Im Gebiet Mittlere Elbe und Untere Mulde (Sachsen-Anhalt) wurden nach dem "Jahrhunderthochwasser" 2002 viele Arten nicht direkt beeinträchtigt. Es kam zwar zu Schwächung der Populationen, die in den Folgejahren ausgeglichen wurden.
Andere Arten, wie z.B. der damals in dem Gebiet verbreitete Maculinea nausithous konnten an vielen Lebensräumen nach dem Hochwasser 2002 nicht mehr nachgewiesen werden.
Als das Wasser im August die Wiesen überflutete, raffte es die Wirtsameisen dahin. Alle untersuchten Ameisennester waren verschimmelt. So geschah es dann wohl auch mit den Raupen, die in den Nestern parasitieren. An den meisen Biotopen ist die Art bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die Populationen sind waren (oder sind) geografisch soweit isoliert, dass sie die Biotope nicht mehr besiedeln können. Hierzu gibt es ausführliche Infos im Netz.
Dies zeigt, dass man das Problem differenziert betrachten muss.