Beiträge von Andreas

    "Man sollte den Feind nicht dafür tadeln das er sich wie ein Feind verhält".

    Oder auf entomologisch - die Sachen der Lebenden und die Sachen der Toten gehören nicht in den selben Raum. Ganz einfach, Insektizide (zumindest die echten) sind so fürchterlich effektiv das da schon eine großzügige räumliche Trennung eingehalten werden sollte. Ich habe niemals Kästen und co. im selben Raum wie Raupen und Puppenkasten.

    Das was Du da beschreibst ist eigentlich ein Gütesiegel für das Mottenpapier...

    Das sind auf jeden Fall die besseren Ansätze. Das mit dem vielseitig nutzbaren Essigäther sollte noch halbwegs unverfänglich sein.

    Aber:

    Ob deklariert oder nicht, erkläre im Fall der Fälle einem Grenzbeamten warum Du die tödlichste anorganische Substanz auf diesem Planeten dabei hast. Und plötzlich steht dann der Terrorismusvorwurf im Raum... Spätestens seit den Twin Towers sitzt (im übertragenen Sinne) bei vielen Beamten der Cold locker. U-Haft, Kontakt zum Konsulat und co sind dann die Dinge die dann das Leben bestimmten. Neee, besser nicht, denn das ist es nicht wert!

    Mit CN wäre ich doch etwas vorsichtiger...Sollte man wirklich mal richtig gründlich kontrolliert werden hat man eine gefährliche Substanz geschmuggelt. Im richtigen Land evtl ein paar Jahre Bunker (?) Zumindest nicht unvorstellbar. Aus dem Grund wäre Essigäther günstiger, auch wenn es nicht ganz so bequem ist.

    Ethanthiol soll duften wie auf einen drei Wochen in der Sonne gelegenen Stinktierkadaver zu kotzen. Auf Platz 2 stehen verwesende Schildkrötenpanzer...

    Damit würde man möglicherweise sämtliche Schillerfalter im Umkreis von 50 km anlocken...Dicht gefolgt von Feuerwehr, Polizei und Armee mit ABC - Ausrüstung...😁

    Sehr schöne Tiere. Ohne Mist, ich besorge mir seit einigen Jahren einen Kuhfladen einer Wiese und der kommt in eine flache Schale in den Garten. Siehe da , er ist da.

    Es funktionieren auch Hundehaufen (Eigenproduktion) oder der Inhalt vom Katzenklo... Aber ein von uns vor 50 Jahren getestetes Rezept aus DDR Zeiten schlug alles :

    (Damals sehr fetthaltiger) Harzer Käse gestiftelt und in Flaschen gefüllt, ungefähr bis zur Hälfte. Dann wurde mit Buttermilch aufgefüllt und das Ganze auf dem Dachboden eine Woche lang in die Sonne gestellt... Dann Anfahrt zur Stelle am Stadtrand mit dem Bus. Der war zwar relativ voll, aber irgendwie hatten wir die hintere Hälfte des Busses ganz für uns uns alleine gehabt. (ich vermute Diskriminierung von Entomologen)... Auf der Stelle genügte es einen Schluck aus der Flasche auf jede Köderstelle zu kippen: die weißliche, sehr rustikal duftende Masse bestand zu 50 Prozent aus Fliegenmaden und verteilte sich von ganz alleine auf dem Weg...

    Neben den ersten iris erschienen dann auch einige Große Eisvögel am Köder... Für uns als Schüler war das natürlich ein absolutes Ereignis. Aber den wirklich bestialischen Gestank habe ich heute noch in der Nase😁😁😁.

    Auf Parkplätzen hat man die Falter damals auch an Benzin(Gemisch) und Ölpfützen gesehen...

    Wenn die Tiere schon auf so auf anrüchigen Dingen stehen - Vielleicht sollte man mal einen Köderversuch mit Ethanthiol unternehmen? (Laut Guinness Buch die am widerlichsten stinkende Substanz auf diesem Planeten)? Wäre vielleicht einen Versuch wert?

    "Die eigenständige Art Arctia wiskotti wurde bisher nicht bestätigt/genehmigt."

    Wäre auch grober Unfug So wie sich die wiskotti und die caja kreuzen, mischen und ohne Einschränkungen in jeglicher Kombination weiterzüchten lassen wäre wiskotti als eigene Art maximal als Treppenwitz geeignet. Bei Hybriden zwischen echten Arten gibt es immer irgendwelche Probleme wie arg verschobene Geschlechtsverhältnisse, ganz oder teilweise Unfruchtbarkeit der Hybriden etc Kurz - man merkt irgendwie das da nicht alles hundertprozentig kompatibel ist. Bei wiskotti und caja gibt es keinerlei Probleme, eben wie man es bei lediglich Unterarten erwarten kann.

    Es handelt sich dabei um eine gefährliche Seuche, genannt der Chronisch-Destruktive Mähwahn. Infizierte glauben unwiderruflich das eine teutonische Grünfläche aussehen muss wie Kojak auf dem Kopf. Genau wie bei der Zombieinfektion ist eine Heilung ausgeschlossen. Ich empfehle Deportation nach Spitzbergen, da können sie dann 24/7 im Schnee rummähen. Zumindest können sie dort keinen Schaden anrichten und tragen zur Erheiterung der Eisbären bei

    Braunwurzmönch: Kommt darauf an wo Du Dich befindest. Hier oben im Norden hat man verbasci immer an Königskerze, scrophulariae immer an Braunwurt und sehr spät (ab Mitte Juli und auf Sandböden) lychnitis an mehliger Königskerze. Es gibt hier von allen Pflanzen reichlich, und ich habe bei diesen drei Arten noch keine Fremdgänger (oder Fremdfresser) erlebt. Weiter südlich ändert es sich dann, vor allem weil dann noch ein paar weitere Arten an beiden Pflanzen auftauchen.