Posts by Andreas

    Da steht nur etwas von.....unter 400 nm.... Das schließt UV-C aber nicht aus, denn auch das erfüllt auch og.


    Es gab früher auch mal HQL ohne Reflektorschicht, die gut gefangen haben sollen.

    Ich hatte auch mal einen Anflug an einer kaputten Lampe gesehen die nur aus dem noch intakten Brenner bestand.

    War das nicht auch UV-C?

    Ich korrigiere- rund 250 nm...


    Vom Anflug(???) mal abgesehen -

    Wer Hautkrebs uncool findet leuchtet besser mit Burka bei diesen Lampen???

    Mir sind gerade bei Amazon UV-C-Energiesparlampen/Röhren - meist als Ozon bzw Desinfektionslampen angeboten - aufgefallen . Mit einer Wellenlänge noch unterhalb von Schwarzlicht, so um die 290...

    Wie schaut es mit der Verwendbarkeit für's Leuchten aus, kennt sich jemand hier damit aus?

    Ein paar Tipps dazu währen toll!

    https://www.lepiforum.de/2_forum.pl?md=read;id=2154


    Ich habe noch eine englische Arbeit die unabhängig von Hans Joachim zu praktisch gleichem Schluß gekommen ist und bei der die Zeichnung noch besser rausgearbeitet ist.

    Erstens ist das aber eine PDF und zweitens habe ich keine Rechte zur Veröffentlichung daran.,

    Der Linienverlauf ist aber laut dieser Arbeit exakt wie oben im Text beschrieben...


    Mir persönlich ging es in diesem Jahr allerdings um sichere Eier von christyi, und da lässt sich das Weibchen genitaliter von autumnata/dilutata abtrennen.

    Bin dafür zwar kein Experte dafür, der Horst Pichler von Lepiforum schon...Er erklärte mir das der Unterschied beim Weibchen im Sklerotisierungsgrad liegt.


    Bei autumnata habe ich gemogelt und die Art aus Finnland gezüchtet. Da fehlen die Schwesterarten komplett und man kann nichts falsch machen.

    Allerdings kommt sie auch hier im norddeutschen Flachland vor, und Deine Tiere passen da ebenfalls gut rein.


    Und immer beachten: Anhand der Querlinie kann man sich ein paar sichere Exemplare rausfischen, was besonders den Züchter freut.

    Aber Du kannst damit nicht alle Tiere die man sieht bestimmen.

    Meine hohe Trefferquote entstand natürlich auch nur deswegen weil ich mich an die Falter gehalten habe die absolut dem Klischee entsprachen....

    Ich bin halt Züchter, und dadurch MUSS ich auch nicht jede mir unterkommende Epirrhita bestimmen....Für mich also perfekt.

    einfach mal von oben: 1, 3 und 4 autumnata.

    Falter zwei wäre einer von den unklar gezeichneten welchen ich draußen sitzen gelassen hätte.

    Ich suche gleich mal etwas raus....

    microgamma - nächste aktuelle Fundorte befinden sich wohl in Ostpolen. Freilandfunde der Raupen kenne ich auch nur von Sumpfporst, ein finnischer Bekannter ist sogar ziemlich gut darin.

    Freilandraupen sind meist stark parasitiert.

    Allerdings lässt sich die Raupe in der Zucht problemlos mit Weide aufziehen.

    Zeige doch mal bitte den Vorderflügel...

    Wenn der gut sichtbare Zeichnung aufweist wäre das aufschlussreich.


    Hier zum Beispiel autumnata aus Südostmecklenburg, genitalisiert durch Horst Pichler.

    Man erkennt deutlich den fast rechten Winkel in der Querlinie saumwärts des Mittelpunktes. Etwas das bei typischen autumnata immer deutlich sichtbar ist. Bei dilutata verläuft diese Linie völlig anders: eine gewellte Linie die meist dicht am Mittelpunkt verläuft und diese oft sogar berührt.

    Bei christy ist der autumnata-Winkel durch einen annähernden Halbkreis ersetzt welcher den Mittelpunkt umrundet bzw deutlich ausspart.

    Fast immer sind das zusätzlich noch auffallend kleine Tiere.

    Achtung!!!

    Ist gibt natürlich bei jeder Epirrhita auch untypisch gezeichnete Exemplare die man anhand der Querlinie nicht bestimmen kann. Auch ist die Kleinheit der christy kein absolutes Dogma. Bei der Häufigkeit der Gruppe kann man die allerdings außen vor lassen. Um aber ein paar sichere Exemplare aus der Masse herauszufischen funktioniert die Methode durchaus. Bei mir ging es halt um sichere Eiablagen: um nicht 1000 Gelege aufziehen zu müssen und erst später anhand der Zuchtmännchen eine Bestimmung zu bekommen.

    S. Diskussion in Lepiforum bei der Horst Pichler reichlich Epirrhita genitalisiert hat welche ich zuvor per Querlinie zugeordnet hatte. Meine Trefferquote lag übrigens bei 100 Prozent...

    Die Querlinie ist übrigens bei den Weibchen oft viel besser zu erkennen da sie meist deutlich schärfer gezeichnet sind.

    Auch läßt sich das Weibchen von christy genitaliter von autumnata/dilutata trennen, was bisher so nicht bekannt war.

    Eine Info für Züchter von delphini: Die bösartigsten Mordraupen die mir je untergekommen sind. Wärend die restlichen Killerarten wie petasitis, satellitia und co. erst ab einer gewissen Größe anfangen ihre Kollegen zu verspachteln, beißt delphini bereits ab L1(!!!). Sowie eine Eiraupe auch nur einen halben Millimeter Vorsprung hat, macht sie alle anderen sofort nieder.

    Die Zucht gelingt einfach an Kunstfutter, aber nur bei konsequenter Einzelhaltung von Anfang an. Man hat zum Schluß eine tolle Senfbecherparade auf dem Küchenschrank. Aber zum Glück dauert die Raupenzeit gerade einmal zwölf Tage. Ein Teil der Puppen kann überliegen, die letzte schlüpfte bei mir nach vier Jahren.

    Am häufigsten gefunden wird die Art im Bereich des Schwarzen Meeres, wovon aktuell hauptsächlich Türkei und Bulgarien erreichbar wären.

    Zum Thema siculana: Es gibt eine wesentlich bessere Erklärung für die älteren Funde in Nord-bzw Ostdeutschland.

    In Skandinavien weit verbreitet und oft häufig ist Nycteola degenerana.. Im Gegensatz zu den Tieren aus Süddeutschland und dem Alpenraum sind die nördlichen degenerana extrem variabel, und bilden unter anderem Formen aus die der siculana verteufelt ähnlich sehen. Ich vermute das solche Falter zu den Verwechslungen geführt haben.


    Fotos : degenerana Finnland, Espoo, Juni 2012, ex ovo, leg. K. Silvonen

    In der Nähe der Stelle in Brandenburg gab es eine Bahnlinie. Möglicherweise waren die Tiere zum Beispiel aus Ungarn verschleppt worden und haben sich dann eine Zeit lang dort gehalten...

    Nicht einmal Zuchtaussetzer kann man 10000%ig ausschließen... Das wird wohl auf ewig im Nebel bleiben. Ein Sommerhaus irgendwo in der Pampa, zu DDR Zeiten? Eher weniger. Gartenanlagen, Campingsiedlungen und co. waren dagegen weit verbreitet.

    Aber letztendlich ist es für die Funde ziemlich unbedeutend ob Gartenlaube oder Luxuspalast in der Nähe stand.

    Die sinnvollste Hypothese ist doch die zufällige Einschleppung mit nachfolgend zeitweiliger Ansiedlung.


    Ähnliches wird ja auch für die alten Funde von pyropata vermutet...

    Windverdriftung kann ebenfalls ein mächtiges Transportvehikel sein: siehe die sächsischen Funde von vulcania welche in zeitlicher Nähe zu Südwest-Stürmen standen. Dort wurden die Tiere über wirklich gigantische Entfernungen versetzt. Dagegen ist Ungarn doch lediglich einen Gartenzaun weiter...

    Metelkana : Polen, Sczorce, Biebrza-Niederung, mehrere Exemplare Anfang Juli 2022.

    Neuester Fundort.


    Und was die Funde bei Berlin über mehrere Jahre hinweg angeht : Das war ein Teich in einer ordinären Gartenanlage. Auch damit ist die Art ziemlich lange klargekommen...

    In Nordostpolen aktuell in Ausbreitung begriffen, auch die Anzahl der Nachweise ist stark gestiegen.

    Und wer weiß? Sind ja nur noch schlappe 1000 km hierher...


    Interessant: metelkana ist der Jesus unter den Raupen - unter Ausnutzung der Oberflächenspannung des Wassers kann sie über halbwegs unbewegte Wasserflächen laufen..


    [Anmerkung der Moderation: In Bezug auf diesen Beitrag zu Diacrisia metelkana]