Beiträge von nandyavarta

    Hallo wertes Forum,
    ich traue mich ja schon fast nicht mehr zu fragen, weil meine Fotos wirklich kaum eine Hilfe bieten, aber dennoch bitte ich Euch es einmal zu versuchen.
    Heute fand ich 3 Eier an einer Schlehenhecke in 04279 Leipzig, genauer in Lößnig in einem Park. Die Schlehen stehen am Wegesrand relativ luftfeucht und
    sind nur mäßiger Besonnung ausgesetzt. Die Äste ragten gen Norden bzw. Nordwesten. Mein Problem ist, dass ich die Eier von T. betulae und von S. pruni
    nicht unterscheiden kann. Die heute gefundenen Eier sind kleiner und etwas dunkler als die in Brandenburg gefundenen Betulae-Eier. Mit bloßem Auge erkenne
    ich auch nur eine Vertiefung in der Mitte.
    Auf den Fotos sieht die Mikrophyle allerdings wie ein Loch aus. Die geringere Größe, der kleine "Krater" und der schattig liegende Ablageort lassen mich zu S. pruni tendieren.
    Vielleicht kann jemand an Hand der Fotos etwas genaueres sagen.
    Beste Grüße und Dank,
    Christian

    Hallo Sascha,

    ich denke Du liegst richtig. Ich habe mir im Internet noch einige Fotos angesehen, und die kommen dem meinigem Ei sehr nahe.
    Vielen Dank, ich bin ernsthaft begeistert, wie schnell, ordentlich und korrekt Du bestimmen kannst! Ganz großes Lob und Dank.

    Beste Grüße
    Christian

    Hallo wertes Forum,
    ich habe mal wieder eine Bestimmungsanfrage. Leider kann ich bis auf Fundort/datum nichts dazu sagen. Meine laienhaften Pflanzenbestimmungen reichten nicht einmal aus, den Baum zu erkennen.
    Es handelt sich um fast rundes, weißes Ei, welches sich nach oben hin verjüngt und Längsstreifen besitzt, die an Säulen erinnern. Fundort war Brandenburg, ein Waldrand östlich von Fürstenwalde/Spree. Das Waldstück besteht zum größten Teil aus riesigen Eichen. Grund meiner Exkursion waren einige Schlehenhecken, aber durch Zufall entdeckte ich besagtes Ei. Funddatum war der heilige Abend letzten Jahres. Ich kann mir vorstellen, dass eine Bestimmung nicht leicht wird, zu mal die Qualität der Fotos auch nicht gerade überwältigend ist, aber dennoch, vielleicht hat jemand eine Idee.
    Beste Grüße und Dank
    Christian

    Hallo Joni,

    ich bin kein Chemiker aber in dem Buch: Gerhard G. Habermehl: Gift-Tiere und ihre Waffen. 5. Auflage. Berlin Heidelberg New York. 1994, S. 86. wird Papilio antimachus auch kurz angesprochen. Die Spalte, die Auskunft über die Raupennahrungspflanze gibt, ist in diesem Buch nicht ausgefüllt. Das Gift zählt aber laut dieser Publikation zu Cardenoliden. Cardenolide werden auch in Nerium oleander angegeben. Das sollen herzwirksame Stoffe sein, aber wie gesagt ich habe von Chemie keine Ahnung!
    In einer anderen Internetquelle (Facts about African Giant Swallowtail (Papilio antimachus) - Encyclopedia of Life) fand ich noch den Hinweis, dass P. antimachus wahrscheinlich an Pflanzen der Rutaceae frisst. Aber auch diesmal bin ich mir nicht sicher, da ich keinerlei Quellenangaben finden konnte.

    Beste Grüße
    Christian

    Hallo liebes Forum,
    ich möchte mich an dieser Stelle schon mal ganz herzlich für die Antworten bedanken.
    Es ist schon komisch, dass es einen Leitfaden gibt, wie ihn Jürgen beschrieben hat, und dennoch haben hinund wieder Züchter Erfolg
    völlig entgegen des Möglichen. Wirklich spannend. Vielleicht klappt es, dass ich noch ein paar Puppen von der Krim bekomme, dann werde
    ich auch mal schauen, was mir auffällt.
    Beste Grüße und besten Dank!
    Christian

    Hallo liebes Forum,
    ich habe mal eine hypothetische Frage zur Zucht von Z. polyxena. Der Frage geht ein Abschnitt aus dem Lepiforum vorraus.
    Vielleicht hat schon jemand mit dem Problem Erfahrungen oder Ideen.
    Hier der besagte Eintrag: "Die Osterluzei ist eine hochgiftige Pflanze. Jede einzelne Art enthält
    etwas unterschiedliche Giftstoffe, an die sich die Raupen angepasst
    haben. Meist wachsen in einem Gebiet nur ein oder zwei Osterluzeiarten,
    so dass die Osterluzeifalterraupen auch nur gegen das Gift dieser Arten
    immun sind. In Österreich und Tschechien leben die Raupen beispielsweise
    an der Aufrechten Osterluzei (Aristolochia clematitis). Versetzt
    man diese Raupen auf eine andere, südeuropäische Osterluzeiart,
    vergiften sie sich. Ebenso gehen beispielsweise süditalienische Raupen
    ein, wenn man sie nach Norden, ins Gebiet einer anderen Osterluzeiart
    verbringt, bzw. in der Zucht damit füttert."
    Heißt das, dass ich zum Beispiel keinen Falter aus der Ukraine/Krim mit einem Falter aus Ungarn verpaaren kann, weil der Nachwuchs keine beliebige Aristolochia sp. fressen kann ohne sich zu vergiften? Die Elterntiere haben schließlich unterschiedliche Gifte als Raupe zu sich genommen.
    Beste Grüße, und ich hoffe ich habe bei meiner Frage nichts absolut logisches übersehen.
    Christian

    Wertes Forum,
    gestern wurde die Anfrage nach einer "wurmähnlichen Larve" gestartet, woraufhin Rudi die Vermutung äußerte, dass es sich dabei um eine Puppe von Hippotion celerio handelt.
    Ich habe dann Rudi eine Nachricht geschrieben, weil mir nicht klar ist, wie ich die Puppen von H. celerio von denen des H. osiris unterscheiden kann.
    Rudi hat mir schon einige Hinweise gegeben, aber er bat mich, diese Frage nochmal ins Forum zu stellen.
    Vielleicht kann mir da noch jemand etwas auf die Sprünge helfen.

    Beste Grüße
    Christian

    Ukraine 11.Juli-26. Juli 2012

    Am 11. Juli gegen 20 Uhr starte meine Sommerreise in Frankfurt/Oder. Der Urlaub war eher ein Familientreffen mit der Verwandtschaft meiner Freundin als ein Urlaub auf der Suche nach Krabbelzeugs, aber dennoch muss ich mal kurz erzählen.
    Mein Schwiegervater und ich fuhren abends über die deutsch-polnische Grenze bei Guben. Um Zeit zu sparen wollten wir die ganze Zeit durchfahren und alle 4 Stunden den Fahrer wechseln. Ich glaube bei Sonnenaufgang erreichten wir die polnisch-ukrainische Grenze, die auch die Weiterfahrt drastisch verändern sollte. Die Straßen wurden schlechter und schlechter. Es ist Wahnsinn, dass die Leute hier noch so brettern können, aber sie scheinen mit Gott zu fahren, und ich verließ mich auf das Ausweichen in die Straßengräben. Die Fahrrillen sind teilweise so tief, dass das Auto öfter auf den Boden aufschlug, als der Volleyball in einem Amateurteam. Vorbei an den Ausläufern der Karpaten fuhren wir weiter gen Osten. Bevor ich weiter abschweife, kamen wir schließlich gegen 21 Uhr in Cherson, Oblast Cherson in der Ukraine an. Wir wurden schon erwartet und nach einer wirklich wichtigen Dusche und einem ausgiebigen Abendsessen legten wir uns nieder und schliefen auch sofort ein.
    Am nächsten Morgen setzte ich mich zum Frühstück in den Garten, und es dauerte keine 5 Minuten, da flog schon das erste Taubenschwänzen um die bunten Blumen. Wenig später setzte sich ein riesiger Kardinal auf eine Blüte und zog schnell wieder davon.
    Im Stadtzentrum von Cherson begegnete ich dann einen toten Bockkäfer, den Klaas als Körnerbock identifizierte. Es ist schon erstaunlich, dass solche Urwaldrelikte mitten in einer 350000 Einwohner-Stadt zu finden sind.
    Einige Tage später fand ich einen weiblichen Nashornkäfer am Ufer des Dnepr.
    Einen Tag verbrachte ich in Askaniya Nova, wo ich unzählige Kardinäle, Taubenschwänzchen und Bläulinge beobachten konnte. Auf dem Rückweg durch den Botanischen Garten entdeckte ich ein Rotes Ordensband an einer alten Eiche.
    Die Fahrt ging weiter nach Henichesk und dann auf die anliegende Halbinsel am Asowschen Meer. Hier verbrachte ich fast eine Woche. Das Gebiet ist sehr sumpfig und umgeben von etlichen Salzseen. Bei über 40°C im Schatten konnte man auch den einen oder anderen Schwalbenschwanz auf feuchten Wegstellen entdecken. Ebenso blieben auch die Kardinäle und Taubenschwänzchen nicht aus. Ich habe generell noch nie so viele Taubenschwänzchen gesehen.
    Am Abend, wenn man durch die dichten Mückenschwärme hindurchschaute, konnte man immer wieder Gottesanbeterinnen entdecken. Fast regungslos lauerten sie an den beleuchteten Hauswänden die Beute auf.
    Hin und wieder sah ich bei meinen Spaziergängen Resedafalter und andere Weißlinge über die karge Steppenvegetation fliegen.
    Kurz vor der Abfahrt Richtung Deutschland wollte ich nochmal die Stadt Cherson besichtigen, was ganz nebenbei, wirklich lohnenswert ist!
    Die erwähnten Kardinäle und Taubenschwänzchen blieben auch in den drei folgenden Tagen nicht aus, aber ein Highlight muss noch Erwähnung finden. Zum ersten Mal sah ich Segelfalter(2 Stk.) durch den Garten fliegen. Wirklich majestätisch, wenn sie über die Köpfe segeln.
    Jeden Abend bekam ich noch Besuch von Roten Ordensbändern und den Gottesanbeterinnen.
    Schweren Herzens musste Abschied genommen werden und die 27ig stündige Heimfahrt rückte in den Vordergrund.
    Bitte Verzeiht mir den wirklich flüchtigen Ausflug in die Ukraine, aber den Kultur- und Kunsthistorischen Teil habe ich jetzt ausgelassen.
    Entomologisch macht es leider auch kaum Sinn weiter in die Tiefe zu gehen, da das Fotomaterial sehr dürftig ausgefallen ist.
    Ich hoffe dennoch, die kurzen Eindrücke sagen Euch zu.

    Hallo Klaas,
    Besten Dank für die schnelle Bestimmung. Ich habe den Käfer vor einem Restaurant gefunden, tot und schon etwas beschädigt. Ich habe alle Insekten dort gelassen, und nur fotografiert, da ich mich nicht mit den Einfuhrbestimmungen auskenne. Und nun, nach Deiner Bestimmung, sollte ich auch wirklich glücklich darüber sein. Ich war mit Auto dort und die Zollbeamten sind nicht gerade zimperlich.
    Aber es freut mich trotzdem diesen schönen Käfer gefunden zu haben.
    Liebe Grüße
    Christian