Hallo Actias-Gemeinde,
mal wieder ein weites Feld nach einer einfachen Frage.
Ich habe auch eine -inzwischen- leichte Spinnen-Phobie. Liegt vermutlich an meinen Erlebnissen in frühster Jugend. Mich soll als kleines Kind eine "Wolfsspinne" ins Gesicht gebissen haben.
Einmal hat mich beim Nachtfang (1976!) vermutlich eine Dornfinger-Spinne in den Finger gebissen. Wollte einen Falter aus dem Gras nehmen und sehe etwas meine Hand anspringen und werde gebissen. Die Schmerzen wie ein Wespenstich, aber im Laufe der Nacht hat sich ein Taubheitsgefühl bis über den Ellbogen ausgedehnt.
Inzwischen habe ich zwar Respekt (wie im Zweifelsfall immer besser) vor Spinnen etc. , aber keine Panik mehr. Wie sollte ich sonst in der Tropen / Subtropen sammeln gehen?
Dort kann man IMMER und JEDERZEIT auf "Interessante" Tier und Pflanzen treffen. Lanzenotter auf dem Waldweg; Skolopender unterm Stuhl; Vogelspinne am Leuchttuch; usw.
Wo Morphos fliegen gibt es einfach auch tellergroße Spinnen.
Jeder der in "tropischen" Regionen war, weiß von was ich spreche. Deswegen Panik? Nein; Vorsicht / Respekt/ passende Kleidung; Schuhe und Ausrüstung => Ja.
Schon im Mittelmeerraum trifft man ganz andere Falter und andere Lebewesen als in der Rheinebene. Deswegen gehen wir ja dort hin. Um auch "mal" was anderes zu sehen.
Ein Kollege sagt mir mal, an einem Italienischen Bahnhof hat er mehr als 20 "Schwarze Witwen" in / an eine Telefonzelle gesehen. Na und.
Zu Thema "Gefahren in Deutschland".
Abgesehen vom Menschen und ggf. freilaufenden größeren Hunden ist bei uns sehr "harmlos" was die Tierwelt betrifft.
Das gefährlichste Tier ist wirklich das Wildschwein. In bin seit fast 40 Jahre in der Forstverwaltung tätig und die meisten Angriffen gab es durch Wildschweine.
Und ich meine hier nicht bei Jagden auf die Tiere.
Auch hier keine Panik; i.d.R. bemerkt der "normale" Wald-u. Feldbesucher die Schweine gar nicht. In eine Hecke können 20 Stück liegen und man geht im Abstand von 20 m vorbei ohne die Tiere zu bemerken.
Gefährlich kann es werden:
- bei Wildscheinen, welche keine Scheu vor Menschen mehr haben "Stadtwildscheine".
- eine Bache sieht ihre (jungen) Frischlinge in Gefahr
- ein Keiler ist voll auf Paarung aus
Auslöser der Angriffe sind oft auch freilaufende Hunde (Feind Wolf!).
Auch hier keine Panik. Aber Vorsicht und Respekt!
Und ich möchte nicht von einem Tier mit > 100 kg (alte Bachen) oder > 200 kg (alte Keiler) Lebendgewicht mit bis zu 12 cm langen Eckzähnen angegriffen werden.
Es ist wie immer im Leben. Yin und Yan. Nur wenn man dies beachtet, kann man die "Natur" genießen und versuchen zu verstehen.
In diesem Sinne
Armin