Beiträge von maikaefervilla

    Hallo Silke,

    Detailinformationen zu beiden Chemikalien bekommst Du, wenn Du z.B. bei Google den jeweiligen Namen und den Suchbegriff "Sicherheitsdatenblatt" eingibst.

    Das Wichtigste haben Stefan und Michi jedoch bereits geschildert. Grundsätzlich würde ich ein Einatmen (speziell von Ätherdämpfen  :grinning_squinting_face: ) vermeiden, ebenso den Haut- und vor allem Augenkontakt. Bei richtiger Handhabung sind beide Chemikalien jedoch gut zu handeln.


    Äther brauche ich persönlich jedoch nur zum Betäuben oder Abtöten der Falter. Zum Aufweichen gehe ich wie Michi vor, wobei ich die Falter vorher einen Tag lang in einem Weichbehälter mit feuchtem Sand vorbehandle (ohne direkten Kontakt der Falter zum feuchten Sand), in den ich nur bei längeren Einwirkzeiten oder höheren Temperaturen im Sommer einige Körnchen Thymol als Schimmelhemmer dazugebe. Also eigentlich ist beides entbehrlich, was bei Chemikalien immer das beste ist  :thumbs_up:

    LG, Andreas

    Hallo Bianca,

    In unserer Region sind eigentlich nur Raupen des Eichenprozessionspinners kritisch, um dessen Nester man einen großen Bogen machen sollte, selbst wenn sie schon verlassen sind. Die Haare enthalten zwar kein Nesselgift wie bei den Automeris-Arten, führen aber zu sehr unangenehmen und langwierigen Haut- und Schleimhautirritationen. Ansonsten ist die bei uns weit verbreitete Furcht vor behaarten Raupen eigentlich unbegründet. Falter mit Brennhaaren kenne ich bei uns keine. Bei einer Allergie, die man z.B. auch auf Naturseide entwickeln kann, besteht jedoch die Möglichkeit, dass man dann auch auf die Härchen der Falter allergisch reagiert

    LG, Andreas

    Hallo Majolie,

    Eine immer wiederkehrende Frage, die ich bezüglich der in Frage kommenden Arten folgendermaßen beantworten möchte:

    Recht viele sind bei der richtigen Pflege für Anfänger geeignet. Orientier Dich am besten an den bei den Angeboten vermerkten Hinweisen, speziell dem  :einsteiger:

    Häufig und wiederkehrend angebotene Arten gehen meist recht gut, da ohne eine produktive Nachzucht die Angebote recht schnell zurückgehen. Ist allerdings nur ein Hinweis, der nicht in jedem Fall zutreffen muss.

    Wichtig ist allerdings, dass Du das passende Futter auf kurzem Wege "griffbereit" hast. Hol Dir nichts, was Du nicht oder nur mit hohem Aufwand mit Futter versorgen kannst!

    LG, Andreas

    Hallo Ute,

    Es kann durchaus sein, dass die Raupe überwintert und sich dann erst nächstes Frühjahr verpuppt.
    Sicherheitshalber würde ich sie daher in einen Behälter mit ungedüngtem Torf oder Sägespänen aus unbehandeltem Holz setzen und ein Scheibchen Vollkornbrot mit Apfel darüber legen. Weiterhin kann man ein paar Rindenstücke dazugeben. Die Haltung sollte dann z.B. In einem geschützten Aussenraum (Garage) erfolgen, in dem im Winter die Temperaturen nicht so stark unter Null fallen. In der Natur gehen die Raupen in einen tiefen morschen Wuzrelstock unter die Erde. Bodenfrost dringt hier nicht so tief vor.

    Hallo zusammen,

    Bei mir schlüpften dieses Jahr nach 1-jährigem Überliegen einige spini.
    Ich hielt 3 Männchen und 2 Weibchen für einige Tage in einem luftigen Zuchtkasten auf der Terrasse, windgeschützt und überdacht.
    Es tat sich rein gar nichts!

    Dann probierte ich die erste Handpaarung und hatte prompt Erfolg.
    Aber: Anstatt Eier zu legen, lockte das Weibchen in der darauffolgenden Nacht erneut.
    Also: Erneuter Versuch mit einem anderen Pärchen! Diesmal ging es sogar noch leichter.
    Aber: Weibchen legt keine Eier, sondern .... Genau: Lockt ebenfalls wieder!
    Nächste Nacht also wieder Handpaarung. Diesmal das selbe Weibchen. Wieder recht schneller Erfolg und stabile Kopula.
    Na, könnt Ihr Euch denken, was dann geschah? Genau: Keine Eiablage, sondern Weibchen lockt wieder ...

    Ich hab echt keine Ahnung, was die Tierchen brauchen bzw. warum die Männchen nicht fertil sind.
    Sowas kenne ich von anderen Arten eigentlich nicht.

    Ich kann also nur alle beglückwünschen, die eine erfolgreiche Paarung - und das vielleicht sogar noch spontan - haben!
    Respekt  :thumbs_up:

    Hallo,

    ich bin aktuell dringend auf der Suche nach Ersatzfutter für eine Schausiella-Art.

    Die Literatur gibt nicht viel her, ich konnte jedoch in Erfahrung bringen, dass die Originalfutterpflanze wohl Hymenaea altissima oder courbani ist. Diese gehören zu den Johannisbrotgewächsen (Cesalpinioidae) aus den Fabaceae.
    Weiss jemand von Euch Rat oder hat bereits jemand Erfahrung mit der Zucht von Schausiella?

    Ebenso suche ich nach passenden Futterpflanzen für Rhescynthis hippodamia. HOST nennt Virola oleifera als Futterpflanze, auch Ligustrum. Gibt es hier jemanden, der Erfahrung hat?

    Vielen Dank bereits jetzt.

    Andreas

    Halo Werner, hallo Max,

    ich hatte da andere Erfahrungen gemacht. Die Art ist zwar recht kurzlebig, aber ein unbegattetes Weibchen kann durchaus noch nach 1-2 (3) Tagen "Frischhalteaufenthalt" im Kühlschrank erfolgreich zur Kopula gebracht werden. Wenn es allerdings mit der Eiablage beginnt, ist es vorbei ...

    LG, Andreas

    Hallo,

    noch ein Ergänzungsfrage von mir:

    Nach erfolgreicher Zucht hab ich nun einige schöne Puppen von Eacles imperalis. Sie liegen derzeit bei mir in der Garage im Puppenkasten. Vertragen die Puppen die hiesigen Wintertemperaturen oder muss ich sie ins Haus holen, sobald es kälter wird?

    Danke für Eure Hilfe, Andreas

    Hallo Freunde,

    aktuell beobachte ich bei meinen Raupen von Automeris tridens und Automeris excreta Ausfälle in der letzten Haut: Während einige Raupen sich sehr gut weiterentwickeln, scheinen andere in der Entwicklung stehen zu bleiben. Irgendwann muss ich diese dann tot aus dem Zuchtbehälter entnehmen.

    Ich bin mir nun nicht sicher, ob es sich um

    • eine Infektion handelt: hierbei müsste doch aber eigentlich die Pest auch auf die größeren Tiere übergreifen?
    • ein Zeichen von Inzucht handelt: warum entwickeln sich die Raupen sonst so unterschiedlich?
    • ein Zeichen einer "Gedeihstörung" handelt: Warum verenden die Tiere erst in der letzten Haut?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und gibt es vielleicht Lösungsansätze?

    Ich versuche ansonsten die Zuchtbedingungen so optimal wie möglich zu gestalten: fast tgl. frisches Schnittfutter, Vorratshaltung max. 2-3 Tage im Keller kühl und dunkel stehend gewässert eingefrischt, tgl. Wechsel der Küchenpapiereinlage, ... Müsste ich am Ende gar tgl. das Futter frisch vom Baum holen? Ausbinden geht bei diesen tropischen Arten und unserem tollen Klima wohl kaum.. :crying:

    Als Futter verwende ich Eiche. Hat jemand Erfahrungen, ob Robinie für die anspruchsvolleren Automeris-Arten besser geeignet wäre? Das versuche ich derzeit bei der unten abgebildeten Art (Automeris inornata?), bei der die Ausfälle seit L3 langsam aber stetig meine Zucht dahinraffen :wut:

    Danke schon jetzt für Eure Hinweise, Andreas

    Servus Rudi,

    Du hast recht! Sorry für diese diletantische Anfrage, die ich mir eigentlich hätte selber beantworten können. Der hohe Fundort hatte mich dazu verleitet, etwas aussergewöhnliches zu vermuten. Er passt aber nach den Literaturangaben exakt auch zu Calliteara fascelina.

    Danke nochmal und LG, Andreas

    Hallo,

    wer kann mir sagen, was das für ein Bürstenspinner sein könnte?

    Der Fundort ist Südtirol, in ca. 2080 m, mitten in den von Parnassius phoebus bewohnten typischen Quellfluren.
    Leider war das Tierchen so flott unterwegs (vermutlich auf der Suche nach einem geeigneten Verpuppungsplatz), so dass ein ordentliches Foto kaum möglich war.

    Schon jetzt vielen Dank für Eure Hilfe, Andreas

    Hallo Josef,

    ich halte meine Raupen genauso, bisher ohne Ausfälle und ich hoffe natürlich sehr, dass das auch so bleibt.

    Vielleicht haben Annett und Rudi tatsächlich recht und es ist eben doch keine Infektion, sondern nur eine Stressreaktion auf ungenügende Verhältnisse für´s Verpuppen. Ich halte in solchen Situationen sensible Arten dann immer gerne zum Einspinnen einzeln, wofür sich die berühmten "Einweg-Salatdosen" (kriegt man für kleines Entgelt auch beim Metzger oder in Imbisgeschäften) mit trockener Mooseinlage bestens eignen.

    LG, Andreas

    Hallo Josef,

    da sich meine spini gerade erst auch zu L5 gehäutet haben, hat mich Dein Problem offen gestanden unruhig werden lassen ... Ich vermute eine Infektion ... :crying:

    Wie sind denn die von Dir gebotenen Haltungsbedingungen?

    • Temperatur: Wie warm? Hast Du nachts eine Temperaturabsenkung?
    • Luftfeuchtigkeit: Hältst Du die Tiere luftig oder in eher weniger belüfteten Gefäßen?
    • Futter: Wie oft wechselst Du? Wie frisch ist das Futter dann? Hast Du das Futter im Wasser stehen oder reichst Du Schnittfutter?


    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    ich schließe mich der Meinung von Arnd an und möchte nochmal auf den von mondvogel99/Lukas angegebenen Link verweisen.

    Nicht nur nach meiner Erfahrung sind von der Erkrankung immer nur einzelne Tiere betroffen, es handelt sich nicht um eine Epidemie. Damit scheidet eine infektiöse Ursache aus. Ebenso erscheint es unwahrscheinlich, dass es sich um eine Vergiftung durch Pestizide handelt, denn auch die müsste dann alle Tiere betreffen, die das Futter gefressen hatten. Weisse Flecken finden sich ganz häufig auch durch das Eintrocknen von kalkhaltigem Gießwasser auf den Blättern.

    Stattdessen liegt der Verdacht nahe, dass eine mangelhafte Futterqualität die Ursache ist. Ich habe dieses Phänomen bisher überwiegend bei Winterzuchten mit hartlaubigem immergrünen Futter gesehen. Es gibt Arten, die dieses ohne weiteres tolerieren, andere weniger. Unter diesen ist dann auch immer mal wieder ein einzelnes Tier mit Analprolaps zu finden. Auch die von Arnd angesprochenen Zuchtbedingungen (zu niedrige Temperatur bzw. Feuchtigkeit) können aus meiners Sicht dazu beitragen. Dass die Zucht mit frischem Laub besser gelingt, liegt daran, dass diese Blätter deutlich nährstoffreicher und besser verdaubar sind, als das alte Hartlaub. Das ist übrigens auch der Grund, warum unsere heimischen Brennesselfresser Tagpfauenauge und Kl. Fuchs im Sommer lieber auf nachgewachsenen Trieben von ausgemähten Brennesselbeständen ablegen, als auf deren Altbeständen. Bei einer Pestizidbelastung würde ich davon ausgehen, dass auch die frischen Austriebe betroffen sind, denn die meisten Gifte wirken heutzutage systemisch und verteilen sich in der gesamten Pflanze.

    Simone: Versuch die Tiere mit dem zarten Laub zu füttern und halte sie ausreichend warm.

    Beste Grüße und viel Glück,

    Andreas