Posts by Andreas

    Für Raupenkescher auch gut : 8mm Bewehrungsstahl, rautenförmig gebogen so das eine der längeren Seiten beim Keschern immer parallel zum Boden läuft...

    Den Stahl im Bereich der kurzen Seiten doppelt, im Endbereich zum Griff hin dreifach genommen. Mit Spulendraht umwickelt, danach wasserfestes Isolierband... Netzbeutel aus derben Leinen, an der schleifenden Vorderkante mit Leder umnäht.

    Das Ding habe ich vor 30 Jahren gebaut, der weist bis heute nicht die geringsten Schäden auf. Selbst mit größter Anstrengung nicht kaputt zu bekommen.

    Solche Stabilität gibt es nicht zu kaufen, dazu muß man das Material im Overkill-Modus einsetzen, heißt also so wählen das das Teil ein zehnfaches der späteren Dauerbelastung aushält - russische Taiga-Qualität, und hält dafür ein Leben lang.

    Das hat nichts mit Überzeugung zu tun sondern das nicht jeder regelmäßig 3-4 stellige Bußgelder aus dem Ärmel schütteln kann.

    Und ob gewürfelt oder nicht, im Fall der Fälle wirst Du zahlen müssen.

    Logischer Vorgang. Sie werden nacheinander abgestoßen und sammeln sich zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Wäre die größte Kapsel OBEN wäre das ein bedenklicher Verstoß gegen die Physik..

    Aber die geringe Größe... Eine Hausmutter sollte eher im Verhältnis zu einem 1-2 Eurostück wie oben ausschauen...

    Vielleicht etwas in Richtung Nelkeneulen? Compta findet sich öfters in Gärten da sie auch Gartennelken frißt...

    Zumindest kein Blausieb. Wie kommst Du denn auf die Idee?

    Viele Arten verpuppen sich gerne hinter lockerer Rinde. Viele Eulen, Schwammspinner, selbst Kohlweißlinge habe ich da schon gesehen...

    Rundes Loch - eckige Muffe. Klebe rein, Muffe rein. Die Muffe berührt das Loch nur mit den sechs Ecken. Also hast Du noch Platz (solange der Kleber noch weich ist) Stahlstifte oder ähnliches neben der Muffe einzuschlagen. Das wirkt schon mal sehr effektiv der Verdrehung entgegen. Viel hängt auch von der Klebe ab.... Holzkitt ist auch eine Möglichkeit. Das Loch möglichst rau gestalten, damit sich der Kitt im Holz richtig schön fest setzt. Die Muffe wird perfekt umschlossen und das Zeug wird sehr hart...

    Es gibt viele Möglichkeiten, man muß sie nur finden.

    Das ist halt der Fluch der Kleinstaaterei...

    Hier in M. V. sollte es halt so sein wie oben beschrieben.

    Es sollte allerdings EIN Nachweis genügen. Wer zum Beispiel einen nächtlichen Job hat bekommt die Bestätigung vom Arbeitgeber... Und wird damit sicher nicht noch zusätzlich zum Landratsamt zum Gegenzeichnen rennen müssen. Das wäre selbst für die B ürokratische R epublik D eutschland ein wenig fett.

    Wichtig ist das Du Dein Anliegen glaubhaft machen kannst (wie es so schön im Amtsdeutsch heißt). Und das bedeutet eben nicht das man im Fall der Fälle dem Kontrolleur einen vom Pferd erzählt... Solange Du etwas schriftlich hast, ob vom Arbeitgeber oder Amt, sollte das Beweis genug sein.

    Es gibt ja tausend mögliche Ausnahmen - wie Betreuung Schwerkranker, Besuch Sterbender, Ärztliche oder tierärztliche Notfälle, Nachtarbeit in vielfältigster Form u. s. w.

    Wichtig ist das Du das durch ein entsprechendes Dokument belegen kannst, dann sollte alles paletti sein.

    Aber wie gesagt, es wäre sehr informativ hier regelmäßig über praktische Erfahrungen damit zu hören.

    O. K. fährst Du vor 21.00 in den Busch, und kommst nach 01,02.00 Uhr wieder zurück werden sich die Begegnungen mit Kontrolleuren sowieso in Grenzen halten...

    Oder als Bastler - besorge Dir eine längere Muffe mit entsprechendem Innengewinde (die Größe habe ich jetzt nicht im Kopf, einfach abmessen).

    Dann einen entsprechend dimensionierten Holzstab, am besten Buche (recht Hart). Falls Baumarkt offen hat das jeder, ansonsten Internet fragen.

    Jetzt einen Bohrer nehmen dessen Durchmesser der Muffe entspricht. Die Muffe ist sechskantig von außen und sollte später straff im Loch sitzen.

    Von oben in den Stab reinbohrern, guten Kleber rein und die Muffe fest reindrücken. Am besten Kleber wählen der spaltüberbrückend wirkt und somit die sechseckige Form im runden Loch formschlüssig festhält.


    Ist Generell als Plan B zu empfehlen, da das gekaufte Teil ein Hartholzgewinde hat. Und das dürfte eher den Geist aufgegeben als der Rest vom Kescher...

    Ich habe oben am Buchenholzstab das gekaufte Teil angebracht, und im unteren Ende sitzt eine Muffe.

    Optimal gegen Murphys Gesetz. Andernfalls kannst Du davon ausgehen das das Holzgewinde ausgerechnet dann schlapp machen wird wenn Du das Netz am dringendsten brauchst! :P

    Ich habe insgesamt in 50 Jahren eine einzige proserpina als Imago draußen am Licht gefunden.

    Ansonsten ausschließlich als Raupe.

    Sie hatte vor ungefähr 10 Jahren hier ein Hoch, und zwar so sehr das ich plötzlich in einer Zucht anderer Epilobiumfresser ein paar Raupen zu viel hatte.

    Eine abendliche Suche am "Futterplatz"

    ergab reichlich weitere Raupen, lustigerweise alles die grüne Form.

    Der Zustand hielt ein paar Jahre an, aktuell ist proserpina wieder im "Tief..

    Den VorgängerThread gab es schon vor ein paar Wochen.

    Du musst nachts belegen können das Du einen wichtigen Grund hast gegen die erst einmal für alle geltende Sperre zu verstoßen.

    Das kann ein Beleg des Arbeitgebers sein (so vorhanden bzw. man einem entsprechenden Beruf nachgeht) oder die Bescheinigung eines Amtes.

    Eine pauschale Sammelgenehmigug dürfte nicht reichen. Man kann es natürlich versuchen (s.oben) ,das Ergebnis würde mich wirklich interessieren.

    Nein, Du solltest eine Genehmigung haben in der erwähnt wird das Du im Auftrag eines Amtes Umweltdaten für nachtfliegende Insekten sammelst und deswegen nachts unterwegs sein mußt.

    Das kann durchaus das Amt sein was Dir die Sammelgenehmigug ausgestellt hat. Wenn es mitspielt.

    Ich kann natürlich nur für den Nordosten sprechen - aber hier war den kleinen Ämtern das Ding zu heiß und erst das Ladesumweltamt hatte sich dafür zuständig erklärt.

    Wichtig ist ein möglichst fetter Stempel (wir wissen doch wie Otto Normalkontrolleur tickt) und eine Telefonnummer im Amt auf der im Notfall jemand Deine Angaben bestätigt und auch die Macht hat notfalls Ordnungswidrigkeitsverfahren einstellen zu lassen.

    Schon darum ist ein Landesamt eine gute Wahl.

    Die Ämter sind nach wie vor extrem datenhungrig. Und noch hungriger wenn es die Daten - wie von uns - gratis bzw gegen ein Stück Papier gibt.

    Damit kann man geschickt arbeiten.

    Einfach erst mal da anfragen wo Du die Sammelgenehmigung her hast.

    Auf jeden Fall können Sie Dir einen vorgesetzt Ansprechpartner für das Problem nennen.

    Lieber vorbeugen als mit Kontrolleuren pokern.


    Und um den letzten Satz des alten Threads kurz aufzunehmen:

    Ich glaube nicht das der alleinige Fang mit Fallen das non plus ultra darstellt.

    Sie sind ein nettes Zubrot, aber ohne den "Präsenzfang" an der großen Anlage wäre das ein ziemlich klägliches Jahr.

    Dazu kommt: Fallen werden manchmal auch zerstört oder zumindest der Akku geklaut. Dafür sind die Dinger einfach zu teuer.

    Daher benutze ich sie nur kontrolliert, nach Möglichkeit halbwegs in Sichtweite und sammle sie bevor es hell wird wieder ein.

    Also ist die nächtliche Anwesenheit zumindest für die meisten unbedingt notwendig.

    Eine entsprechende Genehmigung sorgt halt dafür dass Dein entomologisches Jahr nicht zum Spielball der Politik wird.

    Gemeint ist höchstwahrscheinlich die in Deutschland nur sehr lokal auftretende Meganola togatulalis.

    Ich fand die Raupen vor über 20 Jahren auf einer Binnendüne am Oderhaff auf kriechenden Eichenbüschen.

    Die alten Kopfkapseln wie eine Perlschnur im Genick...

    Mittlerweile ist sie dort schon lange nicht mehr gesehen worden...

    Jetzt stehen die Ausgangssperren vor der Tür, wo nicht schon verhängt.

    Wer bis jetzt nicht genehmigungstechnisch vorgesorgt hat, für den wird es jetzt eng werden.

    War aber alles absehbar....


    Was mich wirklich sehr interessiert :

    Bitte meldet euch mal wenn ihr - ohne Genehmigung - nachts in eine Kontrolle geratet.

    Sollte es tatsächlich jemand schaffen sich da ohne Beleg rauszuquatschen?

    Und wenn nicht, was passiert danach?

    Das wäre vielleicht erhellend.

    Allerdings kann ich nicht nachvollziehen warum gerade proserpina als FFH Art läuft. Als würde es nicht genug wesentlich seltenere und gefährdetere Arten geben .

    Proserpina schwankt zwischen jahrelang nicht vorhanden und "schleppt man schon beim Futter holen mit ein"... Außerdem wechseln die Biotope rasend schnell je nach Sukzession und Angebot an Nahrungspflanzen.

    Gehört damit zu den Arten an die man mit Biotopschutz ziemlich schlecht rankommt, außer man würde einen ganzen Biotopkomplex schützen UND PERMANENT DEN STATUS QUO AUFRECHT ERHALTEN einschließlich dem Nebeneinander an Sukzessionsstufen. Also völlig illusorisch.

    FFH Art? Ein ziemlich ungeeigneter Kandidat!

    Aber was sich die europäischen und deutschen staatlichen Natur "schützer" regelmäßig einfallen lassen ist für Otto Normalentomologen sowieso unverständlich... :thumbdown:Wahrscheinlich sind wir nur zu blöd die Genialität dahin zu erkennen! :thumbdown:

    Doch, die Raupen wechseln selbstständig auf neue Knospen wenn die alten welken...

    Den kleinen Strauß in Gazebeutel einbinden, einfach frische Zweige dazwischen schieben wenn es an der Zeit ist....

    Sie nimmt jede Eiche an... Die Eier müssen nur so lange verzögert werden bis die Knospen weit genug angeschwollen sind. Dann die Eiraupen auf die Knospen gewässerter Zweige pinseln.

    Durch das Einbohren hat man allerdings wenig Kontrolle, und es entstehen oft beträchtliche Verluste.

    Aber anders geht es nicht.