hallo,
möglich ist das schon! ich konnte podalirius schon ein einziges mal im mittelstreifen der autobahn am münchner flughafen sehen. ich stand im stau und ein weibchen legte eier auf weißdorn im mittelstreifen!! weitere einzelfunde hatte ich bei ampfing und in neumarkt st. veit! südlich von münchen habe ich podalirius im lkr. rosenheim bei kiefersfelden bzw. einmal in tirol bei kufstein beobachtet. dort flog er um den gipfel des pentling zusammen mit machaon! die wohl diesen einzel-beobachtungen zugrunde liegende hauptpopulation von podalirius dürfte viel weiter südlich im bereich des eisacktales liegen, denn dort kommt podalirius schon regelmäßig vor. wenn die population im süden sehr individuenstark ist und wetter und wind passen, scheint podalirius durchaus imstande weit zu "wandern" um sich einerseits dem herrschenden konkurrenzdruck zu entziehen und um sich andererseits neue lebensräume erschließen zu können, was sich in der evolution schon immer abgespielt hat. wie sonst ließen sich bestehende - und gott sei dank starke!!- bayerische populationen von podalirius erklären, die ja weit außerhalb des südlichen vorkommens sind!
gruß
ralph