Was ist nun abschließend aus dem Käfer geworden. Gestern hat der bisher hin und wieder nur sehr wenig sich regende inzwischen vollständig entwickelte Käfer zusehens angefangen sich lebhafter zu bewegen und versucht aus seiner Puppenhülle auszubrechen. Es gelang ihm auch mühelos seinen Kokon zu durchbrechen und verschwand im umliegenden Substrat. Das war für mich auch zeitlich der Anlaß ihn aus seiner Larvenbox (großes Gurkenglas) zu befreien und ihn in eine größere Terrarienbox mit durchlüfteten Deckel (ca. 20 (L) x 13(B) x 17(H) cm ) umzusiedeln. Inhalt: Als Bodenbelag gleiches nur leicht angefeuchtetes Substrat (ca. 5-7 cm Höhe), darüber eine Schicht lockeren Mooses und obenauf 2 kleine Holzstämmchen, damit ihm die Möglichkeit gegeben ist sich bei Rückenlage wieder aufrichten zu können. Als potentielles Futterangebot, soweit es bereits schon angenommen wird, 2 gereifte Bananenscheiben. Er hat sich allerdings naturgemäß schnell wieder verdünnesiert und eingegraben. Der Anblick eines so gut entwickelten Käfers, großgezogen in meinem konventionell hergestellten Flaike soil (s.o.), war für mich eine helle Freude, zumal er immerhin eine Größe von 6,1 cm in Ruhestellung mit gerade nach vorne ausgestreckten Madibeln erreicht hat. In einer mir gegenüber eingenommenen Kampf- bzw. Abwehrstellung mit seinem stattlichen nach oben gerichteten (angehobenen) Geweih kam er allerding nur auf 5,8 cm. Die Farben hatten sich zwischenzeitlich auch wesentlich intensiver grünlich schimmernd ausgebildet. Nach einer weiteren ihm gegönnten Ruhephase von ca. 2 Wochen soll er dann aber seiner Pflicht als "Zuchtkäfer" für meine 3 Weibchen nachkommen. Ich denke, damit wird er einverstanden sein.
Gruß
Dieter
Beiträge von Heune
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Ca. 2 Tage nach kompletter phänotypischer Morphogenese des Käfers (Caput mit Mandibeln, Thorax und Abdomen) aus der Puppe unter aktiver Mithilfe des sich bildenden Käfers in Form ausgiebiger Bewegungen liegt dieser jetzt wieder weitgehend reglos in seinem Kokon und wartet auf die endgültige Ausreifung seines Körpers bzw. inneren Organe.
Gruß
Dieter -
Hallo Käferzüchter,
ich möchte Ihnen berichten, wie ich die Entwicklungsphase der Larven meiner Phalacrognathus muelleri beobachten konnte. Bisher wurde hierüber m.E. absolut noch nichts geschrieben, zumindest habe ich auch noch nichts gelesen, nicht einmal bei renommierten Züchtern dieser Art, außer daß sich die Larven zum Imago entwickelt haben und das wars auch schon.
Selbst Daniel Ambrühl, ein schweizer Züchter, der seit einigen Jahren erstmals eine Zucht von Käfern begonnen hat, konnte in seinen Videos auch immer nur zeigen, wie aus einer Larve ein Imago entstanden ist.
Nun zur realen Entwicklungsphasen der Larven ( erstmals berichtet von Heune).
1.) Im meinem selbst hergestellten Flake soil auf Basis der herkömmlichen Art ( Sägespäne, Wasser, Mehl und etwas Hefe) frassen die zunächst gleich großen Larven ausgeprochen gut und wuchsen auch zusehends ganz ordentlich.
2.) Zunächst bildeten die kleineren Larven nach entsprechender Entwicklungszeit, ohne sie beobachten zu können, ihre Puppenhülle aus, aus der dann die Imagos schlüpften.
3.) Nun hatte ich aber das Glück eine Entwicklung einer stattlichen männlichen Lave vollständig mit erleben zu können, da das Kokon in ihrer Gesamtheit an der Larvenbox überschaubar war. Heute morgen , 18.04. 2016 8°°Uhr , konnte ich noch sehen , daß die Lave wie bisher weitgehend unbeweglich war, die Elytren als auch die Unterflügel waren wie bisher kaum zu erkennen wie vor Wochen. Als ich aber heute früh eine Stunde später (ca. 9°Uhr) bemerkte, daß sich die Larve anfing sich auf einmal verhältnismäßig reghaft zu bewegen, war meine Neugiere geweckt und ich habe danach stündlich meine Beobachtungen fortgesetzt.
4.) Was geschah. Der sich entwickelnde Käfer pumpte bei Ausübung lebhafter Bewegungen der Beine, des Körpers , insbesondere des Hinterleibes wie bei einem frisch geschlüpften Schmetterling innerhalb weniger Stunden (ca. 6-8 Stunden) von Beginn der Beobachtungszeit ihre Unterflügel und ihre Elytren auf -man konnte das Aufpumpen förmlich bei minutenlangen Hinsehen erkennen - als wenn er schon an die Oberfläche auskriechen wollte. Mehrmals drehte er sich in seinem Kokon entgegengesetzt von einer zur anderen Seite, vermutlich seine Entwicklung zu fördern und um die endgültige Ausbildung des bereits schon im initialen Puppenstadium relativ großen Geweihs zu ermöglichen. Der Hinterleib führte solch eine Bewegung aus ( er streckte sich und zog sich auch wieder zusammen), die ich einerseits als Pumpfuktion interpretieren möchte, aber auch dazu dienen könnte, den Hinterleib naturgemäß "unter die Haube (Flügel) zu bringen". Fetzige Restbestände der Puppenhülle kamen am Geweih und an den sich noch entwickelnden, aber bereits schon gut ausgeprägten Beinen zum Vorschein. Einige Milben, die auf ihm herumtobten, haben ihm offensichtlich nicht die Lust an seiner zu reifenden Entwicklung verdorben.
5.) Die erst anfangs nicht sichtbaren Unterflügel wurden weit stärker aufgepumt als die Deckflügel und schauten weit unter den Elytren nach hinten heraus. Das änderte sich aber im Laufe der abendlichen Stunden (gegen 20-22 Uhr), wo die schon weitgehend aufgepumpten Unterflügel z.T. wieder zwecks richtiger "Faltung" unter die Elytren eingezogen wurden. Die Elytren selbst haben sich ohne Mißbildung komplett normal ausgebildet.
6.) Auch das bereits bei der Puppe schon relativ kräftig ausgebildete Geweih wurde jetzt durch den sich spontan weiter entwickelnden Käfer in dieser vorgenannten relativ kurzen Zeit, vergleichweise zur deutlich längeren Vorphase der Entwicklung, stark ausgedehnt (deutlich sichtbar), was m.E. nur mit einer gewissen Pumpfunktion möglich wäre zu bewerkstelligen. Ohne die aktive Mithilfe (Pumpen) des sich entwickelden Käfers hätte die endgültige Ausbildung des Geweihs auf Basis einer wesentlich länger ablaufenden Metamorphose, wie sie bisher stattgefunden hat, sonst weitaus länger gedauert als nur einige Stunden.
7.) Die Farbe der Elytren als auch noch einige Köperteile wie Halsschild und Unterleib haben schon deutlich sichtbar an Farbe, zunächst bräunlich, bis in den späten Abendstunden aber bereits schon etwas metallisch schillernd zugenommen. Diese sichtbare auf einmal schnelle Entwicklungsphase im Verlaufe von jetzt über ca. 10 - 17 Stunden zeugt, wenn sie hoffentlich allgemein auch wahrgenommen wird, von der für uns erstaunlichen Vielfalt der Lebensentwicklung in all seiner möglichen Formen, die uns die Natur anbietet. Und der "Herr" (der phänotypisch fast vollständig entwickelte Käfer), der sich zwischenzeitlich kurz einmal einer geringen "überschüssigen" Flüssigkeit entledigen wollte und diese aus dem Hinterleib herausspritzte,bewegte sich immer noch recht aktiv. Er sucht den Weg ins wahre Leben.Gruß
Dieter "(Heune") -
Hallo Dominik,
ein praller Hinterleib besagt nicht, daß dieses Weibchen auch befruchtet ist. Es läßt nur erkennen, daß es ein Weibchen mit Eier im Hinterleib ist. Wie Johanna bereits erwähnt hat, muß nicht zwangsläufig nach Paarung eine Eiablage erfolgen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Sollte es aber zu einer sich auch über mehere Tage hinziehende Eiablage kommen liegt meist eine erfolgreiche Paarung vor. Denn bei all meinen geschlüpften unbefruchteten Weibchen mit prallem Hinterleib habe ich trotz regelmäßiger Futtergabe bis zu ihrem Tod keine Eiablage beobachten können.
Im übrigen haben die nach Paarung befruchteten Weibchen bei mir gut an Blätter von Erdnuß abgelegt. Sie sollen Zuchtberichten zufolge auch außer an Klee an Wisteria, was Dir ja offensichtlich zur Verfügung steht, ablegen. Entscheidend für die Eiablage ist außer Sonne, die für eine natürliche Paarung wohl noch unentbehrlicher erscheint, auch die Temperatur, die sich um ca. 28-30°C bewegen sollte. Draußen ist es sicherlich noch zu kalt.
Viel Glück
Dieter -
Hallo Actias-Team,
ich möchte kurz berichten, was aus meine Winterzucht von Morpho peleides geworden ist. Alle Falter sind geschlüpft. Die Stürzpuppen wurden im Wintergarten bei im Mittel 16 °C gehalten. Hierdurch konnte keine wesentliche Verzögerung des Schlupfes erzielt werden. Einige Falter der seitlich mit einer Nadel an Styropor aufgehängten Puppen hatten, da der Abstand zur Styroporplatte sehr gering war, eine gehemmte Flügelentwicklung, aus den übrigen kopfunterhängenden Puppen konnten die geschlüpften Falter ihre Flügel normal aufpumpen. Trotz eines Strahlers von 1000 Watt und eine Temperaturerhöhung auf ca. 26 °C kam es zu keiner Copula der ca. 35 Falter. Eine mir gelungene? Handpaarung, durchgeführt nach der o.g. Methode von Jiri, dauerte ungewöhnlich lang über bald 12 Stunden (normal sind 1- max. 2 Stunden) und blieb auch, nachdem sich beide wieder getrennt haben, ohne Erfolg, offensichtlich waren die Genitalien nicht korrekt zusammen. Bei nur einigen Stunden Sonnenschein in den letzen 14 Tagen waren die Falter nur bedacht ans Fenster zum Sonnenlicht zu gelangen, aber nicht interessiert an einer Copula. Wenn also kein "tropischer Wintergarten" mit viel Licht und warmer Feuchtigkeit, abgesehen vom Futter, für das Wohlbehagen der Falter zur Verfügung steht, ist eine Winterzucht von nicht überwinternden Falter wie der M.p. sicherlich nicht einfach. Der letzte Falter überlebte bis gestern (25.03.). Vielversprechender halte ich eher, bereits die Raupen bei etwas kühlerer als Zimmertemperatur aufzuziehen, damit sie langsamer wachsen um hierdurch wenigstens die Verpuppung und den Schlupf der Falter soweit hinauszuzögern, bis Ende Februar/Anfang März endlich die Sonne wieder auftaucht, was dieses Jahr leider nicht der Fall war. Im Frühjahr und Sommer ist die Zucht kein Problem.
Gruß
Dieter -
Hallo Käferfreunde ,
ich hätte nochmals eine Frage bzgl. Futtergabe an frisch geschlüpfte Riesenkäfer bzw. Phalacrognathus muelleri. Ich habe im "Internationalen Käferforum" über die Zucht von Dynastes elephas elephas gelesen, daß "Paul Kaefer" in einem seiner Kommentare zunächst dringend bei frisch geschlüpften D.e.e. von Futtergabe abgeraten hat bzw. diese (beetle jelly) zu entfernen, denn das zöge unweigerlich den Tot des Käfers nach sich, da dieser noch nicht in der Lage sei, das Futter zu verwerten. Man solle erst einige Wochen mit der Futtergabe warten. Während dieser Zeit (3-4 Wochen?) verkriechen sich die Käfer erst noch bis sich der Organismus komplett entwickelt hat. Bei meiner Zucht von Dynastes hercules hat ein 2014 frisch geschlüpftes Weibchen sogleich an Banane gefressen und war 3 Tage später tot. Allerdings hat Arnd (hoelearnd) auch darauf hingewiesen, daß Mißbildungen (hier waren es klaffende Flügeldecken, s. vorangegangene Kommentare)) meist den Tot in kürzester Zeit verursachen. Meine Fragen:
1.) Sollte auch bei frisch gesund geschlüpften Käfern zunächst die Futtergabe für einige Wochen vermieden werden? Was wäre dann eine angemessene Zeit?
2.) Und geht der noch nicht vollständig entwickelte Käfer denn überhaupt an das früh ausgelegte Futter, was ihm m.E. doch auch in der freien Natur, wo er ja auch jeder Zeit dran kommen könnte, zur Verfügung stünde? Oder liegt es daran, daß er sich in der Natur für diese Nachentwicklungszeit solange verkriecht und folglich damit keine Nahrung aufnimmt. In der Zucht graben sich die Käfer doch auch wieder solange ein, bis sie Hunger verspüren.
P.S.: Daniel Ambrühl hat, wie in einem seiner Videos zu sehen ist, seine frisch aus dem Kokon herausgenommenen Käfer - es waren auch D.e.e.- , auf Melone gesetzt, damit sie dort fressen können., offensichtlich ohne daß sie Schaden nehmen.
3.) Gilt dieses Vorgehen, also spätere Futtergabe, auch für Phalacrognathus muelleri, die ich derzeit in Zucht habe, oder ganz allegemein für fast jede Käferart?
Für Eure Antworten besten Dank
Dieter (Heune) -
Hallo Jiri,
besten Dank für den Hinweis.
Gruß Dieter
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Hallo Johanna,
vielen Dank für Deine Vorschläge. Eine sonnenlichtähnliche Zusatzbeleutung wäre überlegenswert, habe im Internet schon so eine kostengünstige Lampe gefunden ("Sonnenlicht Effektleuchte für Decken-und Wandbeleutung Halogenleuchte" von Jago). In meinem Wintergarten von ca. 42-45 m² habe ich zwar auch 8 Halogenleuten von jeweils 40 Watt, durch das Tageslicht sind diese Leuchten aber weitgehend effektlos. Die Lichtstärke müßte mindestens 10000 Lux betragen. Eine Handpaarung habe ich bereits versucht , leider ohne Erfolg. In einem Aerarium hatte ich auch schon einige Pärchen, allerdings ohne Terrarienlampe, aber auch hier kein Erfolg; vielleicht waren auch zu viel Falter im Aerarium. Ich stimme Dir voll und ganz zu, daß der wichtigste Faktor das Sonnenlicht ist. Ohne dieses läuft wohl nichts. Ich will es nochmals mit der Handpaarung und mit mehr Geduld versuchen, vielleicht habe ich doch noch Glück.
LG Dieter -
Hallo Michael,
sofern die rötlichen muelleri das Ergebnis jahrelanger Selektion ist, so basiert die Selektionszüchtung mit ständiger nachfolgender Auslese schließlich doch zuletzt auf die 3. mendelsche Unabhängigkeits-und Neukombinationsregel, wofür ja auch die noch variable Farbintensität (Phänotyp) spricht. Nur zum größten Teil erhält man wieder, wie Du sagst, sehr gute rötliche Tiere. Ob zusätzlich auch Mutationen, wie sie in der Natur vorkommen , eine Rolle bei der Selektionzüchtung spielen, vermag ich nicht zu beurteilen, halte sie aber für äußerst unwahrscheinlich.
Gruß
Dieter -
Hallo Actias-Freunde,
ich habe vom Herbst letzten Jahres ca. 35 Raupen von Morpho peleides mit Klee problemlos bis zur Verpuppung gezüchtet. Die an einer Styroporplatte mit einer Nadel angehefteten Hängepuppen wurden bei ca. 20- max. 22°C gehalten. Vor ca. 10 Tagen hat das große Schlüpfen begonnen. Sie fliegen jetzt in meinem Wintergarten, nicht selten auch ans Fenster zum Licht. Als Futterangebot erhalten sie dünne Scheiben von reifen Birnen, Orangen, Ananas, Kiwi, Banane und Apfel. Damit das Obst nicht zu schnell austrocknet, wird es mit etwas Zuckerwasser besprüht. Futterwechsel alle 2-3 Tage, wenn erste Zeichen von Schimmelbildung sichtbar wird. Die Falter - es sind jetzt noch gut 25 Falter, davon gemischt ♂ und ♀ -, erfreuen sich an dem reich gedeckten Tisch. Hin und wieder setze ich sie aufs Obst, wenn sie mir zu reglos erscheinen, dann saugen sie genußvoll. Aktiver werden sie wenn ich die Temperatur im Wintergarten auf 25-28°C aufheize. Leider hatten wir, abbgesehen von 1 -2 Tagen, bisher keinen wesentlichen Sonnenschein, weshalb m.E. auch die Paarungbereitschaft erheblich gesunken ist, denn sie zeigen im Gegensatz zu meiner Sommerzucht im letzten Jahr keine Anstalt sich zu paaren. Meine Fragen:
1.) Da bekanntlich die Morphos peleides z.T. bei guter Verpflegung bis zu 6 Wochen oder sogar noch läger überleben können, könnte ich mit Beginn der Märzsonne noch auf eine Paarung hoffen oder sind die Falter dann doch zu alt?
2.) Ist eine noch höhere Temperatur als die vorgenannte im Wintergarten erforderlich, um eine Copula zu erhalten?
3.) Läßt sich der Morpho peleides auch handverpaaren?
4.) Da dieser tropische Falter keine Winterpause kennt,was ist grundsätzlich bei einer Winterzucht zu beachten oder ist eine Nachzucht nur in den Sommermonaten bis zum Herbst möglich?
Für Eure Stellungnahme im voraus besten Dank
Gruß Dieter ("Heune") -
Hallo Arnd und Christian,
vielen Dank für Eure Stellungnahme.
Wenn die rötliche Form von P.m. nicht durch eine Genmutation hervorgerufen, sondern herausgezüchtet wurde, dann müßte m.E. die Farbe der Deckflügel, wie auch bei den herausgezüchteten Farbvariationen der Rosen, den Mendelschen Regeln unterliegen , ggf. in Form der Uniformitätsregel (1. Mendelsche Regel) mit dominat-rezessivem Erbgang, also wäre die F1 Generation noch rötlich, in diesem Fall möglicherweise z.B.die Elterntiere der angeboteten Larven. Die angebotenen Larven wären dann aber bereits die nachfolgende Generation F2 usw. mit unterschiedlicher Farbausprägung bzw. Phänotyps (rötlich und klassisch). Oder aber es kommt die Spaltungsregel (2. Mendelsche Regel) zum Zuge, d.h. es handelt sich bei den Elterntiere um eine gleichartige heterozygote Parenteralgeneration mit gleichem rötlichen Phänotyp und bei dann dominat-rezessivem Erbgang die Larven im Gen wieder das Allel für die rötliche als auch klassische Farbe in sich bergen, d.h. als Phänotyp die rötliche als auch klassiche Käferfarbe auftritt im Verhältnis 3:1 und einem Genotyp von 1:2:1. Das käme der Ausführung von Arnd am nächsten. Meine Frage an Christin wäre, wenn die Vererbung der Farbe seines Wissens nicht nach den Mendelschlen Regeln abzulaufen scheint, wie würde er sich dann das Zustandekommen der Farbe erklären. Wenn evtl. im Rahmen der sich zum Käfer metamorphosierenden Larven die Farbe vorprogammiert wird, dann dürfte dies doch m.E.eigentlich auch nur über die Vererbungslehre gehen. Was meint Ihr dazu. Derzeit habe ich 8 im Verpuppungstadium befindliche Larven und möchte es, dem Vorschlag von Arnd folgend, selektieren und selbst einmal ausprobieren .
Gruß
Dieter -
Hallo Actias-Team,
ich habe folgende Fragen zu Phalacrognathus mülleri rötlich, ein von mir erstmals erst kürzlich gelesenes Angebot ( Coleoptera XXL ) von Larven dieser Art.
1.) Handelt es sich bei Phalacrognathus mülleri rötlich, um eine natürlich vorkommende Farbvariante oder um eine farblich herausgezüchtete Art von P.m.?
2.) Wenn dieser rötliche Phänotyp neben der klassischen Regenbogenfarbe existiert, wie verhält es sich mit der Dominanz dieser Farbvariante und ist es gewiß, daß aus den angeboteten Larven auch ein Käfer mit rötlichen Elytren schlüpfen wird z.B. bei dominat-rezessivem Erbvorgang oder gelten kurz gesagt die entsprechenden Mendelschen Verebungsregeln z.B. die Segregationsregel (gleichartig heterozygot für ♂ und ♀ für die nachfolgenden Generationen bei Verpaarung ausschließlich des rötlichen Phänotyps? Liegen hier Untersuchungen oder Erfahrungen vor.Für Eure Stellungnahme im voraus meinen besten Dank
Dieter ("Heune") -
Hallo Marvin,
Inzuchtprobleme sind mir bei Actias dubernardi bisher noch nicht aufgefallen, dennoch ist nicht auszuschließen, daß solche doch einmal bei ausschließlichen Inzuchten auftreten könnten, wenn auf Dauer keine Auffrischung des Zuchtstammes mehr erfolgt. Vorhersehen kann man das allerdings nicht. Es bleibt nur zu hoffen, daß Inzuchtprobleme wie z.B. kleinere Falterbildung, unfruchtbare Eier nach Copula, vermehrte Krüppelbildung, ablehnendes Fortpflanzungsverhalten, Fehlentwicklung bei der Verpuppung usw. auf absehbare Zeit nicht auftritt. Die Praxis der Nachzuchten wird es zeigen.
Gruß
Dieter -
Hallo actias Freunde,
nach ca. 2 Jahren Recherche habe ich
festgestellt, daß seit 2009 in Actias Börse keine Importware mehr von
Actias dubernardi angeboten worden ist. Auch meine Recherchen in China
haben nichts
ergeben. Die angebotenen Eier oder Kokons von einigen
Züchtern in der Börse sind durchweg x-Nachzuchten (zum Teil bis zu 20
Nachzuchten), aber keine einzige Importware seit 2009. Ich habe zur Zeit
70
Kokons von actias dubernardi aber eben auch nur als Nachzuchten, wenn auch nur aus 2 unterschiedlichen Zuchtlinien (seit 2010).
Falls
Interesse an meiner actias dubernardi-Linie besteht, bitte ich meine
Angebote in der Actias Börse zu beachten oder mir zu e-mailen. Ich habe
Kontakt zu einem Züchter, der chinesiche Freunde als Züchter hat.
Vielleicht habe ich Glück über Ihn Eier oder Kokons aus China zu
erhalten oder zumindest Adressen zu erhalten, wo diese Species angeboten werden (wann das sein wird, wenn überhaupt, das ist völlig
unbestimt!!). Vielleicht sollten Züchter sich auch eimal bemühen ,
vielleicht sogar über China-Import-Firmen Eier oder Kokons zu erhalten. Für Informationen wäre ich dankbar.
Gruß
Dieter ("Heune"" -
Hallo Jonas,
Moderator Rudi beipflichtend sollten nur "Deutsch" und "Englisch" im offenen Forenbereich Anwendung finden.
Dennoch möchte ich Dir den Text - leichter verständlich in Anlehnung an unsere nordeutschen Sprachdialekte - teils wörtlich, teils sinngemäß übersetzen.Hartelijk (Vielen) dank voor (für) je (Ihren ) reactie (Kommentar/Reaktion)!
Ik (ich) heb (habe) al zitten zoeken (gesucht/gefunden) in de wetten (alle gesetzlichen Zitate /auf Gesetz basierende Berichte) op internet (auf/im Internet) en kon niet (und konnte nicht) echt een (ein echt//wahren) duidelijk (klaren/eindeutigen) stuk (Hinweis) vinden (finden) waarin (worin) het (es/dies) staat (steht).
Ook (Auch) in Nederland is het (ist es) niet echt (nicht echt/wirklich) heel duidelijk (ganz klar). Hier is de wet (das Gesetz) een (einige)
aantal (Anzahl) jaren (Jahren) geleden (gelegen) veranderd (verändert) in (vor einigen Jahren verändert worden in): de soorten (diese Sorten) mogen (mögen/dürfen) niet (nicht) opzettelijk (absichtlich)
gedood (getötet) worden (werden). In Nederland zijn (sind) drie (drei) vlindersoorten (Schmetterlingssorten/-artenm) beschermd (" beschirmt" beschützt/geschützt) Die
mogen (mögen/sollen/dürfen) ook niet (auch nicht) gekweekt (geweckt/gezüchtet)worden (werden).
Gruß
Dieter -
Hallo Jörg,
gut, daß Du noch weitere für mich bisher noch nicht bekannte Futterpflanzen für M. peleides aufgeführt hast. Hierfür meinen besten Dank. Auf Klee, Erdnuss, Robinie und Wisteria dauert die Zucht vom Ei bis zur Puppe allerdings auch recht lange, im Durchschnitt 3 Monate +/- . Als alternative Futterpflanzen sind diese jedoch ein überlegendswerter Aspekt. Im kommenden Frühjahr/Sommer will ich einmal einen Zuchtversuch mit diesen verschiedenen Futterpflanzen (Klee, Erdnuss, Wicke und Bohne bzw. Erbse) starten und das unterschiedliche Wachstum beobachten.
Gruß
Dieter -
Hallo Arnd,
Dein Bericht über die Insektenbörse, Ingolstadt ist ausgezeichnet, klein aber fein, wie Du sagst. Ich hatte vor sie zu besuchen, leider konnte ich sie aus Zeitgründen nicht besuchen. Gerne hätte ich Euch als Moderatoren einmal getroffen und kennengelernt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Hinweisen möchte ich auf die Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt am Main im Titusforum des Nordwestzentrums, am 05. und 06. 11. 2016. Parkplätze stünden in einer dem Besucherzentrum nahe gelegenen Seitenstraße genügend zur Verfügung (ohne Parkgebühren). Hier kann man wirklich alles bekommen, auch lebend oder was man oft sonst nur selten bekommt. Da die Einfuhr exotischer Käfer und Schmetterlinge aus den betreffenden Ländern schwieriger und immer mehr eingeschränkt wird, ersichtlich auch aus Deinem Artikel zur Börse aus dem Donaukurier, wäre es erstrebenswert, daß diese Insekten durch uns Züchter erhalten werden könnten. Aber auf längere Sicht werden sicherlich eine große Anzahl dieser schützungswürdigen Insekten aufgrund der "Agrarintensivierung" verschwinden. Daher hätte ich eine Frage zu Deinem Bericht.
Du schreibst: "Traumhafte Variante eines Apollo-Falters Parnassius ssp, eventuell
wiskottii, leider ist diese Zuchtlinie nach Aussage des Züchters letztes
Jahr erloschen!" (Kein einhimscher Apollo!) Vielleicht ist sie ja doch nicht verloren? Weiß irgend jemand genaueres?
Meine Frage: Hast Du inzwischen Antwort bekommen? Ich könnte mir vorstellen, diesen Falter nachzuzüchten, wenn dies in meinem Gewächshaus von ca 45-50 m² möglich wäre.
Gruß
Dieter -
Hallo Karola und Frank,
recht herzlichen Dank für Eure Anregung zu einer möglichen Futterpflanze im Winter für Morpho peleides. Ich habe zwar außer Klee, Wisteria und Erdnuß bisher noch keinen Hinweis dafür gefunden, daß diese Species auch die Blätter von Erbsen - oder Bohnenpflanzen frißt. Zwar ist es jezt leider zu spät für die Anpflanzung der von Dir vorgeschlagenen Hülsenfrüchte in meinem Wintergarten, da meine Raupen schon weitgehend alle verpuppt sind. Dennoch reizt es mich einen Versuch in dieser Richtung vorzunehmen und ich werde Deinem Vorschlag folgend im diesem Frühjahr/Sommer diese Pflanzen, die ich übrigens dann aus meinem Gemüsegarten entnehmen kann, ausprobieren nach dem Motto von Moderator Arnd "Try and Error". Nochmals besten Dank.
Gruß
Dieter -
Hallo Johanna,
die sich eigentlich als Hägepuppe dennoch am Boden vollständig entwickelte Puppe habe ich bereits aufgehängt. Meine bisher vor ca. 3 - 4 Wochen !!! im Wintergarten an einer Styroporplatte aufgehängte Puppen bei einer Durchschnitttemperatur von anfangs noch ca. 12 - 13 °C, in den letzten 2 Wochen aber nur noch ca. 10 °C, sehen alle noch sehr gut aus. Dennoch möchte ich gerne Deinen Rat befolgen und die Puppen wärmer stellen; eine will ich im Wintergarten, wie Du vorschlägst, belassen und deren Entwicklung beobachten. Ich habe bisher Klee, der bei den warmen Temperatueren im Freien noch gut nachgewachsen ist, in ausreichender Menge gefunden. Entsprechend Deiner Empfehlung habe ich schon vor Wochen Klee neben Erdnußpflanzen im Haus nachgezüchtet, da ich davon ausgehen mußte, daß der Winter mit Schnee doch noch kommt und die Kleesuche erschwert. Die Falter werden sicherlich noch im Winter schlüpfen, da keine Diapause bei diesen tropischen Faltern eintritt, weshalb ich die Temperatur im Wintergarten erhöhen muß, um für die Falter entsprechende Lebensbedingungen mit nachfolgendem Zuchterfolg zu erhalten. Leider ist die Zucht dieses Falters sehr zeitraubend, da eine Entwicklungsphase vom Ei bis zur Puppe gut 3 bis sogar 4 Monaten in Kauf genommen werden muß. Ich habe immer noch 5 Raupen, die sich erst in einigen Tagen verpuppen werden, d.h. dann nach beinahe 4 Monaten. Bisher hatte ich keine wesentlichen Ausfälle, da die Feuchtigkeit in den Zuchtboxen durch den Klee ausreichend hoch war.
Ich danke Dir recht herzlich für Deine Stellungnahme und wünsche Dir in der kommenden Zuchtsaison ebenfalls viel Erfolg.
Gruß
Dieter -
Hallo Arnd,
der ausführliche Kommentar auf Basis Deiner eigenen Erfahrungen zur Futteranreicherung ist äußerst interessant. Hiervon kann ich vieles für mich verwerten, zumal mich die Zucht von Goliathus goliathus und Dynastes hercules hercules stark reizt. Ein füherer Zuchtversuch mit hercules war insofern erfolgreich als nach Verpuppung Männchen und Weibchen gleichzeitg geschlüpft waren, aber das Weibchen dann leider nach kurzer Zeit infolge einer Mißbildung (Elytren) einging. Zu meinen damaligen Fragen hierzu hast Du mir auch gute Ratschläge vermittelt. Bei der jetzigen Zucht von Phalacrognathus muelleri hatte ich bisher keine Probleme mit meinem selbst hergestellten Flake soil. Die Zucht ist nicht mit größerem Arbeitsaufwand verbunden und läßt sich gut neben meiner vorrangigen arbeitslastigen Schmetterlingszuchten durchführen. In zwei Zuchtbehälter habe ich allerding wohl zu viel von getrockneten Seidenraupenpuppen untergemischt, daher will ich versuchen dieses mit Eiweiß überladene Substrat noch mit den anderen 7 noch nicht mit Proteinzusatz versehenen Zuchtgläsern zu vermischen, um eine geringere Menge an Eiweiß in jedem einzelnen Substrat zu erhalten. Wie auch der schweizer Pilz - und Käferzüchter Daniel Ambrühl in einem seiner Videos meint, sollte man die überschüssigen Fruchtkörper von im Larvenfutter gezüchteten Austerseitling auch als zuviel des Guten lieber selbst essen, weshalb Du es nachfolgend begründest. Deine Ausführungen bezügl. der Saccharide und Proteine ist sehr aufschlußreich und zwingt einem förmlich zum Ausprobieren. Insgesamt finde ich zahlreiche für mich sehr nützliche Aspekte in Deinem Kommentar wofür ich Dir hierfür nochmals ausdrücklich danken möchte.
Gruß
Dieter