Ja, kann ich folgen. Wichtig ist der Hinweis des Verkäufers, der zahlt letztlich die Gebühr. Das "standardisierte "Friends and Family" sollte tatsächlich weg.
Viele Grüße
Johannes
Ja, kann ich folgen. Wichtig ist der Hinweis des Verkäufers, der zahlt letztlich die Gebühr. Das "standardisierte "Friends and Family" sollte tatsächlich weg.
Viele Grüße
Johannes
Schau mal unter Internes/Handelsberichte, da habe ich eine ähnliche Meldung eingestellt und die "Loreen" taucht auch auf!
Gruß
Johannes
Hallo Flo,
ich geb' dir unumstritten recht, allerdings hat der Frostschutz auch seine Grenzen (auch unter Rinde). Die von Bostjan zitierten sibirischen -40°C dürften für A. yamamai wohl etwas viel sein. Und sind die Raupen erst einmal geschlüpft und es kommt Frost, ist es vorbei. Der Rest ist wohl Fachsimpelei.
Ich kenne auch nur Eichen/Buchen als Futter und wie gesagt, warum nicht einmal mit Frostfutter probieren. Man sollte sie wohl im Vakuum einfrieren, um Kristallbildung und Oxidation zu verhindern.
Grüße
Johannes
A. yamamai wird zur Seidengewinnung in vielen Teilen der Welt bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Verwilderte Vorkommen liegen im Balkangebiet, Niederösterreich und Nordostitalien. Dass allerdings die Winter in den südlich der Alpen gelegenen Gebieten (Mittelmeerraum) kälter sein sollen, als die nördlich davon (Mitteleuropa), halte ich für ein Gerücht. Das atlantische Klima (Golfstrom) macht sich in Frankreich, England und auch bei uns derzeit mit milden Wintern bemerkbar. Unsere früher normalen, langen Winter mit starken und oft späten Frösten (kontinentale Kaltluft aus dem Osten) überleben aber die Eier nicht (sonst hätten wir den Falter schon überall)!
Buchen- oder Rotbuchen- (Fagus silvatica) zweige helfen auch nicht weiter, da nur, wie bei Eiche, sehr kleine Blätter austreiben. Ich wüsste nicht, welche alternative Futterquelle im Moment sonst in Frage kommt (außer immergrüne Eichen)!
Am Nordfenster, was Bostjan vorschlägt, war es bei mir in den letzten Tagen schon um die 10 Grad, was den Schlupf mit Sicherheit induziert hätte und man dann ohne Futter dasteht. Und bis zum Austrieb der Eichen oder Buchen ist es noch lange.
Hat schon mal jemand Eichenblätter im Sommer eingefroren und diese bei Bedarf aufgetaut und verfüttert?
Grüsse
Johannes
Hallo zusammen,
ich hatte im letzten Jahr im Januar Eier von Antheraea yamamai und diese leider nicht gleich so kalt gestellt, wie es notwendig wäre. Die Raupen sind geschlüpft, kein Problem! Ich hatte vorher Eicheln gesammelt und Zweige ins Wasser gestellt. Hat am Anfang auch ganz gut funktioniert, wenn man bedenkt, dass je Zweig und Trieb nur 1-2 ca. 2 cm große Blätter austreiben (zu mehr reicht es im Wasserglas nicht). Und auch die Zweige brauchen 4 Wochen zum Austreiben!
Nach 14 Tagen waren es nur noch 4 Raupen übrig, der Rest war verhungert. Selbst ständig nachgesammelte Zweige von Eichen konnten nich helfen. Und die 4 Raupen waren im April so groß, dass ich das Futter nicht mehr bei brachte. 1 Raupe hat überlebte und hat die Verpuppung gerade noch geschafft. Anfang Mai trieben dann die ersten Eichen richtig aus...
Man darf nicht vergessen, dass nachzuchten aus Südeuropa dort keine Probleme wegen der wintergrünen Eichenarten haben, bei uns zu früh geschlüpfte Raupen in nahezu allen Fällen das puppenstadium nicht erreichen. Nahe Deggendorf soll es eine ausgewilderte Population geben, die offenbar einen bestimmten Zyklus hat und die Eier dort auch stärkeren Frost überstehen.
Gruß
Johannes
Hallo Sascha, hallo Jörg,
dem Zitat kann ich zustimmen. Natürlich ist ein vollständiger Kahlschlag katastrophal für diese Populationen, aber Nichtstun ist noch viel schlimmer. Und niedrigwüchsige Schlehen kommen nur von Stockaustrieben nach dem Rückschnitt. Eine 3 m hohe Schlehenhecke ist ist für den Segelfalter uninteressant. Fachlich fundiert Heckenpflege sieht den Rückschnitt auf jeweils nur 1/3 alle 2-3 Jahre auf der gleichen Hecke vor. Auch die Schäfer haben nie alles weggeschnitten. Nur sind auch die leider selten geworden.
Zu meinem früheren Vorkommen: die lagen alle in der Fränkischen Schweiz um Ebermannstadt/Forchheim. Inzwischen sind alle Vorkommen erloschen.
Johannes
Ich selbst wohne in Mittelfranken und habe den Frankenjura gewissermaßen vor der Haustüre. Ich kann mich noch gut erinnern, dass es in meiner Jugend weite, offene Hänge dort gab, in denen der Frankenapollo und der Segelfalter vorkamen. Diese Halbtrockenrasen wurden noch von Schäfern gepflegt und offen gehalten. Inzwischen sind fast alle dieser Offenflächen verschwunden und mit ihnen diese seltenen Arten. Diese Hutungsflächen sind, wie so viele Landschaftsteile, anthropogen entstanden und bei fehlender Pflege werden sie mit all ihren (oft mediterran zugewanderten) Arten verschwinden.
Ich verstehe, wenn es um sinnlosen Kahlschlag geht, aber gerade bei Schlehen ist die Gefahr der Verdrängung wertvollster Trockenrasen durch starke Stockausschläge sehr groß. Ich denke, dass die Fraßspuren von Segelfalterraupen an alten Schlehen nur "Notfutter" darstellen.
Johannes
![]()