Beiträge von maikaefervilla

    guten Abend Leo und andere Actionisten,
    dumi Raupen verpuppen sich nicht in sondern auf der Erde,das Problem ist derSchlupf. Fast 50% sind verkrüpppelt. Woran das liegt, ist mir schleierhaft. Man darf die Falter keinesfalls stören, wenn sie aus der Puppe gekrochen sind und irgendwo nach oben krabbeln wollen. Dass sich dumi senkrecht verpuppt, dürfte ein Gerücht sein, keine Raupe verpuppt sich im oder ohne Gespinst senkrecht.

    ... ist nur komisch, dass meine sich bis zu 6 cm tief in den Torfmull eingraben und die Puppenhöhle senkrecht liegt...
    ... aber vielleicht sind es ja gar keine dumi, oder sie wissen einfach nicht, was sich gehört :thumbs_up:
    Schließlich und endlich sind die Bedingungen in der Zucht vermutlich einfach andere als in freier Natur, wo sich die Tiere vielleicht in der Bodenstreu verpuppen.

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    ich nehme die dumi-Puppen grundsätzlich immer aus der Erde und lagere sie in feuchtem (ungedüngtem!) Torf:
    Dazu wird mit dem Zeigefinger oder einem Stöckchen ein senkrechtes Loch in den Torf gebohrt und die Puppe mit dem Kopfteil nach oben hinein versenkt (dumi verpuppt sich ebenso senkrecht und nicht liegend).
    Darüber kommt eine Schicht feuchtes Sphagnum-Moos.
    Laut Friedrich ist die Puppe sehr empfindlich und kann bei unsachgemäß rüder Behandlung Krüppelfalter entwickeln. Daher lasse ich die Puppen immer 2 Wochen aushärten und fasse sie an wie zerbrechliche kleine Eier. Wichtig ist auch, dass das umgebende Substrat immer schön feucht bleibt.

    LG, Andreas

    Hello Wayne,

    this seems so far absolutely normal to me:
    The duration of the copulation was long enough.
    And the females normally start to lay their eggs beginning the first night after copulation.
    So I'll cross my fingers for you and wish you good luck.

    Best regards, Andreas

    Hallo zusammen,

    ich kann tatsächlich auch Gutes über Naturschutz und Landschaftspflege berichten:

    Anscheinend hat man die Stabilisierung des hiesigen Altmühltaler Apollo-Vorkommens bei uns auch schon außerhalb der Entomologenkreise bemerkt und daher die ungebremste Ausbreitung dieser Allerweltsart durch gezielte Ausweisung von Gewerbegebieten in den Apollobiotopen bremsen können. Der Naturschutz scheint gleicher Meinung gewesen zu sein, denn Widerstand war nicht zu spüren. Gleichzeitig kann heutzutage Gott sei Dank mit EU-Fördermitteln auf den unschön dürren früheren Magerrasen der Region auch eine starke Mais-Monokultur angelegt werden, damit wir die Energiewende einläuten können! Endlich ist alles schön grün!

    Wir sind also eindeutig auf dem richtigen Weg :ironie:
    LG, Andreas

    Hallo Björn,

    die geschlüpften Raupen sollten anfangs noch in der Schlupfdose leicht besprüht werden, damit sie Wasser aufnehmen können.
    Danach werden sie auf das Futter gebracht. Anfangs halte ich meine Eiraupen meist in geschlossenen Kunststoffdosen, z.B. die Einweg-Salatdosen, wie sie beim Metzger zum Verkauf von Fleischsalat u.a. verwendet werden.
    Kondenswasser muss natürlich vermieden werden, nasses Futter ist Tabu! In L1 und L2 klappt das bei den meisten ganz gut und hält das Futter 2-3 Tage frisch. Danach regelmäßig wechseln! In L3 würde ich dann auf Netzkäfighaltung umsteigen und das Futter ins Wasser stellen. Auch ich nahm Juglans. Leider hält das Futter in luftigeren Behältern nicht mehr so gut frisch. Daher solltest Du nicht die Zweige ins Wasser stellen, sondern die Blattstiele. Diese werden dazu am Ansatz mit einem sehr scharfen Messer schräg angeschnitten und können dadurch mehr Wasser aufnehmen. Mit dieser Methode halten sie dann auch wieder 3-4 Tage.

    LG, Andreas

    Hallo Toni,

    das Prinzip sollte das gleiche sein, wie auf allen anderen "sozialen Medien":
    Auch auf Facebook lesen nicht unbedingt die, die es betrifft. Es gab aber bereits einige "shit-storms", die eine unglaubliche Wirkung entfacht haben!
    Ich hätte allerdings die Bitte, dass Beiträge trotz alledem sachlich formuliert werden und Beleidigungen oder Beschimpfungen unterbleiben.

    Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass

    1. Probleme erst einmal benannt,
    2. öffentlich gemacht und
    3. behandelt werden müssen.

    Nur ganz allgemein rumjammern, hilft uns nicht weiter!

    Punkt 3 funktioniert meines Erachtens deutlich besser, wenn eine Community dahinter steht, und nicht nur ein einzelner "depperter Schmetterlingsheini" (nicht meine Worte, vermutlich aber oft der unausgesprochene Gedanke, wenn einzelne von uns in Sachen Biotopschutz aktiv werden). Vielleicht findet irgendwann dann auch mal die Presse Interesse an einem solchen Thema.

    Auch könnte ich mir vorstellen, dass jemand aus unserem Kreis einem anderen hilfreiche Tipps geben könnte, um das Naturschutzrecht für sich anzuwenden.

    Ja, und warum nicht: Fotos von zerstörten Lebensräumen, in denen zuvor schützenswerte Arten nachgewiesen wurden, sollten hier auch eingestellt werden. Es ist nicht unbedingt nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Quantität. Und auch das sollten wir publik machen! Kein Sammler kann bspw. jemals so viele T. betulae auf dem Gewissen haben, wie der alljährliche Beschnitt von Hecken durch den Straßendienst ...

    Vielleicht fällt jemand ja noch mehr dazu ein.

    LG, Andreas

    Liebe Actianer,

    nachdem in der Vergangenheit sehr intensiv, aber aus meiner Sicht etwas einseitig über die Probleme des Artenschutzes diskutiert wurde, hat mich ein heute eingestelltes Foto auf einen Gedanken gebracht:

    https://www.actias.de/gallery/image/…nsg-ffh-gebiet/

    Ich fände es nicht nur interessant, sondern auch im Sinne des Artenschutzes, wenn solche Negativbeispiele ebenso öffentlichkeitswirksam kommuniziert würden, wie der bekannte Fall des Englischen Sammlers. Wer, wenn nicht wir, könnte auf solche Verfehlungen aufmerksam machen?

    Ich möchte damit natürlich nicht illegales Verhalten legitimieren, sondern eine ausgewogene Darstellung durch Nennung der eigentlichen Probleme im Artenschutz fördern. Wer weiß: ggf. könnte dies in dem einen oder anderen Fall nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Behörden und Kommunen zu einer Verhaltensänderung bringen.

    Ich möchte daher vorschlagen und dazu aufrufen, hier weitere konkrete Fälle beim Namen zu nennen und im Bild festzuhalten.
    Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns dazu etwas einfällt oder begegnen wird.

    LG, Andreas

    Hello everybody,

    please take into consideration that the pupae naturally lie in humid soil, which is quite cooler than the air temperature. So I wouldn't keep them too warm, even in summer. During the winter time I would recommend around 10 degrees.
    Store them on peat with high humidity in a plastic box and cover it with a lid, but leave a gap of approximately 1 cm for a little ventilation. Spraying water on them wouldn't be necessary . Paper towel will mould and shouldn't be in there ...!
    Kind regards, Andreas

    Hallo Arnd,

    vielen Dank für diesen Hinweis, den ich gerade selbst nochmal geben wollte.

    Wir haben auch in diesem Jahr wieder tolle Aussteller auf der Börse, so dass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt.
    Auch der Entomologiebedarf Meier wird wieder dabei sein.
    Und falls sich jemand noch kurzfristig für einen Stand anmelden möchte, so kriegen wir das sicherlich noch hin.
    Bitte dann aber zeitnah bei mir melden.

    LG, Andreas

    Hallo Elmar,

    auch ich kann Deine Anfrage nicht einordnen, vielleicht auch deshalb, weil Du von den "Viechern" sprichst.
    Zumindest für mich ist Parnassius apollo nicht irgend ein Viech, sondern mit das Schönste, was unsere heimische Schmetterlingswelt zu bieten hat. Daher vermittelt die Anfrage verbal, wahrscheinlich unbewusst, dass diese fraglich neuen Vorkommen unerwünscht sein könnten.

    Im Apollo-Symosium vor einigen Jahren sprach sich ein BN-Vertreter für ein "Aussterben in Würde" aus und griff damit Wiederansiedlungsprojekte für den Apollofalter massiv an. Für mich war diese Einstellung und Aussage damals und auch heute noch unfassbar. Man denke im Vergleich dazu an Biber-Programme, Luchs und Co.... Dem Apollofalter fehlt wahrscheinlich einfach das kuschelige Fell ...

    Zurück zur Sache:
    Die Kollegen der Naturschutzbehörden sollten nicht unterschätzen, dass es hier und da noch Restvorkommen des Apollos bei uns gibt. Eine Ausbreitung zum nächsten Biotop ist über geeignete "Trittsteine" durchaus möglich, insbesondere dort, wo durch Pflegemaßnahmen entbuscht wurde. Eine Neuansiedlung durch Freilassen einzelner Individuen dürfte unwahrscheinlich sein.

    Anstatt groß angelegte Recherchen über mögliche illegale Auswilderungen zu beauftragen, sollten die Kräfte der Naturschutzarbeit besser in Biotoppflegemassnahmen gesteckt werden. Stattdessen werden ungebremst Apollobiotope "verramscht" und zu Gewerbegebieten umgewandelt oder abgetragen - und die Naturschutzbehörden schauen zu! Was ist also die Zielsetzung der Recheche und warum will man auch wissen, welche Auswilderungsmassnahmen erfolglos waren, "damit man weiß, was nicht geklappt hat"?

    Bitte nimm diese kritischen Bemerkungen von mir nicht persönlich, Elmar. Sie richten sich selbstverständlich nicht gegen Dich.
    Und: Nein, ich habe keine Apollos ausgewildert ...

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    gehe ich recht in der Annahme, dass die Überwinterung von Citheronia regalis frostfrei erfolgen soll?

    Grund meiner Anfrage:
    Von meinen Puppen aus dem Jahr 2014 sind nach Überwinterung im Keller auf feuchtem Torf bei um die 10 °C nur die Hälfte geschlüpft, der andere überliegt.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das bei dieser Art ggf. mit zu warmer Lagerung im Winter zu tun haben könnte.

    Wie sind Eure Erfahrungen?

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    nach meiner Auslegung der Gesetzeslage als Nichtjurist sprechen wir hier sogar von einem Besitzverbot. Dies bedeutet, dass die in Deutschland geschützten Arten weder der Natur entnommen, gezüchtet, präpariert oder gesammelt werden dürfen - egal, ob sie aus Deutschland stammen, oder nicht! Und auch eine Entnahme bei einer bevorstehenden Zerstörung des Lebensraumes, etwa bei landwirtschaftlicher Nutzung oder Bebauung, ist strafbar. Hingegen ist das Plattmachen von Biotopen völlig belanglos. So werden regelmäßig auch bekannte Fluggebiete von L. populi von "wertlosem" Pappelaufwuchs "befreit" oder bei uns im Altmühltal die Plattenkalkhalden der Apollofalter für die Befestigung von Industriehallen abgetragen. Jeder von uns kennt derartige Widersprüche.

    Vor kurzem lud der Bund Naturschutz nun zu einem Treffen zum Thema "Expertenschwund" ein: Man ist verwundet darüber, dass es immer weniger an der Natur interessierte Fachleute gibt. Mich persönlich wundert dies nicht! Natürlich muss man nicht immer eine große Sammlung besitzen, um Experte zu sein. Auch ich selbst sehe für private Sammler eher keinen Grund für wissenschaftlich dimensionierte Großserien, aber das muss jeder für sich selbst und die Ziele seiner eigenen Sammeltätigkeit entscheiden. Sicher ist aber, dass nur in den seltensten Fällen das Sammeln den Bestand von Arten wirklich bedroht (oben genanntes Beispiel des Apollofalters ist ein solcher, der Eisvogel sicherlich nicht!). Sicher ist auch, dass sich unsere Kinder definitiv keinem Hobby widmen werden, das von vorneherein kriminalisiert und in ein schlechtes Licht gerückt wird. Da ist die bunte Welt der Nintendo-Spiele leider sehr viel unverfänglicher ... Auch die Tatsache, dass wir uns hier im Forum zum Großteil besser mit dem Züchten von exotischen Arten auskennen und nur noch wenige die Ansprüche unserer heimischen Arten kennen, ist ein Ergebnis dieser verfehlten Schutzbestimmungen. Kein Wunder also, wenn das Wissen um die heimischen Arten nach und nach verkümmert.

    LG, Andreas

    Zitat

    Ich hoffe natürlich, dass die Überwinterung der Puppen gut funktioniert (hab sie seit einiger Zeit im kühlen aber frostfreien Kellerraum über einer Wasserschale gelagert) und ich im nächsten Jahr dann auch ein paar Fotos der Falter hier einstellen kann.


    Ja, es hat funktioniert :thumbs_up: :

    Nach einigen Monaten Wartezeit beginnen die Falter jetzt so nach und nach zu schlüpfen. Es brauchte also bis in den Spätsommer, um die Tiere, vermutlich durch die jetzt etwas abfallenden Temperaturen, aus den Kokons zu locken. Daher möchte ich auch Euch die Bilder dieser wunderschönen Art (links das Weibchen, rechts das Männchen) nicht vorenthalten und stelle sie gerne als Abschluss dieses Berichtes hier mit ein.


    LG, Andreas

    Hallo Stefan,

    ja, das stimmt. Die Einflüsse sind komplex und wären ein gutes Thema für eine Promotion!

    Nicht immer beobachte ich in solchen Fällen das Vollbild von Durchfall. Was aber regelmäßig zu beobachten ist, das ist eine Konsistenzänderung des Raupenkots. Raupen sondern schmierigen Kot ab, der das Analende verklebt. Schließlich sondern die Tiere auch durch den Mund eine gelblich-braune Flüssigkeit ab und laufen regelrecht aus. Die Flecke auf dem Toilettenpapier im Bild von Luzia zeigen einen solche Befund.

    LG, Andreas

    Hallo nochmal,

    nachdem ich die Puppen vor einigen Tagen nun aus der Erde geholt habe, möchte ich abschließend noch meine Erfahrungen kund tun:

    Ich verwendete Kunststoffdosen mit einer ca. 10 bis 14 cm tiefen Torfeinlage. Die Puppen waren relativ mittig zu finden und nicht etwa alle am Dosenboden. Dies ist für mich ein Zeichen, dass es bei dieser Art nicht unbedingt maximal tiefe Verpuppungsbehälter braucht, obwohl sie in der Natur wohl recht tief in die Erde gehen, wie mir mitgeteilt wurde. Drei meiner Raupen hatten sich sogar im Wurzelballen der eingetopften Futterpflanze verpuppt, alle recht oberflächennah.

    LG, Andreas

    Hallo Stefan,

    da kann ich Dich nur zu Deinen Zuchterfolgen beglückwünschen!

    Andererseits möchte ich den weniger erfolgreichen aber auch Mut zusprechen: Ihr seid nicht allein  :winken:
    Ich züchte seit ca. 30 Jahren recht erfolgreich und geb mir eigentlich auch immer viel Mühe. Aber bei den Automeris habe ich meinen Lehrmeister gefunden:

    Auch mir gingen die vermeintlich so unverwüstlichen Automeris io vor 2 Jahren in der letzten Haut fast alle hops. Und das, obwohl ich sie seit L1 unverändert an der eingetopften Pflanze ausgebunden hielt. Einen Teil hatte ich auch auf Schnittfutter der gleichen Art (Prunus padus) in Netzkäfige umgesetzt und auch die ginge mir zeitgleich ein. Daher muss es mehr sein als Pestizide. Soweit ich mich erinnere, war es damals ziemlich schnell sehr warm bei uns geworden, als das Sterben bei mir begann.

    Meine Theorie:
    Durch das falsche (Klein)Klima kommt es zu einer veränderten Futterqualität, z.B. durch eine Pilzbesiedelung des Blattes. Dies verursacht Darmprobleme und in der Folge den Tod der Raupen. Oder die Art verträgt eben bestimmte Klimabedingungen nicht. Irgend einen Grund muss es ja haben, dass jede Art ihre ökologische Nische braucht.

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    noch nicht diskutiert wurde der aus meiner Sicht extreme Wechsel im Mikroklima:
    Während in geschlossenen Heimchendose eine Luftfeuchte von 100 % herrschen dürfte, liegt diese im luftigen Aerarium bei vermutlich 50-60 %. Dies in Verbindung mit den hochsommerlichen Temperaturen könnte ebenfalls Grund für das Plötzliche Absterben sein, dass, so hatte ich den Bericht zumindest vérstanden, zeitgleich mit dem Wechsel der Haltungsbedingungen aufgetreten ist.

    Ich neige aufgrund eigener Erfahrungen und zahlreicher Gespräche mit den Cracks der Szene dazu, dass die Futterqualität und das Kleinklima einen wesentlichen Einfluss auf dann Zuchterfolg hat.

    LG, Andreas

    Hallo Rudi,

    ja, da gebe ich Dir recht, der Vergleich hinkt etwas.

    Aber ich hab nochmal nachgesehen:

    Die Haltung draussen, ausgebunden auf Flieder, erfolgte lediglich in L4. Nur in dieser Zeit unterschieden sich die Haltungsbedingungen.
    Vorher hatte ich sowohl die an Ligustrum, als auch die auf Syringia gehaltenen Tiere in geschlossenen Einweg-Salatdosen auf ungewässertem Schnittfutter.
    Ab L5 erfolgte die Haltung dann in beiden Gruppen auf eingewässertem Futter und in luftigen Netz-Käfigen.
    Der Sterben begann erst in L6.

    Kann also eine so kurze "Frischluftphase" mit einer derartigen Latenz zu solchen Unterschieden führen?

    Dass Liguster grundsätzlich funktioniert, zeigen die Berichte anderer erfolgreicher Züchter, wie Heiner, Frank und Werner.
    Was also mache ich falsch :wut: oder gibt es etwa regionale Unterschiede in der Futterqualität und -verträglichkeit :confused: ?

    Anbei noch ein Foto, das den raffinierten und anscheinend typischen Kokonbau der Art zeigt:

    Die verpuppungsbereite Raupe sucht dabei eine Zweigspitze auf, nagt die Stiele der obersten Blätter an, so dass diese nach unten klappen, und sucht sich dann eines dieser Blätter aus, um daraus eine Blatttüte zusammenzufalten und sich darin einzuspinnen (im Bild mittig). Für mich ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von großblättrigem Futter, wie z.B. Flieder.

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    nachdem ich leider im Herbst vergangenen Jahres erfolglos blieb, konnte ich in diesem Jahr Archaeoattacus edwardsii ein weiteres Mal züchten - mit sehr unterschiedlichem Erfolg:

    Im letzten Jahr war es schon recht spät, als ich die Raupen erhielt und ich hatte doch einige Mühe, Ligustrum ovalifolium in noch guter Qualität aufzutreiben. Dies und die vermutlich zu feuchte Haltung (ich dachte bei einem indischen Tier muss ich feuchte Haltungsbedingungen wählen und öfter mal besprühen) führten zum 100 %igen Scheitern der Zucht!

    In diesem Jahr wählte ich luftige Haltungsbedingungen und verzichtete auf jegliches Besprühen (mit Ausnahme der Eiraupen, die ich natürlich kurz nach dem Schlüpfen nur zur ersten Wasseraufnahme einnebelte). Von den 18 geschlüpften Raupen band ich 9 auf meinem Flieder im Garten aus, die 9 anderen hielt ich im Zimmer auf Schnittfutter von Lig. ovalifolium.

    Zunächst entwickelte sich die Zimmerzucht besser und ich hatte auch das Gefühl, dass Liguster besser funktioniert: Die Raupen fanden bequem und ohne gegenseitige Störung auf der Blattrippe an der Unterseite ihren Sitzplatz und wuchsen gut. Auf dem Flieder kam es ca. in L3 zu einem Ausfall durch ein Häutungsproblem. Zu dieser Zeit war bei uns eine Schlechtwetterperiode mit kühlen Temperaturen und ich entschied mich schließlich, die Raupen ebenfalls ins Zimmer zu holen, fütterte aber weiterhin getrennt mit Flieder.

    Aktuell haben sich nun 6 der verbliebenen 8 Raupen an Flieder eingesponnen, die anderen zwei sehen fit aus und folgen hoffentlich bald. Die an Lig. ovalifolium fressenden Tiere hingegen machen mir Sorgen: Von ihnen habe ich derzeit 3 Kokons, 2 weitere Raupen sitzen noch am Zweig, fressen aber kaum mehr, so dass ich befürchte, sie werden ihren 4 Artgenossen folgen, die in L6 eine nach der anderen eingingen.

    Für mich sehr überraschend ist der anscheinend doch große Unterschied in der Verträglichkeit der beiden gewählten Futterpflanzen. Wenn ich nicht sicher wüsste, dass andere Züchr mit Lig. ovalifolium erfolgreich waren und gute Zuchtergebnisse erzielt hatten, so würde ich nach meinen 2 x negativen Erfahrungen strikt von einer Haltung auf Liguster abraten. Gerade in L6 scheint Flieder mit seinen großen Blättern die für die gefräßigen Raupen auch deutlich ergiebigere Futterpflanze zu sein. Keine Ahnung, ob das ggf. den Unterschied ausmacht. Übrigens blieben die Liguster-Tiere bei parallel angebotenem Flieder ihrer ersten Futterpflanze recht treu. Nur eine Raupe wechselte auf Flieder und spann sich dann nach wenigen Tagen ein (ist eine der drei genannten Kokons). Ein nachträglicher Wechsel auf Flieder sollte, soweit angestrebt, also wohl früher als in L6 vorgenommen werden.

    Da A. edwardsii derzeit doch von einigen gezüchtet wird, würden mich natürlich auch die Erfahrungen anderer interessieren, gerne auch artunabhängig mit Lig. ovalifolium versus Flieder. Hat jemand eine Idee, warum Liguster gerade bei mir nicht zu funktionieren scheint?

    LG, Andreas