Beiträge von utgi

    Hallo,

    vielen Dank für die Antworten. :applaus::daumenja:
    Trotz der vielen Jahre die ich mich mit der Zucht von Schmetterlingen beschäftige, ist es mir völlig neu, das die Marumba-Arten erst ab L2 zu fressen beginnen.
    Habe nun wieder etwas dazu gelernt und zum Glück die Tiere noch nicht in die Mülltonne gesteckt. Sie beginnen nun wirklich zu fressen und scheinen sich gut zu entwickeln.

    Nochmals herzlichen Dank an alle für die schnelle Hilfe. :sensationell:


    Mit den Bildern ist das so eine Sache.
    Wie schon erwähnt war ich selbst nicht dort, sondern habe "nur" das Zuchtmaterial bekommen. Bildmaterial von dort habe ich leider noch nicht gesehen.
    Die Reisenden sind auch erst seit ca. einer Woche zurück.
    Sollten sich aber die Zuchten weiter so gut entwickeln, werde ich versuchen Bilder der Raupen bzw. später dann der Falter einzustellen.

    Viele Grüße aus dem südlichen Sachsen Anhalt
    Andre

    Liebe Actias-Mitglieder,

    ich benötige dringend die Hilfe der Schwärmerexperten.
    Ein Bekannter hat mir Zuchtmaterial (Eier)verschiedener Schwärmerarten aus dem fernen Osten, Region um Wladiwostok mitgebracht.
    Alle Arten fressen und entwickeln sich gut, außer Marumba spercius. Es sind zwar riesige Eiraupen, aber sie fressen das angebotene Futter nicht.
    Eiche, Weide, Pappel, Walnuss, Linde, Birke und Kirsche werden nicht angenommen, sie haben sich aber auf Eiche festgesetzt. :hilfe:
    Meine Frage ist nun, ob diese Art schon einmal von jemand erfolgreich gezüchtet wurde, bzw. welche Tricks uns Erfahrungen in solch einem Fall hilfreich sind.

    Vielen Dank schon mal im voraus für eure Hilfe

    Andre

    Hallo Andreas,

    möchte mich meinen Vorrednern anschließen - nur keine Panik.
    1-2 Tage ohne zu fressen kann durchaus normal sein.
    Liguster wird in der Regel immer angenommen.
    Als sehr gute Alternative kann ich aber auch Götterbaum empfehlen, habe atlas selbst schon mehrfach mit Erfolg daran gezogen.
    Hast du die Räupchen schon mit Wasser besprüht? Junge atlas-Raupen trinken gern bevor sie fressen, mit einem Zerstäuber leicht besprühen kann hier auch hilfreich sein.

    Viel Erfolg
    Andre

    Hallo Christian,

    das mit den stark riechenden "Ködern" wie Käse oder Pferdemist kann erfolgreich sein. Die meisten Apatura habe ich aber an sehr warmen Tagen auf von der Sonne beschienen Waldwegen an Pfützen oder anderen Wasserstellen gefangen. Weibchen waren allerdings die Ausnahme. Das Gleiche trifft übrigens auch auf Limenitis populi zu. Oftmals saßen beide Arten gemeinsam am Wasser um zu trinken.

    Viel Erfolg

    Andre

    Hallo,

    nach meinen Zuchterfahrungen ist Liguster ein gutes Futter, vorallem weil es im Herbst sehr lange zur Verfügung steht. Dabei ist es eigentlich egal, ob schmal- oder breitblättriger - beides wird gern genommen.

    Die hier schon angesprochenen Möglichkeiten mit Flieder und Götterbaum sind auch empfehlenswert, allerdings sollte man bei diesen Pflanzen darauf achten, dass sie nicht zu lange im Wasser stehen, da die Raupen sonst schnell Durchfall bekommen.

    Die Zucht an Götterbaum geht besonders schnell und die Falter wurden gößer als an anderem Futter.

    Da ich reichlich Götterbaum zur Verfügung habe, würde ich wenn die Jahreszeit es zuläßt diese Futterpflanze bevorzugen.

    Lorbeerkirsche ging überhaupt nicht, die Räupchen hatten mit den harten Blättern Schwierigkeiten und gingen ein.

    Nach Angaben eines mir bekannten Züchterkollegen soll wohl auch Rhododendron gehen, gebe dafür aber keine Garantie, da ich es selbst nicht ausprobiert habe.

    Viele Grüße

    Andre

    Hallo Inge,

    hatte in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit Sammlungsschädlingen. Meist waren es Staubläuse welche sich durch Fraßstellen an den Flügelrändern oder feinen Staub unter den Faltern verrieten. Habe vieles versucht, außer der Variante mit dem einfrieren. Nach meinen Erfahrungen hilft bei Schädlingsbefall am schnellsten und wirkungsvollsten der schon angsprochene Schwefelkohlenstoff. Innerhalb weniger Stunden waren alle Staubläuse und Speckkäferlarven tot.
    Allerdings muß ich Herrn Robert A. Schütz recht geben, was die Gesundheitsschädliche Wirkung angeht. Einige Sicherheitsmaßnahmen sind dabei unbedingt zu beachten, z.B. ausreichende Belüftung. Ich würde auch davon abraten, wenn die Kästen in Räumen gelagert werden wo sich Personen aufhalten.

    Viele Grüße
    Andre

    Hallo Josef,

    möchte mich den beiden vorigen Antworten anschließen. Es handelt sich mit Sicherheit um den Birkenspanner - Biston betularia.
    Die Art ist relativ häufig und hat jetzt Hauptflugzeit.
    Interessant bei dieser Falterart ist seine große Vielfalt an Farbvarianten.
    Es gibt sie wie oben abgebildet in der hellen Ursprungsform über grau/schwarz bis hin zu komplett schwarz (Biston betularia f. carbonaria).
    Die schwarzen Farbvarianten haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts aufgrund erhöhter Luftverschmutzung durch aufkommende Industrie gebildet (Industriemelanismus) und haben in vielen Gebieten die helleren Formen zurückgedrängt, so daß die dunkleren teilweise häufiger sind.
    Diese Veränderung wurde meines Wissens nach zuerst in England beobachtet.

    Viele Grüße
    Andre

    Hallo Herr Niederleitner,
    ich habe genau die gleichen Probleme mit meinen Attacus caesar Kokons. Von neun geschlüpften Faltern haben nur 2 wirklich A1 Qualität, d.h. voll entfaltete Flügel. Zwei weitere sind gerade noch so in Ordnung. der Rest ist teilweise völlig verkrüppelt geschlüpft.
    Da meine Kokons auch längs aufgeschnitten waren, habe ich die Puppen den Kokons entnommen, so kann man auch besser den Entwicklungsstand der Puppen beobachten. Habe sie auf weichem Küchenrollenpapier gelagert. Die Luftfeuchtigkeit halte ich bei ca. 80%, Temperatur ca. 26 Grad. Es sind eigentlich gute und kräftige Puppen. Warum die Falter sich nicht voll entwickeln ist mir unklar.

    Bei einigen Tieren habe ich den Schlupf beobachten können, sie sind gut rausgekommen und konnten sich gleich gut am Gazedeckel festsetzen. Das Problem bei meinen Tieren sind die Hinterflügel! Diese entfalten sich nur bis zur Hälfte und der Rest bleibt verkrüppelt. Platz zur entfaltundg der Flügel ist auch genug vorhanden.

    Ich würde Ihnen gerne eine Lösung oder einen Tipp geben, weiß mir aber selbst keinen Rat mehr, ich habe vielmehr die Befürchtung,daß die restlichen auch nichts mehr werden.

    Möchte noch hinzufügen, daß dies meine ersten Attacus caesar Kokons sind und ich hier vielleicht Fehler gemacht habe.

    Vielleicht ließt ja jemand mit mehr Erfahrung unsere Beiträge und kann uns weiter helfen.
    Ich würde mich über jeden Tipp freuen, so daß vielleicht die letzten Puppen noch ordentlich ausschlüpfen.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Andre B.

    Hallo Herr van Schayck,

    eine richtig gute oder neue Idee habe ich zwar nicht, aber in den letzten Tagen bei meiner aktuellen A. edwardsii Zucht Erfahrungen gesammelt.
    Ich hatte genau die gleichen Probleme wie Sie.
    Nachdem fast 100% der Räupchen geschlüpft waren, sind diese sehr unruhig gewesen, liefen umher und machten überhaupt keine Anstalten sich am Futter festzusetzen oder sogar Nahrung aufzunehmen. Trotzdem die Tiere besprüht wurden und trinken konnten und ich den Raupenbehälter im Schrank absolut dunkel gestellt hatte, hat es gute zwei Tage gedauert, bis die Räupchen richtig angefangen haben zu fressen. Mittlerweile entwickeln sie sich gut und wachsen. Die Anfangsverluste betragen leider etwa 10%.
    Nach meinen jetzigen Erfahrungen ist Liguster (ich nutze schmalblättrigen) das beste Futter.
    Ailanthus und Flieder wurden völlig ignoriert.
    Ebenso wie alle anderen bin ich der Meinung, daß das besprühen und dunkelstellen der Jungraupen sehr hilfreich ist. Außerdem habe ich nach dem ersten Tag die Größen des Zuchtbehälters extrem verkleinert, so daß es für die Raupen äußerst schwer war dem Futter auszuweichen.
    Obwohl sich meine Raupen jetzt gut entwickeln, werde ich sie wahrscheinlich noch ein paar Tage in der Dunkelheit belassen, da sonst die Gefahr besteht, daß diese wieder beginnen umherzulaufen (ist heute trotz ausreichend frischem Futter passiert).

    Viele Grüße und viel Erfolg bei der Zucht
    Andre B.