Beiträge von Jakob
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Diese Einsteigerhilfe beschreibt die grundlegenden Methoden der Schmetterlingszucht, ohne genauer auf einzelne Arten einzugehen.
Feedback und Ergänzungsvorschläge erwünscht!Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
von Schlupfwespen die stechen habe ich noch nie gehört...
Ich halte beide Tiere für völlig ungefährlich. Schlupfwespen sind oft sogar nützlich, und Zikaden machen schlimmstenfalls Lärm.
Die wenigsten Insekten können stechen (auch wenn viele sehr bedrohlich aussehen), wenn man sie nicht kennt ist es am besten sie am Leben zu lassen.Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
Eine Population passt sich dynamisch an die Verhältnisse (Futterangebot/Fressfeinde) an, wenn du Schwalbenschwänze freilassen würdest, würden die überzähligen einfach abwandern oder nach einigen Generationen von Parasiten dezimiert werden.
Du kannst geeignete Blüten- und Futterpflanzen anbauen, dann kannst du vielleicht öfters Schwalbenschwänze im Garten beobachten. Geeignet wären zum Beispiel Wilde Möhre als Raupennahrung und heimische Blütenpflanzen wie Centaurea, die sind auch sehr dekorativ.
Vermeide am besten "Wildblumensaatmischungen", die statt echten Wildblumen einfach nur diverse nicht-heimische Blütenpflanzen enthalten. Heimische Blütenpflanzen können auch als Nahrung für Raupen anderer Arten dienen.Zum Freilassen von Schmetterlingen habe ich hier schon etwas geschrieben (2. Beitrag):
https://www.actias.de/p125365-fange-…ght=#post125365
Viele Arten neigen zu Standortvarianten, da die Populationen nicht viel genetischen Austausch untereinander haben. Diese Varianten sollte man möglichst nicht vermischen. Allerdings fliegt der Schwalbenschwanz viel, es ist also nicht so schlimm wenn du welche aussetzt. Trotzdem sollte es wenn möglich vermieden werden, gebietsfremde Tiere auszusetzen. -
Hallo,
Hast du die Möglichkeit die Quelle wiederzufinden? Ich lebe auch in der Gegend, daher würde mich das interessieren. Wenn du den Fundort kennst, veröffentliche ihn bitte nicht im Internet.
Möglich wäre es schon, es gibt ja auch in Großbritannien allochthone Skorpionspopulationen, ich glaube es handelt sich auch da um eine Euscorpius Art. Und am Bodensee ist das Klima ja sehr mild.In Südfrankreich habe ich sowohl an eher feuchten als auch an sehr trockenen Standorten Euscorpius sp. unter Steinen gefunden. Möglicherweise 2 verschiedene Arten.
Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
Nur Fische sind doch langweilig, viel zu wenig Beine
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Das mit dem wöchentlichen Wasserwechsel ist auch nicht zwingend so, ein gut eingefahrenes und bepflanztes Becken kann sich sehr gut selbst reinigen. Der Wasserwechsel entfernt ja hauptsächlich NO3, das auch von Pflanzen aufgenommen werden kann.
In einem 60cm Becken habe ich schon sehr lange keinen Wasserwechsel gemacht, da ich darin kleine Blauaugen (Pseudomugil gertrudae) aufziehe. Ich habe Angst sie einzusaugen oder ihnen die Mikroorganismen die sie fressen zu entziehen. Das Becken ist aber stark bepflanzt, gut gefiltert und sehr gut eingefahren. Zwerggarnelen (Neocaridina davidi 'Sakura'), Schnecken und Muschelkrebse sorgen dafür dass von dem wenigen Futter nichts gammelt.
Ich kontrolliere zur Sicherheit die Wasserwerte, und diese Vorgehensweise ist auch nur die Ausnahme. Sonst mache ich natürlich immer am Wochenende einen Wasserwechsel.Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
So schlimm ist das nicht. Es ist möglich Aquarien mit tierischen Bewohnern filterlos zu betreiben.
Du brauchst viele Pflanzen und am besten viele Oberflächen, da dort die nitifizierenden Bakterien sitzen. Außerdem sollte das Aquarium vermutlich größer sein.Früher hatte ich mal ein 10 Liter Tümpelaquarium, mit Muscheln (Sphaerium cf. corneum), Schnecken und allerlei sonstigem Getier. Das war auch nicht gefiltert, und den Tieren ging es prächtig.
Und ich habe Wasserskorpione (Nepa cinerea) nachgezüchtet, auch ohne Filter.Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
Laut Wisia, und das hat meistens Recht, steht bei uns nur die Art Dytiscus latissimus unter Naturschutz, der gewöhnliche Dytiscus marginalis nicht.
Im Internet liest man ständig "steht unter Naturschutz", aber ohne Quellenangabe. Warum sollte diese Allerweltsart überhaupt unter Naturschutz stehen? Sind ja nicht so nützlich wie Allerweltscarabus ssp.
Kolbenwasserkäfer sind geschützt und haben das auch verdient.Ich habe übrigens als Aquarianer auch schon lange großes Interesse an Wasserkäfern, nur gerade leider kein freies Becken, das groß genug wäre. Und wenn hätte Cherax communis wohl Vorrang
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Ein 40er Becken ist denke ich zu klein. Du kannst ja mal schauen wie sie sich darin machen, aber die bewegen sich ja recht gerne. Und aufpassen das die Käfer nicht aus dem Aquarium davonfliegen (Anekdote aus meiner Kindheit...).Bepflanzung ist nötig zur Eiablage (ohne Zuchtversuch macht das ganze ja kaum Spaß). Die kannibalistischen Larven verlassen zur Verpuppung das Wasser, und verpuppen sich im Erdboden.
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Hallo,
OT:
Apfelschnecken können bei uns nicht langfristig im Freien überleben, das EU-weite Verbot hat bei uns keinen Nutzen und nur viele Apfelschneckenfreunde verärgert. Gefährlicher sind Signalkrebse als "Teichkrebse" (kann man wirklich kaufen)...
Vom BUND kann man halten was man will (Kenne keine Aktionen von denen, kann mir blinden Aktionismus aber gut vorstellen), aber Distelfalter züchten die wohl eher für pädagogische Zwecke, statt als Nachzuchtprojekt. Und das ist durchaus Sinnvoll.Auch gut zu finden wären Eier vom Landkärtchen, die sind dadurch dass sie turmartig gestapelt sind auf den Blattunterseiten von Brennesseln gut sichtbar. Sie sind oft an Wegrändern in Wäldern zu finden.
Ansonsten kannst du auch bereits geschlüpfte Raupen suchen, die sind auch weniger empfindlich als frisch geschlüpfte Raupen.Viele Grüße,
Jakob -
Hallo Sandy,
Zum freilassen von Schmetterlingen: Ich bin mir bei der Rechtslage nicht ganz sicher, ist aber ja eigentlich egal.Normalerweise ist es nicht okay Tiere von einem anderen Standort umzusiedeln, da ja lokale genetische Unterschiede bestehen können, die auch für die wissenschaftliche Forschung nützlich sein können.
Als konkretes Beispiel: Mit DNA-Untersuchungen wird festgestellt, wo die Europäische Sumpfschildkröte in Deutschland ursprünglich verbreitet war und wo sie ausgesetzt wurde. Wenn jetzt jemand aus gutem Willen irgendwelche Europ. Sumpfschildkröten aus dem Zoofachhandel in eine autochthone (ursprüngliche) Population aussetzt (nach dem Motto "ist doch eine heimische Art"), wird damit das Bild natürlich verfälscht. Die Schildkröten aus dem Zoofachhandel können zB. aus Südeuropa stammen.Beim Distelfalter wäre das Aussetzen unbedenklich, da es sich sowiso um einen Wanderfalter handelt, der sehr weite Stecken fliegen kann, dadurch gibt es keine getrennten Populationen.
Arten die bekanntermaßen Standortformen bilden oder deren Verbreitungsgebiet nicht flächendeckend ist, sollten nicht umgesiedelt werden. Beim Tagpfauenauge ist das aber wohl nicht der Fall, ich denke es ist okay sie freizulassen - wenn auch nicht optimal.
Edit:
Besser wäre es selbst nach Raupen oder Eiern zu suchen. Auch Eier sind gar nicht so schwer zu finden, vor allem wenn man direkt die Eiablage beobachten kann. Weibchen die Eier ablegen wollen fliegen auffällig um Grünpflanzen herum.
Übrigens finde ich es toll dass du das Naturinteresse bei deinen Kindern so förderst
Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
Ich glaube ich habe gerade einen unglaublichen Umweltskandal aufgedeckt!
Mir ist aufgefallen dass unzählige Gemeinden hier in Deutschland und auch im Ausland hunderte illegale Lichtfanganlagen installiert haben, getarnt als sogenannte "Straßenlaternen".
Finanziert wird das aus Steuergeldern!War es nicht so, dass das Leuchten einer Erlaubnis bedarf???
Ja, das Ministerium wird sich da sicher sehr interessieren dafür.Viele Grüße,
Jakob -
Hallo,
Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde: Verändert sich bei unterschiedlichen Lichttypen auch das Artenspektrum das angelockt wird?
Also abgesehen davon dass auf eine UV-Lampe natürlich mengenmäßig mehr Insekten fliegen als auf eine Glühbirne.Könnte interessant sein für Biomonitoring.
Viele Grüße,
Jakob -
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Hallo,
An den Larven kannst du die Unterart bestimmt nicht bestimmen. Die länge der "Hörner" varriert je nach dem wie gut die Larve ernärt wurde.Wenn der Käfer geschlüpft ist kannst vielleicht Bilder im Internationalen Käferforum oder hier posten, aber ich denke nicht dass es einfach ist die Unterart zu bestimmen. Gibt immerhin ca. 14 verschiedene, obwohl nicht alle hier in Zucht sind. Ich bin mir auch nicht sicher ob alle Unterarten taxonomisch ihre Berechtigung haben...
Der Autor von lichyi ist Lachaume, 1985.Wo hast du die Larven denn gekauft? Wenn nichts anderes bekannt ist, einfach als Dynastes hercules behandeln.
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Hallo Ricarda,
Es ist auch gar nicht so schwer Schmetterlingseier in der Natur zu finden. Weibchen die Eier ablegen wollen verhalten sich auffällig, sie fliegen an Grünpflanzen (vor allem natürlich die Futterpflanze) und scheinen diese zu "begutachten".
Dann muss man nur warten bis es sich an die Blattunterseite setzt und die Eier ablegt. Danach kann man, wenn das Weibchen weggeflogen ist,
das Blatt mit den Eiern abschneiden und mitnehmen.
Auf diese Weise habe ich u.a. mehrfach Eier vom Kleinen Fuchs gesammelt, die sind hier die häufigsten Schmetterlinge und man braucht wirklich nicht lange um Erfolg zu haben. Allerdings war das im Juni, wenn es mehr Schmetterlinge gibt als im Frühjahr.Alternativ kann man die Blattunterseiten von Brennesseln nach Eiern absuchen, das ist nach meiner Erfahrung aber Zeitaufwändiger. Mit Eiern statt jungen Raupen zu starten ist denke ich gut um die Entwicklung von Anfang an zu beobachten, andererseits sind frisch geschlüpfte Raupen empfindlicher. Sie brauchen wirklich ständig frisches Futter.
Wenn du mit den Kindern Raupen finden möchtest, könntest du auch am Tag vorher schon suchen, damit du schon weißt wo welche sind. Vielleicht finden die Kinder die Suche langweilig, wenn sie nicht schnell genug Erfolg haben.
Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs sind eigentlich überall an Brennesseln zu finden (oft sonnige Stellen) die vom Landkärtchen meistens an schattigen, leicht feuchten Wegrändern.Ich finde das Projekt übrigens super, das ist so ziemlich das Beste was man tun kann um bei Kindern Interesse an der Natur zu wecken
.Grüße,
Jakob -
Hallo,
Nach meiner Beobachtung gibt es in Jahren nach vielen wechselnden Wärme- und Kälteperioden im Winter weniger Schmetterlinge. Dieses Jahr gab es nur eine starke Kälteperiode, also müsste es eigentlich ein gutes Jahr werden. Ich denke so genau kann man das aber nicht vorhersehen.Viele Grüße,
Jakob -
Ja, das ist Aromia moschata.
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Danke für die Antworten!
Ich versuche gerade Klebepräparate zu machen. Wie geht man dabei am besten vor? Ich habe versucht das Klebeplättchen dünn mit Kleber zu bestreichen, und dann den Käfer darauf zu legen und mit einer Insektennadel die Gliedmaßen anzudrücken.
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Hallo,
Ich hab eine Excel-Datei erstellt mit der man Fundortetiketten machen kann.
Sie enthält 2 Datenblätter, eins auf dem die Etiketten zum Ausdrucken
sind, und eins in dem man die Daten eingeben kann, die dann auf die
erste Seite kopiert werden. So kann man die Etiketten bequem drucken.Jedes Etikett sieht so aus:
Nation,
Provinz
Stadt
Ortsbezeichnung
Lebensraum
Datum, leg. Max Mustermann
Wollte von euch jetzt wissen wie ihr eure Etiketten druckt, ob man das irgendwie besser machen kann etc.
Ich würde für jedes Präparat noch ein GPS-Etikett und ein Etikett mit dem wissenschafltichem Namen machen.
Ich denke ich werde Angaben zum Lebensraum weglassen und zusammen mit der Sammelmethode auf das GPS-Etikett schreiben.
Auf vielen Etiketten ist ja die Höhenlage des Fundorts über NN angegeben, wie bekommt man die raus?
Außerdem ist mir aufgefallen dass fremde Etiketten nicht so sehr an der Nadel verrutschen wie meine. Verwendet ihr anderes Papier?Und wie katalogisiert ihr eure Sammlung? Auch wenn ich das noch nicht nötig habe

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Hallo,
Respekt, das ist ein wirklich sinnvolles Projekt und offenbar perfekt umgesetzt.Wer hat die ganzen Fotos gemacht? Sind die von den Museen selbst?
Weist du wie hoch die Fehlerquote der User ist? Ich habe bei einem Praktikum in einem Museum eine ähnliche Arbeit gemacht, und besonders handgeschriebene Labels können (vor allem für Laien natürlich, ich denke nicht dass alle Teilnehmer Entomologen sind oder?) extrem knifflig sein.
Viele Grüße,
Jakob