Beiträge von thorhammer

    Actias Überwinterung als Ei ist nicht möglich. Keine Actias species überwintert in Ei Form sondern höchstens als Puppe.
    Diese sind aber bei tropischen Arten schwierig zu überwintern, da die kritische Temperatur (absterben der Puppe) beachtet werden sollte. Zu warm gelagert, werden diese Schlüpfen.

    Nur mal kurz noch erwähnt, das es betreffend Nachtfalter sicherlich auch mit der sogenannten Lichtverschmutzung zusammenhängt.
    Ich meine 100 Falter pro Nacht, das erscheint nicht viel. Man müsste das auf die Arten spezifizieren. Städte und Industriezonen leuchten nachts viele Gebiete aus, verdrängen die Nachtfalterpopulationen weiter.
    Zusätzlich aufgefallen ist mir daher der Trend von den Na-Dampflampen mit gelblichem Spektrum zu den weissen LED Strassenbeleuchtungen zu wechseln.
    Für Tagfalter fehlen eindeutig Schutzzonen und Nahrungspflanzen. Eben ohne den Einfluss von Insektiziden oder Bewirtschaftung.
    Es ist bedauerlich, das es hier kaum noch naturbelassene Wiesen oder Auen gibt. Es steht wirklich äusserst schlecht, um die Falterpopulation.
    Ich hatte das dieses Jahr in einer Leuchtstudie im der Region selbst zum Bedauern bemerkt. Man muss sich nur bewusst sein, das verschwundene Arten für immer verloren sind und ein Eingriff an der Natur Jahrzehnte dauert, um sich annähernd zu erholen.
    Danke an Alle, die zum Erhalt unserer Natur beitragen und die Lage der Öffentlickeit darlegen. Aufklärung und Information ist sehr wichtig.
    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Mario,
    Danke für die Antwort. Eben, im Netz gibt es kaum eine Beschreibung zu dieser Art. Ungewöhnlich und auffällig durch das kleine Horn vorne.
    Ja, vielleicht gibt es noch einen Spezialisten der diesen noch näher beschreiben kann.
    Lieben Dank und Grüsse
    Thorsten

    Hallo Michael,
    warum nicht hier anfragen bei Actias.de. Es gibt bestimmt einige Leute, die noch Tütenfalter übrig haben und gerne abgeben.
    Manche bestellen grosse Lots und es sind einige Doubletten darunter oder vielleicht nicht mehr so hochqualitative Falter.

    Also wenn Du etwas bestimmtes suchst, einfach hier posten und speziell anfragen was Du gern möchtest.

    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Mark Joachim,

    die Actias artemis kannst du nun ruhig kühl stellen und sogar draussen überwintern. Die Art kommt im koreanischen Raum bis Sibirien vor und verträgt auch Frost.
    Also wenn diese sich vor 3 Wochen eingeponnen haben, sind die Puppen bereits ausgehärtet und kannst diese kühl stellen. Wenn du sie im Zimmer behältst und
    dabei feucht sind, schlüpfen die Falter dieses Jahr und das Futter wird knapp.

    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Nico,
    Futter einfrieren geht leider nicht. Der Grund besteht darin, das Pflanzenzellen ebenfalls Wasser beinhalten und dieses < 0°C gefriert. Dabei dehnen sich die Eiskristalle stark aus und zerstören die Zellstruktur.
    Beim Auftauen läuft dann der Saft aus den Zellen und das Futter ist matschig bzw. nicht mehr konsistent. Kannst ja mal im Gefrierbeutel und ein paar Salatblättern testen. Kommt nicht sehr gut raus.
    Vielleicht probierst du es mit Kunstfutter aus. Wie geht eigentlich das Immergrün bei A.atropos (Vinca sp.) ? Schon jemand ausprobiert?
    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Zusammen,
    nach meiner Erfahrung lässt sich der Schlupf von A.atlas durchaus durch trockenere Lagerung (Umgebungsfeuchte)
    verzögern. Ich hatte meine Zucht im November abgeschlossen, die Kokons bei ca.20°C und nicht besprühen bis
    Mitte April somit verzögert. Der Schlupf wird durch ansteigende Luftfeuchte ausgelöst.
    Viele Grüsse und gutes gelingen.
    Thorsten

    Hallo Lucas,

    Paradichlorbenzol ist hochgradig krebserregend und ist deshalb nicht mehr so zur Konservierung üblich. Die Substanz würde ich generell nicht mehr verwenden !!!

    Salmiakgeist ist eigentlich nicht so gefährlich da es sich um eine verdünnte Ammoniaklösung handelt. Alkalisch und somit auch für die Augen und Schleimhäute reizend ist sie auch. Also auch damit aufpassen.

    Kampher - gilt als irritierend oder reizend. Könnte sein, das man die Substanz nur bedingt bekommt.

    Schwefelkohlenstoff ist sehr giftig und bedarf wohl eines speziellen Schutzes bei der Handhabung. Dieses Lösungsmittel wurde sogar schon in manchen Laboratorien abgeschafft.

    Was man so braucht bekommt man schon in diesen online Entomologie-Bedarf Seiten, Börsen oder speziellen Apotheken oder auch Fachläden für Laborbedarf.

    Als Standard würde ich Ethylacetat (Essigsäurethylester), Naphthalin und ein bisschen Aceton empfehlen. Mehr brauchts nicht und ist zu schädlich.

    Viele Grüsse

    Thorsten

    Hallo Martin,

    erstmal müsste man wissen, ob es sich um einen Tag oder Nachtfalter handeln könnte (das würde
    die Sache immens verfeinern). Ist es ein tropischer oder einheimischer Falter?

    Einheimische Arten die auf Gräsern fressen, könnten eventuell auch auf Bambus fressen.
    Wenn es sich um einen "zugereisten" Falter handelt, fällt mir geradewegs nur der Eryphanis
    polyxena ein, aus der Familie der Brassolidae (wo auch die Caligo sp. eingeordnet sind).

    Ansonsten mal ein Photo machen, oder noch ein paar Angaben herausfinden.
    Dann werden Sie geholfen :-)))

    Grüsse

    Thorsten

    Hallo Zusammen,

    ich habe schon erlebt, das Röhrchen durch die maschinelle Sortierung seitlich herausgedrückt und von aussen sichtbar wurden. Ein Verlust ist noch nicht passiert.

    Zur SIcherheit kann ich folgenden Tip geben:

    Klebt unter das Röhrchen/Münzdose einen breiten doppelten Tesa-Klebstreifen auf das Papier oder Brief. Dann wird das Gebinde von der anderen Seite ebenfalls mit einem breiten Klebestreifen auf dem unteren eingeschlossen, grossflächig aufgeklebt. Somit hat man 2 Schichten Plastik herum, die sich nicht soleicht wie Papier einfach herausdrücken lassen (man braucht sogar echt Kraft dabei - ausser man würde exakt an der bekannten Stelle mit einer Rasierklinge arbeiten, aber dann würde auch der Brief zerstört werden und die Post hat Erklärungsnotstand.)

    Das nur so als Tip oder Sicherungsmöglichkeit für den Versand. Tut mir leid was euch da passiert ist, was eigentlich gegen jegliches Briefgeheimnis verstösst, falls diese manuell geöffnet wurden.

    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Zusammen

    und vielen Dank auch für die interessanten Beiträge und Artenlisten.

    In diesem Zusammenhang, möchte ich euch alle zum Lexikon verweissen. Dort
    ist ebenfalls dieser Beitrag vorhanden, mit einer Liste, die auch gern noch
    vervollständigt werden kann. Ist ein bisschen besser dort aufgehoben, da
    in diesen Threads die wertvolle Info etwas untergeht.

    P.machaon sollte gehen...P.glaucus hatte geklappt.. Winkel dabei fast 180° beachten!
    Papilios müssen aber ein paar Tage alt sein und gut gefüttert mit Honigwasser.

    Gruss Thorsten

    Hallo Max und liebe Mitglieder,

    Handpaarungen durchzuführen, erfordert neben ein bisschen anatomischen Vorkenntnissen der Falter, Geschick und Geduld. Um die Prozedur (nicht immer stressfrei für Falter und Züchter) am angenehmsten für alle Beteiligten zu gestalten, gibt es doch ein paar nützliche Tips.

    Je nach Art, Grösse und Verhalten sind allerdings die Parameter anzupassen, dh. die Handpaarungen auch an der Tageszeit orientieren, die Fixierung entsprechend der Falter Konstitution festzulegen.
    Ein Attacus atlas ist natürlich viel "robuster" als ein Schwalbenschwanz.

    Der Paarungswinkel ist von Art zu Art auch noch unterschiedlich. Sind bei den meisten im Schnitt ca. 50-60° zueinander, bei einigen auch linear 180° (Tagfalter, Ceratocampinae etc.).

    WICHTIG: nicht alle Falter lassen sich erfolgreich handverpaaren! Das liegt in erster Linie an den
    Geschlechtsorganen, welche sich nicht einfach stimulieren lassen oder zu hohe Anforderungen zum Zusammenfügen stellen.

    So, nun genug Einleitung - jetzt zum praktischen Teil! Attacus atlas ist gut geeignet zur
    Erklärung.

    Man nimmt dazu bestens 1-2 Tage alte Falter, damit das Chitin gut gehärtet und die Falter somit
    geeignet sind.

    Lege dir 2 ca. 1x1x1cm grosse Styroporwürfel, 2 Wäscheklammern (nicht zu fest sitzende),
    2 Spannpapierstreifen / gewachstes Papier oder auch Pergament (ca. 8cm x 4cm) zurecht.
    ...und für den Züchter einen bequemen Platz, mit Stuhl und Licht :smiling_face:

    Dann wie folgt:

    Zuerst nimmt man einen Falter zwischen Daumen und Zeigefinger, fixiert die Flügel mit dem geknickten Spannpapierstreifen und der Wäscheklammer so, das die Flügel unbeweglich werden. Der Falter beginnt mit den Füssen eine Bewegung, die mit Gabe eines der Styropor-Würfel etwas gemildert werden kann. Diesen legt man so für kurze Zeit ab.

    Dann wird mit dem 2. Falter genau gleich verfahren, beide in linke und rechte Hand genommen und
    mit der Thorax nach oben zugekehrten Seite im ca.60° Winkel zueinander angesetzt. Durch leichte
    Reibung der Abdomen aneinander, spreizt das Männchen die 2 "Greifer" und kann oberhalb des
    Ovipositors am Weibchens angesetzt werden. Dabei sollte man jetzt die Bewegung vermeiden und mit etwas Geduld verharren. Ist bei leichtem Zug am Männchen, eine Verbindung zwischen beiden feststellbar ...dann ists soweit geschafft...kann aber durchaus mal 45min dauern.

    Dann setzt man die beiden vorsichtig in den Flugkäfig oder befestigt die Styroporwürfel hängend
    an einer geeigneten Unterlage z.b. auf einer Styroporplatte.

    Es könnte auch erfolglos verlaufen, wenn der Ansatz zwischen beiden falsch gewählt wurde und der Ovipositor zwischen den Valven direkt liegt. Dann kommt es zwar zu einer Verbindung, es kann aber keine Befruchtung stattfinden. Da muss man nur etwas üben und mal sich das ganze
    unter einer Lupe angucken.

    Thanks to Felix for the photos!

    Also dann viel Erfolg und Glück beim Handpaaren

    Thorsten

    Hallo liebe Actias Mitglieder,

    Auch der Fortschritt erhält Einzug bei unseren Kleinen, wie man auf diesem Photo sehen kann.
    PS: es ist keine Fotomontage!

    Erklärung:
    Es handelt sich dabei wohl um die aussergewöhnlichste, witzigste und ideenreichste Variante
    zum Versand von Eiern, die ich jemals erhalten hatte. Ein Attacus lorquinii Kokon wurde
    geschickt mit einem Reissverschluss verklebt, und so im Kokon die Eier mit Papier gepolstert
    versendet.
    Viele Grüsse
    Thorsten

    Hallo Rudi und Falk,

    danke für die Kommentare und Wertschätzung dieser "kleinen" Arbeit. Ich finde diese Erkenntnisse
    sollen etwas mehr zum Verständnis dieser Familie beitragen und eventuell die Möglichkeit geben
    eine Zucht doch erfolgreich durchführen zu können.

    An alle die es gut finden - besten Dank.
    Thorsten