Beiträge von Martin

    Ich wollte Euch teilhaben lassen: im Juli war ich mit meiner Familie und hatte die Gelegenheit, Sérignan-du-Comtat zu besuchen, wo Jean-Henri Fabre lebte und die Welt der INsekten erforschte. Man hat ihm dort ein denkmal gebaut.
    IN der Nähe von Cassis fand ich eine majestätische Dolchwespe; phantastisch, dieses Tier zu beobachten !!!

    Viele Grüße von Martin

    Hallo Nik,

    ich war im Juli in der Nähe von Marseille (Callengue). Eisvögel flogen zuhauf, Kleopatrafalter ebenso und natürlich Segelfalter und Schwalbenschwänze. Da müsstest Du schon einige schöne Schmetterlinge fangen können. Erdbeerbaumfalter habe ich keine gesehen. Seltzsamerweise hat es mit dem Leuchten gar nicht gut geklappt, vielleicht weil es doch sehr hell war in der Nähe von Marseille.
    Ein sehr schönes Fleckchen Erde,

    viele Grüße und viel Spaß, Martin

    Ich habe jahrelang das Vrehalten von Drosophila melanogaster untersucht. Es ist unglaublich, in welchem Maße diese Tiere in der Lage sind, zu lernen (z.B. Mustererkennung, bestimmte Muster werden mit Hitzegabe "bestraft", die Fliege vermeidet diese anschließend und ruft diesen Lerninhalt in späteren Versuchen wieder ab) . Damit ließe sich selbst diesen kleinen Fliegen so etwas wie "Intelligenz" zuweisen. Selbst die kleinen Larven dieser Fliegen sind in der Lage, Düfte mit Belohnung und Bestrafung zu assoziierenm und dies später abzurufen.
    Es scheint, als sei Lernen eine Grundeigenschaft von Gehirnen und bereits in einfachsten Organismen angelegt.
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    Viele Grüße
    Martin

    Hallo,

    ich habe vor ein paar Tagen über meinen Misserfolg mit C fraxini berichtet. Alle in L5 eingegangen. Ich entsorge jetzt das komplette Zeug, die Zuchtbehältnisse auf den Müll, alles peinlichst genau reinigen. Ich vermute, dass sich die Keime in nicht restlos sauberen Zuchtbehältern halten und dann immer wieder vermehren, was durchaus länge dauern kann, so dass sich die Auswirkungen dann eben erst in L5 zeigen, was die Sache umso ärgerlicher macht, wenn man zweieinhalb Monate lang Futter eingetragen hat, Futter gewechselt, meinte, man mache alles richtig und dann das.

    Also eine Krankheit, die quer durchs Raupenreich geht, nicht nur papilio betrifft.

    Viele Grüße
    Martin

    Eier hatte ich im Freiland, habe sie Ende März reingeholt,,zuerst Kühlschrank, dann mit Austrieb der Pappel im Zimmer. Schlupf der Räupchen erfolgte Anfang April. Das heißt ich züchte jetzt schon zweieinhalb Monate rum, und jetzt das Desaster. Aber wie Arnd sagte: das kennt jeder Züchter.
    Gefressen haben sie an Hybridpappel. Vielleicht haben sie das nicht ganz so gut vertragen. Die Entwicklung kann auch nicht als schnell bezeichnet werden,angesichts des Schlups der Raupen Anfang April,

    Viele Grüße
    Martin

    Liebe Züchterkollegen,

    ich brauche Euren tröstenden Zuspruch: seit Anfang April züchte ich C fraxini, die zu schönen großen Raupen herangewachsen sind.Jetzt, in L5 angelangt, sterben sie mir unter den Fingern weg, werden schlaff und sind am nächsten Tag tot.Die Tiere hatte ich schon seit Wochen vereinzelt, aber die Zuchtboxen durcheinander gewechselt, so dass der tödliche Keim wohl schon überall haust.
    Hoffnung ist da wohl keine mehr, oder?

    Hat jemand schon ähnliches erfahren?

    Viele Grüße, schnief, :frowning_face:
    Martin

    Ich verfolge die Diskussion schon eine Weile und möchte doch etwas dazu sagen, ja, mich in gewisser Weise selbst bezichtigen: ich sammle seit frühester Kinderheit Insekten. Die Kombination aus Sammeln und Staunen über Insekten teilen sicherlich manche in diesem Forum. Ich gestehe, dass ich auch vom Anblick präparierter Insekten fasziniert bin und die Details mit Staunen betrachte. Ja, bei fotografierten Insekten kann man das nicht so gut. Ich gestehe, dass das Sammeln auch eine Art Jagd ist (siehe Ernst Jünger: Subtile Jagden). Das heißt, dass ich auch ab und an sammle und nicht nur wissenschaftlichen Interessen dabei folge. Wer würde das aber tun, wenn er Arten wie Attacus atlas züchtet, um sie präpariert seiner Sammlung einzuverleiben?
    Jeder kann mich dafür verurteilen, der es mag.

    Nur: ich behaupte, wie so viele vor mir, dass durch Sammeltätigkeiten dieser Art noch keine Art verschwunden ist.

    Was aber gegenwärtig in deutschland angerichtet wird an flächendeckender Insektenvernichtung spottet jeder Beschreibung: im Fernsehen ist zu sehen, auf BILD zu lesen, dass derzeit eine "Monster-Raupen-Plage" Deutshcland heimsucht in Form des Eichenprozessionsspinners. Und flächendeckend werden Insektizide in deutschen Wäldern ausgebracht, dieser "Plage" Herr zu werden.

    Liebe Gegner des Insektensammelns: wendet euch bitte an die Behörden, diesen Irrsinn möglichst schnell zu stoppen und lasst die paar Leute, die sich nachts in den Wald hocken, um graue Motten anzulocken und sich an den fabelhaften Grafiken auf Geometriden-Flügeln zu freuen, in Ruhe.

    Oder, wegen mir, verklagt uns und zeigt uns an.

    Viele Grüße
    Martin

    a propos lange Zuchtdauer: ich züchte gerade C. fraxini. Die brauchen vielleicht lange, sind um Oster aus den Eiern geschläpft und jetzt gerade mal in L3. ... oder sie mögen das Futter nicht sonderlich gerne, was ja auch ab und an vorkommt (halte sie auf Hybrid-Pappel).
    Nochmals grüße
    Martin

    Ich erwarte demnächst Eier dieser Art: Kann mir jemand sagen, wie lange die Zucht ungefähr dauern wird und wann die Tiere schlüpfen, d.h. wie die Art ggf. den Winter übersteht? Ich vermute nicht draußen, sondern wenn dann im kühleren Keller.

    Vielen Dank im Voraus,
    Martin

    Liebe Schmetterlingszüchter,

    ich hatte im letzten Jahr E versicolora gezüchtet und die Puppen über Winter nach draußen gebracht. Dort in einer Kiste, in der unten Wasser stand, darüber ein Leinentuch, auf das ich die Puppen legte. Vor einer Woche habe ich die Puppen nach drinnen in meinen Schlupfkasten gebracht, doch nur wenige Falter sind geschlüpft, z.T. waren die Flügel nicht entfaltet, alle anderen Puppen sind tot - ich habe zwei oder drei seziert, z.T. waren noch Falterkörper drin, allerdings tot, zum teil braune Flüssigkeit. Mein Verdacht ist, dass die Puppen den Winter mit den Tietsttemperaturen um 20 Grad minus nicht überlebt haben und erfroren sind.
    Fürchte, meine S pavonia sind auch hinüber.

    Wie sind Eure Erfahrungen, was könnte ich falsch gemacht haben, außer dass die Puppen an einer vielleicht doch zu ungünstigen Stelle draußen lagen? Die hatte ich bewusst gewählt, weil ioch sie nicht in die m.E. zu trockene Garage bringen wollte. Falsch gedacht..

    Vielen Dank und Grüße vorab,
    Martin

    Das gibt es selbst bei den Larven der Fliege Drosophila melanogaster. Teile des larvalen Gehirns überstehen auch die Puppenphase und so nimmt es nicht wunder, dass auch das adulte Tier noch "weiß", worauf es gezogen wurde. Das ist schon ein Wunderwerk, das Insektenhirn...
    Aber gar nicht schlecht, was die Welt daraus gemacht hat.

    Gruß Martin