Beiträge von Nina

    Kommt alt auch trauf an wie viele schmetterlinge du gleichzeitig in den Käfig halten willst und also ich hab Totenkopfschwärmer zugar schon in 5 oder 6 Stück in ca 50cm Lang 30 cm breit und 20 cm Hoch ungefähr geschätzt erfolgt reich gehalten und zu Fortpflanzung gebracht

    Mal ne blöde Frage: wenn man mehrere Schwärmer in einem Gehege hält, sind die dann ruhiger / flugfauler?

    Uiuiuih, da werd ich ja rot. Hab ich anscheinend viel richtig gemacht. Danke für die lieben Komplimente.

    @ Rolf: die Ligusterhecke werd ich nächstes Jahr im Auge behalten. Im besten Fall kann ich beobachten. Es muss ja nicht immer einen Notfall geben, den ich versorgen muss.

    @ Carmen: es reizt mich ja schon, mal einen Atropos zu ziehen. Ich bin wirklich verliebt in diese tolle Tierart.

    @ Dennis: ich ahne, wo das Problem liegt: besser nicht markieren sonst kann man meine illegale Handlung nachverfolgen. Ich kann aber immer noch nicht verstehen, warum man die Tiere überhaupt frei lässt? Steht da der reine Profitgedanke des Eier-Raupenverkaufs im Vordergrund und wenn die Imagos ausgedient haben, fott damit?

    Zuallererst muss ich meinen Mann vorstellen, der sich ein wenig vernachlässigt fühlt in meinen Berichten. Fakt ist: ohne ihn, würde es nichts zu berichten geben. Wir haben eine recht strenge Arbeitsteilung: Ich bin für die harten Daten und Fakten rund um Anatomie, Physiologie und Pathologie zuständig. Mein Mann übernimmt das Handling und schreckt dabei vor keiner Tierart zurück. Er nimmt Motti aus dem Gehege, fixiert sie beim Füttern und bringt sie dann liebevoll ins Bett. Ich bin nur für s Füttern von Honigzubereitung bis Rüsselentrollen/-eintunken und den routinemäßigen Check-up zuständig. Also an dieser Stelle nochmal Danke an den besten Mann der Welt!

    Ich freue mich, dass ihr mich mit Motti unterstützt. Ich habe also gelernt, dass ich ein frisches, flugfaules, wie flugunfähiges Mädchen habe.

    Das Gehege habe ich aufgeräumt und das Netz soweit möglich straffer gespannt. Check ergab heute keinerlei Gliedmaßen- oder Krallenverluste.

    Ich möchte auf den Tag x vorbereitet sein. Wie friere ich Motti sanft ein? Ich habe gelesen: einen Tag Kühlschrank, drei Tage (oder besser viel länger) Tiefkühltruhe. Ich krieg bestimmt die Pimpernellen, wenn ich Motti im Kühlschrank höre. Ich hab total Angst, dass sie Angst hat.

    Ich kann noch nicht nachvollziehen, weshalb Züchter ihre Atropen (ist das die Mehrzahl?) überhaupt in die Freiheit entlassen. Und wenn es gute Gründe gibt, warum markiert man sie nicht mit z.B. Schaffarbe, damit Finder zumindest wissen, dass es sich nicht um Freilandfalter handelt?

    Insgesamt hab ich bisher anscheinend gar nicht so viel falsch gemacht. Ich sehe es wie Natalia, dass Motti ein dickes Plus erzeugt hat. Bei mir und allen, denen ich von Motti begeistert erzählt habe. Ich habe weitere Schwärmersichtungen aus meinem Archiv gekramt und werde sie in den nächsten Tagen ins Album einstellen. Vielleicht ist das der Anfang einer großen Liebe!

    Vielen Dank für die tollen Rückmeldungen. Das hilft mir sehr.

    Am Fundtag war es regnerisch und kalt. Ich vermute, dass das arme Tier eine Weile brauchte, um wieder auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Aber Motti fliegt nach 2 Wochen immer noch nicht. Ich habe extra eine Nacht neben dem Gehege verbracht, um das zu beobachten. Sie würde gern fliegen, aber kommt einfach nicht hoch. Sie steht nur senkrecht am Boden und schlägt kräftig mit den Flügeln.

    Zu mir: ich habe keinerlei Erfahrung mit Schmetterlingen und komme nun wie die Jungfrau zum Kinde

    Zur Situation: Habe am 14.11. 10:00 auf der gepflasterten Einfahrt in 53773 Hennef einen Atropos gefunden, der sich in den folgenden 4 Stunden nicht gerührt hat. Es hat in Strömen geregnet und war eisig kalt. Habe das Tier dann in den Garten an eine geschützte Stelle gebracht und Abends in eine Kiste in die offene, ausflugfähige Garage gesetzt. Mehrfache Kontrolle ergibt: das Tier bewegt sich minimal von rechts nach links und sitzt ansonsten regungslos - Tag wie Nacht.

    Am Folgetag Nachmittags habe ich den Schwärmer reingeholt und versucht zu füttern: Rüssel mit Zahnstocher aufgerollt, und in Honig-Wasser (Mischung Honig eins: Wasser zwei) gehängt (bin stolz auf mich, dass ich das überhaupt hinbekommen habe https://youtu.be/m6ZMAEhkEko). Am Abend trinkt es dann endlich ganz minimal. Am Folgetag funktioniert Fütterung super. Ein guter Milliliter ist im Tier aufgelöst. Motti (inkorrekte Bezeichnung, ist als Eigenname gemeint!) ist direkt nach der Fütterung auf der Hand quasi explodiert und hat viel Kacki gemacht. Habe das Tier von einer Pappkiste in ein Mini-Aerarium gesetzt. Nachts flatterte Motti zum ersten Mal und hat mehrere Kotstreifen im Netz hinterlassen. Ab dem 17.11. ist Motti sehr lebhaft und quietscht beim Herausnehmen. Fütterung von Hand problemlos - in der kommenden Zeit aber nur alle 2 Tage wirklich hungrig. Am 18.11. unter ein Moskitonetz gesetzt und festgestellt, dass Motti ein Ausbrecherkönig ist. Mittlerweile sind alle Ritzen dicht! Motti kommt abends kurz vor sechs raus und bleibt dann still sitzen bis um eins. Zwischen eins und fünf ist Motti sehr aktiv. Motti propellert auf dem Popo stehend. Kann nur minimal 1cm abheben. Dementsprechend sehen nach einigen Tagen die Flügelspitzen schlimm aus. Das Tier ist aber auch krabbelnderweise überall im Netz zu finden.

    Ich hoffe, dass ich alle relevanten Infos zu meinem Fund liefern konnte.

    Nach dem Studium von Fachliteratur und dem Actias-Forum bin ich zwar schlauer, habe aber immer noch Fragen:

    1. Vermute ich richtig, dass das Tier frisch geschlüpft ist? Direkt neben der Einfahrt ist eine riesige Liguster Hecke. Kann es sein, dass Motti von Anfang an flugunfähig war und quasi nach dem Schlupf nur aus der Hecke gepurzelt ist?
    2. Ist der explosionsartige „Riesenschiss“ Puppenharn oder Angstkaka? Hab in der Hektik vergessen, ein Foto zu machen. Auch wenn es unappetitlich scheint: Hat jemand von seinem Atropos ein Kakafoto zum Vergleich?
    3. Kann mir jemand sagen, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt? Ich habe Bilder ins Album gestellt, aber es fehlt eins von unten. Das hole ich gern nach.
    4. Kann ich den Flugkäfig besser gestalten? Aktuell sind zwei nasse Schwämme, eine Korkröhre und ein altes Nagerholzhaus drin. Boden mit Fussbodenheizung und dicken Betttüchern reicht für die Temperatur?
    5. Da ich mit der Situation überfordert war und erst mal notfallmäßig agieren musste, würde ich im Nachhinein gerne von euch wissen, an welcher Stelle ihr eine andere Entscheidung getroffen hättet. Was hätte ich besser machen können? Rein statistisch werde ich in diesem Leben keinen Atropos mehr finden, aber ich lerne gern für den nächsten Notfall.
    6. Und dann schließt sich natürlich die Frage an: was würdet ihr nun mit dem armen kleinen Tierchen machen? Ich bin hin und hergerissen zwischen versorgen und tieffrieren. Mir wurde bereits „fliegen lassen“ geraten, aber das wird nicht funktionieren. Eine abschließende Antwort muss ich wohl selbst finden, aber ich würde mich über eine Diskussion freuen, die mir einen Rahmen gibt.