Hallo zusammen,
da hat sich dieses Forum - zumindest für mich - wieder einmal "bezahlt" gemacht!
Auf den Gedanken, dass es am noch nicht ausgehärteten Chitin liegt, wäre ich, obwohl eigentlich logisch und naheliegend, erst mal nicht gekommen.
Aber es passt: Das Problem tritt bei mir in erster Linie bei Zuchtfaltern auf, die ich bisher, um ein Abstoßen der Flügel zu verhindern, schon einige Stunden nach dem Schlüpfen präpariert habe. Als Tötungsmittel verwende ich Salmiak. Meine Hypothese war bislang, dass die Falter so frisch noch voll "im Saft" sind, also einen höheren Anteil an Körperflüssigkeit aufweisen und daher im Inneren "strukturinstabil" wären, Weibchen natürlich auch den kompletten Eivorrat besitzen, der sich dann beim Eintrockenen ungleichmäßig zusammenziehen würde. Ich habe das "Einschrumpeln" daher als naturgegeben hingenommen, quasi als Preis für makellose Flügel. Die Falter liegen dabei bei Zimmertemperatur, der Trocknungsvorgang geschieht über 4-5 Wochen. An einem zu raschen Trockenprozess kann es also nicht liegen.
Aber eigentlich ist es total logisch: Woher soll denn die Stabilität auch kommen, wenn das Exoskelett nicht ausgehärtet ist? Zerfallen sind mir meine Präparate allerdings - Gott sei Dank - noch nie.
Danke an alle. Ich werd mal versuchen, meine Methode "umzustellen" und mir mehr Zeit bis zur Präparation zu lassen.
Beste Grüße, Andreas
P.S. - Zum Thema Winkel zwischen Vorder- und Hinterflügeln:
Ist Euch in dem Zusammenhang schon mal unser ACTIAS-Logo-Falter aufgefallen...?...Einfach mal nach oben scrollen... 