Beiträge von caligo58

    Hallo Toni,

    ich gebe zu mit A. metzli Raupen habe ich noch keine Erfahrungen gemacht und vermutlich schwankt die Nesselwirkung je nach Art.

    Hatte aber schon andere Automeris Raupen Begegnungen und meine Beschreibung ist zwar drastisch, aber nicht extrem überzogen.

    Die Berührung mit alten einjährigen Brennnesseln (Nesseln deutlich stärker als die Mehrjährigen) ist kein Vergleich.

    Aber das Schmerzempfinden ist etwas subjektives.

    Grüße Armin

    Hallo Sandra,

    falls Dir die Raupen über den Finger laufen, passiert i.d.R. nichts.

    Die lustigen Nesseln sitzen bei Automeris oben. Also Streicheln ist nicht, außer Du willst das Gefühl haben, mit einem glühenden und unter Strom stehenden Eisenstab in Berührung zu kommen.

    Hatte schon meine diesbezüglichen Erfahrungen mit jüngeren Automeris-Raupen.

    Saßen unterm Blatt (jedenfalls eine oder zwei).

    Geht aber vorüber.

    Grüße Armin

    Hallo Policeman,

    das Thema "Rosenkohl" bezog sich auf den Beitrag von Peter (Bärenzuchten).

    Ansonsten würde ich -bei Winterzuchten- immer versuchen die Gräser (oder Klee, Labkraut, etc.) in Töpfe zu setzen und hoffen, dass sie austreiben.

    Grüße Armin

    Würde das Gras Ausgraben und mit Wurzeln etc. anbieten; hält mit Sicherheit länger als einzelne Halme.

    Bei Bärenraupen (auch bei tropischen Arten) hatte ich sehr Gute Ergebnissen mit Blättern vom Rosenkohl. Bei "bio"-Bauern auf dem Wochenmarkt kaufen.

    Habe vor 20 - 30 Jahren bei 30 cm Schnee (gab es auch mal in Karlsruhe) die Blätter von den Äckern geholt; war das Einzige was noch zu finden war.

    Grüße Armin

    Ich beschäftige mich jetzt seit knapp 50 Jahren mit Schmetterlingen, aber vor jeder "neuen" Zucht suche ich Infos über die Art.

    Geht heute über Google etc. sehr viel leichter. Früher gab es "nur" Bücher etc.

    Artname + Zucht (Futterpflanzen) und i.d.R. findet man etwas.

    In diesem Sinne Viel Freude und Erfolg bei der Zucht

    Es gibt eine sehr guten Zuchtbericht von "Decimuss" vom 26.02.2021

    Hilft vermutlich weiter.

    Habe die Art im Sommer (Karlsruhe) an Zeder gezüchtet. (Nachzucht aus gekauften Puppen) Nicht zu dicht besetzten; Im Zimmer (eher schattig); Raupen leicht besprüht (Herkunft höhere Gebirgslagen => morgens Nebel / Tau; mittags starke Sonneneinstrahlung möglich => abtrocknen der Äste).

    Spätestens noch der letzten Häutung sehr viel Platz bieten (Zur Vermeidung von Störungen beim Einspinnen).

    Hatte ab dem 2. Kleid fast keine Ausfälle mehr. Puppenruhe ca. 2 - 3 Monate

    Grüße Armin

    Ich hatte -dank meines Freundes Dr. Boy- eine größere Serie von Freilandfängen (Nordthailand) von Acherontia styx oder lachesis.

    A.atropos habe ich aus verschiedenen Zuchten.

    Beide Arten ( Acherontia styx oder lachesis.) schwanken erheblich in der Größe. Vor allem die Männchen sind z.T. relativ klein.

    Die Weibchen erreichen oft die Größe meiner A.atropos (Sommerzuchten!)

    Meines Erachtens können die Größenunterschiede durchaus von den jeweiligen "Lebensumständen" abhängen.

    Hallo David,

    Hallo Georg,

    stimmt; allgemeines Streitthema. Aber es kommt immer darauf an wo / wie die Art von Natur aus lebt.

    R. lebeau => Süd- u. Mittelamerika eher höhere Luftfeuchtigkeit; in den Trockenzeiten deutlich geringere Falterzahlen

    würde die Kokons (bei R. oriziba Erfolg) regelmäßig leicht ansprühen. Ansonsten mache ich es wie David.

    Noch eine Story zum Thema anlocken von Falter. Sptember; Thailand; Waldweg Nähe Khoa Yai; Sonnenschein, gefühlte 200 % Luftfeuchtigkeit. Meine Frau begleitet mich mit Netz; Abstand 10 m.

    Plötzlich der Ruf Schau Schau. Auf ihrem Arm saß ein großer Weiß-schwarzer "Charaxes (Gattungsname stimmt nicht, aber nahe verwandt)" und trank Schweiß.

    Sie war ganz stolz. Die Art kam zwar relativ oft vor, hat aber eine Fluchtdistanz > 4m und fliegt "wie eine gesengte Sau". Deshalb Ihre große Freude.

    Mein Kommentar: "Du musst aber kuschlich riechen. Normalerweise geht diese Art auf Aas." Wurde von ihr nicht sehr wohlwollend kommentiert.

    Keine 2 min später umkreiset meine Kopf ein kleinerer brauner "Charaxes" (deutlich seltener) meinen Kopf. "Du siehst ich rieche auch kuschelig" und plötzlich war er weg.

    Er saß auf meiner völlig verschwitzten Mütze. Meine Frau meinte ich wäre willenlos, da ich mir mein Netz über den Kopf geschlagen habe, aber ich hatte ihn.

    Habe bei ca. 15 mal Thailand nur 3 Stück dieser Art gefangen.

    Grüße Armin

    Nachdem Policeman wirklich interessante Erlebnisse schildern kann, mal eines von mir mit der deutschen Bahnpolizei.

    Wir sind im Jahr 1976 (und ich 17) einem traumhaften Jahr zum Schmetterlingssammeln in Deutschland. Die Straßenlaternen waren voll. Insbesondere die etwas außerhalb am Waldrand gelegenen.

    Besonders gut waren 3 Lampen am Waldrand bei alten Wasserwerk neben dem Bahnstellwerk Bahnhof Karlsruhe. Zufahrt nur über die Wasserwerkbrücke und wer (schon gar nicht mein Kollege mit seinem Auto) will schon 300 m laufen.

    Unsere Schachteln und Spritzen lagen auf dem sehr breiten Geländer der Brücke.

    Natürlich erhielten wir fast jedes Mal Besuch von der Bahnpolizei. In der Regel nette Gespräche (was macht Ihr hier usw). Waren in der Regel sehr interessiert.

    Nur einmal war ein jüngerer Polizist dabei, der unsere Spritzen und die kleinen Flaschen mit Salmiakgeist anders wertete. War vermutlich kurz vorher auf eine Schulung "Drogen" und witterte Zersetzung und Hochverrat oder so.

    Er wollte uns nicht glauben, dass es sich um unsere Tötungsmittel handelt.

    Bevor wir etwas unternehmen konnten, hat es das Fläschchen genommen, geöffnet und einen wirklich tiefen Schnaufer durch die Nase genommen.

    Die Wirkung war eindrücklich. Der jüngere Beamte war mehr als überrascht und mehr als sprachlos. Zumindest sein Nase war für längere Zeit frei.

    Leider konnten wir unseren Gefühlen (Kurz vor Riss des Zwerchfells) keinen freien Lauf lassen.

    Zu unserm Glück fand der Streifenführer die Sache auch eher amüsant. Die Folgen des Übereifers.

    Wir mussten zwar das Auto umparken, Gegen das Sammeln hatten er zum Glück nichts.

    An der selben Stelle hatte ich auch eine Begegnung mit einer Dornfinger Spinne.

    Unter einer Lampe war etwas niedriges Gras und ein Falter (war schon getötet) fiel mir vom Netz ins Gras.

    Als ich danach greifen wollte, sehe ich im halbdunkel wie etwas "Spinne?" meine Hand anspringt und fühle einen sehr intensive Schmerz am Finger.

    Im Laufe der Nacht wandert der Schmerz und ein Taubheitsgefühl von dem Finger über die Hand den Arm hoch. War mir nicht so geheuer. Sowas hatte ich (trotz Stichen von Wespen etc.) noch nie erlebt. Zum Glück hat diese Gefühl am Ellbogen gestoppt und hat dann nachgelassen. Hatte meine Kollegen schon gesagt über Ellbogen => Notaufnahme. Die Bissstelle hat noch knapp ein Woche "gebrannt".

    Es Jahre später bin ich darauf gekommen, was mich seinerzeit vermutlich gebissen hat. Die Spinne wollte "meinen" Falter.

    Halte es langsam auch eher für einen Kindergarten.

    Eine ernst gemeinte Anfrage wird - leider mal wieder von einzelnen "Witzbolden" zur Selbstdarstellung missbraucht. Wer es braucht.

    Humoristische Einlagen lockern immer wieder auch ernste Diskussionen auf, aber muss den auf ein spätpubertäres Niveau abgesunken werden ??

    Grüße Armin

    Hallo Manfred,

    mir ist durchaus bewusst, dass meine (stark 20) Sammeltouren in Thailand und Costa Rica im Verhältnis zu Deinen Sammeltouren all over the world eher einem Spaziergang im Karlsruher Stadtpark ähneln, aber dies ändert nichts an meinen Aussagen.

    Vorsicht / Respekt/ passende Kleidung; Schuhe und Ausrüstung und vor allem auf die Einheimischen hören.

    Geht schon bei einer Wanderung in den Alpen los.

    Dass "Urinstinkte" (und i.d.R. auch der gesunder Menschenverstand) verloren gegangen sind, müssen wir nicht vertiefen. Die meisten "zivilisierten" Menschen sind nicht mehr in der Lage in der Natur zu hören, sehen oder fühlen. Auch ich habe immer einige Zeit benötigt, mich innerlich umzustellen. (vom Stadtwald Karlsruhe zum Urwald in der Finca Hamadryas).

    Man kann hören was im Laub raschelt (Leguan oder Schlange); der Geist nimmt mehr auf, als das bewusste Denken. Man muss nur auf darauf "hören". Jeder hatte vermutlich plötzlich ein ungutes Gefühl. Da passt irgend etwas in der umgebenden Natur nicht. Ich bleibe dann i.d.R. still stehen und versuche zu finden, was mein "Unterbewusstsein" wahr genommen hat.

    Mal war es nichts / Mal ein Falter am Baum / mal eine Lanzenotter im Laub / mal ein kleiner Skorpion der im Bad unter meinen (Bar-) Fuß gehuscht ist/ usw.

    Ich hatte -zum Glück- noch keine wirklich gefährlichen Bisse oder Stiche, aber manche Narben habe ich noch als Erinnerung an eindrückliche Erlebnisse.

    Aber eine ECHTE PHOBIE ist kein Urinstinkt. Ich habe Höhenangst. Ich stand schon wie "festgefroren" mit Scheißausbruch und Zittern da und musste weggeführt werden. Keine Macht mehr über mich selbst. Habe Ähnliches auch bei anderen Menschen im Zusammenhang mit Schlangen oder Spinnen etc. erlebt. Völliger Kontrollverlust und völlig irrationales Verhalten.

    Das ist eine ECHTE PHOBIE.

    Alles andere sind Ängste berechtig oder unberechtigt, welche uns zu einem vorsichtigerem Handeln veranlassen sollen.

    Wie gesagt: Respekt / Vorsicht aber keine Panik sonst entgeht einem Zuviel.

    Und No risk-no fun.

    Also Aufpassen und genießen.

    Grüße Armin

    Hallo Actias-Gemeinde,

    mal wieder ein weites Feld nach einer einfachen Frage.

    Ich habe auch eine -inzwischen- leichte Spinnen-Phobie. Liegt vermutlich an meinen Erlebnissen in frühster Jugend. Mich soll als kleines Kind eine "Wolfsspinne" ins Gesicht gebissen haben.

    Einmal hat mich beim Nachtfang (1976!) vermutlich eine Dornfinger-Spinne in den Finger gebissen. Wollte einen Falter aus dem Gras nehmen und sehe etwas meine Hand anspringen und werde gebissen. Die Schmerzen wie ein Wespenstich, aber im Laufe der Nacht hat sich ein Taubheitsgefühl bis über den Ellbogen ausgedehnt.

    Inzwischen habe ich zwar Respekt (wie im Zweifelsfall immer besser) vor Spinnen etc. , aber keine Panik mehr. Wie sollte ich sonst in der Tropen / Subtropen sammeln gehen?

    Dort kann man IMMER und JEDERZEIT auf "Interessante" Tier und Pflanzen treffen. Lanzenotter auf dem Waldweg; Skolopender unterm Stuhl; Vogelspinne am Leuchttuch; usw.

    Wo Morphos fliegen gibt es einfach auch tellergroße Spinnen.

    Jeder der in "tropischen" Regionen war, weiß von was ich spreche. Deswegen Panik? Nein; Vorsicht / Respekt/ passende Kleidung; Schuhe und Ausrüstung => Ja.

    Schon im Mittelmeerraum trifft man ganz andere Falter und andere Lebewesen als in der Rheinebene. Deswegen gehen wir ja dort hin. Um auch "mal" was anderes zu sehen.

    Ein Kollege sagt mir mal, an einem Italienischen Bahnhof hat er mehr als 20 "Schwarze Witwen" in / an eine Telefonzelle gesehen. Na und.

    Zu Thema "Gefahren in Deutschland".

    Abgesehen vom Menschen und ggf. freilaufenden größeren Hunden ist bei uns sehr "harmlos" was die Tierwelt betrifft.

    Das gefährlichste Tier ist wirklich das Wildschwein. In bin seit fast 40 Jahre in der Forstverwaltung tätig und die meisten Angriffen gab es durch Wildschweine.

    Und ich meine hier nicht bei Jagden auf die Tiere.

    Auch hier keine Panik; i.d.R. bemerkt der "normale" Wald-u. Feldbesucher die Schweine gar nicht. In eine Hecke können 20 Stück liegen und man geht im Abstand von 20 m vorbei ohne die Tiere zu bemerken.

    Gefährlich kann es werden:

    - bei Wildscheinen, welche keine Scheu vor Menschen mehr haben "Stadtwildscheine".

    - eine Bache sieht ihre (jungen) Frischlinge in Gefahr

    - ein Keiler ist voll auf Paarung aus

    Auslöser der Angriffe sind oft auch freilaufende Hunde (Feind Wolf!).

    Auch hier keine Panik. Aber Vorsicht und Respekt!

    Und ich möchte nicht von einem Tier mit > 100 kg (alte Bachen) oder > 200 kg (alte Keiler) Lebendgewicht mit bis zu 12 cm langen Eckzähnen angegriffen werden.

    Es ist wie immer im Leben. Yin und Yan. Nur wenn man dies beachtet, kann man die "Natur" genießen und versuchen zu verstehen.

    In diesem Sinne

    Armin

    Hallo Jasmina,

    einfach mal Automeris pelaezi Zucht bei Google eingeben und dann z.B.

    Züchten von Leucanella fusca und andere ... - ACTIAS

    https://www.actias.de › attachment › 83038-leuca...

    Züchten von Leucanella fusca und andere Leucanella und Automeris Arten ... Automeris anwählen oder Actias / Forum / Veröffentlichungen/ Lepidoptera Zuchtberichte / Züchten v.Leucanelle fusca und andere.

    Gute allg. Hinweise für die Zucht v. Automeris. Hatte vor 1 Jahre Eier im Juni von Karl3 bekommen. Problemlose Zucht an Robinie; (Hinweise vom Karl beachtet); etwa die Hälfte der Puppen ist noch im Herbst geschlüpft; Überwinterung in einem kühlen Zimmer ; der Rest im Frühjahr; Nachzucht habe ich nicht versucht. Da ich wenig Eiche oder Buche in der Umgebung habe, habe ich es mit Robinie versucht, da Robinie oft bei Automeris als Futterpflanze genannt wird. Keine Ausfälle, obwohl ich das Futter ab L4 ins Wasser gestellt haben. Wenn das Verpuppen losgeht, den Raupen möglichst viel Platz geben, damit sie sich nicht gegenseitig stören.

    Grundsätzlich einfach in Actias oder Google suchen; siehe oben;

    Grüße Armin

    Code
    Six weeks are not long and the caterpillars can be 7-8 cm long. As soon as the caterpillars eat less and are only walking, they look for a place to pupate. This phase lasts 2-3 days. Then move the caterpillars into larger containers and create spaces to spin them. E.g. empty egg cartons etc. so that the caterpillars do not interfere with each other when spinning.
    
    Sorry for my english  Armin

    Mal zurück zum Ausgang.

    Hallo Sandra, vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.

    Dieser hat manche andere Erfahrung aus Kollegen zum Thema "Winterfutter" hervorgelockt.

    Diese ist am wichtigsten, der Austausch von Erfahrungen. Hätte nicht gedacht, dass Efeu für so viele Arten in Frage kommt.

    Ich habe die Hainbuche (aus der Not heraus für mich z.T. als Ersatz für Eiche gefunden). Treibt viel früher aus und bekommt kaum Mehltau.

    Zum Thema "Winterhart". Kommt immer auf den Winter / Temperaturen / Schneelage etc. an.

    Trockener kalter Winter => auch der frostharte Liguster war -insbesondere an sonnigen Standorte- im Arsc.....; der Laubabwurf ist eher eine Reaktion zu Verhinderung des Austrocknens.

    Im Schatten oder unterm Schnee halten die Blätter deutlich länger bzw. überstehen den Winter problemlos.

    Jeder muss sein Verhältnisse kennen und sich darauf einstellen. Der Hinweis auf die mögliche Alternative: Futterpflanze Efeu ist deshalb um so wertvoller.

    In diesem Sinne Viel Freude und Erfolg beim Züchten

    Grüße Armin