Beiträge von Heune

    Hallo Andreas,

    ich danke Dir für Deine Antwort. Ich habe es einmal bei Citheronia regalis, die frühzeitig relativ einfach handzupaaren sind, versuchen wollen, aber das Weibchen hat sich in diesem zu späten Fall so vehement gewehrt und sogar während des Versuches noch Eier hervorgebracht, daß ich, gepaart mit unbändiger Ungeduld, aus reiner "Verzweifelung" und "Erschöpfung meinerseits!, aber auch auf Rücksicht auf das Verhalten des Weibchens, den Versuch eingestellt habe. Nochmals besten Dank für Deine Erfahrung.

    Viele Grüße

    Dieter

    Hallo Michael,

    Zuchtmaterial erhälst Du von "zemacosi" alias Jose Silva, Portugal. Er hat gerade gestern inseriert. In regelmäßigen Abständen bietet er Eier vom Monarchfalter an. Schau mal in der actias Börse nach und gehe auch weiter zurück, denn die ersten Anoncen gelangen schnell wieder in den Hintergrund aufgrund der neuer Inserate.

    Gruß

    Dieter ("Heune")

    Frage an die Spezialisten der Handpaarung.

    Wenn ein Weibchen z.B. eines Saturniidae nach ca. 2 Tagen ohne vorherige Kopula bereits mehere unbefruchtete Eier abgelegt hat, ist dann 1.) eine Handpaarung noch möglich 2.) wenn ja, überhaupt noch erfolgreich. Sollte ein solcher Versuch tatsächlich einmal gelingen, könnte das Weibchen die Sperma des Männchen überhaupt noch aufnehmen und zur Befruchtung der restlichen noch nicht abgelegten Eier verwenden oder ist es hierzu garnicht mehr im Stande oder hierzu gar unwillig. Meine Frage zielt nicht darauf ab, unter allen Umständen eine Handpaarung trotz meist heftiger Gegenwehr des Weibchens erreichen zu wollen, sondern ist aus rein genetischer Sicht gestellt.

    Gruß
    "Heune" (Dr. Dieter Heinz)

    Guten Abend,

    was haltet Ihr von "CELAFLOR Schädlingsfrei Naturen", nützlingsschonend. . Nach Herstellerangaben ein rein biologisches Mittel aus 85% Rapsöl, nicht bienengefährlich, soll Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und Laufkäfer schonen. Zu erhalten in 500 ml Dosierplastikflaschen(100ml auf 5l H20, d.h. man hätte 25 l zur Verfügung, das wären 2,5 volle Putzeimer Spritzbrühe. Anwendbar für Zierpflanzen, Zimmer -u. Balkonpflanzen, Kernobst (Apfel), Steinobst (Pflaumen), Gemüse (Buschbohnen, Stangenbohnen). Warum nich auch an Sommerflieder?
    Meine Frage sieht sich nicht als Empfehlung, sondern lediglich als Hinweis. Natürlich muß dieses Produkt gekauft werde, ist aber nicht so teuer.
    Gruß
    Dieter ("Heune")

    Hallo Werner,

    da hast Du aber verdammt Glück gehabt, daß das Männchen wieder aufgetaucht ist. Meine eigenen Erfahrungen sind nämlich diese, - und das selbst bei unseren heimischen Faltern-, daß sie meistens ("Fluchtreflex") abhauen und das auf nimmer Wiedersehen , auch wenn die Weibchen für diese species typische von unseren heimischen Faltern sich unterscheidende Pheromone haben, außer , wie Du selbst sagst, sie haben sich in der Nähe niedergelassen, weil es schon relativ dunkel war. Dann kann es funktionieren, daß man Glück hat. Die Freilassung kostbarer männlicher exotischer Falter in der Hoffnung oder Annahme sie kämen auf alle Fälle wieder zurück zu den Weibchen, halte ich persönlich für russisches Rulett. Mal hat man Glück, mal hat man Pech. Im übrigen sollten nicht heimische exotische Schmetterlinge ja auch nicht gewollt bzw. mit Absicht freigelassen werden, damit sie sich nicht in unsere Region einbürgern ( zum "Schutze unserer eigenen Fauna und Flora"). Bei ausschließlich nur regional vorkommenden Faltern wie G. isabellae, die sowieso nicht ganz einfach zu züchten sind, ist dies so gut wie ausgeschlossen. Ein frei gelassener oder wie es Dir passiert ist, ein entwischter Falter, geht spätestens im kommenden Herst/Winter zugrunde. Aber eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinweisen, nämlich, daß auch unbefruchtete Weibchen Eier ablegen, nur ist das Gelege dann -nicht wie bei den befruchteten Weibchen-eher "mager" und es werden auch selten mehere Eier zusammen als kleine "Kümpchen" abgelegt. Ich wünsche Dir dennoch viel Erfolg mit Deiner Zucht.

    Viele Grüße

    Dieter ("Heune")

    Servus Wern, Rudi u. Felix,

    zu Euren Kommentaren zur "ungewöhnlichen Kopula" bei verkrüppelten Faltern möchte ich noch in Ergänzung folgendes hinzufügen.

    Der Geschlechtstrieb ist wie bei allen Lebewesen einschl. des Menschen (besonders in jungen Jahren extrem ausgeprägt und geht hierbei u.U. große lebensbedrohliche Risiken ein z.B. Spinnen, Gottesanbeterinnen usw.). Der Geschlechtstrieb beim Menschen ist sogar auch bei genetisch verankerten Mißbildunen vorhanden (Ausnahmen bestätigen die Regel). Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß auch verkrüppelte Falter sich unter allen Umständen paaren möchten.

    Bei "verkrüppelten" Faltern ist das genetische Material (RNA/DNA) nicht verändert, die Verkrüppelung der Flügel beruht fast ausschließlich auf externe Ursachen und nicht auf eine genetische Veränderung. Mit anderen Worten, der Geschlechtstrieb bleibt voll und ganz erhalten und dementsprechend auch das Verhalten. Lediglich in früheren Versuchen war es in Kommunität mit meinem Schulkameraden, Herrn Dr. Hannes Paulus, jetzt emeritierter Univ.Prof. des Department für Evolutionsbiologie der Universität Wien, einmal gelungen, durch Aussetzen einer Schmetterlingspuppe einem städigen Wechsel von Wärme und Kälte hierdurch einen genetisch manipulierten Schmetterlingzwitter zu generieren ohne Fortpflanzungsdrank.

    Trotz schlecht entwickelter Flügel setzt sich deshalb ( wie Werner ja auch feststellt ) naturgemäß der Geschlechtstrieb durch. Die Falter versuchen deshalb "wandernd" (wie Rudie sagt,aber auch nach meinen vielfachen eigenen Beobachtungen) mit ihren verkrüppelten Flügeln meist mit "frustranen Flatterversuchen" zwecks angestrebeter Kopula die Weibchen zu erreichen, was nicht immer gelingt.

    Die Konsequenz aus Gesagtem ist: Einen insbesonders "kostbaren" verkrüppelten Falter nicht gleich aufgeben oder abtöten, sondern ihn wenn möglich zur Paarung zu verhelfen, sei es auch durch eine versuchte Handpaarung. Die Nachkommen dürften unter Beachtung der entsprechenden Haltungsbedingungen alle normal ausfallen.

    Gruß

    Dieter ("Heune)

    Hallo Käferzüchter,

    da ich bisher keine Antwort auf meine zuletzt gestellte Frage erhalten habe, möchte ich versuchen diese einmal selbst zu beantworten.

    1.) Meine Recherchen haben ergeben, daß die Verpuppung der Larven vom Herkuleskäfer unter Umständen auch bis zu drei Jahren dauern kann.

    2.) Eine meiner Larven dürftre eingegangen sein, weil das Substrat (Flake soil gemischt mit Weißholz), zuletzt, zwar gut gemeint, aber offensichtlich viel zu feucht war aus Angst, das Substar sei vielleicht doch zu trocken.

    3.) Die zweite Larve ist wohl eingegangen nach einer gutgemeinten Demonstration einer "solch großen Larve" auf Bitten der ortstansässigen KIKA. Ich habe wahrscheinlich dummerweise dann doch das Verpuppungsstadium erwischt, denn die Larve befand sich in einer leicht zerstörbaren "Mulde", die ich leider als "ausgebeulte" Futterstelle interpretiert habe. Meiner Meinung nach dürfte es nicht ganz leicht sein eine von der Larve geschaffenen "platzerweiternden Futterstelle", die auch etwas ausgehölt sein könnte, mit absoluter Sicherheit von einer tatsächlichen Verpuppungsstelle zu unterscheiden.

    4.) Ich bin das Risiko nun doch eingegangen und habe die mir zwei noch verbliebenden Larven, die ich auch für tot glaubte, ausgegraben, und siehe da, sie waren noch am leben. Ich habe sie in neues nicht zu feuchtes Subbstrat gegeben und sie haben sich wieder schnell eingegraben.

    Wenn ich schief liege mit meiner Vermutung oder Argumentation bitte ich um jede hilfreiche Kritik.

    Gruß "Heune"

    An die Käferzüchter

    im Juli 2012 hatte ich bereits einmal angefragt, wie es sich mit der Verpuppung meiner zwei männlichen und zwei weiblichen Larven vom Herkuleskäfer verhält. Nun habe ich festgestell, daß eine Larve, die im nicht nassen, aber leicht angefeuchteten Flake soil, vermischt mit größeren weisfaulen Buchenholzstückchen, am Boden der Zuchtbox (B35 x T25 x H20 cm) gut sichbar war, sich stark dunkelgrau verfärbt hat und sich nicht mehr von der Stelle bewegte, was zu meiner Annahme führte, daß sie abgestorben ist. Das hat sich dann auch bestätigt. Eine weitere Larve ist mir nach kurzer Zeit, nachdem ich sie aus ihrem Substrat kurzfristig herausgeholt, aber dann mit Substrat wieder zudecken mußte, da sie keine Anstalten machte, sich wieder in das Substrat einzugraben, eingegangen. Auch hier wies die dann aufgetretene dunkelgraue Verfärbung auf die abgestorbene Larve hin. Mir schien es, als hätte sie bereits mit dem Kokonbau angefangen, es könnte sich aber durchaus auch nur um die leicht von der Larve geschaffenen Futterstelle handeln. Nun meine Fragen: 1.) Was habe ich falsch gemacht ? 2.) Die beiden mir noch verbliebenen Larven kann ich in ihrer jeweiligen Zuchtbox (gleiche Größe wie oben) nicht mehr am Boden oder an den Seitenwänden erkennen, was anfangs noch regelmäßig zu beobachten war. Kann das Larvenstadium des Herkuleskäfer noch solange (weitere 20 Monate) dauern, obwohl sie bereits schon im Juli 2012 "relativ groß" waren und ich davon ausging, daß sie sich in wenigen Monaten verpuppen würden. Haben sie evtl. in der Mitte des Substrats jetzt ihr Kokon aufgebaut. Wie lange könnte es in diesem Fall noch dauern bis die Käfer an der Oberfläche auftauchen. Wie verhalte ich mich jetzt. Sollte ich das Risiko eingehen und im Substrat nachschauen, ob sie noch leben oder lieber abwarten, bis sich etwas tut. Wenn letzteres als die bessere Variante vorzuziehen wäre, wie lange sollte ich dann zuwarten ? Wann wäre der Zeitpunkt gekommen, wo ich nicht mehr damit rechnen kann, daß die Larven überlebt haben oder sich überhaupt verpuppt haben? Für jede informative Antwort bedanke ich mich bereits im voraus.

    Gruß Dieter ("Heune")

    Hallo Arnd,

    mein allerbesten Dank für Deine Stellungnahme. Da ich im Rheingau Taunus wohne und den Wald vor der Türe habe, ist es für mich kein Problem weißfaules Buchenholz, welches ich zerkleinert , mit Flake soil und einem geringen Anteil an Altsubstat - bei Larven L1 auch noch mit Waldhumus bzw. altes Falllaub (verrottete Blätter) gemischt habe, aus dem Wald zu holen. Anfangs habe ich aber schon einmal von dem Pilzzuchtshop online "Bio-Larvenfutter für Zuchtkäfer" gekauft, welches aus "Buchenspäne und Getreide mit hochwertigem Speisepilzmyzel ( Austerseitling?) duchwachsen" war. Der Besitzer oder Inhaber ( ob auch Entomologe?) empfahl mir damals überschüssig gewachsenen Pilz zerkleinert dem Substaht unterzumischen, um das Futter mit Eiweiß anzureichern. Das vom weißen Pilzmyzel durchsetzte Substat verlor relativ schnell die weiße Farbe, sodaß eine Beurteilung ohne eingehendere Untersuchung, ob der Pilz auch als Nahrungsquelle gefressen wurde, sehr schwierig war. Allerdings gehe ich davon aus, daß dies wohl der Fall sein dürfte, wenn auch bisher keine Arbeiten hierüber zu finden sind. In der freien Natur müssen die Larven wohl oder übel auch jeden Weißfäulepilz akzeptieren. Im vorletzten Jahr habe ich ausreichend Flake soil hergestellt, wobei ich aber das Myzel eines aufgetretenen Tintling (simultane Delignifizierun) ständig zerstört habe, damit das Flake soil hochwertiger bleibt., wie Du mir damals dankenswerter Weise vorgeschlagen hast. Trotz mühsamer Arbeit ist es mir gelungen, diesen Pilz zu eliminieren. Wie im letzten Jahr will ich auch im kommenden Sommer den Austerseitling auf Buchenholz züchten. Nochmals recht herzlichen Dank für Deine praktischen Hinweise.

    Dir und Deiner Familie wünsche ich eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

    Dieter

    Hallo Käferfreunde,

    Meine Frage an Euch: Kann ich grundsätzlich jeden Weißfäulepilz (simultane und/oder selektive Delignifizierung) auch nach Bildung einer größeren Menge z.B.an Buchen-Totholz aus dem Wald zusammen mit diesem kompakten Weißholzklotz als Gesamtes einerseits als Eiablage als auch als Futter für meine Junglarven von Phalacrognatus mülleri und Hercules anbieten ohne daß diese -anders als es z.B. bei Kinshi oder einem auch holzzersetzenden essbaren Seitling wäre- durch den lignicolen Pilz (z.B. Trameten) Schaden nehmen. Oder ist es besser den Weißfäulepilz (giftig oder ungiftig) vom Totholz (Weißholz) zu entfernen oder nur den ungiftigen Weißfäulepilz oder denjenigen mit sukzessiven Delignifizierung am Holzstamm zu belassen.

    Für Eure Ratschläge im voraus besten Dank

    Gruß Dieter ("Heune")

    Ja, sie leben noch! Offensichtlich fühlen sie sich bedeutend wohler nach Umsetzung in eine geschlossene Plastikbox bei höherer Feuchtigkeit und Temperatur. Sie fressen jetzt sehr gut, auch ersichtlich an wieder mehr und größeren Kotballen als zuvor. Die mir hilfreich empfohlenen Haltungsbedingungen meiner actias-Kollegen sind also erfolgsversprechend.

    Gruß Dieter

    Hallo Constantin,

    auch noch einige Worte von mir. Fabian hat recht. Die Räupchen, aber auch größere Raupen benötigen sehr wenig Sauerstoff. Die größere Gefahr liegt darin, daß bei geschlossenen Plastikboxen oder abgedeckten Aquarien, wenn sie nicht regelmäßig gelüftet, gesäubert und frisches Futter in kurzfristigen Abständen (z.B. mindestens alle 2 bis 3 Tage) gegeben wird, eine schnellere Schimmelbildung, insbesondere an den Kotbällchen auftreten kann, was den Tod der Räupchen nach sich zieht, wenn sie hiermit in Kontakt kommen (daher die Küchenpapiereinlagen am Boden). Außerdem können die Eiraupen an der sich zuviel angesetzten Feuchtigkeit an den Wänden bzw. Boden ohne Küchenpapiereinlagen ertrinken oder aber auch an einer Infektion, die sich rasch ausbreiten kann, wenn nicht o.g. Vorsorgekriterien beachtet werden, sterben. Die von Heiner, Werner, Fabian und Jörg mir gegebenen Zuchthinweise halte ich daher, unter Beachtung vorgenannter Vorsorgekriterien, für gute Haltungsbedingungen.

    Gruß Dieter

    Guten Abend Heiner, Werner, Fabian und Jörg,

    mein Wissensdurst, ob als Alternative auch Luftbefeuchter und Wärmelampe möglich ist, ist gestillt. Ich habe hierzu im Internet bzw.actias etwas gefunden.

    "Feuchtigkeitsvernebler für Schmetterlingszucht" bzw. "Terrarium mit Regler für Temperatur und Feuchtigkeit"

    Nochmals besten Dank für Eure Informationen.

    Gruß Dieter

    Hallo Jörg,

    die Eier habe ich aus einer 3. Nachzucht gekauft, vermutlich Inzucht. Ich weis aber nicht, ob bereits schon bei einer 3. Nachzucht (Inzucht) in der Tat ein derartiger Verlust möglich ist. Allerdings muß ich gestehen, daß die Temperatur tagsüber teilweise nur bei 17°C bis 17,5°C lag. Die Luftfeuchtigkeit liegt laut meines Hygrometers (wenn er denn genau mißt) zwischen 70% und 74%. Nachdem sich die Eiraupen nach Schlupf sofort mit feinen Regenwassertröpfchen vollgesogen hatten, habe ich sie in geschlossene Plastikboxen verfrachtet auf frischem noch leicht feucht benetztem Liguster, an dem sie alsbald gut zu fressen begonnen haben. Im Stadium L1 habe ich sie dann leider schon in Freiluftaufzuchtkästen umgesetzt (s. mein Anfangskommentar). Ab diesem Zeitpunkt ging die Agonie los. Nun habe ich die 3 letzten Räupchen, den Informationen von Heiner, Werner und Fabian folgend,wieder in eine geschlossene Plastikbox zurückverfrachtet, an der sich jetzt ein feiner Feuchtigkeitsbeschlag an den Wänden gebildet hat als Hinweis auf eine hohe Luftfeuchtigkeit (als Bodenbelag wie gesagt einige Schichten Küchenpapier). Die Raumtemperatur, die jetzt um 20°C liegt, will ich noch etwas erhöhen auf ca. 22°C bis 23°C. Nebenbei nochmals meine Frage, ob ein Luftbefeuchter (s.o.) und eine Wärmelampe ausschließlich für die Herst -und Wintermonate zur Aufzucht der Raupen eine Alternative darstellen.

    Gruß Dieter

    Hallo Heiner, Fabian und Werner,

    Allerbesten Dank für Eure Informationen. Ich habe es mir fast schon gedacht, daß Feuchtigkeit und Temperatur zu niedrig sind. Ich werde die verbliebenen 3 Raupen sogleich umsetzen in eine geschlossene Plastikbox mit meheren Lagen Küchenpapier als Bodeneinlage (ein abgedecktes Aquarium steht mir momentan nicht zur Verfügung) und in eine Räumlichkeit mit Temperaturen um 25°C aufstellen. Mal sehen, ob noch was zu retten ist.

    Viele Grüße Dieter

    Liebes actias-Team,

    obwohl bereits mehere Zuchtberichte über Archeoattacus edwardsii existieren, tue ich mich mit dieser Zucht etwas schwer. Von 17 aus 20 Eiern geschlüpften Räupchen leben nur noch 3. Der Rest ist eingegangen trotz regelmäßigen Wechsels von frischem Liguster alle 2 Tage und Feinbesprühung (1mal täglich) der Futterpflanze und der Räupchen bei einer Zimmertemperatur von ca. 17,5°C. Der Hygrometer zeigt bei derzeitiger Wetterlage eine rel. Luftfeuchtigkeit von 74% an Der Aufzuchtkasten (von allen Seiten zur Belüftung mit Gaze bespannt) wurde zuvor desinfiziert. Die Räupchen fressen auf gewässertem Liguster. Ich hätte daher noch einige Fragen an diejenigen, die diese Spezies schon mehrfach mit Erfolg gezüchtet haben. .) 1.) Um ein entsprechendes und konstantes feucht-warmes "Klima" zu gewährleisten, wäre ein Nebelgenerator (Luftbefeuchter) z.B Fogger XL Ultraschall Terrarium Vernebler, der bis zu 100% rel. Luftfeuchtigkeit erzeugen und den Morgentau simulieren kann als auch eine Wärmelampe (beide außerhalb des Zuchtkastens aufgestellt) von effektivem Nutzen für die Raupen? 2.) Ist es sinnvoll, den Zuchtkäfig rundum mit feuchten Tüchern abzudecken, wenn der Luftbefeuchter und Wärmelampe nicht in Betrieb ist? 3.) Wenn Luftbefeuchter und Wärmelampe nicht sinnvoll sind, welche Möglichkeiten gibt es noch?

    Für Eure Antworten besten Dank im voraus

    Gruß Dieter ("Heune")

    Hallo Fabian,

    ist schon richtig, was Du sagst. Aber es hätte ja sein können, daß ein Züchter schon mit diesen relativ schnell zu bekommenden und anzupflanzenden Hülsenfrüchtepflanzen einen Versuch gestartet hat. Na ja, ich werde es bei der nächsten Zucht einfach einmal mit einigen Raüpchen ausprobieren. Dennoch besten Dank für Deine Antwort.

    Gruß

    Heune

    Hallo Ines und Michael,

    vielen Dank für Eure Antworten. Dennoch möchte ich nochmals meine Frage stellen: Abgesehen von allen anderen genannten Futterpflanzen würde es mich interessieren, ob Morpho peleides grundsätzlich auch Erbse , Bohne und Linse, die zur Famile der Faboideae (Schmetterlingsblütler) gehören, als Futterpflanze annimmt, denn Faboideae wurden, ohne daß eine Einschränkung genannt wird, allgemein als Futterpflanze angegeben. Vielen Dank

    Gruß

    Heune

    Liebe actias-Gemeinde,

    wer hat schon längere Erfahrung mit der Zucht von Morpho peleides (Himmelsfalter). Ich habe bisher die Raupen mit Trifolium (Klee) bzw. mit Peanuts (Erdnuß) erfolgreich bis zur Puppe gezüchtet. Im Gegensatz zu manch anderer Äußerung sind die 15 Raupen aber nur sehr langsam bis zur Verpuppung (fast 3 Monate) gewachsen. Sie haben bei Angebot beider Pflanzen auf relativ kleinem Raum beide gleichermaßen angenommen ohne kannibalisch zu sein! Als weitere Futterplanzen werden unter anderem Wisteria (Blauregen) , Pterocarpus-Arten, Lonchocarpus , Mucona pruriens und Faboboideae (Schmetterlingsblütler) genannt. Nun meine Frage: Zu Faboideae (Schmetterlingsblütler bilden Hülsenfrüchte) gehören auch Erbse, Bohne und Linsen. Sind die drei zuletzt genannten Pflanzen für Morpho peleides auch als Futterpflanzen geeignet? Für eine kompetente Antwort besten Dank im voraus.

    Viele Grüße

    Heune (Dr. Dieter Heinz)

    Hollo Frank,

    besten Dank für Deinen Hinweis. Habe es mir fast schon gedacht. Moderator "moe" wollte wohl auch einmal einen Glasflügler 2011 züchten und bekam offensichtlich auf seine Fragen keine Antworten, weil die Zucht zu lang und zu schwer sein dürfte. Ich habe gelesen, daß man die geschlüpften Larven auch in ein feines Bohrloch (gebohrt mit dem Akku-Handbohrer) am unteren Stamm einer Pappel hineinkriechen lassen kann und dieses mit einer passenden Schraube verschließt (Schutz vor Parasiten), aber noch ein Stück herausragen läßt, damit man dieselbe Stelle nach 2 oder 3 Jahren wieder findet, Man sucht dann nach dieser Zeit die umliegende Rinde nach Kokkons ab. Eine weitere sehr aufwendige und komplizierte Methode soll die Zucht im Mark eingepflanzter Himbeerstängel sein. Ich werde dann doch lieber Deine empfohlene "schmetterlingsfreie" Zeit wählen.

    Gruß

    Dieter