwasservergiftung durch Gülle der Schweine-Groß-Mastbetriebe (Lieferung Großteils nach China) entgegen den EU-Regelungen u.s.w. Und das Beste: Egal was der Club of Rome und nicht industrie-abhängige Wissenschaftler sagten / sagen "Es gibt keine Überbevölkerung".

    Und Du glaubst wirklich, dass das Kaufverhalten der Bevölkerung in Deutschland die Agra- und Fleischindustrie in Deutschland grundlegend verändern würde?

    Der See wird trockengelegt, aber die Schuld dass es keine Fische mehr gibt, liegt bei den Anglern. Gilt überall.

    Einer intakte Insekten-Population kann mit dem Netz nicht kaum schaden. Dennoch bin auch ich -nach über 45 Jahre "sammeln"- gegen "Maximales Sammeln" aus der Natur.

    Ein Total-Verbot für den Handel mit Wirbellosen ist aber nur im Interesse derer, welche verhindern wollen, dass es noch freiberufliche Experten gibt, welchem kein amtlicher Mundkorb verpasst werden kann. Es gibt immer weniger von "uns". Bin froh über jeden / jede der Schmetterlinge züchtet und auf diesem Wege Zugang hierfür bekommt.

    Ich bin in einer Behörde, welche auch im Bereich "Natur" tätig ist und habe sehr viele Kontakte mit Kollegen im amtlichen Naturschutz.

    Sorry, aber Deine Aussage: "Gemeinde, Landkreis oder Regierung, die sind froh wenn Leute da sind, die sie auf Missstände hinweisen" nun ja; sobald andere Interessen wie Wohnungsbau; Gewerbeansiedlung; etc. da sind wird es schon schwieriger bzw. man wird zum Störer.


    Genug hiervon.


    Übrigens, ich denke ernsthaft darüber nach, als Rentner auszuwandern. Nicht wegen des: typisch deutscher Wahnsinn ist das ewige rumgenörgel, sondern wegen der Deutschen Grundeinstellung alles hinzunehmen, was auf politscher Ebene entschieden wird und möglichst nicht selbst zu denken.


    Jetzt bin auch auf den Exkremente - Sturm gespannt.


    Beste Grüße Armin