Beiträge von Heune

    Hallo Tom,
    Rothschildia lebeau haben in der Regel 2 Generationen im Jahr. Von Februar bis April und dann noch einmal von September bis November. Wenn die Kokons bereits 2 Monate alt sind und die Puppen sich noch bewegen, können die Falter bei normaler Lagertemperatur, wie sie draußen herscht, demnächst schlüpfen.
    Gruß
    Dieter
    PS.: Gehe einmal ins Internet unter Rotschildia lebeau und sehe Dir dort die entsprechenden Berichte an oder lese einmal die Actias Zuchberichte. Dort wirst Du viele Informationen erhalten, die Dir weiterhelfen können.

    Hallo Tom,
    zu den vorhergehenden Kommentaren pflichte ich Ra Schuetz und "Eudicella 2000" bei. Versuche eine Kopula zu erreichen!. Ich habe erst vor 6 Tagen eine Kopula mit einem verkrüppelten ♀ von actias dubernardi mit einem einwandfreien ♂ erreicht. Ich hoffe, daß die Eier befruchtet sind. Die Frage ist, kann sich das ♀ an z. B. einem Gazedeckel eines Puppenkastens halten, wenn es von dem ♂ umworben wird oder fällt es herab. Sollte es sich halten können, ist die Wahrscheinlichkeit, eine Kopula zu erreichen, groß. Also, wie ich schon erwähnt habe, Versuche sind es allemal wert.
    Zum Verheddern aus dem Kokon kann es auch kommen, wenn der schlüpfende Falter sich in Fäden des Kokons verfängt und dann nicht mehr richtig aus der Puppe schlüpfen kann. Befolge den Ratschlag von Ra Schuetz und hänge die Kokons so hoch, daß der Falter seine Flügel aufpumpen kann ohne daß diese den Boden berühren. Wie gesagt, die Puppen würde ich im Kokon belassen. Dies hat die Natur so eingerichtet. Ich selbst habe schon viele Kokons geöffnet und die Puppen heruasgenommen ohne daß beim Schlupf Nachteile entstanden sind. Besser ist es natürlich, der Natur nicht ins Handwerk zu pfuschen. Und nun viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Dieter

    Hallo Tom,
    wenn ein Falter nicht aus der Puppenhülle herauskommen kann, gibt es in der Regel zu 99,9 % eine Krüppelentwicklung, es sei denn Du bist beim Schlüpfen dabei und kannst sofort helfen. Aber auch das hilft meist nicht mehr. Die Flügel können nicht mehr wegen Störung und Unterbrechung des Schlüpfens komplett aufgepumpt werden. Ausnahmen bestätigen die Regel. In Deinem Fall, nach 2,5 Stunden ist nichts mehr zu machen. Als Krüppelentwicklung wirst Du auch wenig Erfolg haben mit Copulae. Aber auch hier gilt; Ausnahme bestätigen die Regel. Ich habe schon Copulae erreicht mit Krüppel ♀. Die Eier waren befruchtet. Dies sind meine langjährigen Erfahrungen.
    Ein Versuch zu einer Copula ist es in jedem Fall wert. Hoffentlich viel Erfolg.
    Gruß
    Dieter

    Hallo Actias-Freunde,
    ich habe einige Fragen, da ich derzeit den Erdbeerbaumfalter in Zucht habe.

    1.) Wie lange ist die Lebensdauer des Falters?
    2.) Ist eine Nachzucht möglich oder schwierig?
    3.) Ist eine Handpaarung möglich oder schwierig?
    4.) Ist eine Nachzucht bereits im Februar möglich?

    Besten Dank im voraus für Eure Informationen
    Dieter ("Heune")

    Hallo
    Ich kann Rudi nur zustimmen. Salmiakgeist ist bisher wohl das gebräuchlichste und effektivste Mittel, um größere Falter schnell und ohne Leiden abzutöten. Es besteht aber
    hierbei die Gefahr, daß sich die Muskeln der Falter versteifen. Man muß dann sehr, sehr vorsichtig auf dem Spannbrett spannen. Das erfordert aber eine gewisse Erfahrung und Erkenntnis in der Spanntechnik, die man nur erreichen kann, wenn man bereits viele Falter gespannt hat. Ohne Erfahrung werden oft die Flügel mit der Spannnadel
    eingerissen, weil die Spannadel an den Flügeladern nicht richtig angesetzt werden und die Flügelmuskulatur zu stark ist, daß der Flügel einreißt.
    Wie den Falter fangen:
    Man muß vor Einspritzung mit einer Injektionsnadel abwarten bis der lebende Falter die Flügel nach oben klappt, um ihn dann schnell von oben her am Torax zu packen, um dann die Spritze anzusetzen, wie Rudi sagt, direkt in die Brust (Torax).
    Damit sich die Flügelmuskulatur nicht versteift,wende ich seit Jahren folgende Methde an:
    1.) Nehme ein großes Glas mit Deckel in dem ein Atlas Spinner Platz hat. Gebe dort hinein einen Wattebausch, geträngt mit Essigäther (besser wäre Apfeläther).
    2.) Fange den Falter, wie oben gesagt, mit den Fingern (Daumen und Zeigefinger) am Torax, wenn er die Flügel hochklappt. Dies kann man erreichen, wenn man den Falter kurz berührt, dann kappt er meistens die Flügel nach oben.
    3.) Verbringe den Falter in das Glas und verschließe es sofort mit dem Deckel. Das Glas sollte vorher mit dem Watteätherbausch ohne Falter etwa 2 Minuten verweilen,
    damit sich der Äther in seiner Wirkung entfalten kann.
    4.) Wenn der Falter nun in das Gas gegeben wurde warten, bis er betäubt ist also sich nicht mehr bewegt.
    5.) Dann den Falter aus dem Glas nehmen (mit einer flachen Pinzette an den Flügel packen), damit er nicht beschädigt wird.
    6.) Und jetzt die Salmiakgeistspritze(8 % igerSalmiakgeist genügt) ansetzen wie oben geschildert .
    7.) Der Falter ist dann schnell abgetötet und kann nun gespannt werden, da sich die Muskulatur aus meiner Erfahrung nicht versteift hat. Würde der Falter nur mit Salmiakgeist
    getötet ohne vorherige Betäubung mit Äther, wie beschrieben, würde sich die Muskulatur der Flügel aus meiner erfahrung versteifen und ein Spannen des Falters
    erschweren.
    Und nun viel Glück mit der Präparation.
    Gruß
    Dieter

    Hallo Werner,

    wie ich sehe, sind bei Dir Anfang Januar Falter von Caraxes jasius geschlüpft, die Du im Wintergarten auf einen eingetopften Erdbeerbaum gezüchtet hast. Auch ich habe derzeit zum ersten Mal ca. 25 Raupen von Charaxus jasius auf eingetopften Arbo unedo in Zucht, von denen sich bisher nur 3 Raupen verpuppt haben und 3 im Begriff sind sich zu verpuppen. Ich hatte die Raupen zunächt im Wohnzimmer bei 20-22°C gehalten, sie dann aber in den Flur gestellt, wo Temperaturen um ca 10-12°C herrschen, da ich eruieren konnte, daß die Raupen zwar nicht direkt überwintern, aber sie sich dennoch in einer Art Winterruhe befinden und zwar noch weiter fressen, allerdings nur sehr langsam. Ich wollte sie nicht in meinen unbeheizten Wintergarten (ca. 45m²) bei Temperaturen von 5 -7°C verfrachten, da dieser mir dann doch zu kalt erschien. Der Rest der Raupen ruht jetzt auf den Blättern. Da ich eine Nachzucht von Charaxes jasius beabsichtige, hätte ich einmal einige Fragen an Dich.1.) War Dein Wintergarten beheizt oder unbeheizt? 2.) Welche Temperaturen haben geherrscht?3.) Hast Du Erfahrung mit der Nachzucht von Caraxus jasius? Wenn Ja, was müßte ich beachten? 4.) Ist es möglich aus der jetzigen Winterzucht eine Nachzucht zu erzielen, da noch nicht alle Raupen verpuppt sind (wird wohl noch eine Weile dauern), aber auch noch die Schlupfzeit aus der Puppe ca. 4 Wochen Entwicklungszeit benötigt oder hälst Du es eher für unwahrscheinlich? Wenn Du hier Erfahrungen hast, wäre ich Dir dankbar für einige Empfehlungen. Ansonsten pflichte ich Rudi bei und wünsche Dir auch noch nachträglich ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017. Gruß

    Dieter („Heune“)

    Wie ich bereits in meiner obigen Stellungnahme berichtet habe und dies von "suparmani" nur bestätigt wurde, heften sich die Raupen vor Häutung grundsätzlich mit einem feinen Gespinst zur Verankerung fest. Wenn man die Raupen allerdings dann aber im geringsten stört vor ihrer angestrebten Häutung, die nicht anfangs immer eindeutig erkennbar ist, verlassen sie ihr Verankerungspotential und sind dann vielfach nicht mehr in der Lage ein solches neu nachzuspinnen. Damit beginnt dann das Desaster.

    Wenn eine Kokonbildung bereits sichtbar wird, in Ruhe lassen, bis sich die Puppe entwickelt hat. Wenn die Kokonbildung aber bereits schon recht weit vorgeschritten ist, ist es aber auch möglich, den gesamten Bereich der Kokonbildung großzügig abzuschneiden ohne das schon gebildete Kokon zu verletzen und ihn z.B.vorsichtig in einen Puppenkasten zu lagern, um die Entwicklung nicht weiter zustören.

    Zur Entfernung der nicht mehr von der Raupe zu bewerkstelligenden Abstreifung der Häutungshaut empfehle ich, außer es sind nur wirklich ganz kleine Restbestände, die ohne Probleme entfernt werden können, nicht zu versuchen mit einer Pinzette am Ende der alten Haut diese abzuziehen, da dies fatal enden könnte, sondern, wie ich bereits erwähnt habe, die Haut immer wieder rundum an der Stelle zurückzuziehen, wo sie nicht mehr weiter von der Raupe nach hinten abgestreift werden konnte. Sie kriecht ja mehr oder weinger aus ihrer alten verankerten Haut nur heraus.
    Die Puppen nicht aus den Kokons herausholen! Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit auch nicht täglich zu häufig besprühen.
    Dieter

    Hallo David,
    ich kann Heiner nur Recht geben.
    Sollte es aber dennoch einmal passieren, daß sich eine Raupe nicht vollständig häuten kann, z.B. nur zu 3/4, so daß das letzte 1/4 nicht mehr abgestreift werden kann, so habe ich mit folgendem Vorgehen meist Erfolg gehabt.
    Mit einer für die Falter gebräuchliche Präparationsnadel habe ich ganz!, ganz! vorsichtig!! versucht die noch nicht abgestreifte Haut nicht nur an einer Stelle, sondern rundum von allen Seiten abzuziehen, aber wie gesagt nur ganz vorsichtig ohne "Gewalt", da Verletzungen und hiermit der Tod der Raupe sonst unweigerlich auftreten. Mit etwas zeitlicher Geduld gelingt mir dann tatsächlich den Rest zu entfernen ( sehr kleine Fetzen habe ich mit einer kleinen Pinzette entfernt), sodaß die Raupe auch wieder Kot entleeren kann, was für das Überleben wichtig ist. Voraussetzung ist aber, daß die abzustreifende Haut noch weich und nicht vollständig ausgetrocknet ist und die Raupe auch noch versucht sich selbst aus der Haut zu befreien. Zum Teil hilft sie sogar mit, wenn sie merkt, daß die Haut feststeht ("festgehalten" wird) , denn bevor sie sich häutet, heftet sie sich im allgemeinen zunächst durch ein kleines Gespinst fest, damit die Haut festverankert bleibt, wenn sie beginnt sich zu häuten. Ist allerdings der Kopf und nur ein geringer Teil der Haut entfernt, dann ist dieser Befreiungsversuch zum Scheitern verurteilt. Ein Versuch ist es jedoch allemal wert. Hierdurch konnte ich immerhin kostbare Raupen retten.
    Gruß
    Dieter

    Das erkennt man schon, allerdings anfangs mit Beginn des Schlupfvorganges nicht, da man dem Falter zunächst die Zeit einräumen muß/sollte sich sebst aus der Puppe zu befreien. Wenn man es schließlich doch bemerkt, daß er es nicht schaffen wird, ist es aber meist schon zu spät. Selbst die,wenn auch frühzeitige, Manipulation an der Puppe führt im allgemeinen zur Verkrüppelung der Flügel. Die Hilfestellung, so gut sie auch gemeint ist, dient daher ausschließlich dem Falter für kurze Zeit sein Leben zu erhalten. Eine Verpaarung wäre unter Umständen aber noch möglich.

    Der Falter muß bereits innerhalb weniger Minuten geschlüpft sein. Wenn er in der Hülle verblieben ist und man an der Puppe herummanipuliert um ihm Hilfestellung beim Schlüpfen zu leisten ist es meistens schon zu spät und der Schaden für eine normale Entwicklung zu groß. Dieser Schlüpfvorgang ist unabhängig von der Schlupfzeit, die im allgemeinen vom Frühsommer bis Spätsommer stattfindet.

    Hallo David,
    die vor Verpuppung abgesetze Ausscheidung trifft im allgeimen für alle Raupen zu. Selbstverständlich verfärben sich die Raupen vor der Verpuppung, allerdings je nach Species in unterschiedlicher Verfärbung, meist in dunklerem Ton. Bei Saturniiden wie z. B. bei Actias dubernardi u.a. ist sie meist nicht sichtbar. Selbstverständlich kann auch eine infizierte Raupe noch anfangs wenn auch langsam herumkriechen", so daß man glauben könnte, daß sie gesund ist, das kann aber mit einer entäuschenden Erwartung verbunden sein.
    Gruß
    Dieter

    Hallo Daniel,
    Ja, Raupen setzen im allgemeinen vor der Verpuppung eine Flüssigkeit ab, um den Darm zu entleeren. Wenn dann die
    Raupe umherwandert, ist das ein Zeichen dafür, daß sie einen Platz zur Verpuppung sucht. Eine infizierte Raupe scheidet zwar auch Flüssigkeit aus, ist im allgemeinen schlaff und sie bewegt sich dann so gut wie gar nicht mehr. Meist hat die eingehende Raupe noch Kontakt zu dieser Flüssigkeit.
    Gruß
    Dieter

    Hier gebe ich Rudi recht,
    wer einmal auch bei unseren kleineren insektenvertilgende Vögel genau hinsieht, insbesondere in der Brutzeit, wenn bereits Jungvögel im Nest sitzen, kann feststellen, daß sie auch ohne weiteres größere Insekten wie z.B der in unseren Breiten fast nur noch selten vorkommende Acherontia atropos , wenn sie, wie Rudi sagt "mehr oder minder tot sind" in schnabelgerechte Portionen zerpflückt bzw. zerkleinert werden, um sie dann selbst fressen zu können oder ihren Jungen anbieten.

    Wenn ein Falter im Schlupfkasten nach dem Schlüpfen nicht schnell genug zur Flügelentwickelung an einer ruhigen Position gelangt und evtl. sogar noch einmal abstürzt, ist stets davon auszugehen, daß die Zeit zur vollständigen Flügelentfaltung zeitlich bereits verstrichen ist und dann eine Verkrüppelung der Flügel zu erwarten ist. Die Adern in den Flügeln verengen sich naturgemäß sehr schnell,weil sich die Flügel relativ schnell erhärten müssen, um Flugfähigkeit zu erreichen.
    Abhilfe: Den Schlupfkasten dunkel abdecken, um die evtl. lebhaften Bewegungen des schlüpfenden Faltern zu stoppen.

    Wenn ein Falter ( oder Kokon) nicht aus der Puppe herauskommt.
    Können 3 Ursahen vorliegen:
    1) Die die Puppe wurde zu naß bestrüht über längere Zeit, sie verschimmelt,
    2) Die Umgebung der Puppe wurde bei sehr hohen Temperaturen nicht ausreichend besprüht,die Puppe ist ist vertrocknet.
    3) Der Falter hat sich in den Gespinsten verheddert und kommt nicht heraus oder zieht den Kokon nit sich.
    Gruß
    Dieter
    Abhilfe : Sändigt alle beobachten.

    Hallo Karolina,
    wenn der kurz geschlüpfte Käfer in seinem Kokon nachdunkelt und sich auch optisch noch etwas verändert, dürfte er sich eigentlich noch in seiner Entwicklungsphase befinden, auch wenn er sich nicht bewegt, denn ein toter Käfer verändert sich nicht mehr, es sei denn er beginnt zu "verwesen". Ein toter Käfer hat meist seine Gliedmaßen ausgestreckt, wie auch in der freien Natur, z.B. beim Mistkäfer, zu beobachten ist.Ich würde noch etwas zuwarten und beobachten ob er doch noch ein Lebenszeichen von sich gibt. Wenn Du ihn jetzt tatsächlich schon ausbuddelst, geht er schließlich tatsächlich ein. Ein frischer Käfer braucht noch eine gewisse Zeit um nachzureifen, das kann über Wochen gehen, wie Markus bereits erwähnt hat.
    Gruß
    Dieter

    Wenn sich eine Puppe auf Provokation, wie sie auch immer sein mag, aktiv bewegt, dann ist es (z.B. bei Schwärmern oder aber auch bei Tagfalter usw.) keine Frage, daß sie leben. Lassen sich die Segmente jedoch noch gut passiv bewegen, sind sie meist auch noch lebendig. Wenn sie aber in den folgenden Tagen immer auch passiv "unbeweglicher" (starrer) werden gibt es nur 2 Möglichkeiten,- das Eindrücken der Flügel ist dann kein Hinweis- sie stehen kutz vor dem Schlupf- oder man ist davon auszugehen, daß sie abgestorben sind und zusehends austrocknen. Bei Schwärmerpuppen ist das relativ leicht festzustellen, bei Tagfaltern aber nicht. So hängen z.B. Stürzuppen unendlich lang ohne zu schlüpfen bis man dann doch endlich festgestellt hat daß sie tot bzw. beim Öffnen "verfault" sind. Richen tun sie zunächst überhaupt nicht faulig , erst wenn sie bereits schon einige Tage tot sind, aber dann muß man mit der Nase ziemlich ran gehen. Schwämerpuppen verfaulen im allgemeinen nicht, wenn doch, sind sie meist tot. Ich habe in meiner bisherigen langlährigeren Züchtung von Sphingidae nie an einer Puppe einen Schimmelpilz entdecken können außer bei lang liegenden abgestorbenen Puppen. Überprüfe daher, ob es sich tatsächlich um Pilz auf den Puppen handelt. Ich habe bisher jedoch an lebenden Puppen von Schwärmern, sofern sie nicht schon abgestorben waren, nie Schimmelpilz entdecken können.
    Gruß
    Dieter ("Heune")

    Hallo Vincente,
    ich habe ebenfalls einen großen rundum mit Isolierglas versehenen Wintergarten (ca.45 m²), der im Süden liegt und im Frühjahr/Sommer, falls die Beschattung (Raffstores auf jeder Seite, eine Markise sowie innenliegende Sonnensegel) nicht ausgefahren wurde, sich durch die Sonneneinstrahlung sehr schnell auf Temperaturen über 30°C aufheizt, was für manchen Schmetterling eine fatale Auswirkung hat. Bei einem nördlich gelegenern Wintergarten ohne jegliche Sonneneinstrahlung könntest Du nur durch eine künstliche Sonne, d.h. eine "Sonnenlampe", die es zu kaufen gibt, einen Sonneneffekt erzielen. Das ist aber m.E. auf Dauer infolge des Stromverbrauchs eine teure Sache und ob sie am "lichten" Tage auch tatsächlich hilfreich ist, ist fraglich. Manche Schmetterlingshäuser haben auch nicht unbedingt eine Sonneneinstrahlung, dafür aber die entsprechenden Temperaturen, die für die Schmetterlinge nötig sind. Also versuchs erst einmal "ohne Sonne".
    Zu einer Schimmelentwicklung auf den Blättern kommt es meistens, wenn keine Belüftung im Wintergarten vorhanden ist und weitgehende "Windstille" herrscht. Abhilfe schafft man durch Lüften bzw. Öffnen der Fenster. Es müssen dann aber Fliegengitter vor den Fenstern angebracht sein, damit die Falter nicht aubüchsen können. Eine hilfsweise Alternative sind rotierende Standventilatoren, die außer mit stufenlos regulierbarem Thermostat (meist 2 Heizstufen) auch mit Kaltstufe (Ventilator) ausgestattett sind. Sind zu erschwinglichen Preisen in Baumärkten zu bekommen, aber wahre Keimschleudern.
    Die Falter werden immer wieder an die Fenster fliegen, wenn diese frei für sie zugänglich sind, d.h. am besten Pflanzen vor die Fenster stellen, damit sie vom Fenster abgelenkt werden. Dann ist das Öffnen der Fensternur allerdings nur noch in "Kippstellung" möglich. Vorhänge an den Fentern können unter Umständen hilfreich sein, obwohl die Falter auch daran fliegen, aber auch die Gefahr besteht, daß sie sich hinter die Gardine verfliegen und nicht mehr entweichen können.
    Die meisten Tagfalter saugen an gärendem oder überreifem Obst, welche Fructose enthalten (Banane, Apfelsine, Trauben, Ananas usw.) und an bereitgestelltem Honig-Wassergemisch z.B. in einem kleinen Schwamm auf einem kleinen Teller oder in kleine Behältnissen, wenn möglich auf Holzbrettchen mit aufgemalten Kunstblumen. Hier würde ich die Zuchtanleitungen für die jeweiligen Falter, die Du beabsichtigst im Wintergarten fliegen zu lassen, nachlesen.
    Ich hoffe, daß ich Dir mit meinen Empfehlungen etwas helfen konnte und wünsche Dir viel Glück.
    Gruß
    Dieter ("Heune")