Posts by hoehlearnd

    Das ist definitiv ein Weibchen! Kurze Fühler, breite Flügel, breiter Halsschild. Habe durch zahllose Begegnungen die Geschlechter eindeutig zu unterscheiden gelernt. Männchen sind wesentlich zarter gebaut, deutlich gestreckter und haben mindestens doppelt so lange Antennen. Eine Verwechslung adulter Tiere ist nicht möglich...😉😁

    Meine Aearien stehen draußen, die Raupen haben immer frisches Futter, Walnuss. Ausfälle kann es immer geben.
    Meist kann man die Ursache nur raten.
    Haltung in Dosen ist zu vermeiden, spätestens die L2 wandern bei mir nach draußen.

    Hier in der Oberpfalz das gleiche Bild. Die Feldlerche ist dieses Jahr gar nicht erschienen, Meisen sind völlig verschwunden, die schreienden Mauersegler-Junggesellenhorden sind weg, keine Nachtigall, keine Würger, der Zaunkönig aus dem Garten verschwunden, es hat kein einziger Kibitz gebrütet... Übrigens fliegen auch nur vereinzelt Fledermäuse!
    Morgens kein Vogelkonzert, es herrscht Stille!!
    Es gibt natürlich die Möglichkeit, daß Zugvögel der Kühle nachgezogen sind und sich im Norden aufhalten.
    Aber standorttreue Vögel wie Meisen?
    Ich befürchte allerdings das Schlimmste!
    Die Meisen wurden durch einen Virus dahingerafft und dezimiert.
    Mit dem Verschwinden der Insekten zahlen auch die Insektenfresser einen hohen Preis!
    Was wir gerade beobachten ist die starke zahlenmäßige Dezimierung aller Lebewesen, die direkt oder indirekt von den Nahrungsketten, in denen Insekten ein wichtiges Glied darstellen, abhängen.
    Unsere Ökosysteme brechen zusammen, an wenigen Stellen können sich noch Spezialisten behaupten.
    Ob das mit der fürchterlichen, seit Jahren andauernden Klimaerwärmung und der damit verbundenen Trockenheit zu tun hat? Mit Sicherheit!
    Nutznießer sind lediglich die "Allerweltsarten" wie Spatzen, anpassungsfähig und fruchtbar, die Gammaeule, die in diesem Jahr sehr häufig am Lavendel fliegt, Amseln, die als Kulturfolger im Dunstkreis des Menschen leben.
    Ich bin kein Gretafan, aber wenn ich mit offenen Augen übers Land gehe, erschrecke ich ob der Entwicklung.
    Ich fürchte, für viele Arten läuten die Totenglocken. Nur läuten sie nicht vernehmlich und laut, sie läuten lautlos und still...
    Wie soll das nur enden?

    Liebe Kollegen,
    es werden Pheromone für unzählige Falter angeboten.
    Ein paar Fragen dazu:
    Gibt es ein EPS-Pheromon?
    Wo kann ich solche Pheromone beziehen?
    Gibt es großformatige Pheromonfallen? Wenn nein, wie könnte man solche Fallen effektiv bauen(regensicher, preiswert, praktisch)?
    Könnte man mit solchen Fallen die Populationen von EPS reduzieren?
    Die Idee ist, die Behörden bei der Bekämpfung zu unterstützen, damit auf Sprühaktionen und Gifte verzichtet wird, und gezielt der EPS effektiv bekämpft wird.
    Würde mich freuen, wenn da Unterstützung käme.
    Gerne auch Bastel-oder Bauanleitungen!

    Ich kann sehr empfehlen, mehrere Kleepflanzen auszugraben und in große Töpfe zu pflanzen. Sie wachsen sehr schnell und mit ein paar Pflanzen kann man sehr gut einige Raupen groß ziehen. Allerdings muss man bedenken, dass die Raupen im letzten Stadium enorm fressen. Ich bevorzuge Trifolium pratense, den Wiesenklee. Wenn man ihn vorsichtig düngt und in die Sonne stellt wachsen die Pflanzen schnell mit Riesenblättern zu kleinen Büschen heran.
    Übrigens bin auch ich sehr an Eiern interressiert. Meine Kleepflanzen sind riesig...

    Das Tagfaltermonitoring ist nicht ganz objektiv!(So wie ich das bei meinen Beobachtungen auch nicht bin!)
    Legt man den Fokus auf die Tagfalter, ist die Zählung das eine.
    Die Art und Weise, wie, wo und von wem diese Zählungen stattfinden, wird das Ergebnis sicher beeinflussen. Erst wenn man eine Fragestellung wie die Anzahl der Tagfalter hat, wird sich die Aufmerksamkeit auf die Anzahl richten. Und erst dann wird eine Zahl ermittelt, die noch keine Aussage zuläßt. Denn es gibt Schwankungen, die dem Klima, den Prädatorenpopulationen, die ebenfalls schwanken, dem Nahrungsangebot, der Succession und unzähligen anderen Faktoren geschuldet ist. Daher ist die Aussage"Es gibt mehr" oder"es gibt weniger Schmetterlinge" äußerst diffizil und nicht durch wenige Jahre belegbar. Und es ist immer eine schwankende Quantität voraus zu setzen.
    Belegbar ist aber das völlige Verschwinden von Arten aus den Biotopen. Das ist eine entweder/oder-Analyse. Bei Insekten eher schwierig. Verschollene Arten tauchen plötzlich wieder auf, häufige Arten tauchen ab.
    Daher habe ich z. B die Lerche angeführt, die durch ihren Gesang leicht, eindeutig und über große Gebiete feststellbar ist.
    Seit 15 Jahren begleitet sie den Sommer hier in unserem Wiesengrund. Ihr Verschwinden belegt den Zustand des Ökosystems Wiese/Feldhaine/Brachen in der Gegend. Das gleiche gilt für die Feldgrille. Diese sind für mich Zeigerarten.
    Übrigens ein Wort zur These Temperatur ist gut für Insekten. Für den Trauermantel oder den Großen Fuchs gilt das nicht. Sie scheinen sich aus warmen Gegenden zurückzuziehen.

    Passieren kann eigentlich nichts.
    Es wird der Kraftstoffverbrauch deutlich ansteigen. Und es besteht die Gefahr, daß die Zündkerzen verrußen und die Kiste dann gar nicht mehr anspringt.
    Die Ursache dürfte eine zugesetzte Kraftstoffdüse im Vergaser sein.
    Durch den Choke wird die Luft im Gemisch verringert, sprich, der Kraftstoffanteil erhöht.
    Das zeigt, daß vom Vergaser zu wenig Benzin in das Gemisch gelangt. Durch den Choke wird der Anteil des Benzins erhöht, der Motor läuft.
    Was tun?
    Vergaser aufmachen und die Düse am Schwimmer entweder mit einer Lehre vorsichtig aufmachen oder gleich eine neue Düse rein...läuft!

    Meine persönliche Beobachtung ist nicht auf Schmetterlinge beschränkt, ich versuche, soviel wie möglich die Gesamtheit im Auge zu behalten. So ist mir in diesem Jahr das völlige Fehlen der Lerchen in unserem Wiesengrund, das Fehlen des Feldgrillenzirpens sowie die fehlenden Raupennester an den Brennesseln der Gegend aufgefallen.
    Seit Jahren beobachte ich den wachsenden Landverbrauch, die immer intensivere landwirtschaftliche Nutzung und das völlige Verschwinden von Brachen überall im Land. Es mag die eine oder andere Ausnahme geben und mit Sicherheit das eine oder andere streng behütete Biotop.
    Jedoch wird intersivst gemulcht, zugebaut, "gepflegt", gespritzt und genutzt.
    Alles zusammen führt zu einer Verarmung aller Arten, die Spezialisten leiden zuerst und am stärksten. Doch der Druck auf die Natur wird immer stärker und so leiden nun auch die Ubiquisten.
    Ob also die Dichte von Insekten am Boden höher ist als in hundert Metern Höhe, wen juckts?
    Als Schüler habe ich Arctia caja jedes Jahr in großer Zahl wandern sehen und oft genug von der Strasse gesammelt...und heute?
    Die Welt ist so dicht mit Menschen besiedelt, jedes Individuum wirkt in irgendeiner Form auf das gesamte Ökosystem. Und wenn nicht direkt, so doch über das T-Shirt, das in Bangladesch oder sonstwo wiederum von Menschen gefertigt wird, die auch wieder Spuren hinterlassen.
    Man kann über Bacillus thuringensis, die Klimaerwärmung oder Glyphosat diskutieren, über Windkraftanlagen oder den Autoverkehr, kann sich den Kopf zerbrechen, wie man diesen Prozess des Artensterbens bekämpfen könnte.
    Letztendlich wird man keine Lösung finden.
    Vielleicht kann man mit viel Aufwand und Geld Inseln der Biodiversität erhalten, allgemein sehe ich keinen Ansatz zur Rettung. Es werden wenige anpassungfähige Arten übrig bleiben, vom Großteil der allvertrauten Arten werden wir uns verabschieden müssen.
    Kein jubilierender Gesang der Feldlerche, kein unermüdliches Zirpen an heißen Sommertagen -die Stille ist schon da!

    Hallo Daniel,
    sehr interressantes Projekt!
    Dass eine Noctuide als Nahrung dient wußte ich noch nicht. Die mir bekannten Raupen sind aus der Familie der Saturniiden. Schon aufgrund der schieren Größe und des Gewichtes der ausgewachsenen Raupen der Saturniiden hätte ich erwartet, daß die nur 5cm großen und relativ schlanken Raupen unattraktiv für den Verzehr sind.
    Das Geschlecht läßt sich bei Noctuoden relativ gut erkennen. Bei Männchen ist der Haarbüschel am Körperende geteilt, bei Weibchen nicht. Durch vorsichtiges Drücken auf den Hinterleib spreizen sich die beiden Valven ab, bei Weibchen stülpt sich die Pheromondrüse aus. Diese Valven sind leicht zu erkennen.
    Grundsätzlich sollten die Weibchen schon aufgrund des voluminöseren Hinterleibes erkennbar sein.
    Vielleicht sind auch an den Fühlern kleine Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen.
    Leider habe ich die Tiere noch nicht kennen lernen dürfen, daher ist es mir nicht möglich, eigene Beobachtungen an dem Tier beizusteuern. Obige Hinweise gelten aber für viele Noctuiden, so sicher auch für A.catocaloides.
    Sicher läßt sich das Geschlecht ja an den Puppen unterscheiden. Die Geschlechtsorgane sind hier schon angedeutet und liegen auf unterschiedlichen Körpersegmenten.
    Gruß
    Arnd

    Füttern und die Ablagepflanze sind das a und o in der Zucht!
    Da die Achateule polyphag ist, sollte das Futter egal sein. Da sie als Schädling an Chrysanthemen bekannt ist, könnte man speziell diese Pflanzen anbieten.
    Es empfiehlt sich immer möglichst viele Tiere einzupacken, damit die Wahrscheinlichkeit größer wird, ein Weibchen zu erwischen. Oder eventuell eine Copula zu erzielen, obwohl anfliegende Weibchen in der Regel befruchtet sind.
    Eine Methode zur Bestimmung:
    Das Tier vorsichtig festhalten und noch vorsichtiger mit zwei Fingern den Hinterleib zusammen drücken...voooorsichtig!!!!!!
    Bei den Männchen werden so die Afterzangen, mit denen das Männchen die Genitalien des Weibchens umklammert, sichtbar.
    Dies erfordert großes Fingerspitzengefühl und sollte nur von geübten Entomologen ausgeübt werden, um die Falter nicht zu verletzen!!!

    Ich schneide die Kokons mit einer Nagelscheere vorsichtig auf und kontrolliere, ob die Puppen ok sind. Dann steche ich eine Nadel seitlich durch den Kokon und verschließe ihn so wieder. Hab keine Probleme beim Schlupf.

    Ich würde trotzdem auf einen größeren Behälter wechseln. Ich verwende Aearien 40x40x60 und 60x60x90. Die Raupen fressen ab L4 ziemlich viel Futter.
    Die Raupen der meisten Saturniiden sitzen eigentlich vereinzelt auf den Futterästen, zu vielen Berührungen gehen sie aus dem Weg.
    Eventuell ist der Behälter die falsche Wahl? Oder das Futter ist nicht frisch?

    Ich darf meine Vorgehensweise ins Spiel bringen, die ich sehr erfolgreich seit vielen Jahren z.B. bei A.atropos, Brahmaea hearseyi, S.ocellata, S.ligustri und vielen mehr anwende.
    Wenn sich die Raupen verfärben, gebe ich sie in Kunststoffbehälter, z.B. eine leere runde Ramadose. Dahinein gebe ich ein, zwei Küchentücher und feuchte sie leicht an. Dann lasse ich die Raupen in Ruhe, bis sie ihre Puppenwiege im Krepp gebaut haben und sich verpuppt haben. Die Dauer ist artspezifisch und relativ stabil. Sind die Puppen ausgehärtet, entnehme ich sie und lege sie in einen Schlupfbehälter mit angefeuchteten Sägespänen/Kleintierstreu. Fertig. Kein Chichi, nix Erde! Simpel und funzt immer...

    Hallo Sphingidenzüchter,


    S.ligustri fliegt ja in einem relativ großen Verbreitungsgebiet.
    In südlichen Gefilden wäre genug Zeit, eine zweite Generation hervor zu bringen. Das scheint auch der Fall zu sein.
    Wie sind eure Erfahrungen dazu? Dazu habe ich ein paar Fragen:
    Kann man S.ligustri durchziehen oder ist nach einer Generation die Diapause, sprich Überwinterung zwingend?
    "Können" diese zweite Generation nur Populationen aus dem Süden oder ist das mit allen Tieren möglich?
    Hat schon einmal einer von euch versucht, mit Hilfe von künstlicher Überwinterung im Kühlschrank eine zweite Generation zu erzeugen?
    Mich würden alle Daten zu dieser zweiten Generation interessieren, besonders die nötigen Temperaturen.
    Gruß
    Arnd

    Das Rezept war in erster Linie für Arctiiden angelegt. Für diese ist das Rezept prima. Mittlerweile gibt es davon Variationen.
    Ich habe mit diesem Rezept(ohne die "kritischen" Komponenten!) erfolgreich A.atropos und Brahmaea hearseyi gezüchtet. Bei Antheraea polyphemus und A.oculea hat es nicht funktioniert.
    Es soll möglich sein unter Zusatz von Blattpulver Saturniiden an das Futter zu bringen. Angeblich ist es durchaus vereinzelt gelungen, Kufu an Saturniiden zu verfüttern. Dabei wurde das Rezept abgewandelt.
    Es werden Rezepturen im net angeboten, ob sie funktionieren ist nicht eindeutig dokumentiert.
    Leider werden solche Rezepturen aus kommerziellen Gründen von ihren Entwicklern verschwiegen.
    Um jedenfalls auf deine Frage zu antworten: Nein, das ist ein altes Rezept. Such dich hier mal ein wenig durch, da wurde bereits Etliches geschrieben.
    Gruß
    Arnd