Posts by selene4

    Servus Eric,


    du kannst die ganz einfach im Garten oder Balkon überwintern. Ich hatte die in einer Eisdose, 1 Liter, überwintert. Fressen tun sie an nicht all zu kalten Tagen. Eigentlich sind sie sowieso relativ aktiv im Winter, selbst bei Temperaturen die einstellig über Null liegen. Ich hatte immer ein paar Brombeerblätter drin, selbst wenn die schon welk sind und braun werden wird dran rumgeknabbert. Nach der Überwinterung wird dann ordentlich gefressen.

    Du kannst die aber auch durchzüchten, dann hast im Winter Falter.


    LG Heiko

    Hmmm, ich hab noch nie erlebt, daß eine Raupe die frisst 12 Stunden später verpuppt ist. Vor der Verpuppung vergehen ja noch 1-2 Tage. Der Darm muß entleert werden, das Polster zur Verpuppung muß gesponnen werden und das Präpuppenstadium dauert ja auch noch ne Weile.

    Ich hab Cyclophora punctaria schon ex ovo gezüchtet. Die Zucht geht schon schnell, aber trotzdem war die Verpuppung immer erst am zweiten Tag nachdem sie sich angesponnen hatte.


    Grüße, Heiko

    Die Puppe wird überwintern, also ist noch Zeit bis du siehst was es wird.

    Mal ne Frage. Woher weißt du, daß die Raupe an Kirsche gefressen hat? Du schreibst oben, daß du sie gefunden hast und abends als du nach Hause kamst, war sie bereits verpuppt. Dann muß die ja schon mindestens 1-2 Tage als Präpuppe in ihrem Gürtel gehangen haben. Also kannst du doch gar nicht wissen, ob die Kirsche fraß.

    Ich denke die Raupe war unterwegs und hatte sich halt zufällig an dem Kirschblatt angesponnen.

    Cyclophora punctaria ist die häufigste Gürtelpuppen-Spanner Art. Die Puppe sieht deiner im Vergleich sehr ähnlich. Trotzdem kann man sich da nicht zu 100% sicher sein.


    Grüße, Heiko

    Ich hab hier grad E. neoridas in Zucht. Die haben kurz geknabbert und sitzen nun an den Grasblättern. Bewegen sich praktisch gar nicht und fressen auch nicht mehr. Nun hab ich die auf den Balkon getan um sie zu überwintern. Da wäre in der Wohnung auch nix mehr passiert.

    Falls es Bärenspinner Eier sein sollten kommt eigentlich nur noch fuliginosa in Frage. Manchmal hatte ich da schon ein sehr spätes Tier am Licht. Trotzdem bin ich der Meinung für Bären stimmt die Jahreszeit nicht. Und wenn man nur oberflächlich auf die Eier kuckt, kommen einem pronuba Eier auch kugelrund vor.

    Leider kann man die Bilder nicht scharf großzoomen um zu sehen ob da ein flacher Boden oder die typische Struktur auf den Eiern ist.

    Hallo Werner,


    ich züchtete cossus bereits mehrfach mit einer simplen Methode.

    Zuchtbehälter war eine dicht schließende Plastikbox. Der Boden wurde mit ein paar Lagen Zeitungspapier ausgelegt. Darauf kam frisches Roggenvollkornbrot in 3 lagigen Schichten. Auf das Brot legte ich Apfelhälften mit der Schnittstelle nach unten.

    So konnte ich jedesmal die Zuchten innerhalb eines Jahres abschließen.

    Saubermachen brauchst erst, wenn der Inhalt anfängt zu schimmeln oder das Brot schön anfängt zu gären.

    Die nehmens nicht genau mit der Sauberkeit, im Gegenteil, irgendwie fühlen sie sich sogar wohl im Dreck. Ich würde anraten die Zucht nach Aussen zu verlegen, wenn die Raupen größer sind. Die Geruchsbelästigung ist schon groß.

    Meine Erfahrung ist, daß eine Überwinterung der erwachsenen Raupe dringen notwendig ist, sonst gibt es keine Verpuppung. Du merkst wann Raupen "reif" sind, sie verlieren ihre rote Farbe und werden blass-rosa. Dann spinnen sie sich in einen dichten Kokon ein in dem sie Überwintern. Rosa Raupen fressen nach der Winterruhe nicht mehr, Rote schon.

    Im Winter hatte ich den Behälter auf dem Balkon gelassen. Im Inneren lief das Wasser an den Wänden herab. Aber den Raupen macht sowas gar nichts aus. Zu viel soll es natürlich auch nicht sein.

    Ab März kannst wieder mit der normalen Fütterung fortfahren. Die rosa Raupen isolieren, damit die sich verpuppen können. Die Verpuppung erfolgt in einem dichten Kokon in der Zeitung.

    Die Falter schlüpfen nach ca. 3 Wochen.


    Grüße, Heiko

    Begriff

    Liebhaberei im steuerrechtlichen Sinne ist eine Tätigkeit, die ohne Absicht zur Erzielung von einkommensteuerbaren Einkünften (§ 2 Abs. 1 und 2 EStG) durchgeführt wird und deshalb der steuerlich unerheblichen Privatsphäre zugerechnet wird (Valta, FR 2020 S. 586). Daraus erzielte Einkünfte sind nicht zu versteuern; insoweit entstandene Verluste werden steuerlich nicht anerkannt.

    Quelle: Haufe Finanzoffice Premium


    Bei unserem Billardverein, der kein e.V. ist, verläuft es genauso. Unser Steuerberater hat uns erklärt, daß alle Einnahmen von Getränken beispielsweise und alle Ausgaben, die wir speziell für unser Billardhobby und zur Aufrechterhaltung des Vereines und des Vereinswohles, gegnüberlegen müssen und am Ende des Jahres nahe 0 liegen müssen. Dann ist keine Gewinnerzielungsabsicht zu erkennen und somit liegt Liebhaberei vor. Darum gehen wir ins Kino mit dem Verein, machen kostenfreie Sommerfeste und Weihnachtsfeiern für Mitglieder, kaufen neue Kugeln und Überziehen alle 2 Jahre die Tische neu, nehmen an Turnieren teil, bei denen die Kosten vom Verein gedeckt werden. So wird jeder Cent ins Vereinswohl und ins Billard selbst gesteckt. Also Liebhaberei.

    Hier verhält es sich genau so. Die Einnahmen verkaufter Eier, Raupen ect. gehen letzten Endes 1:1 wieder beim Hobby drauf und somit ist klar, daß keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.

    Wir reden hier von privaten Hobbys, nicht von Kleinunternehmen oder vermieteten Ferienwohnungen.

    Man nennt das steuerrechtlich "Liebhaberei". Wenn du alle Einnahmen und Aufwendungen deines Hobbys gegenüberlegst und am Ende des Jahres unter 410,- Euronen Gewinn übrig sind, heißt das Liebhaberei und ist dem Finanzamt somit Sch*** egal.

    Du kannst allerdings deine Verluste, falls du welche machen solltest, steuerrechtlich auch nicht absetzen. Aber das will ja keiner von uns.

    Sind denn die Flügelscheiden der Puppen voll ausgebreitet? Ich kenne das von Faltern, die als Puppe nicht voll ausgebreitete Flügelscheiden hatten. Wenn die Raupe sich verpuppt, sind die Flügelscheiden ja sehr klein. Beim Härtevorgang der Puppe breiten sie sich dann aus bis sie den Rand des Hinterleibes berühren. Falls das nicht der Fall ist, entwickeln sich die Flügel normal, sind aber klein.

    Ich hatte das schon bei Bärenfaltern. Vor allem bei Winterzuchten wenn die Luft recht trocken ist und die Präpuppe aus dem Kokon genommen wird, breiten sich die Flügelscheiden nicht ganz aus und ergeben Falter mit kleinen, aber voll entwickelten Flügeln.

    Schau mal bei deinen verbliebenen Puppen, ob da welche dabei sind, bei denen das so ist.

    Gruß, Heiko

    Servus Andreas,


    da muß ich dir jetzt leider widersprechen. Tolman Lewington gibt im Buch "Schmetterlinge Europas und Nordwestafrikas" ganz andere Verbreitungsgrenzen an. Das Buch ist eines der Besten die aktuell auf dem Markt sind, behandelt ausschließlich Tagfalter.


    Edusa: NW-Frankreich, Ostfrankreich, Süd-Schweiz, Italien mit Elba und Sizilien, Deutschland, Schweden, Lettland, Balkan, Griechenland, europäischer Teil der Türkei und fast alle Mittelmeerinseln.


    Daplidice: Spanien mit Belearen und fast alle Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Lanzarote, Portugal, NW-Afrika, Frankreich, Korsika und Italien nur Sardinien. In Deutschland nur seltener Einflug.



    Also wenn die Tiere nicht gerade aus Sardinien kommen, dann sind es doch edusa. Schnittstellen der Verbreitung gibt es eigentlich nur bei Wanderung in Teilen Frankreichs, Belgien, Holland und im Norden Deutschlands.


    NG Heiko

    Fenchel, Petersilie (egal welche), Dill, wilde Möhre, Gartenmöhre, Pastinake all das geht super. Zur Not sogar Giersch, wobei ich davon abrate. Geht aber, hab das selbst schon probiert. Mit Weinraute, getopft und sonnig gestellt, bekommst mit Abstand die größten Raupen. Weinraute ist, was das Wachstum angeht, ein echtes Wunderzeugs.

    Egal was du da hernimmst, am Besten im Topf und mit wenigen Raupen pro Pflanze, am Besten einzeln.

    Bitte aufpassen bei Gärtnereien, da kann so manches Zeugs auf die Pflanze gesprüht werden, was dann negativ für die Zucht ist. Im Discounter ist es in der Regel besser.

    Du kannst auch das Futter ins Wasser stellen und alle 2 Tage wechseln.

    Wichtig ist, trocken und luftig muß es sein, am besten in einem Gazekäfig. Sonnig wäre auch nicht schlecht, falls möglich. Dann aber drauf achten, daß das Futter nicht welkt. Ich hab die immer auf ner getopften Weinraute am Südfenster meiner Wohnung, da kannst die Zucht auf 5 Wochen schaffen.

    Die Weinraute sieht danach so aus...



    ...da saßen 2 Raupen drauf. Unten treibt sie wieder, die war aber komplett kahl. Oben gut zu erkennen wurde sogar die weiche frische Rinde abgefressen. Die 2te Weinraute wurde dann auch noch zur Hälfte gefressen.

    Also wenn ich lese, daß die Raupen "für einige Tage keine weiter Pflege" brauchen, stellt es mir schon die Nackenhaare auf.

    Weiterhin ist eine Aussage wie "sollte sich zu viel Kondenswasser bilden" auch ein Fall für meine Nackenhaare. Machaon will es trocken, Kondenswasser ist tödlich, ob viel oder wenig.

    Kunstfutter bei machaon, wusste gar nicht daß dies überhaupt funktioniert, aber in meinen Augen ein völliges Unding.

    Der krasseste Satz ist aber: "Zur Steigerung des Wohlbefindens kann man in einige Löcher im oberen Bereich der Kuppel einige Zahnstocher einführen"

    Boahh, boahh, da fehlen mir glatt die Worte...

    Wohlbefinden in einer Plastikbox mit Kufu am Boden, am Boden!!!

    Machaon mag nicht am Boden sitzen, die sitzen immer, IMMER an Stängeln.

    Deine Raupen sind infektiös, wenn sie da sitzen und in der Mitte einknicken haben sie sich ne fette Infektion eingefangen. Todesurteil!!

    Und warum? Weil in Plastikbox ohne ausreichender Lüftung. Zu feucht und somit völlig unbrauchbar für eine vernünftige machaon Zucht.


    Wie oben schon erwähnt. Schau dich um nach vernünftigem Zuchtmaterial. Züchte nachdem du dich informiert hast und nimm im Falle der machaon Zucht keine geschlossenen Behälter und schon gleich gar kein Kufu.

    Wenn ich den Behälter sehe in dem du sie jetzt hältst wird mir ganz anders. Die Seitenwand oben im Bild ist ganz feucht, das Papier sieht mir auch ganz feucht aus, das ist ja katastrophal.

    Ich hatte die nie recht feucht. Woher kommt der Gedanke mit 60% Luftfeuchtigkeit?

    Wie oben schon erwähnt wurde, ganze Zweige in den Behälter, das Küchentuch sollte eigentlich zu hohe Feuchtigkeit binden nicht erzeugen. Ab L3 kannst du die ganz locker in einem Zuchtkasten mit gewässertem Futter halten, ganz ohne feuchte Tücher oder sowas.

    Cynthia oder ricini, is praktisch eh das Gleiche, sind stabil und nicht empfindlich. Wenn also hier schon so heftige Ausfälle entstehen, fehlts in praktisch allen Belangen.