Posts by Alfred

    Hallo,

    Lycaena tityrus ist es auf keinen Fall. Ich gebe Dennis mit seiner Aussage recht; es handelt sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit um ein Weibchen von Lycaena hippothoe! Von der Flugzeit her stimmt´s auch!
    Das Weibchen von Lycaena alciphron sieht ähnlich aus; von der Flugzeit her dürfte es für diese Art aber m.E. noch etwas zu früh sein. Schade, dass wir kein Bild von der Flügelunterseite des Falters haben; dann wäre es ein Leichtes, die Art hundertprozentig zu bestimmen.

    Viele Grüße
    Alfred

    Hallo Joachim,

    die Zeit der Tagfalter im Freien ist jetzt vorbei. Die Tagpfauenaugen überwintern als Falter und haben jetzt bereits alle ihre Überwinterungsplätze aufgesucht. Wenn Du also geschlüpfte Falter in der Wohnung hast, solltest Du versuchen, sie mit Blütennektar (z.B. dunkelroten Herbstastern) oder einer Zuckerwasserlösung zu füttern und ihnen dann ein Platz auf dem Dachboden oder einem ungeheizten Zimmer anbieten. Hier überwintern sie dann bis zum nächsten Frühjahr. Im April/Mai, wenn die ersten Brennnesseln austreiben, solltest Du sie dann bei sonnigem Wetter in die Natur zur Fortpflanzung entlassen. Wenn du noch Puppen hast, kannst Du die Falter im warmen Zimmer schlüpfen lassen und wie bereits erwähnt verfahren. Jetzt gefundene Puppen des Tagpfauenauges schlüpfen im Freiland nicht mehr, sie gehen bei Frosteinwirkung ein.

    Viele Grüße

    Hallo Dominik,

    bei einer Zimmerzucht zur jetzigen Jahreszeit gelingt die Eiablage bei machaon meist nur, wenn mindestens 25 - 30° C (eher 30° C) Wärme vorherrscht und gleichzeitig eine intensive Beleuchtung gegeben ist.
    Bei mir klappte die Eiablage wiederholt bei Nutzung einer Quecksilberdampflampe, die ich über der Eiablagepflanze plazierte.
    Gut geeignet hierfür ist Fenchel, der aber bei Frosteinwirkung im Freien nicht mehr zur Verfügung steht.
    Fütterung der Weibchen mit einer Zucker-/Honigwasserlösung, 2 bis 3 mal täglich, ist außerdem eine wichtige Voraussetzung.

    Viele Grüße Alfred

    Hallo Horst,

    erst mal vorneweg: Du hast drei wunderschöne Fotos gemacht; mein Kompliment!

    Bei dem oberen Bild (Kopula) würde ich auf den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) tippen (links das Weibchen, rechts das Männchen).

    Das Paarungsbild in der Mitte zeigt links das Männchen und rechts das Weibchen vom Silbergrünen Bläuling (Polyommatus coridon).

    Das unterste Bild zeigt ein Männchen des Silbergrünen Bläulings.

    Beste Grüße Alfred

    okay Jürgen, einverstanden!

    Ich habe allerdings bei einer thersites-Zucht an Saat-Esparsette auch schon Männchen und Weibchen mit einem und zwei Basalflecken auf der Vorderfügelunterseite herausbekommen. So sind halt die Launen der Natur.

    beste Grüße Alfred

    Hallo Anne und Jürgen,

    bei dieser Aufnahme dürfte es sich um ein Weibchen des Esparsetten-Bläulings (Polyommatus thersites) handeln (wg. des fehlenden Basalfleckes auf der Vorderflügelunterseite).

    Anne, war in dem Fluggebiet Esparsette, die Raupennahrungspflanze, vorhanden?

    Viele Grüße Alfred

    Hallo Josephine,

    auch ich möchte noch meinen Senf dazugeben, denn ich habe T. betulae schon 2mal erfolgreich, und zwar in einem Petriglas (im Zimmer), gezüchtet. Wegen der Kleinheit der geschlüpften Räupchen ist die Zucht tatsächlich nur am Anfang problematisch. Ich würde Dir vorschlagen, die Zweige mit den Eiern solange wie möglich im Freiland zu belassen (z.B. die Ästchen mit den Eiern in einen Blumentopf mit Sand stecken). Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Räupchen von betulae erst schlüpfen, wenn die Knospen der Schlehe entsprechendes Futter für die Jungräupchen bieten. Bei der Schlehe ist zuerst die Blüte da, die jungen Blättchen entwickeln sich erst anschließend. Hier müßtest Du zwischen Ende März und im April jeden Tag die Ästchen mit den Eiern mit einer Lupe kontrollieren, um festzustellen, wann das erste Räupchen geschlüpft ist. Dieses Räupchen wirst Du nicht mehr finden. Ab diesem Zeitpunkt, solltest Du die restlichen Ästchen in die Wohnung nehmen und in ein geschlossenes Gefäß geben (Luftzufuhr muß zur Vermeidung von Schimmel vorhanden sein). Ich nehme hierzu meistens kleine, durchsichtige Gefäße, weil hier dann die Räupchen besser aufzufinden sind. Bevorzugt nehme ich hier Petrigläser. Du kannst hierfür natürlich auch ein kleines, durchsichtiges Plastikgefäß nehmen (kleine Löcher mit Nadel reinstechen). Beim Schlupf der Räupchen stehen zu diesem Zeitpunkt an sonnenexponierten Örtlichkeiten meistens schon Schlehenzweige mit frischen Blättchen zur Verfügung. Die schneidest Du dir zurecht und gibst sie in Dein Zuchtgefäß. Alle 2 bis 3 Tage solltest Du die alten Zweige rausnehmen und diese durch frische ergänzen. Das Ganze geht aber nur mit Lupe oder -wie ich es handhabe- mit einer Lupenbrille. Beim Futterwechsel mußt Du allerdings wegen der Winzigkeit der Räupchen mit aller Vorsicht vorgehen, weil diese sehr empfindlich sind. Vorher die Räupchen mit einem feinen Haarpinsel suchen usw. usw.... Dann sollte Deine Zucht gelingen!

    Wenn Du noch weiltere Einzelheiten erfahren möchtest oder noch irgendwelche Unklarheiten bestehen, kannst Du mich gerne anmailen. Am besten unterhalten wir uns dann telefonisch, weil da doch am meisten rüberkommt.

    Viele Grüße und viel Erfolg bei der Zucht.

    Alfred

    Hallo Rudi,

    vielen Dank für Deinen fachmännisch guten und aufschlußreichen Beitrag zum Mehltau-Problem.

    Meine mit Echtem Mehltau befallenen Teufelsabbiß-Pflanzen stehen in meinem Garten tatsächlich voll sonnig und sehr lufttrocken. Könnte es beispielsweise sein, dass die Pflanzen hinter meinem Haus (Nordseite, überwiegend schattig und mehr Luftfeuchte) ohne Mehltau gedeihen?

    All den Anderen, die sich bisher durch Ihre Beiträge zum Mehltau-Problem geäußert haben, auch mein herzlicher Dank.

    Freundliche Grüße

    Hallo liebe Freunde,

    der Frage von Ulrike schließe ich mich an.

    In diesem Zusammenhang eine weitere Frage an die Züchter: Weiß jemand, wie man generell bei im Garten angepflanzten Futterpflanzen (z.B. Succisa pratensis = Teufelsabbiß, Onobrychis vicifolia = Esparsette) aufkommenden Mehltau verhindern kann?

    Freundliche Grüße

    Hallo Reinhold,

    bei Deiner Puppe handelt es sich eindeutig um eine des "Großen Kohlweisslings".

    Beim "Großen Kohlweissling" ergeben sich weisse und grüne Puppen.

    Ich habe die Zucht schon selbst durchgeführt.

    Freundliche Grüße
    Alfred