Beiträge von Christian Schw.
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Was soll passen? Toxodera? Hallo, Guten Morgen! Die genannten Viecher leben in Südostasien! Der Bericht handelt von Ecuador! Das abgebildete Tier scheint mir trotz des unscharfen Bildes irgendwo in die weitere Verwandtschaft von Pogonogaster zu gehören. Für eine Vatini passen das Pronotum und die Laufbeine nicht. Toxoderiden sind was völlig anderes; das ist als würde man Zünsler mit Schwalbenschwänzen vergleichen.
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Mann, ich kann mit der Mantide auf Anhieb gar nichts anfangen, und das kommt selten vor...
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Die Schlange im Bild ist eine Bambusotter (Trimeresurus) und damit giftig. Man braucht vor Schlangen in den Tropen keine Angst haben, entgegen so mancher hierzulande verbreiteten Vorstellung, sie lassen sich meist auch ganz gut fotographieren, aber anfassen is' nich'! Da haben sich schon erfahrenere Leute im Eifer des Gefechts in der Schlange geirrt.
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Hierodula patellifera Weibchen.
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Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass europäische Arten weniger Wärme benötigen. Ganz im Gegenteil, sie kommen meist am Mittelmeer in heißen Habitaten vor und brauchen eigentlich mehr Wärme als so manche tropische Wald-Art. Hier ist eher die Überwinterung ein Problem. Als Anfänger würde ich von allem die Finger lassen, was polseits der Wendekreise vorkommt und nur tropische Arten ziehen.
Ebenfalls falsch ist, dass man seine Tiere pauschal 3° kälter halten kann, um mehr von ihnen zu haben. Zweifellos klappt das bei anspruchslosen Arten ganz gut, andere vertragen sowas überhaupt nicht. Also immer erst schauen, was man überhaupt halten will.
Einfache Arten wurden schon genannt: Hierodula membranacea, Sphodromantis lineola, tropische Tenodera spp., Phyllocrania paradoxa, auch Pseudoharpax virescens und Creobroter spp. Kleinheit ist nicht zwangsläufig ein Nachteil. Finger weg erstmal von allen Empusiden (Empusa, Idolomantis, Gongylus, Idolomorpha), Deroplatys spp., Hymenopus coronatus, Zoolea major, Rhombodera basalis und allen Hochlandarten.VGC
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16° nachts sind eindeutig zu wenig. Auch wenn es bei Dir funktionieren mag, sollte man Anfänger nicht mit solchen Temperaturen fehlleiten. Man sollte bei tropischen Arten über 18° nachts bleiben.
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24° sind eindeutig zu kalt, da muss eine stärkere Lampe hin. 27-30° tags sollten angestrebt werden. Für Einsteiger geeignet ist auch Phyllocrania paradoxa, hier ist zwar mehr Wärme vonnöten (30-35°), aber sie lassen sich gut vergesellschaften.
VGC
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An Mantiden bringe ich Idolomantis diabolica und Deroplatys truncata mit.
VGC
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Die Saga kann ich Dir vom Bild nicht auf Art bestimmen, nur pedo ausschließen, weil diese Art parthenogenetisch und damit ohne Männchen ist, Dein Tier aber ein Männchen zeigt. Es gibt einige Arten in Griechenland.
Die Gottesanbeterin ist eine Nymphe von Empusa fasciata.VGC
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Tiere sind dispersionsfreudiger als man allgemein denkt. Und jene, die es nicht sind, können immer noch angesiedelt werden. Es geht nur darum, nicht planlos das Züchten anzufangen, sondern erstmal das Habitat zu beurteilen, und das über Jahre. Leider werden Habitate oft falsch beurteilt - weil wir alles aus unserer Sicht sehen und nicht aus jener der Lebewesen, die da leben "sollen". Man kann noch so viele Parameter berücksichtigen, irgendwas übersieht man immer. Daher ist eine natürliche Wiederbesiedlung immer zu bevorzugen. Das dauert zwar länger, ist aber von Dauer.
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Es ist ja nicht so, dass ich nicht bedaure, dass manche Arten verschwinden. Ich finde nur, man sollte weniger Scheuklappen haben und den Zustand unserer Habitate realistisch beurteilen. Zunächst einmal sollten diese geschützt bzw. renaturiert werden, bevor man sich Gedanken um einzelne pittoresque Arten macht und nicht andersrum. Meistens stellen diese sich sowieso ein, wenn die Parameter stimmen.
Bevor hier ewig Kosten und Mühen entstehen, um eine sinnlose Wiederansiedlung zu betreiben, sollten diejenigen mal checken, wieso die betreffende Art in einem bestimmten Gebiet nicht vorkommt. Wie bereits gesagt, spielen Sammler keine große Rolle mehr, wenn also die Art irgendwo fehlt, hat das gewisse Gründe.
Auch laufen die Verfechter des Aussetzens der großen und bunten Arten Gefahr, durch ihre gutgemeinten Habitat-"Pflegemaßnahmen" andere, u.U. noch seltenere, aber kleine und unscheinbare Arten zu verdrängen. Man sollte nicht auf Biegen und Brechen versuchen, Arten, die man persönlich mag, irgendwo ansiedeln zu wollen, sondern evaluieren, welche der regional vorkommenden Arten das betreffende Habitat dauerhaft tragen kann. Manchmal bedeutet eine Erhöhung der Habitatgüte eine Abnahme der Artenzahl, zumindest am Anfang.
Wie so oft ereifern sich immer diejenigen für solch abstruse Ideen, die am wenigsten von der Materie verstehen. Den großen, fetten Arten nachzutrauern hilft in der heutigen Zeit nicht weiter. Die aktuellen Probleme und ihre Lösungen sind weitaus komplexer. Und wie gesagt, wenn man es richtig macht, kommt das Gesocks schon von selbst, und die, die es nicht können, können hinterher immer noch angesiedelt werden.
Hinterher wohlgemerkt und nicht vorher!
Nichts für ungut. -
ZitatAlles anzeigen
Im mitteleuropäischen Flachland hat der Apollo seine Probleme zu überleben, weil die Biotope verbuschen. Das weiß jeder.
Sein Hauptfeind sind Hecken und Bäume, und als die Burgen noch aus
strategischen Gründen freigehalten wurden und wegen der
Energieknappheit vor der Entdeckung von Kohle und Öl die Wälder
abgeholzt waren, hatte er seine besten Zeiten seit 10 000 Jahren. Nur
während der Eiszeit als die Baumgrenze bei etwa 400m lag und die
Gletscher sich bis kurz vor das Donautal schoben, konnte er sich übers
Flachland ausbreiten. Es wurde wärmer, die Baumgrenze stieg und mit ihr
die Apollos.Das Land bewaldete sich, und bis die Menschen die Wälder im großen Stil
rodeten und Ackerbau betrieben, vergingen einige tausend Jahre.Doch wie konnte der trockene Wärme liebende Schmetterling diese Zeit überleben ?
Die meisten Leute machen sich ein falsches Bild vom frühholozänen Mitteleuropa. Zum einen sind fast alles, was wir an Trockenrasen heute haben, Sekundärhabitate. Primärhabitate dieser Art finden sich an Felsabbrüchen und sehr steilen Hängen, sind aber heute selten. Zum anderen war der Wald nicht flächenmäßig dicht, sondern teilweise licht und parkartig, durch Verbiss und Bodenbeschaffenheit, was den licht- und wärmeliebenden Arten die Ausbreitung sicherich erleichtert hat. Die meisten Arten hatten damals wenig Probleme, geeignete Habitate zu finden, vor allem, wenn man die Populationsdynamiken über Jahrtausende berücksichtigt.
Ein Aussetzen würde herzlich wenig bringen. Die vorgeschlagenen Habitate sind aus einem gewissen Grund nicht besiedelt: entweder sind sie zu klein und/oder stehen isoliert, oder die landwirtschaftlichen Aktivitäten in unmittelbarer Nachbarschaft wirken sich ungünstig aus. In Mitteleuropa sehe ich keine langfristigen Chancen für diese Art, die Alpen mal ausgenommen. -
Dass die geschützt sind, scheint hier offenbar keinen zu interessieren. Auch, dass hier jemand bestimmtes mitlesen könnte. Interessant...
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Das erste ist eine Raubwanze (Reduviidae).
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Obwohl die Bilder nicht ganz scharf in den entscheidenden Bereichen sind, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Kleinzikaden sind, welche Familie genau kann ich aber nicht sagen. Witzig sind sie auf jeden Fall.
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Was, ist die schon wieder verschwunden? Ich dachte, ich hätte sie noch "letztens" auf einer Börse gesehen, doch könnte das schon eine Weile her sein. Als es sie noch gab, wollte sie keiner, und jetzt wird sie wieder gesucht.
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Die Gattung ist weltweit verbreitet, eine Art aus Madagaskar ist sogar in Zucht.
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Das sind Wanzen. Und was für hübsche! Die gehören beide zur gleichen Art, die kleinen sind noch Larven.