Posts by Andreas

    Ich hatte mir im August einige Horisme "corticata" Weibchen eingefangen... Schon ziemlich abgelappert. Ich habe auch nicht zu genau geschaut, seit Anbeginn der Zeit ist ja nur corticata aus der Region bekannt.


    Und jetzt schlüpft hier ein seltsamer Mix...


    Die Frage ist allerdings : Ist das jetzt radicaria oder tersata???


    Ich habe die Frage ein paar Bekannten und auch im Lepiforum gestellt.


    Ich habe jetzt zwei Stimmen für radicaria und eine für tersata.


    Leider ist die Bestimmung nicht durch Mehrheitsabstimmung zu klären.

    Daher bin ich im Grunde genommen genauso schlau wie vorher.

    Ich selbst kann die Tiere auch nicht genitalisieren, dazu fehlt mir die Technik und das Können.

    Also, was tun sprach Zeus...

    Was denkt Ihr bzw. haben wir notfalls einen guten "Genitaliseur" unter uns dem ich bei Notwendigkeit ein paar getrocknete Hinterleiber zusenden könnte???


    Fundort: Mecklenburg-Vorpommern

    Neubrandenburg Süd

    Weibchen August 2022


    Gruß und besten Dank! actias.de/attachment/102990/

    actias.de/attachment/102991/

    ... Ich vermute mal das nach dem Durchblättern der Bücher auch noch der Würfel zum Einsatz kam.

    Denn wer in der Lage ist ein Buch wenigstens durchzublättern braucht einen IQ zumindest marginal über Zimmertemperatur...

    Und den gestehe ich dem gesamten Bundesartenschutz nicht mal zur Hälfte zu. 👿💩💩👎👎👎

    Danke, das scheint zu passen.

    Ich fand dieses ziemlich frisch tote Tier passenderweise in einem Bootsschuppen...


    Auch im Norden sind die Schwimmkäfer lange nicht mehr so häufig wie sie es mal waren.

    Früher hatte man diese Tiere regelmäßig am Licht. Aber heute nur noch ganz selten.

    Das Internet gibt leider nicht allzuviel her zu dem Thema... Oder ich bin zu doof zum suchen. Auffällig bei dem Tier : groß, ungefähr 3,3 cm..

    Nur die äußere Kontur ist wenig auffällig mattgelb gerandet.

    Unterseite hell.

    Wer ist das also?

    Warum zur Hölle FEUCHTES Papier???

    Und nochmal: Warum sind so viele hier dermaßen erpicht darauf ihre Zuchten anzusprühen oder die Raupen anderweitig nass zu machen?

    So langsam sollte es sich herumgesprochen haben das das zumindest bei Mitteleuropäern komplett unnötig ist!

    Es dient lediglich der Begünstigung von Infektionen, Schimmelbefall, Tod und Verderbnis der betroffenen, bedauernswerten Zucht.

    Also hört auf mit diesem Unfug!!!

    Es gibt drei Noctuidenarten die häufig Biotope gemeinsam bewohnen und dann benachbarte Nischen nutzen.

    Die Raupen sind optisch kaum zu unterscheiden und sie haben analoges Verhalten. Sie bewohnen oberflächliche Erdhöhlen von denen aus sie fressen bzw. sich das Gras runterziehen. Lediglich die Entwicklungsdauer der Raupen variiert deutlich.

    Diese Arten sind (in Klammern bewohnte Zone und Entwicklungsdauer bei Zimmerzucht) :

    Calamia tridens/virens (Offenland, rund 8 Wochen)

    Staurophora celsia (unmittelbarer Waldsaum, rund 12 Wochen)

    Polymixis gemmea (Lichtes Waldesinnere, 6 Wochen).

    Alle drei sind als Falter völlig verschieden und stecken im System an völlig anderen Plätzen.

    Folgt man dem Raupenprinzip (wie Dr. Beck) müssten allerdings alle 3 Schwesternarten sein. Die große Ähnlichkeit der Biologie bis zum Puppenstadium ist wirklich verblüffend.

    Daher dürften diese Tiere systematisch tatsächlich eine wirklich harte Nuß sein.

    Für mich ebenfalls ziemlicher Bullshit..

    Als Privatmann muß man etwas was einem komplett widerstrebt ja nicht unbedingt mitmachen.

    Wenn ich jedesmal die Kästen umsortieren sollte wenn den Schreibtischentomologen wieder neuer Quark durchs Hirn schießt hätte ich nichts anderes mehr zu tun!

    Ich bin Praktiker und meine Schwerpunkte liegen ganz einfach "im Busch". Die Benennungen der Arten und Gruppen sollen eigentlich der einfachen Verständigung der Forscher auch bei regionalen oder Sprachbarrieren dienen und keine Quelle ständiger Verwirrspiele sein. Denn das behindert die praktische Arbeit nur und verursacht Chaos und Unverständnis.

    Da gehen mir die ständig neuen dummen Spiele der Theoretiker in der Regel weit am Allerwertesten vorbei.


    Die Theorie soll der Praxis dienen und nicht umgekehrt!

    Das sind schon furcula... Die Wertung ist aber alles eine Frage des Standpunktes:

    Bei mir ist furcula die seltenste der drei kleinen Gabelschwänze. Bifida liegt danach im Mittelfeld, während bicuspis hier im Nordosten das Trampeltier ist was überall dort fliegt wo mehr als 2 Birken zusammenstehen.

    Die Eiablage erfolgt wie bei Sideridis in die Blattscheiden vergilbter Gräser.

    Das Ei überwintert.

    Als Futter ist ganz normaler Gebrauchsrasen (Lolium perenne) geeignet.

    Einfach Schnittfutter reichen, die kommen auch ohne Wurzeln und co. aus.

    Dosenzucht.

    Relativ trocken halten.

    Zucht dauert im Zimmer 2 Monate.

    Genauso funktionieren auch die als Raupe kaum unterscheidbare Polymixis gemmea (Dauer 6 Wochen) und die Malachiteule celsia (rund 3 Monate).


    Der Boden des Gefäßes (kann flacher sein, aber große Grundfläche) wird für die größeren Raupen dick mit Zellstoff ausgelegt.

    Dort bauen sie Wohnhöhlen, von denen aus sie fressen bzw sich die Gräser runterziehen. Bei der Fütterung bzw Reinigung sollte die Einlage erneuert werden. Die Raupen bauen schnell neue Höhlen, kein Problem.

    Aber aufpassen bei erwachsenen Raupen, die verpuppen sich in ihrer letzten Höhle.

    Massig getrunken ist nicht wirklich gut. Gerade Eulen können manchmal so viel saufen das sie völlig aufgebläht umfallen und sterben. (Da hat der Eulen-Programmierer geschlampert 😜)

    Mach es ihnen etwas schwerer indem Du halbierte, süße Früchte anbietest. Natürlich wechseln bevor sie zu gammelig aussehen. Weintrauben sind zum Beispiel gut.

    Da müssen sie sich anstrengen und sie überfressen sich kaum.