Posts by FrankyM

    Ja alles voller Kot, es ist die einzige Pflanze im Raum. Die Raupen haben sich regelrecht in die Euphorbia hinein gefressen. Bisher sind es sieben Stück, die ich entfernen konnte und die ich erstmal weiter füttere. Versuche noch bessere Fotos zu machen.

    Ab 15.09. Gelten neue Bedingungen für Maxibriefe ins Ausland, auch die USA. Bis 500 g darf der Maxibrief nicht dicker als 2 cm sein und geht dann mit Luftpost. Bis 1 kg gehen die alten Maxibriefemaße, allerdings geht der Brief in Größe eines Schuhkartons dann auf den Seeweg in die USA. Angegeben werden 6 Wochen. Die alten Maße waren, 90 cm in Summe der Breite x Höhe x Länge, keine Seite länger als 60 cm. Bis 500 g kostet so ein Maxibrief 3,80 Euro in die USA und 7 Euro bis ein Kilo.

    Mir ist das mit dem Klopapier bei Erdpuppen immer noch nicht klar. N. krucki machen Erdpuppen, die in der Erde waagerecht liegende sehr große hartschalige Puppen bilden. Welchen Sinn soll eine Klopapierrolle machen? Der Kern der Rolle ist zu klein, dass sich eine so große Puppe waagerecht liegend bilden könnte.

    Donnerwetter, was für ein Aufwand. Habe N. Krucki viele mal gezüchtet. An Krüppelpuppen kann ich mich nicht erinnern. Erde habe ich in 40 Jahren Zucht weder abgekocht noch im Backofen gebacken. Ich nehme immer Sand oder Erde aus dem Baumarkt, was gerade da ist und kleine Plaste Blumentöpfe. Ergibt dann keine Biofalter, oder was ist der Hintergrund im Ofen Erde statt Kuchen zu backen und Erde auszukochen?

    Ein junger Entomologe hat Fragen und Probleme beim Aufweichen und braucht Hilfe. Die Antwort ist dann: Es gibt hier sicher ein falsch, aber kein richtig. Setzt Euch doch mal auf den Stuhl des Hilfesuchenden. Was soll er mit so einer Antwort anfangen? Man könnte jemanden der schon viele Tausende Falter aufgeweicht hat, einfach mal vertrauen und das Verfahren kopieren, anstatt wieder endlose Diskussionen zu führen, die einen Hilfesuchenden nur verunsichern.

    Das wäre mir alles viel zu aufwendig. Zwei Tage aufweichen und dann noch mehrmals spritzen, mit Vogelsand, was auch immer das ist, wo es Zewa gibt. Wenn ich nachher nach Hause komme, nehme ich mehrere große Saturniidae wie Arsenura und spritze ihnen einmal heißes Wasser in den Thorax, lege sie in meine mit feuchtem Zewa ausgekleidete Plastebox, esse Abendbrot und spanne die Tiere.


    Die Falter zwei Tage in feuchter Dose lagern und dann noch spritzen führt bei diesen angeweichten Faltern häufig dazu, dass das Wasser den Ganzen Körper regelrecht durchtränkt. Spritzt man völlig trockene Falter, dann Perlen aus dem Thorax dringende Wassertropfen schön ab. Morphos wären nach diesen Tagen und dann spritzen sehr sicher farblich beeinflusst und Ornis auch. Ein Tropfen zwischen den Flügeln und das war’s, aber wer wenig Arbeit hat, macht sich halt welche, muss jeder selbst entscheiden.

    Um was für Falter geht es denn, Papilio, Saturniiden, Morphos ...


    Ich spanne pro Jahr etwa 800 Saturniiden. Mit Vogelsand habe ich noch nie gearbeitet und die Falter sind nach einer halben Stunde auch ohne Chemie völlig spannweich. Womit wurden sie denn abgespritzt?

    Hallo Ernst,


    dass Aceton die Farben der Morphos verändert, konnte ich nicht feststellen. Wobei in langen Serien von Morphos das Blau auch variiert. Das Blau verändert sich auch, je nachdem wie lange ein Falter lebt und fliegt. Was die Farbe beeinflusst ist Wasser im Aceton. Morphos sollten trocken in Aceton gelegt werden. Prinzipiell spanne ich alle Falter neu nach dem Acetonbad, weil wie Walter schreibt, es sonst zu Verformungen kommt. Deshalb nach dem Bad wieder einweichen und spannen und 6 Wochen auf dem Brett lassen.

    Eine gängige und einfache Methode bei Schimmel und Verölen ist, die Falter in Aceton einzuweichen. Gibts in jedem Baumarkt. man benötigt eine Glasschale mit absoluten dichten Deckel, gibt es im Pharmazie Handel, weil Aceton Plastik auflöst. Ich bade die Falter schwimmend , Saturniiden, Morphos usw. für zwei Tage in Aceton bis sich die Flüssigkeit gelb färbt, somit ist sie dann durch das ausgewaschene Öl der Falter irgendwann gesättigt. Mit extrem verschimmelten Faltern geht das auch sehr gut. Dann entnehme ich die Falter aus dem Aceton und lege sie auf Zewa. Nach wenigen Minuten ist das Aceton verdampft und die Falter sind bald trocken, man kann auch frische oder schon aufgeweichte Falter in das Aceton legen, auch mit den Tüten. Man glaubt gerade bei Morphos, dass man sie nach so einer Behandlung wegwerfen kann, aber weit gefehlt. Selbst extrem verölte Falter sehen aus wie neu. Der Schimmel ist weg und liegt noch maximal als weißer Film auf den Abdomen. Wenn die Abdomen und Antennen völlig trocken sind, nimmt man einen feinen Pinsel und entfernt die weißen Ablagerungen. So verlieren die Falter kaum Haare im Gegensatz zum Abbürsten des Schimmels ohne Aceton.

    Wie schon oben erwähnt, ist die Zucht im Winter mit Futter aus der Natur heikel. In der Regel beginnen die Probleme mit dem Frost. Das betrifft offenbar gerade die immergrünen Pflanzen. Die haben einen biologischen Frostschutz, so auch Liguster. Wenn es Frost gibt, muss die Pflanze ihren Stoffwechsel umstellen, damit die Zellen in den Pflanzen nicht platzen. Ich meine, dass Glyzerin gebildet wird. Viele Arten bei der Zucht vertragen das nicht und bekommen Durchfall. Ich habe mehrere Zuchten verloren, die exakt vom immer gleichen Strauch, es war Feuerdorn gefüttert worden. Es kam extremer Frost und die L4 Raupen frassen nichts mehr und gingen an Durchfall ein oder verhungerten einfach. Es war Automeris oberthuri, eine Tieflandart. Hochgebirgsarten haben diese Probleme nicht. Scheinbar sind sie an hohe Glyzerineinlagerungen ihrer heimischen Futterpflanzen gewöhnt. Ist alles nur Vermutung.

    Vase nehmen oder Wasserflasche, Wasser rein, Ligusterzweige reinstellen, Flaschenhals mit Zewa verstopfen. Wasser und Futter täglich wechseln. Vase ins Zimmer stellen in einen Eimer oder Plaste Box. Fertig. Futter muss top sein, also gut auswählen, grossblättrigen Liguster suchen. Raupen von Attacus so nass zu halten, ist Quatsch, wie fast bei allen Arten eher nachteilig. So wie beschrieben kann man etwa 90 % aller Häufigen Saturniiden züchten.

    Was Eric schreibt ist richtig und in der Aussage auch eindeutig. Man kann bei Boldsystems nicht davon ausgehen, dass die Zuordnung von Arten an Verbreitungsräume richtig ist. Das ist auch gar nicht der Anspruch. Die Verbreitungsmuster bei Bold ergeben sich dadurch, mit welchem Namen und welchem Fundort ein Boldeinreicher Falter hat untersuchen lassen. Bis zur Auswertung der DNA gab es nur Automeris metzli als eine Art, also wurden alle Falter als metzli eingestellt. Ergibt die Untersuchung nun, dass aus verschiedenen Erwägungen, auch der DNA metzli getrennt wird und wird das so publiziert, dann werden bei Bold nicht automatisch aus allen metzli gemeldeten Faltern dagmarae. Mit Bold kann man ohne Nutzung des geschützten Bereichs und damit Auswertung der DNA Trees an Hand von Bildern keine Zuordnung von Arten vornehmen.

    Meine Meinung ist, dass es am Futter liegt. Bei Infektionen geht der Tod oft langsam einher. Dass alle Raupen sehr zeitnah umfallen, ist ein Futterproblem. Wir werden den Grund nie erfahren, weshalb sich langwierige Diskussionen erübrigen.