Beiträge von Martin

    Thymol und Paradichlorbenzol zusammen geht nicht. Mit Kampfer habe ich keine Erfahrung. Mit Paradichlorbenzol gibt es eine ölige Flüssigkeit, die sich in den Gläschen hält, aber wenn sie heruntertropf gibt es Löcher in den Steckplatten. Ich hatte auch sehr lange mit Feuchtigkeit in der Sammlung zu kämpfen, die im Keller untergebracht war. Die Behandluing mit Thymol, Silicagel, sonstigen bei ALDI erhältlichen Luftfeuchte-Reduzierern, das hat alles nichts geholfen, weil die Feuchtigkeit überall reinkriecht und vor allem im Sommer wahrnissing hoch ist.

    Letztlich hat nur geholfen, die Sammlung unters Dach zu packen, wo sie jetzt trocken steht.

    Thymol hat auch nicht wirklich geholfen. Meine Erklärung ist, dass Thymol nur in Kontakt gegen Schimmel wirkt, da dies aber zu unschönen Verfärbungen führen kann, ist es auch keine wirklich gute Lösung.

    Ich würde mich dennoch gerne proitiv überraschen lassen.

    Viele Grüße, Martin

    Ich habe die Einträge bisher mit großem Interesse gelesen und kann alles nur bestätigen: im Raum Bonn/Meckenheim sieht's auch düster aus.
    Ich war am letzten Wochenende Leuchten, saß am Waldrand, das Wetter war gut, es war dunkel, alles beste Voraussetzungen, doch gerade mal ein Hausmütterchen flog an, 2, 3 Spanner, das war's. Also scheint nach dieser singulären Beobachtung die Lage bei Nachtfaltern ähnlich zu sein. Was nicht weiter verwundern würde, wweshalb sollte es sie anders treffen als ihre tagfliegenden Vetter und Cousinen?
    Ich hoffe auf nächstes Jahr, wie wir alle.
    Martin

    Dass sich ein Insekt während seiner gesamten Lebenszeit Gedächtnisinhalte beibehält, ist nichts Neues.
    Das wurde an der Fruchtfliege Drosophila melanogster schon vor einigen Jahren gezeigt.
    Insofern verwundert es nicht, dass das auch bei einem Schwärmer der Fall ist.
    Es wäre auch biologisch vollkommen unsinnig, sämtliche Nervenzellen ab- und dann wieder aufzubauen.
    Das Erkennen von geeigneten Futterpflanzen, die ein Tier während der Präimaginalzeit aufnahm, ist eine wichtige biologische Funktion.

    Hallo Bernhard,

    das war ein wirklich nützlicher Hinweis.
    Ein Wort zu den kritischen Stimmen, die sich meines Erachtens bisweilen im Ton vergreifen: rundzufragen, welche Erfahrungen andere Züchter mit Raupenfutter gemacht haben, ist keine Schandtat. Der namibische Züchter, der mir die Eier zuschickt, hatte geraten, es mit mehreren europäischen Pflanzen zu versuchen, die Raupen seien relativ polyphag.
    Noch bietet die Entomologie einen, wenn auch kleinen, Spielraum für Experimente.
    Martin

    Das Problem ist nicht nur der Schimmel, sondern dass die Präparate nach und nach die Flügel hängen lassen. Ich hatte meine Sammlung auch im Keller; sie fing an zu schimmeln, Thymol hilft vielleicht kurzzeitig was. Jetzt sind sie unterm Dach, trocken und warm, und bei bester Laune.

    Gruß Martin

    Hallo Felix,

    absolut richtig und danke: Dichlorbenzol ist nicht das Gelbe vom Ei und gar nicht unbedenklich. Ich wollte nur ausdrücken, dass Zyankali noch schlimmer ist. Man muss sich, glaube ich, vom Gedanken lösen, dass die Desinfektionsmittel gegen Sammlungsschädlinge diese töten. Letztlich sollen sie sie vom Eindringen in die Kästen abhalten.

    Grüße Martin

    Paradichlorbenzol tötet die Schädlinge nicht ab; es ist aber für Menschen meines Wissens auch nicht giftig, jedenfalls nicht so giftig wie Zyankali - Hände weg davon!!!
    Das mit dem Lagerhaus ist eine gute idee, wenn die Temperaturen unter Null Grad gehen.
    Ansonsten hilft wohl nur die Radikalmethode: Falter entnehmen, in die Gefriertruhe, Sammlungskästen mit Benzin reinigen.

    Ich habe in meiner "Karriere" ein paar Mal Maulwurfsgrillen präpariert. Den Inhalt des Abdomens (sprich Gedärm) habe ich stets entnommen, durch einen kleinen Schnitt in der Bauchseite. Dann den Innenraum vorsichtig trocken getupft, ggf. mit etwas Alkohol desifizieren, dann den leeren Bauchraum mit Watte wieder gefüllt. Dabei muss man etwas aufpassen, dass die Watte nicht durch den Schnitt quillt, das heißt also nicht zu viel hinein stopfen.
    Da man das Tier nur von oben betrachtet, sieht es sehr gut aus. Ich habe nicht versucht, den Schnitt zuzunähen, da ich erstens kein Chirurg bin und zweitens nicht wusste, ob das Chitin die Näherei aushält, d.h. ich vermeiden wollte, dass alles ausfranzt.

    Ich hoffe, das hilft.
    Viel Glück, Martin

    Hallo Rudi,

    ich hatte bzw. habe ein ähnliches problem. Bei mir steht die Sammlung im Keller, wo es ab und an zu feucht ist. Luftdurchzug ist zu empfehlen, hilft aber auch nur begrenzt. Dann habe ich in meine Kästen Thymol eingebracht. Das ist ein kristalliner Stoff, das es in Apotheken recht billig zu kaufen gibt, und das gegen Schimmelbefall eingesetzt wird. Bislang keine Probleme mehr, aber ideal ist es natürlich nicht, wenn die Sammlung zu feucht steht, das ist schon klar (nur manchmal geht's halt nicht anders).
    Viele Grüße, Martin

    Hallo allerseits,
    obwohl ich die Diskussion nicht begonnen habe, sah ich mich doch vor die gleichen probleme gestellt wie mein Kollege. Mein Fazit ist, dass ich die Puppen jetzt leicht abkühle (Keller, dann Kühlschrank),einige Zeit dort belasse und dann wieder in den Schlupfkasten bringe. Wäre das der gangbaste Weg? Vor Frost schrecke ich etwas zurück.
    Ich werde von den Ergebnissen berichten. So einfach wie gedacht ist die Zucht von hearseyi dann wohl aber doch nicht. ...
    Vielen Dank nochmals und Grüße,
    Martin

    Hallo Roland,

    mir geht es genauso. Ich hatte die Raupen letztes Jahr gezüchtet, zur Verpuppung gebracht und sie jetzt auf etwas Erde und Moos gelegt. Das Ganze besprühe ich jeden Tag zwei Mal, um sie nicht austrocknen zu lassen. Die Puppen scheinen nicht tot zu sein, da das Gewicht recht hoch ist. Ich warte auch auf den Schlupf und wäre interessiert zu erfahren, was da passiert, oder ob das mehr oder minder normal ist.

    Viele Grüße von einem "Leidensgenossen",
    Martin

    Danke für den Tip. Ich habe beides, Zuchtbehälter mit Glaswänden, aber auch Gaze. Ich vermute mal, dass die mit Glas besser sind, da die Wärme dann nicht so leicht nach außen dringt, oder?
    Viele Grüße, Martin