Posts by Andreas

    Ich weiß definitiv das Erebia styx und pluto ohne Winter funktionieren.

    Man erhält die Falter zum Jahresende.

    Und das sogar ohne Licht.

    Aber:

    Die Vermutung das Dauerlicht das Ganze beschleunigen könnte ist nicht unbedingt abwegig.


    Andere Satyridae wie die Waldportier - Arten wachsen im Zimmer ebenfalls ohne Winter durch und verpuppen sich dann spätestens im November...


    Überwintern die Raupen allerdings sehr klein (arethusa, statilinus etc) ist ein Umgehen der Überwinterung von vornherein nicht möglich.

    Da gibt es erstaunliche Parallelen zu den Noctuiden. Auch hier ist das Stadium in dem die Raupen überwintern ein Hauptkriterium ob eine Treibzucht überhaupt ins Auge gefasst werden kann.

    Überwinterungsstadium ganz klein oder ganz groß heißt in der Regel treibzuchtresistent. Erfolgt die Überwinterung aber 1/4 bis 1/3 erwachsen haben wir dagegen einen heißen Kandidaten.

    Man kann natürlich alles kompliziert machen.


    Ich habe reichlich Arten unter Dauerlicht gezogen, und quer durch alle Gruppen. Bei den meisten Individien bin in der Regel um den Winter herumgekommen. Bei mehrbrütigen Arten sowieso und auch bei den meisten einbrütigen (!).

    Mit exakt 4W LED Lampe in Kerzenform in einem geschlossenen warmen Schrank. Der einzig wirklich wirksame Faktor war das Dauerlicht als extremste Form des Langtages.

    Es ging nur darum ob es auch bei dieser Gruppe funktioniert. Da hier immer mal wieder gezüchtete Erebien in den Fotos erscheinen vermute ich mal das es hier durchaus Leute gibt die etwas zu dem Thema sagen können.

    Frage zu Erebienzuchten :


    Stimmt es das die meisten Erebienzuchten unkompliziert und ohne Überwinterung verlaufen wenn man die Raupen an einem konstant warmen Platz UNTER DAUERLICHT hält?

    Das wäre natürlich genial und zumindest vorstellbar da es bei etlichen anderen Gruppen ebenfalls funktioniert.

    Also liebe Züchter, ist es war oder doch nur ein Gerücht?

    Die bunte haarige Raupe hat verflixte Ähnlichkeit mit dem Goldafter...

    Der Test wäre einfach (am besten im Gesicht😜) aber nicht unbedingt zu empfehlen!!!


    Bei der Cucullia fällt mir eigentlich nichts ausser verbasci ein - schon von der Zeit her. Die zweite bei Dir vorkommende Königskerzenart (wie auch immer die gerade wieder heißt - war mal thapsiphaga) hat ganz blasse Raupen. Der Rest der ähnlichen Arten steht dagegen mehr auf Braunwurz.

    Heißt also die bleiben auf ihrem Stängel und rennen nicht weg??? Auch ohne Gazebeutel oder ähnliches drum rum??


    Das wäre dann wirklich ein guter Ansatz!

    Das ist ja einer der Punkte: Wenn man lediglich einen Südbalkon hat ist Freilandlagerung kaum möglich. Jedenfalls nicht vor September.


    Ab welchem Stadium werden sie bissig?

    Normalerweise passiert das ja nicht gleich zu Beginn - lediglich die garstige Rittersporneule beißt schon im L1...

    Und - töten sich auch gleichgroße Raupen?

    Oder greifen sie nur Schwächere an?

    Wie schon erwähnt, muss jede Vereinfachung genutzt werden - andere Zuchten verlangen bei mir ebenfalls Aufwand und Mühe.

    Nun ist bei mir der Aurorafalter fällig, als letzter häufiger Tagfalter in der Region den ich noch nicht beim Wickel hatte.


    Dazu ein paar Fragen um die Erfolgsquote zu verbessern :

    Futter: Knoblauchsrauke ist sicher das ergiebigste Futter. Werden auch die Blätter genommen, denn Blüten und Früchte sind doch wenig ergiebig?


    Sind die Raupen tatsächlich kannibalisch veranlagt und wenn ja wie bekomme ich eine größere Anzahl ohne allzu viel Aufwand aufgezogen?

    Bedenkt bitte dabei das die Art bei mir nur eine unter rund zwanzig aktuellen Zuchten ist. Einzelhaltung oder rund um die Uhr bewachen scheidet somit aus.


    Wie sollte man die Puppen bis zum Herbst lagern wenn man nur einen Südbalkon hat (von Mai bis September entomologisch nicht nutzbar)?

    Möglicherweise im kühlsten Raum der Wohnung auf Erde (analog zu Kätzcheneulen) oder auf einem Sieb über einer Wasserdose?

    Oder sind die Puppen so robust das man da gar keine Faxen mit machen muss???

    Was wäre da die beste Variante?

    Hi Dennis!


    Das Stichwort ist " etwas häufigere" heimische Noctuiden....

    Auch seltenere oder lokal vorkommende Noctuidae sind oft nicht geschützt, und die dürften besser laufen.

    Bedenke: Die meisten Euleriche - oder auch Spanneriche - hier sind (im Gegensatz zu vielen Schwärmer- oder Tropenfans) oft schon jahrzehntelang dabei.

    Und die benötigten weniger die häufigeren bzw. verbreiteten Sachen.

    ...Renaturisierung bedeutet in der Regel das sofortige Ersäufen aller bodenbewohnenden Insekten, ein großer Teil folgt später weil eine so schnelle Anpassung an die veränderten Bedingunge für sie unmöglich ist.

    Vermeidbar nur bei ganz langsamer, überr Jahre erfolgender Vernässung. Da das aber Zusdatzkosten bedeutet - na ja , kann sich jeder selbst ausrechnen...

    Oft genug erlebt um zu wissen das renaturisierte Moore fortan entomologisch uninteressant sind.

    Schon seltsam.... Hier oben im Nordosten sind Genehmigungen kein Thema, eher gibt es noch den Roten Teppich dazu.

    Liegt allerdings wohl auch daran das ich im ganzen Südostviertel von MV ziemlich alleine bin.

    Da freuen sich die Ämter sogar wenn mal jemand nachschaut was überhaupt in den NSG los ist... Insofern ziemlich gute Verhältnisse... Allerdings kennt man mittlerweile fast alle Förster/Jäger/Ranger und die wissen mittlerweile was man da macht:

    Bin daher in 33 Jahren BRD noch nie kontrolliert worden, egal wo immer ich mich auch aufgehalten habe...


    Kann es sein das die eigentlich sturen Fischköppe doch Einiges lockerer sehen?

    Linaria und komisch- bunte Raupen. Was soll es in unseren Breiten sonst sein?

    Da muß man kein Einstein sein...

    Außer Eupithecia linariata ist sonst nix weiter an diese Pflanze gebunden... Jedenfalls nicht hier....

    Gelegentlich wird das Zeug auch von Melitaea didyma genutzt, aber die haben keine Ähnlichkeit mit Pieris/Cucullia.

    Sponsa - nicht in diesem Leben!

    Sie hat einen anderen Flügelschnitt, der Vorderrand ist weniger stark gekrümmt. Auch Kontraste und Farben stimmen absolut nicht.

    Dieses fahle, leicht rosa angehauchte weißgrau ist dagegen eine typische Grundfarbe hellerer fraxini Formen.