Beiträge von maikaefervilla

    Hallo Lukas, hallo Michael,

    Danke für Eure Hilfe bzw. die Bestätigung meiner Vermutung. Ich füttere meine Tiere mit ausgesuchtem Futter, bevorzugt aus dem eigenen Garten. Allerdings ist die Futterqualität jetzt im Winter oft nicht so überragend und die Raupen müssen daher oft mit sehr hartem und wasserarmen Laub Vorlieb nehmen. Daher und auf Grund der Tatsache, dass es bisher Gott sei Dank immer nur einzelne Tiere betraf, vermutete ich, dass es sich eben nicht um eine Infektion handelt.

    Vermutlich muss ich tatsächlich regelmäßiger besprühen. Ich beobachte meine mit Kirschlorbeer gefütterten Tiere häufig beim Trinken. Die Kunst besteht jedoch darin, sie andererseits nicht zu feucht zu halten, denn dann befürchte ich tatsächlich das Eintreten von Infektionskrankheiten. Ich werde mich also bemühen und wäre durchaus an den Erfahrungen weiterer Züchter interessiert.

    Vielen Dank nochmals und LG,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    heute musste ich leider bei meiner Automeris tridens-Zucht eine Raupe aussortieren. Sie hatte eine Erkrankung, die ich als Humanmediziner als Analprolaps bezeichnen würde: Es sieht bei dieser Raupe so aus, als wäre der Enddarm nach aussen gepresst und aufgequollen (siehe Fotos).

    Bei meiner letzten Zucht von Automeris illustris hatte ich genau den gleichen Erkrankungs-Fall, der sich dann Gott sei Dank allerdings nur auf ein Exemplar beschränkt hatte. Und auch bei früheren Zuchten anderer Arten kam es immer mal wieder vor, dass einzelne Tiere deswegen verendeten. Ich hoffe natürlich, dass es auch diesmal ein Einzelfall bleibt.

    Nun würde mich natürlich die Pathogenese dieser Erscheinung interessieren. Ist das etwas infektiöses? Oder hat es etwas mit der Futterqualität, etc. zu tun?

    Schon jetzt Danke für Eure Hinweise.

    LG, Andreas

    Servus Rudi,

    nun, da hast Du prinzipiell natürlich recht.

    Aber:
    Ich bin doch soooo verdammt neugierig, was das sein könnte und wollte die Kollegen an dieser Neugierde ein bisschen teilhaben lassen :squint: .
    Darüber hinaus macht ein Rätsel ja auch irgendwie mehr Spass, wenn man es gemeinsam zu lösen versucht.

    Und daher heute noch eine kleine Ergänzung, nämlich der Versuch der Rekonstruktion der sterblichen Überreste des Muttertieres:

    Damit wird deutlich:
    tridens macht keinen Sinn, da dem Falter der Gelb-Anteil der Hinterflügel fehlt und die Ocelle anders aussieht.
    Auch amoena hat andere Ocellen und die FFl stärker gezeichnet.
    Illustris passt noch am besten.

    Wir werden sehen, ich halte Euch auf dem Laufenden.

    LG, Andreas

    Liebe Actianer,

    anbei mal wieder ein Raupenfoto mit der Frage, ob sich jemand damit eine Artbestimmung oder zumindest Arteneingrenzung zutraut. Es handlet sich dabei um eine Automeris-Raupe in L5, Herkunft östliches Brasilien, Region Bahia.

    Vielen Dank schon jetzt für Eure Hinweise

    Hallo Toni,

    ich befürchte, dass Du bei den geschlüpften Tieren einen Totalausfall erleiden wirst. Ich würde die restlichen Eier unbedingt nach draussen bringen, damit sie dort die Nachtabkühlung bekommen. Natürlich ist tagsüber Sonneneinstrahlunng zu vermeiden, also am besten an der Nordseite des Hauses lagern!

    Viel Glück, Andreas

    meinem Vorredner kann ich mich da nur anschließen (nein Hans, bitte NICHT löschen :grinning_squinting_face: ...!)

    Und damit die Actias-Gemeinde nachvollziehen kann, von wem bei den "Mafiosi" die Rede ist, packe ich gleich noch Belegfotos von der Börse mit dazu. Leider waren die Rudis und Heiners mit ihrem Zuchtmaterial so von interessiertem Publikum umringt, dass nicht jeder im Bild festgehalten werden konnte.

    Ich habe jedenfalls wieder viel gelernt, viel gelacht, viele interessante Gespräche geführt, alte Freunde wiedergetroffen und neue kennengelernt.
    Ich komme wieder und ich freue mich schon jetzt auf Euch.

    LG, Andreas

    Ich hatte vor einigen Jahren beim Futterwechsel eine Automeris-Raupe auf den ausgesonderten ÄSten übersehen. Als der Haufen zu groß wurde, wollte ich ihn in die Bio-Tüte pressen - da passierte es dann ...

    Meinen Daumen habe ich danach eine Woche lang nicht gespürt! Aber keine Sorge: Das vergeht wieder :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,

    Gott sei Dank waren die oben genannten Verrenkungen nicht erfoderlich :grinning_squinting_face: , ich habe nun einige sehr kräftige Puppen in den Kokons und kann Interessenten gerne auch vom Überschuss abgeben (siehe hierzu auch das heutige Börsen-Angebot). Ich danke nochmals allen für die vielen hilfreichen Hinweise zu dieser spannenden Zucht!

    LG, Andreas

    Hallo zusammen,

    die ersten Raupen spinnen nun in L6 einen Kokon. Die L7-Raupen mampfen fleissig weiter. Anbei nochmal ein aktuelles Foto:

    Die Tiere sind einfach faszinierend! Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang der Zucht bleibt (heute nochmal ein tote Raupe im Behälter gefunden). Ich würde mir echt in den Allerwertesten beissen, wenn jetzt noch was schief gehen würde...

    LG, Andreas

    Hallo Franz,

    vielen Dank für Deine Info - das würde sich mit meiner Vermutung decken.
    Ich habe jetzt mal ein paar Raupen in L7 separiert und werde dann an den Puppen das Geschlecht bestimmen. Ich gehe also mal davon aus, dass es genauso wie bei Ps. salmonea sein dürfte.

    Da Du schon Erfahrungen mit Pseudoautomeris hast, gleich noch eine Frage:

    Kann ich davon ausgehen, dass sich die Raupen im Futterlaub einen Kokon spinnen oder würdest Du ein anderes Verpuppungssubstrat empfehlen?

    LG, Andreas

    @ TOX 2001:

    zu A: Naja, so viele sind es eigentlich gar nicht, aber ihr Appetit ist riesig. Darüber hinaus wechsele ich das Futter täglich, auch wenn noch Blätter dran sind, um möglichst saubere Haltungsbedingungen zu bieten.

    zu B: Hmm, ich kenne bislang nur Deinen Bericht zu D. pini und dessen Fotos. Ansonsten gewährst Du der Öffentlichkeit ja leider keine Einblicke in Dein Profil über das ich Deine Galerie mal durchblättern wollte. Ich habe da halt eine andere Philosophie, gewähre lieber den uneingeschränkten Zugriff, mache aber dann das Copyright drauf ... Jeder wie er meint ...

    Hallo Allerseits,

    nachdem ich derzeit fast tgl. mit meinem A6 Avant in den Wald fahre um einen Kofferraum (und der ist bei dem Modell ziemlich groß!) voll Eichenzweige zu holen, die die Tierchen dann über die nächsten 24 h wegputzen, dachte ich eigentlich, dass sie sich bald einspinnen müssten. Als ich die kleinen (mittlerweile 6 cm langen) Monsterchen heute allerdings versorgt habe, stellte ich fest, dass sie sich noch einmal zur Häutung festsetzen! :astonished_face:

    Hier also ein Bild vor der nun 6. Häutung:

    Ich bin mir nicht sicher, aber es sieht so aus, als ob sich nicht alle Raupen häuten wollen: Anders als bei den letzten malen, als sich die ganze Raupenhorde geschlossen zur Häutung festsetzte, fressen diesmal einige Tiere weiter. Ohne hierfür Messdaten erhoben zu haben, scheinen diese Raupen eine größere Kopfkapsel zu besitzen.

    Gibt es so etwas tatsächlich? Woran läge dies dann? Vielleicht am Geschlecht (die größeren Weibchen häuten sich 1 x mehr?)? Wer kann mir hierzu mehr sagen?

    Ich hoffe weiterhin auf einen erfolgreichen Abschluss der Zucht. Leider fand ich heute eine Raupe schon fast verendet am Boden einer Zuchtbox. Bitte drückt mir die Daumen, dass dies nur ein Einzelfall bleibt!!! :bibber:

    LG und vielen Dank, Andreas

    Hallo Fritz,

    aus eigener Erfahrung bezweifle ich, dass es am Löwenzahn liegt. Klar sollte man nicht auf güllegedüngten Wiesen sein Futter holen. Bei mir hatten die Raupen allerdings ohne jegliche Probleme Löwenzahn verputzt, welchen ich notgedrungen an Straßenrändern und "Gassi-Wegen" der Hunde aus unserer Nachbarschaft gesammelt hatte. Der Boden war mit Sicherheit ebenfalls gut gedüngt ...

    Flavia ist ja bekanntlich ein Hochgebirgstier. Vielleicht liegt es an den hohen Juli-Temperaturen? Ich würde mal eine möglichst luftige Haltung mit Nachtabsenkung der Temperatur versuchen, vielleicht an einer geschützten Stelle im Freien.

    In jedem Fall wünsche ich Dir viel Glück.

    LG, Andreas

    Liebe Züchtergemeinde,

    anbei nun wieder ein paar Bilder aus der Zucht.

    Mittlerweile sind wir uns sicher, dass es sich um eine Pseudoautomeris-Art handelt. Ausschlaggebend ist folgendes Bild:

    In Frage kommen wohl Ps. huebneri und Ps. brasiliensis. Näheres wird sich wohl erst ergeben, wenn mir die Zucht gelingen sollte und die ersten Falter schlüpfen.

    Bislang läuft aber alles recht gut. Die Tierchen spachteln Tag und Nacht und werden immer unheimlicher. Ein Futterwechsel bei diesen faszinierend "bewaffneten" Raupen ist nur noch mit langen Handschuhen und verschärften Sicherheitsvorkehrungen möglich :D.

    Hier ein Foto der Raupen in L4 ...

    ... L5 ...

    ... und L6:

    Die Abwehrstrategie dieser Art beruht nicht nur auf den individuellen Schutzmechanismen durch extrem lange und höchtwahrscheinlich (ich möchte es nur ungern ausprobieren...) nesselgiftbewehrten "Stacheln", sondern auch auf dem Zusammenwirken der einzelnen Tiere. Insbesondere in Ruhephasen, aber auch beim Fressen oder Umherwandern, suchen die Tiere mit ihren Artgenossen engen "Schulterschluss". Anders als bei vielen anderen Arten, die als Jungraupen in Gruppen zusammensitzen und sich ausgewachsen vereinzeln, bleiben diese Raupen auch in L6 noch eng beisammen und bilden ein für Feinde undurchdringliches Schutzschild aus Hunderten von Stacheln. Für mich einfach nur faszinierend!

    LG, Andreas