Posts by steigi

    Hallo Horst,

    In Basel am Oberrhein ist Glaucopsyche alexis ebenfalls in der Flugsaison;-D Die ersten Falter habe ich bereits Mitte April beobachten dürfen. Ein absolutes "Juwel" unter den Bläulingen! Vereinzelt beginnen die Weibchen mit der Eiablage u.a. an den noch geschlossenen Blütenköpfen von Coronilla varia ("Bunte Kronwicke"). Nur durch Zufall habe ich eine Kopula im niedrigen Gras entdecken können!

    Sonnige Grüsse aus Basel

    Andreas

    Liebe Julia,

    Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber es sind immer wieder dieselben Frage/Probleme die auftreten...Eine Züchterin/Züchter sieht ein interessantes Angebot in der Börse von actias.de und bestellt einfach mal drauf los und überlegt sich gar nicht erst oder informiert sich über die Bedingungen für die Art. Erst viel später wenn das Zuchtmaterial dann zuhause angekommen ist fragt man sich `wie halte ich eigentlich diese Art...was frisst die Raupe...ertragen die Puppen Frost...`etc...Es wäre viel sinnvoller sich VOR dem Kauf über die spezifische Art zu informieren wie es steht um die Futterpflanzen, Überwinterung etc....Aber oft ist die Verlockung halt doch zu gross - ich kenne das selbst auch und da ist der springende PUNKt - Vernunft hat IMMER Vorrang...also immer nochmals überlegen und vielleicht bei einem nächsten Angebot zugreifen, wenn genügend Informationen über diejenige Art vorhanden sind und erst dann bestellen...schont den Geldbeutel und ist auch besser für die Tiere!

    In diesem Sinne! Alles Gute und viel Erfolg! Meine Vorgänger haben überzeugende Vorarbeit geleistet - besten Dank!

    LG

    Lieber Toni,

    Tja, die zu bestimmende Pflanze gehört schon zur sogenannten Familie der Asteraceae, ist aber das Gewöhnliche Einjährige Berufskraut, lateinisch Erigeron annuus. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika. Ich wünsche Dir viel Spass und Erfolg mit dem Herbarium!

    Viele Grüsse

    Andreas

    Lieber Rudi,

    Zu Deiner Frage von L. camilla: der Kleine Eisvogel ist in Europa grundsätzlich sehr verbreitet und häufig. Die Überwinterungsgehäuse (Hibernaculum) sind manchmal recht klein, sind aber besonders auf kleinen Exemplaren von Lonicera xylosteum (Rote Heckenkirsche), meist an den bodennahen Trieben direkt an einem Gewässer oder im Bereich von Fichtenhorsten, mit ein wenig Übung zu entdecken.

    Zu Satyrium spini: der Kreuzdorn-Zipfelfalter kommt wirklich nur auf Magerrasen und trockenen Hängen, aber auch Gebüsche, Waldränder und trocken Waldlichtungen vor. Der Standort an welchem wir Eier von Satyrium spini gefunden haben ist ein steiles, von Felsen und Geröllhalden durchsetztes Waldstück. Am Fusse eines trockenwarmen Waldes, südexponiert wächst dort ein Mosaik aus Gebüschen und Trockenrasen, der Boden ist sehr flachgründig und in den steilen Lagen sind Schuttfelder eingestreut. Im Untersuchungsgebiet haben wir die Eier zur Hauptsache auf Gemeinem Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), aber auch auf Alpen-Kreuzdorn (Rhamnus alpina) und einmal auch auf Faulbaum (Frangula alnus) in einem Gelege aus fünf Eiern entdeckt.

    Zu Apatura iris: aus eigener Erfahrung habe ich Raupen sehr oft auf kümmerlichen Salweiden entdeckt. Natürlich gibt es immer auch Ausnahmen, wie etwa der Fund in 2.50m Höhe, wie das Foto im Bericht zeigt. Auch habe ich schon Raupen in älteren Salweidenbeständen gefunden, aber oft war ich erfolgreich mit Raupenfunden auf eher kleineren Salweiden – kommt dazu, dass die kleineren Exemplare weniger zeitaufwendig sind...

    Ich hoffe damit sind Deine Fragen beantwortet, lieber Rudi.

    Herzliche Grüsse

    Andreas

    Lieber Frank!


    Klasse, dass Du uns an Deiner Winterlichen Exkursion teilhaben lässt! Herzliche Gratulation zu Deinen Apatura iris – Funden, wunderbare Fotos!


    Das Buch von Gabriel Hermann „Tagfalter suchen im Winter“ kann ich aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen: es ist eine grossartige Stütze für die Feldexkursionen und die Eier- oder Raupensuche im Winter macht riesigen Spass und ist sehr ansteckend!

    Ich habe früher schon Hibernarien vom Kleinen Eisvogel (Limenitis camilla) und Eier vom Nierenfleck (Thecla betulae) im Winter gesucht und auch erfolgreich gefunden. Mit Hilfe des Buches habe ich nun einige Arten für die Wintersuche dazu kennen gelernt. Der Blaue Eichenzipfelfalter (Quercusia quercus) ist beispielsweise sehr gut an Eichenknospen zu finden, da er in Europa weit verbreitet ist sowie auch der Ulmenzipfelfalter (Satyrium w-album)! Vom Grosser Schillerfalter (Apatura iris) habe ich Sommer/Herbst `09 während der Vegetationszeit in der Region Basel Kartierungen gemacht und kontrolliere nun im Winter die Fundorte, um auch im Winter durch das Training neue Standorte ausfindig zu machen! Auch meine ersten Raupe vom Kleinen Schillerfalter (Apatura ilia[font='&lt']) habe ich 2009 gefunden, Infos dazu unter[/font]

    http://www.tagfalter.net/seite23.html


    Wichtig ist es, dass Nachweise von Tagfaltern (Eier, Raupen, etc.) an Naturschutzorganisationen (Pro Natura, NABU) oder Kartierungszentren (in der Schweiz das CSCF in Neuchâtel) für das Erstellen von Verbreitungsatlassen u.ä. weitergeleitet werden!.
    Für das Bundesland Baden-Württemberg gibt es im Internet eine Landesdatenbank Schmetterlinge, wo ihr die

    Verbreitung von Schmetterlingsarten nachschlagen könnt:

    http://www.schmetterlinge-bw.de/MapServerClient/Map.aspx

    Für die Schweiz findet ihr eine Datenbank auf

    http://www.cscf.ch/page9835_de_CH.html

    Bei Fragen könnt ihr mich gerne anschreiben!

    @ Rolf Schafroth und weitere Schmetterlingsinteressierte aus der Region Basel und darüber hinaus: falls ihr mal auf Feldexkursion geht schliesse ich mich gerne als Experten an – die
    gemeinsame Suche macht doppelt soviel Spass und spornt enorm an!

    LG aus der Regio Basilea

    Andreas

    Hallo Jannes!

    Ich habe bei Daphnis nerii gute Erfahrungen mit Vinca major (Gr. Immergrün) gemacht, ebenso mit Vinca minor (Kl. Immergrün). Du brauchst aber einen grossen Futtervorrat - V. major wird weniger häufig als V. minor (Kl. minor) in Gärten angepflanzt.

    Bei Deilephila porcellus habe ich sehr gute Erfolge mit Galium mollugo (Wiesenlabkraut) und Galium verum (Echtes Labkraut) gemacht. G.mollugo findest Du u.a. auf Feld- und Wegrändern, Wiesenböschungen, G.verum findest Du auf trockenen oder feuchten Wiesen und trockenen Waldrändern.

    Bei Deilephila elpenor habe ich auch gute Erfahrungen mit Epilobium spec. (Verschiedene Weidenröschenarten) gemacht, Raupen an Fuchsien habe ich auch schon in Gartencentern gefunden...!

    Gruss Steigi