Beiträge von Mondspinner

    Je mehr Kokons du hast, desto höher ist natürlich die Wahrscheinlichkeit auf eine Nachzucht. Wenn alles in der Puppe ist, solltest du nochmals nach ein paar Kokons Fragen. Ich denke mit 10 Kokons insgesamt ist eine Nachzucht jedenfalls drin. Vielleicht hab ich ja noch was für dich über...

    Hallo Stefan!

    Zufällig ist dir dein Handy aus der Hand gefallen und auf dem Feld gelandet! Was machst du jetzt bloß? Hm, ich würd sagen Handy wieder aufheben? Und zufällig sind einige Raupen in deine Tasche gekrabbelt... Und weil du sie ja nicht sterben lassen möchtest setzt du sie Zuhause auf deine Mohrrüben! :daumenja:

    Am 16.06.2010 erhielt ich 25 L1 Räupchen vom Wiener Nachtpfauenauge Saturnia pyri. Sie hatten auf Esche angefressen. Ich setzte sie jedoch auf Traubenkirsche (Prunus padus) und Apfel (Malus domestica). Zuerst beließ ich die Kleinen alle in einer kleinen Box, Lüftung wurde durch Löcher im Deckel gewährleistet. Nachts wurde eine Taubildung simuliert.


    Links eine L1 Raupe


    Am 18.06.2010 häutete sich die erste zu L2. Jegliche Wechsel von Traubenkirsche auf Apfel wurden ungestört hingenommen.


    Zwei "L2er"


    Am 23.06.2010 brach das "Häutungsfieber" aus. Innerhalb eines Tages häuteten sich fast alle Raupen und wurden nun in eine größere Box von ca. 12 Litern überführt.


    Ein Pionier


    Der Rest zog nach


    Am 29.06.2010 fingen sie an sich zu L4 zu häuten.


    Eine L4 Raupe vom besagten Tag.



    Am 02.07.2010 hatten sich die Wärzchen eher lila gefärbt.


    Am 06.07.2010 gingen die ersten Raupen in L5.


    Eine Raupe L5


    Heute, am 14.07.2010 verfärbte sich die erste Raupe, setzte einen Schleimkot ab und stellte das Fressen ein. Sie wurde aufgrund ihrer Größe von fast 12 cm in einen Schuhkarton verfrachtet, der mit Apfellaub und alten Zweigen gefüllt ist, sodass eine Fülle von Einspinnplätzen zur Verfügung steht.


    Hier ist besagte Raupe, welche übrigens Stil besitzt! Sie verpuppt sich in einem Adidas-Schuhkarton. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Abschließend möchte ich noch Heinz Niederleiter für das gute Material danken, das er übrigens verschenkt hat.

    Und als Fazit kann ich nur sagen, dass jeder Anfänger oder Fortgeschrittene, wenn er ein Saturniidenfreund ist, diese Art einmal züchten sollte. Der 2. Teil wird dann im nächsten Jahr gepostet werden.

    Am 16.06.2010 erhielt ich 25 L1 Räupchen vom Wiener Nachtpfauenauge Saturnia pyri. Sie hatten auf Esche angefressen. Ich setzte sie jedoch auf Traubenkirsche (Prunks padus) und Apfel (Malus domestica). Zuerst beließ ich die Kleinen alle in einer kleinen Box. Lüftung wurde durch Löcher im Deckel gewährleistet. Nachts wurde eine Taubildung simuliert.


    Links eine L1 Raupe


    Am 18.06.2010 häutete sich die Erste zu L2. Jegliche Wechsel von Traubenkirsche auf Apfel wurde ungestört hingenommen.


    Zwei "L2er"


    Am 23.06.2010 brach das "Häutungsfieber" aus. innerhalb eines Tages häuteten sich fast Alle Raupen und wurden nun in eine größere Box von ca. 12 Litern überführt.


    Ein Pionier


    Der Rest zog nach


    Am 29.06.2010 fingen sie an sich zu L4 zu häuten.


    Eine L4 Raupe vom besagten Tag.



    Am 02.07.2010 hatten sich die Wärzchen eher lilafarben gefärbt.


    Am 06.07.2010 gingen die ersten Raupen in L5.


    Eine solche Raupe


    Heute, am 14.07.2010 verfärbte sich die erste Raupe, setzte einen Schleimkot ab und stellte das Fressen ein. Sie wurde, aufgrund ihrer Größe von fast 12 cm, in einen Schuhkarton verfrachtet, der mit Apfellaub und alten Zweigen gefüllt ist, sodass eine Fülle von Einspinnplätzen zur Verfügung steht.


    Hier ist besagte Raupe, welche übrigens Stil besitzt! Sie verpuppt sich in einem Adidas-Schuhkarton. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Abschließend möchte ich noch Heinz Niederleiter für das gute Material danken, was er übrigens verschenkt hat.

    Und als Fazit kann ich nur sagen, das jeder Anfänger oder Fortgeschrittene, wenn er ein Saturniidenfreund ist, diese Art einmal züchten sollte. Der 2. Teil wird dann im nächsten Jahr gepostet werden.

    Nice female Dávid!

    2 Raupen machen sich zur Verpuppung bereit - sie setzten beide einen Schleimkot ab.



    Diese Raupe wird nun in den Verpuppungskasten überführt.



    Diese ist bereits voll in ihrem Element und hat mit dem Kokon bereits angefangen. Sie ist noch stärker verfärbt, als die obrige (eher hellbräunlicher).


    Es ist mir aufgefallen, dass die Raupen beide zur kleineren Gruppe gehören. Ich habe 5 sehr große Raupen und der Rest ist etwas kleiner. Darf ich annehmen, das die Kleineren die Männchen sind und die Größeren die Weibchen?

    Speziell für Anfänger möchte ich hier einmal meinen Zuchtbericht über das kleine Nachtpfauenauge, Saturnia pavonia, darstellen.
    Also, los geht's!

    Am 19.5.2010 erhielt ich 32 Eier dieser interessanten, einheimischen Saturniida.
    Sie schlüpften einfach auf täglich abends besprühtem (Taubildung simulieren) Küchenpapier.
    Hierzu einmal meine Tabelle:

    Schlupftabelle

    DatumUhrzeit beim ReinguckenSchlüpflinge
    25-05-20106:45 Uhr3
    26-05-20106:45 Uhr18
    26-05-201014:15 Uhr6
    27-05-20106:45 Uhr2
    27-05-201017:10 Uhr1


    Es schlüpften also insgesamt 30 Raupen aus 32 Eiern. Eine Raupe verendete ca. eine Stunde nach dem Schlupf - Jetzt sind es noch 29 Raupen.


    Beachtlicher Größenunterschied zwischen einer eintägigen Raupe und zwei 2 Tage alten Raupen.


    Ein Pulk aus drei Tage alten Raupen. Interessant war ein Herdenverhalten zu beobachten, bei dem abwechselnd gefressen wird, im Karussell-Prinzip: Einige Raupen fraßen und stellten sich dann sozusagen „hinten an“.

    Die kleinen Raupen wurden bei normaler Zimmertemperatur (ca. 20°C) mit leichter Nachtabsenkung (17°C) und mit Nachteinnebelung gehalten.
    So gediehen sie recht gut. Als Futterpflanze nutzte ich bis L3 Malus domestica (Kulturapfel). Ab L4 verwendete ich Prunus padus (Traubenkirsche).
    Der Grund war ganz einfach, dass diese bei uns neben den normalgroßen Blättern (7-10 cm), teilweise auch bis zu 18 cm große Blätter bildet!
    Damit ist hierzu auch schon alles erzählt. Als Bodengrund diente eine Lage Küchenpapier, das alle 2 Tage gewechselt oder zumindest gesäubert wurde.
    Auch das Futter wurde ca. alle 2 Tage gewechselt und ab L4 immer dann, wenn es kahl gefressen war.


    Die Raupe in dem Pulk oben rechts bereitet sich zur Häutung vor, erkennbar an den beiden gelben Spitzen.


    Nach einigem Rumgekrabbel entschied sie sich zur Häutung.

    Dazu nun:

    Häutung zu L2

    DatumUhrzeitAnzahl
    30-05-201022:32 Uhr1
    31-05-20106:00 Uhr0
    14:20 Uhr6
    16:30 Uhr9
    17:30 Uhr4
    20:05 Uhr6
    1-06-20106:15 Uhr1
    20:05 Uhr2
    3-06-201012:00 Uhr1




    Eine fertige L2 Raupe!

    Unter denselben Bedingungen ging es weiter:

    Häutung zu L3:

    DatumUhrzeitAnzahl
    4-06-201023:00 Uhr1
    5-05-20109:30 Uhr18
    11:30 Uhr3
    13:15 Uhr1
    17:30 Uhr1
    20:45 Uhr2
    6-06-20107:00 Uhr2
    8-06-201021:20 Uhr1







    Einige L3 Raupen. Zu erwähnen gäbe es höchstens den intensiven Geruch des Kots nach Apfel.


    Und weiter geht's mit L4:

    DatumUhrzeitAnzahl
    8-06-201016:50 Uhr1
    19:40 Uhr1
    20:55 Uhr1
    9-06-20106:45 Uhr8
    14:15 Uhr4
    16:40 Uhr2
    20:15 Uhr3
    10-06-20107:55 Uhr4
    17:15 Uhr3
    15-06-20108:45 Uhr1




    [size=10]Frisch gehäutet zu L4 am Nachmittag.


    Zwei Stunden später.


    Noch am selben Abend.


    Zwei Tage später nahmen sie diese Färbung an - links ist eine frisch gehäutete Raupe.

    Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, gibt es eine Raupe, die immer einige Tage hinterher ist.
    Sie hat eine besonders interessante Färbung, ganz im Gegensatz zu den anderen - Aber, seht selbst!

    Nicht wundern: die anderen Raupen waren zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits in L5.
    Und genau dazu komme ich jetzt - L5, das letzte Stadium:

    DatumUhrzeitAnzahl
    13-06-201020:45 Uhr1
    14-06-20107:05 Uhr7
    10:00 Uhr2
    11:45 Uhr3
    16:30 Uhr1
    15-06-20107:30 Uhr3
    14:45 Uhr1
    17:15 Uhr3
    16-06-20106:45 Uhr3
    15:00 Uhr1
    21:00 Uhr3
    24-06-201018:30 Uhr1




    [size=10]Die erste L5 Raupe vom 13-06-2010, direkt nach der Häutung fotografiert.


    Ein mächtig belagerter Zweig.
    Die Raupen können die Länge und die Dicke eines Fingers erreichen!

    Die Farb-Variationsbreite ist in L5 relativ klein. Es gibt Raupen mit wenig Grünanteil und mit viel Grünanteil, mit gelben oder mit orangen Warzen.
    Diese Färbungen sagen nach meinen Erkenntnissen aber gar nichts über das spätere Geschlecht des Falters aus. Die aus Interesse nach diesen Färbungen sortierten Raupen waren je ca. zur Hälfte männlich und zur Hälfte weiblich.


    Raupe mit wenig Grünanteil


    Raupe mit viel Grünanteil


    Der Kokonbau:

    DatumUhrzeitBeginn Kokonbau
    22-06-20106:45 Uhr1
    14:45 Uhr3
    23-06-20106:30 Uhr2
    14:45 Uhr4
    24-06-201015:45 Uhr3
    25-06-201020:30 Uhr5
    26-06-20109:30 Uhr6
    27-06-201019:00 Uhr4
    04-07-20109:15 Uhr1




    Raupe rechts verfärbt sich zur Verpuppung.


    Ein mittlerer Fortschritt


    Fast fertiger Kokon


    Nachgedunkelter Kokon


    Eine Raupe konnte sich nicht verpuppen

    Die Zucht ergab aus 29 Jungraupen 28 Kokons.