Beiträge von averell

    Ich bin auf der Suche nach einer Kompaktkamera mit guten Makro-Funktionalitäten, deshab stiess ich auf diesen Thread hier. Ich erwäge den Kauf einer Kompakten, da es beim angehenden Neu-Fotografen um ein 11-jähriges Kind geht und ich denke, dass ein schweres Gerät da möglicherweise weniger gut geeignet ist.

    Der einzige Grund hier zu posten ist, den Leuten zu erklären, dass sie keinesfalls auf Frank-2.0 hören sollen. Wer erwachsen ist und den Anspruch hat, Macros zu schiessen, die
    andere Leute auch gerne anschauen, der KOMMT NICHT AN EINER
    SPIEGELREFELX mit einem anständigen Macro-Objektiv vorbei. Alle diese maximal viertel- bis halbguten Aufnahme, die das Netz zumüllen, an denen einen immer die mangelnde oder überzogene Schärfentiefe, die miese Ausleuchtung, der schlechte Bildausschnitt, das Farbrauschen stören, sind nicht nett anzuschauen und sie erfüllen maximal einen Nutzen für den Erzeuger selbst, zeigbar sind sie eher selten.

    Bilder wie diese hier schiesst man nicht mit einer Kompakten!

    Kompake haben durchaus ihre Stärken, aber die Macro-Fotografie gehört nicht dazu. Wer sich so absolut äussert wie Frank-2.0, dem gebricht es an Sachverstand. Ausserdem zeugt das Motto "Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht." von einem arg eingeschräkten Horizont.

    Also: Kauft Euch unbedingt eine Spigelreflex, wenn Ihr anständige Makro-Fotos machen wollt!
    Kauft Euch eine Kompakte, wenn es Euch egal ist, dass Ihr keine Qualität hinkriegt und wenn es Euch nichts ausmacht, dass allfällige andere Betrachter lügen müssen, wenn sie Eure Bilder loben.

    Tipp: Es braucht keine Profi-SLR, um wirklich gute Macros zu machen, investiert lieber einen Tick weniger ins Gehäuste und dafür etwas mehr ins Macro-Objektiv.

    Grüsse,
    Jürg

    P.S. Übrigens sind unterdessen auch die Bridge-Cams so gut, dass selbst professionelle Pressefotografen sie nutzen.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Es gibt noch ein paar freie Tische für die 2014er-Ausgabe (27.09.14) der einzigen Schweizer Insektenbörse.

    WICHTIG: Keine Insektenbörse Europas bietet soviel Lebendiges an wie Zürich. Das wird erreicht, indem wir

    1. keine Laufmeter verkaufen, sondern ganze Tische (à 180 x 70cm)

    2. Ausstellertische für Lebendiges für gerademal € 8 hergeben (nochmal: PRO TISCH!), also so gut wie gratis.

    Aber auch die Tische für Präparate und anderes Material sind extrem günstig, sie kosten lediglich € 20.00 (PRO TISCH!).

    Eine so lebendige Börse zieht automatisch auch mehr Besucher an, eben nicht nur Entomologen sondern auch zahlreiche Familien mit Kindern, die ihre ersten Raupen oder Puppen kaufen, oder Phasmida-Larven, Vogelspinnen, Skorpione, Geisselspinnen, Gottesanbeterinnen, Tausendfüsser, Hirsch- und Nashorn-Käfer - all das wurde bereits gemeldet für die heurige Ausgabe! Wir haben auch heuer wieder mehr Lebendig-Aussteller als Warenaussteller.

    Daneben ist natürlich alles entomologische Zubehör erhältlich, und dazu Anbieter von Glasinsektarien und -Terrarien, sowie mindesten drei verschiedene Anbieter von Raupen- und Puppenkästen (aus Holz und faltbar).

    Die letztjährige Ausgabe war hinsichtlich der Verkäufe gar rekordverdächtig: mancher Aussteller sprach von Rekord-Umsätzen, nicht nur beschränkt auf unsere Börse, sondern auf alle je besuchten.

    Mehr muss ich wohl nicht sagen, unser Anlass wurde auf Actias ja schon mehrfach gerühmt...

    Nächstes Jahr werden wir zu Ehren des 20-jährigen Jubiläums eine zweitägige Börse organisieren. Etliche Aussteller haben bereits gemeldet, dass sie mit noch mehr Tischen teilnehemn werden. Heuer wäre eine hervorragende Gelegenheit, um unsere Börse zu beschnuppern und bereits Platz für die Jubiläums-Ausgabe in 2015 zu reservieren.

    Die Anreise aus Germany ist übrigens halb so wild (OK, es sei denn Ihr kommt von der Nordsee :-)), je nach dem, wo Ihr die Grenze überquert, dauert die Anfahrt zwischen 20 Minuten und maximal einer Stunde.

    Mehr Infos hier: KLICK!

    Grüsse,
    Jürg

    Hey Rudi!

    Rein inhaltlich hat Fabrice vielleicht nicht Unrecht, wenngleich der Mechanismus möglicherweise anders funktioniert. Deine Ausführungen zu individualisierten Pheromon-Mustern erscheint auf den ersten Blick stringent. Aber vielleicht spielt da ein anderer Mechanismus zur Verhinderung von inzestuöser Reproduktion mit hinein, Mutter Natur hat sich da diverse Tricks ausgedacht. (Gerade eben ist bei mir ein Periphoba arcaei-Zuchtversuch total in die Hosen gegangen, weil sämtliche Männchen innerhalb von 36 Stunden schlüpften, und sämtliche Weibchen innert 24 Stunden - aber exakt drei Wochen später. Und ich glaube nicht, dass das ein Zufall war.)

    Ich denke da etwa an MHC (major histocompatibility complex), eine Gen-Gruppe, welche über die Codierung von Proteinen die histologische Beschaffenheit eines Individuums so beschreibt, dass Eindringlinge vom Immunsystem als körperfremd erkannt werden können. Zusätzlich dient die MHC-Codierung etwa bei Mäusen oder dem Menschen der Verwandschaftserkennung bei der Partnersuche (siehe Richardson 1996).

    Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt grundsätzlich schon hochgradig individualisierte Pheromon-Cocktails. Mein Attacus-Problem ist übrigens kein Einmal-Erlebnis: Ich hab's über die Jahre bestimmt schon drei oder vier Mal versucht, aber niemals eine Spontan-Kopulation hingekriegt (...ähm...bei den Faltern).

    Herzlichst,
    jürg

    Hey Rudi!

    Dieses Problem hat mich auch schon mehrfach beschäftigt, nicht das mit den Tarsen (ist mir gänzlich unbekannt), sondern die konsequente Weigerung von atlas, sich zu paaren. Weder im Flugkasten, noch frei im Badezimmer, noch im begehbaren (2 x 2 x 3 Meter!! Flugkäfig), weder ohne noch mit Zugluft, weder drinnen nioch draussen. Ich hab's nach mehreren Versuchen aufgegeben. Anderenorts scheinen diese Probleme aber nicht aufzutreten.

    Geht bei der Art grundsätzlich nur Hand-Kopula? Ich hatte gemeint, Kollegen so verstanden zu haben, dass bei ihnen sponatn kopuliert wird (seitens der atlas mein' ich).

    Herzlichst,
    jürg

    Hallo alle

    Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass unsere Insektenbörse in Kloten (die letzte ihrer Art in der Schweiz!), nicht mehr in Eurem Kalender fungiert. Kloten ist für all diejenigen, die nicht nach Weiden fahren, eine tolle Alternative.
    Weil ich nicht weiss, wo sonst, informiere ich "off topic" in diesem Forum:

    17. Internationale Insekten- und Spinnentierbörse Zürich-Kloten
    08. September 2012 von 09:00 - 16:00 Uhr

    Mehr Infos auf TERRA TYPICA.

    Wir haben auch noch ein paar wenige freie Tische anzubieten. Lebend-Anbieter bezahlen lediglich CHF 10.00 Pro Tisch à 1.8 Meter!

    Grüsse,
    jürg

    Wir werden spätestens um 19:00 Uhr (vermutlich früher, aber dies noch ohne Garantie) damit beginnen, den Saal einzurichten. Selbiger befindet sich bekanntlich im selben Stockwerk und nur 10 Schritte vom angenzenden Restaurant weg. So steht es Interessierten völlig frei, sich bereits früher einzufinden und es sich bei 'nem Weizenbier gemütlich zu machen. Wir selbst und einige andere bereits angemeldete Vorabend-Aufsteller werden dazustossen, sobald die Stände stehen...

    jürg

    Am 25.09.20010 findet der obgenannte Anlass zwischen 10:00 und 16:00 Uhr statt. Wie jedes Jahr verspricht die Aussteller-Liste viel Lebendiges.
    Mehr Infos für Besucher und Aussteller findet Ihr hier: http://www.terra-typica.ch/verlag/events.html

    Erstmals findet heuer am Vorabend der Börse ein offizielles Vorabendtreffen statt. Während der Börse ist ungestresster Informations- und Knowhow-Austausch oftmals eher schwierig, und die nachbörslichen Gespräche sind jeweils von Müdigkeit und Stalldrang geprägt. Daher laden wir Interessierte dazu ein, sich bereits am Freitagabend zum lockerene Beisammensein in Kloten einzufinden.
    Zur Erinnerung: Im Saal stehen Matratzen und Wolldecken zur Verfügung (Schlafsack mitbrigen empfohlen), auch sind WC und Duschen angeschlossen, sodass teure Hotelübernachtungen entfallen.

    Allen, denen Kloten nach 15 Jahren noch immer kein Begriff ist, empfehle ich die Lektüre dieses Actias-Threads:
    Insektenbörse in Kloten, Schweiz

    Noch Fragen? Ich stehe zur Verfügung... :winking_face:

    Herzlichst,
    jürg

    Hallo alle, insbesondere Rudi,

    Wie André schon richtig bemerkt hat, ist in der CH Urlaubszeit. Und so ist nicht nur Thomas im Urlaub, sondern auch ich war's - bis gestern.
    Gerne beantworte ich mit etwas Verspätung die offenen Fragen...vorerst aber eine wichtige Richtigstellung betreffenbd Rudis initialem Posting:

    Die 2010er-Ausgabe unserer Börse findet nicht am 25.10.10 sondern bereits am 25.09.10 statt.

    Zur Frage des Stammtischs:

    Bereits am Freitagabend ab ca. 18:00 Uhr beginnen Thomas und ich mit dem Einrichten des Saals. Weil zudem einige bundesdeutsche Kollegen aufgrund ihrer langen Anfahrt bereits am Freitag anreisen und von der Gratisübernachtungsmöglichkeit im Saal profitieren (@ Annett: Matrazen, Militärwolldecken, Toiletten und Duschen stehen in ausreichendem Masse zur Verfügung, Mitbringung von Kissen und Schlafsack wird empfohlen, so braucht am Messetag niemand mit Augenringen am Stand zu stehen), findet sich immer schon am Vorabend ein illustres Trüppchen zusammen. Selbstverständlich liesse sich dieses beliebig ausbauen, dem Messesaal ist ja auch direkt ein Restaurant angeschlossen, sodass mit wenigen Schritten vom Gastronomie- zum Schlafsaal disloziert werden kann.
    Seitens der Austeller werden also optimale Bedingungen für ein Vorabendtreff zur Verfügung gestellt, jetzt müssen sich im Grunde nur noch Leute finden...

    Helfen diese Infos weiter?

    Herzlichst,
    Jürg

    Hallo Board...

    Erstmal besten Dank für die vielen Blumen. Es freut uns, dass die Klotener Börse soviel Anklang findet.

    Dann einige Statements zu Euren Wortmeldungen:

    Thema: Auf Nadeln gespiesste Insekten
    Ich habe nie gesammelt, mich stets nur für das Lebendige interessiert. Trotzdem ist mir (heute) klar, was jeder sich vor Augen halten sollte, der sich mit Arthropoden befasst und seine Tiere gerne mit lateinischen Namen benennt:
    Wissenschaftliche Sammlungen sind für die Entomologie unabdingbar, nicht zuletzt im Zusammenhang mit Arten- und Biotop-Schutz.
    Erstens lassen sich Insekten aufgrund ihrer enormen Reproduzierbarkeit durch Sammelei alleine gar nicht ausrotten, dies erledigen wir vielmehr durch konsequente Zerstörung ihrer Lebensräume.
    Zweitens lassen sich Gliedertiere oftmals erst tot und unter dem Binokular schlüssig determinieren, und schützen können wir letztlich nur, was wir kennen (eine viel bemühte Weisheit, ich weiss, deswegen aber nicht unwahrer).
    Wir wollen ganz klar keine Börse ohne Anbieter toter Tiere, das wäre keine echte Insektenbörse mehr.
    Und ich bin nicht damit einverstanden, Sammler per se zu verurteilen. Sie zu Mördern und ähnlichem zu erklären zeugt mindestens von fehlendem Sachverstand, wenn nicht von schlimmerem. Aber wir werden uns weiterhin darum bemühen, möglichst viele Lebend-Anbieter zu verpflichten, das Konzept mit den Beinahe-Gratis-Tischen für Lebendiges scheint aufzugehen. (Für alle, die's noch nicht wissen: Ein Tisch mit den Massen 180 x 60 cm kostet bei uns gerade mal CHF 5.00 (das sind etwa € 3.00), wenn das Sortiment des Anbieters wenigstens teilweise noch lebt.)

    Thema: Geschützte Insekten
    Immerhin muss ich gestehen, dass mich einige der Sammler irritieren. Wir hatten uns nämlich im Vorfeld der Börse die Mühe gemacht, jeden Aussteller auf den Umstand hinzuweisen, dass die Schweizer Artenschutzverordnung einige Arten als geschützt ausweist. Jedem Aussteller wurde die Verordnung zugestellt und ausdrücklich auf den fraglichen Passus sowie den Anhang mit den bedrohten Arten hingewiesen.
    Trotzdem stellten wir - leider ausgerechnet am Stand eines langjährigen Mitgliedes der Entomologischen Gesellschaft Zürich - mehrere in der Schweiz geschützte Arten fest, die Schildchen wiesen sogar ungeniert aus, dass die entsprechenden Tiere erst kürzlich und dazu noch in einem Hochmoor von nationaler Bedeutung - also quasi doppelt geschützt - entnommen wurden. Auf der Website der EGZ meldet sich zu diesem Thema niemand zu Wort - wie denkt Ihr darüber?

    Thema: Internationalität
    Der EU-mässige Extrazug der Schweiz hält Leute davon ab, Börsen in unserem Ländle zu besuchen. So hatten auch diesmal ausländische Aussteller über stundenlange Grenz-Kalamitäten geklagt. Aber damit ist jetzt Schluss: Ab November 2008, also bereits in einem Monat, ist die Schweiz ein vollwertiges Mitglied des Schengen-Abkommens, womit bei uns die Grenzkontrollen wie bei Grenzübertritten im EU-Raum entfallen. Schon an der 14. Ausgabe unserer Börse ist also mit höherem Aussteller-Anteil aus dem Ausland zu rechnen.

    Auch sonst werden wir uns weiterhin bemühen, soviel Lob verpflichtet … ;o)

    Beste Grüsse,
    jürg