Beiträge von steffen1978

    Hallo Constantin und Dennis,
    also wenn ich es auf dem letzten Bild von Constantin richtig erkenne (?), dann hätte die Raupe 2 vollausgebildete Bauchbeinpaare und 2 zurückentwickelte Bauchbeinpaare....

    Campaea margaritata wäre demnach (nur ein voll entwickeltes und ein zurückgebildetes Bauchbeinpaar) auszuschliessen. Die Anfrage wäre demnach noch offen.

    Grüße, Steffen


    P.S.: Das ist Campaea margaritata:

    Hallo Constantin,
    auch wenn ich es in Deinem Foto nicht sicher erkennen kann, würde ich mal Richtung Campaea margaritaria (Perlglanzspanner) tendieren. Schau mal ob das vordere Bauchbeinpaar etwas "kürzer" (nicht vollständig) ausgebildet ist.
    Catos sollten um diese Zeit noch recht rund sein (überwintern als Eier^^).

    Sicher bin ich mir aber nicht.

    Gruß
    Steffen

    Hallo Sven,
    hab ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt....
    LED im scheinbar besonders wichtigen Bereich von ca 365-368 nm kosten bei gleicher "Leuchtintensität" etwa 5-10 mal so viel wie "meine" Rohren.... Ich habe mit Nichia High-Power UVA LEDS experimentiert (schau mal was da ein 5 Watt Teil kostet!) - das geht gut, nur ists wirklich (noch) unheimlich teuer... Der Akku, den der von Dir genannte Autor nennt, ist toll, ich hab den auch :smiling_face:
    Nur hält er mit einem Blei-Gel-Akku (noch) nicht mit, wenn Du die nutzbare Energie auf die Kosten beziehst. Von ner Motorradbatterie hab ich nie was gesagt - ganz im Gegenteil - die kannst vergessen, da geb ich Dir sofort recht.
    Ach, weißt Du, wie oft schon hatte man an der Lampe nix, obwohl die Lampe vielleicht gut ist^^ Ich nutze daheim 4 sog. superaktinische Röhren (ges 110 Watt) an einem tollen großen Leuchtturm und wie oft schon hatte ich nicht viel am Licht.... Ort/Wetter/Zeit/Mond(!), Wind, Temperatur, Feuchte .... das ist alles noch ne Nummer wesentlicher als das Licht an sich - nur können wir eben Rahmenbedingungen nicht nach unserem Gusto steuern.
    LEDs werden in absehbarer Zeit ganz sicher neue Perspektiven eröffnen, davon bin ich überzeugt. Das ganze wird dann mit den ebenfalls in absehbarer Zeit immer "besser" werdenden Batterien eine tolle Sache! Noch ists aber teuer...
    VG
    Steffen :smiling_face:

    Joa, sehr sexy :smiling_face:
    Nur kosten brauchbare UVA LED im Bereich 350-370 nm immer noch eine schweine Geld und sind noch lange nicht so "lichtintensiv" wie andere Leutmittel :face_with_tongue:
    Die Teile, die 405 nm (violett liefern) waren bei mir im Test nicht brauchbar.... also kein Vergleich zu 368 nm Röhren. Ich höre aber gerne dazu auch positive Meldungen :smiling_face:
    Gruß
    Steffen

    Hallo Stella,
    Zitat: "Mein Wunsch wäre es, Taubenschwänzchen zu züchten, die ich täglich im Sommerflieder beobachten kann, aber leider finde ich keine Raupen, auch nicht auf dem Gallium. "
    Dazu zwei Hinweise: Jetzt nach Raupen zu suchen ist nicht sehr erfolgreich, denn eigentlich sollte die Generation, die jetzt am Sommerflieder fliegt, bald die Reise nach Süden antreten. Einige überwintern zwar auch hier als Falter, aber je nach Winter überleben nur sehr wenige (eines hab ich mal im März gesehen, eines Anfang April). Raupen findest Du im Juli (Anfang-Mitte Juli) am besten. Eine Zucht ist bei dieser Art ab dem Ei nicht schwer, wenn Du es ab dem Falter versuchen möchtest, ist es sicher sehr viel schwerer. Sie mögen es nicht gern auf engem Raum eingesperrt zu sein :smiling_face:
    Viele Grüße
    Steffen

    P.S.: Jedes Buch ist brauchbar - es muss nicht vollständig sein.
    P.P.S.: Im Entomologenportal bist Du 115 Jahre alt - dafür wirkst Du jedenfalls sehr aktiv, das ist guuuut^^

    Hi Marvin,
    DEIN Rezept^^
    na dann :smiling_face: (wenn ich mich recht erinnere, hast Du mich erst kürzlich gefragt, wie man überhaupt ködert und welche Mischung man dafür verwendet....)

    Wie man aus vielen Stellen im I-Net nachlesen kann (beste Köder-Rezepte, Eure Köder Rezepte, Ködern, Koch Nachtfalter fangen usw), ist eine geringe Menge an Alkohol offenbar förderlich. Wein+Zucker einkochen ist gut, aber nie so, dass der komplette Alkohol verdampft. Wenn dass der Fall sein sollte, dann kann man nach Abkühlung des Gemisches einen Schuss Obstschnaps und etwas Apfelessig dazu geben. Rezepte mit Dunkelbier funktionieren auch, rein vergorene Früchte auch, sofern sie gut duften. Am Köder liegt's selten, eher am Wind und am Ort.
    Aber Marvin hat da sicher mehr Erfahrung :smiling_face:
    Gruß
    Steffen

    P.S.: Die beste Zeit für Catos (nupta, fulminea, das falsche Cato "maura") ist zwischen 22 und 23 Uhr :winking_face:

    Dere Fabio,
    ich mag Dich und Deine Beiträge - sofern sie über böse guggende Bienen gehen, sehr gern.
    Mit Deiner etwas sonderbaren und unterschwelligen Ansage zu gewissen Personen, die Daten sammeln, mag ich nicht so recht mitgehen - das war aus meiner Sicht nicht wirklich fair und auch nicht objektiv (aber wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein).
    Wenn Du relativ sicher gehen willst, dass Deine Daten "gut behandelt werden" könntest Du mal science4you (science4you - Science for you) aufrufen, da gibt's Meldungen für Falter in Europa und für Wanderfalter, dazu noch "Spezial-Foren".... Dort kannst Du nachlesen, wie Daten verwendet werden. Generell finde ich diese Datensammlungen sehr gut, denn ob das Tagpfauenauge bei Dir häufig oder eher nicht häufig war, kann im großen Zusammenhang vielleicht über viele Jahre eine Auskunft geben, wie das lokale Klima oder sonst was gewesen sein mag. Wenn Du seltene Arten findest, kannst Du in science4you die Fundmeldung auch für die Öffentlichkeit "unzugänglich" machen, dann musst Dir keine Sorgen machen, dass "Millionen Menschen" Deine "extrem seltenen" Falter auch nachsuchen....
    Ich finde diese Meldeplattformen eigentlich super, schade ist eher, dass sie (noch) nicht (vollständig) synchronisiert sind. Wünschenswert wäre, ein deutschlandweites oder vielleicht sogar europaweit synchronisiertes Meldesystem, mit Bildbeleg, überprüft von Leuten, die mehr Ahnung als wir beide haben, damit man ein Stück weit aktueller abschätzen kann, welche Art womöglich ein Problem bekommen könnte. Für die, die eh schon heftig ein Problem haben, bleiben eh nur Expertenaussagen, denn die findet man ja oft eh nicht. Ob aber sog. häufige Arten plötzlich einbrechen oder lokal einbrechen oder wie auch immer - da können auch "Nichtexperten" einen wichtigen Beitrag leisten, denn du kannst sicher zehntausend Nichtexperten motivieren, das ist billiger als 10 Experten zu bezahlen (auch wenn du diese nciht ersetzen kannst, darum geht's aber auch nicht - Tagpfauenaugen kannst auch am Sommerflieder im Garten beobachten).
    Kurz: Sei unbesorgt, wenn Du mit nem intelligenten Telefon rumläufst sammeln ganz andere Leute recht viel mehr Daten über Dich, als so ein paar Schmetti Heinis, die es gut meinen und daran sicher nicht reich werden :winking_face:
    LG
    Steffen

    Hi Constantin,
    ja den gibts dort, aber dieses Jahr dürftest Du kein Glück mehr haben, das warme Wetter hat die Flugzeit wohl zusätzlich verkürzt.
    Wenn Du nächstes Jahr dort hin möchtest, kannst mir das per pn mitteilen, dann zeig ich sie Dir. Die Flugstellen stehen zwar (fast) alle auch im Internet, aber da ich nur 30 min von dort weg wohne, ist ein kurzer Ausflug am Wochenende eh immer drin :smiling_face:

    Gruß
    Steffen

    Hallo Klaus-Bernhard,
    da ich recht oft falsch bestimme möchte ich lediglich durch 2 Bilder einen kleinen Beitrag leisten...

    Das ist eine cossus L1 am Schlupftag:

    Und das eine L3:

    L2/L4 sehen praktisch identisch aus.

    Ich denke, ganz vorsichtig formuliert, dass die Gemeinsamkeiten mit Deiner Raupe zumindest vom Bild her nicht wirklich eindeutig sein dürften, aber bitte beurteile das selbst, es mag gut sein, dass ich mich mal wieder täusche.

    Viele Grüße
    Steffen

    Hallo Nachtflocke,
    Zitat "achten Sie bitte darauf, dass die Puppen vor dem Schlüpfen der Falter frei genug hängen."

    Das ist bei io völlig egal. Ich habe in den letzten Jahren locker 500 io Puppen einfach im Schlupfkasten auf den Boden gelegt und die Falter entwickelten sich einwandfrei. Wichtig ist, dass die Falter ein Stück nach oben klettern können, dann verharren sie dort und pumpen die Flügel auf. Auf der Puppe bleibt io nur sitzen, wenn eh alles passt, sonst sucht er/sie sich eine raue Wand oder sonst was und gut ists. Das ist bei morpho, caligo und vielen weiteren Arten zum Teil komplett anders, aber bei io ist das unkritisch.
    Also: Für io reicht es, einen Kasten mit rauen Wänden zu haben, selbst eine größere Dose mit ner rauen Papierauslage genügt (ein gut ausgelüfteter Schukarton tuts auch).

    Gruß
    Steffen

    Klaas:
    Ich bin nicht gegen das Sammeln - etwa die Hälfte meiner Bekannten (zum Teil gute Freunde) sammelt. Manche sammeln Exoten, mache Einheimische, mache nur eigene Zuchten, andere nur, was bei Ihnen auf der nächsten Wiese lebt. Ich seh das neutral. Einige aber sammeln, weil sie schöne Falter im Kasten haben möchten - und geben das auch zu. Genau darum ging es mir bei der Anfrage von Tim. Er fragte, warum sammeln Leute. Meine Antwort ist, dass einige sammeln, weil ihnen die Falter (es ging ja nicht um Käfer) gefallen. Nun, das ist nichts was ich bewerten darf/soll/muss.... nur, eine große wissenschaftliche Wertigkeit dahinter ist eben nicht da. Macht ja auch nichts, aber darf man dann die Wahrheit nicht sagen? Wie Du richtig angemerkt hast, ist die Grupe der Tagfalter so klein, dass fast alle per Foto bestimmt werden können. Im Übrigen bin ich kein Fotograf - ich habe selbst gesammelt - vor 20 Jahren. Heute fotografiere ich, weil es bei Tagfaltern eine weit größere Herausfoderung ist, ein gutes Bild zu bekommen, als einen Falter zu fangen.... Von Interesse ist aber in erster Linie der Lebensraum, das Foto macht man, weils dazu gehört, mehr nicht.

    Was den Hirschkäfer angeht versteh ich Deine Aussage nicht ganz, denn der ist bei mehreren Kollegen regelmäßig am Licht, das ist idR auch nachts...

    LG
    Steffen

    Hallo Franz
    "gehts noch dümmer??"
    Den Beweis hast Du gerade eindrucksvoll erbracht. Offenbar gehts noch dümmer.
    Lern Deutsch, lern Denken, dann poste weniger dumm. (try hard -fail-, try harder -fail better-)

    Wenn Du 0.1% Hirn hättest, hättest Du den Unterschied zwischen Deinem Post und dem von Klaas bemerkt.
    Gruß
    Steffen

    Hallo Klaas,
    so sehr ich Dich auch schätze, da hab ich zumindest eine Meinung, die Du ja nicht teilen musst...

    So oberflächlich betrachtet, wie Du es hier tust, würde die Fotoserie ausreichen. Eine Sammlung ist aber immer eine Momentaufnahme und zeigt ein Biotop, wie es einmal war. Nichts, was man nicht mit der Kamera auch darstellen kann.

    --> Richtig, das geht mit der Kamera auch sogar besser. Es sollte eher die Frage sein, wie gut der Fotograf ist, denn der eine Käfer aus der Sammlung zeigt das Habitat nun wirklich überhaupt nicht. Eine gute Fotoserie zeigt das sehr wohl!


    An Hand von Bildern kannst Du aber nur einen geringen Prozentsatz Arten bestimmen. Das geht bei den Tagfaltern sicherlich recht leicht und mit Übung kriegt man vermutlich fast 100% der heimischen Arten am Bild bestimmt, wenn man weiß, worauf es für die Bestimmung ankommt. Bei den Nachtfaltern wird es komplizierter und gehst Du in andere Ordnungen rein, wirst Du feststellen, dass Du mit der heutigen Kameratechnik schnell an Grenzen stößt, die für mich als Sammler kein Problem darstellen.

    --> Siehe Lepiforum, dort werden 99% der Arten per Bild bestimmt. Das geht auch bei fast allen Nachtfaltern. Bei Käfern mag das anders sein.


    Versuch mal Käfer zu fotografieren, die nur 1 oder 2 mm groß sind. Und dann versuch mal das Genital raus zu holen oder sogar nur kleine Strukturen zu fotografieren, damit Du zwei sehr ähnliche Arten gegeneinander abgrenzen kannst. Der Sammler sammelt neben seinen Objekten nicht nur diese, sondern auch viel Erfahrung. Nicht nur bezüglich Bestimmung, sondern auch bezüglich Ökologie und vieles mehr. Ich habe bei den Fotografen gelernt, dass diese durch die Gegend latschen und in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Motive vor der Linse haben wollen.

    --> Die, die nur durch die Gegend latschen um schnell ein Bild zu bekommen, sie so wertvoll, wie die, die alles einfangen, was sie nicht kennen. Da kennst Du nur sau schlechte Fotografen.

    Ich als Sammler gehe in ein Biotop und versuche Arten nachzuweisen, in dem ich Methoden anwende, von denen die Fotografen nicht mal zu träumen wagen und in dem ich Methoden weiter oder neu entwickle. Kamera ist dabei, aber nicht oder nur bedingt, um die Käfer zu fotografieren. Mich interessiert das Biotop, das ich im Bild banne, um nachträglich auch Biotoptypen erkennen und ggfs. auch belegen zu können und somit Rückschlüsse ziehen zu können, welche Bedingungen für eine Art existieren müssen, damit sie in einem Biotop vor kommt.

    --> Und ein Präparat hält das Biotop besser fest als eine saubere Fotodokumentation? Das musst Du mir mal erklären…

    Eines der besten Beispiele ist da der Hirschkäfer. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum der Hirschkäfer so selten ist? Versuch das mal raus zu kriegen.

    --> Weil er fliegt wenn andere Leute schlafen?

    Des Weiteren kann ich tote Tiere so präparieren, dass ich sie auch bestimmen kann. Sie sind dann Beleg dafür, dass sie mal vorkamen (vielleicht auch noch vorkommen, je nach dem wie sehr sich das Biotop verändert hat), jeder kann auch noch in 100 Jahren kontrollieren, ob meine Bestimmung richtig war, oder ob ich sehr fehlerlastig war und man viele meiner Meldungen in Frage stellen muss. Meine Sammlung versetzt Sammler in 100 Jahren in die Lage den Zustand eines Biotops zu beurteilen. Und letzten Endes kann man meine Tiere überprüfen, wenn aus einer Art mal wieder zwei werden, weil man Unterschiede festgestellt hat. du gehst heute raus und fotografierst einen Siebenpunkt-Marienkäfer. So wird er in Deine Fotosammlung eingehen. Genetische Untersuchungen zeigen, dass es sich beim Siebenpunkt aber vermutlich um einen Artkomplex aus sechs bis sieben Arten bestehend handelt. Anhand meiner Sammlung lassen sich die Tiere kontrollieren und auch in 100 oder 200 oder mehr Jahren kann man kontrollieren, ob es nun Coccinella septempunctata ist, oder doch eine der neu entdeckten Arten. Dein Foto wird spätestens dann nur noch Coccinella spec. heißen, ist schön anzusehen, aber für die Wissenschaft gänzlich unbrauchbar.

    --> Ja, wenn Du Deine Sammlung nicht daheim hortest sondern zugänglich machst, sonst ist sie für‘n Arsch!


    Last but not least: vergleichst Du die Fähigkeiten von Fotografen bezüglich der Bestimmung ihrer Objekte, wirst Du feststellen, dass Fotografen vergleichsweise schnell an ihre Grenzen stoßen. Ihnen fehlt die Erfahrung, auch darin, auf welche Merkmale es ankommt. Die meisten Fotografen erkennen nicht mal die Gattung des Objektes, welches sie gerade fotografieren. Ergo wissen sie auch nicht, was sie fotografieren müssen, damit es bestimmt werden kann. Ihnen fehlt die Erfahrung in der Bestimmung allgemein. Schau Dir mal Bestimmungen an, sobald Du die "Larifari-Arten" verlässt. Da kommt nichts mehr von denjenigen, die fotografieren. Da kommt nur noch von denjenigen ein Beitrag zur Bestimmung, die sammeln, weil diese Leute die entsprechende Erfahrung haben, die ein Fotograf nicht haben kann, weil er viel zu wenig bestimmt.

    --> Ziemlich unfaire Abwertung aller, die zum Beispiel für die Naturschutzbehörden kartographieren gehen…. Meinst wirklich, das sind alles Deppen, die nix erkennen? Was Tagfalter angeht, ist Deine Einschätzung völlig falsch. Was Käfer angeht, hab ich keine Ahnung. Viele von denen mögen mal gesammelt haben, und ja, DU hast schon recht, die Sammler erkennen sehr oft deutlich mehr als andere, aber das ist kein Grund fürs Sammeln, das ist ein Aufruf zu mehr Erfahrung.... die aber nicht erlernt werden kann (weder durch Sammeln, noch durch fotografieren...) - sondern durch Beschäftigung mit der Materie.


    Ich habe in meinem Leben diverse Coccinella septempunctata und Coccinella magnifica gesehen. Die offensichtlichen Merkmale zur Unterscheidung liegen auf der Unterseite. Die Oberseite gibt nur eine Vermutung, wenn die Flecken größer sind, da C. septempunctata recht variabel ist und zuweilen auch größere Flecken zeigt. Ich habe aber so viele Tiere gesehen, dass ich den minimalen Unterschied im Habitus, aufgenommen aus dem richtigen Winkel erkenne. Eine Fähigkeit, die ein Fotograf niemals erlangen wird, weil er ein Tier hunderte male fotografiert, aber niemals hunderte Tiere einmal. Somit fehlt ihm die optische Kenntnis der Variabilität, des Aussehens. Er wird nicht dazu lernen, sondern bleibt statisch an einem Punkt stehen, der besagt, dass er die Bilderbucharten, also die Arten, die auch ein Blinder mit Krückstock auseinander halten kann, in der Lage sein wird zu bestimmen. sobald es in die Feinheiten geht ist aber schnell ein Ende erreicht.

    Der Vorteil des Sammlers lautet einfach ERFAHRUNG, Erfahrung, die der Fotograf nicht hat und niemals haben wird, weil sein Vorgehen keine Erfahrung zulässt, bzw. nur bis zu einem Punkt, mit dem er aber immer nur an der Oberfläche kratzen wird.

    --> Es gibt Leute, die haben vielleicht auch 5-20 Jahre gesammelt, die dürften auch fotografisch und was das Habitat angeht eine gewisse Ahnung haben…. Genau wie DU müssen die nur selten noch ein Belegexemplar nehmen, denn die meisten erkennen sie eh blind. Oder warum kannst DU in diverseren Foren deutliche Bestimmungen abgeben?

    Viele Grüße
    Klaas

    --> Viele sammeln Briefmarken, da führt kein Weg vorbei. So einfach ist das. Andere arbeiten wissenschaftlich, da gehörst DU sicher dazu, nur bist DU da vermutlich nicht die Mehrheit… oder siehst DU das anders? Warum sollte heute noch jemand einen apollo/segelfalter/schwalbenschanz in den Kasten packen??? Sie sind EINDEUTIG für einen DEPPEN bestimmbar. Das Foto reicht. Der Rest ist persönliche Geilheit, mit Nachweis hat das nix zu tun.

    Lieber Klaas, sei mir nicht böse, aber Du hattest hier schon deutlich bessere Argumente. Die Notwendigkeit und das Eintragen von Belegexemplaren ist unumstritten, nur einen P. machaon braucht wirklich keiner mehr... Das ist reines "oh wie schön, will ich haben, häng ich an die Wand" Gehabe und völlig nutzlos für den Arterhalt. Richtig?
    LG
    S.

    Hallo Silke,
    rotes Licht (wenns nur rotes ist) geht nicht.
    Schau mal unter Wissenswertes, da habe ich mal unter "günstige mobile Leuchtanlage" die gängigen Lichtfarben zusammen gestellt :smiling_face:

    Gruß
    Steffen

    Hi,
    da hier Leute wie Jürgen Hensle und Thomas Netter mit langjähriger Sachkenntnis zumindest noch keinen Beitrag geschrieben haben oder im Forum auch fehlen, die Dir den Falter aber vermutlich (?) bestimmen könnten, versuche ich das Ausschlussprinzip.

    Weder der Fundort (Östliche Mark Brandenburg - siehe http://schmetterlinge-deutschlands.de/ergebniseinzel…artis&deutsch1=) noch die Feuchtwiese deuten auf britomartis hin. Bliebe also noch athalia und arurelia. Da es wohl ein M ist (?), wirds mit den Palpen schwer. Bleiben noch Dinge wie Randbinden.... Da das Foto stylisch im Gegenlicht gemacht ist (was ich cool finde) ist die Farbe der Randbinde nicht eindeutig erkennbar - signifikant verdunkelt ist sie aber auf dem Bild nicht (ich hab dieses Jahr auch ca 800 Bilder von aurelia unnd athalia gemacht, es täuscht gewaltig, aber ich wage mal den Versuch, auch wenn ich bei meinen eigenen Bildern oft genug verwundert da saß...)...
    Mein Tip:
    90% athalia, 10% aurelia.
    Bestimmung soll das aber keine sein - nur ein Hinweis....
    Für athalia spricht auch die Feuchtwiese, zumindest ein klein wenig mehr als für aurelia.

    Gruß
    Steffen