Posts by ra schuetz

    Hallo Marlonneke,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Dein Projekt sieht sehr spannend aus. Deine Fotos mit den Entwicklungsstadien der Tiere sind nicht nur lehrreich, sondern auch sehr gut gemacht! Ich kann Deine Homepage jedem Tierliebhaber nur wärmstens empfehlen. Viel Glück und Erfolg weiterhin! Wenn Du zum Thema Insekten unsere Hilfe benötigst, wende Dich jederzeit gerne an uns.

    Herzliche Grüße

    Robert



    Hello Marlonneke,

    Thank you very much for your contribution. Your project looks very exciting. Your photos with the development stages of the animals are not only instructive, but also very well done! I can only warmly recommend your homepage to every animal lover. Good luck and success in the future! If you need our help on the subject of insects, please feel free to contact us at any time.

    Kind regards

    Robert

    Hallo Michi,


    auch Dir vielen Dank für Deine spannenden Geschichten! Das erinnert mich daran, dass es mir damals immmer sehr peinlich war, wie ein Verrückter hinter irgendwas Kescher schlagend herzurennen, was anderen so gar nichts sagt. Dein Erlebnis mit Xanthopan morganii praedicta auf Madagaskar hört sich da ja auch schon wie eine Szene aus einem Charlie-Chaplin-Film an ;-)


    Der tropische Schwärmer Xanthopan morganii praedicta, den Du auf Madagaskar gefangen hast, hat übrigens - Du, Michi, weißt es natürlich, aber für die anderen Leser - einen Saugrüssel, der bis zu sage und schreibe 22 cm lang ist. Das ist auch nötig, damit er an den Nektar der Orchidee Angraecum sesquipedale gelangen kann. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie man einen derart langen Rüssel überhaupt gezielt einsetzen kann, und dann noch im Flug.


    @ Sven:

    Arctia caja gehörte für mich auch zu den ersten Highlights Ende der 60er Jahre. Ist natürlich auch eine sehr attraktive heimische Art, die leider ebenfalls selten geworden ist, zumindest hier in meiner Umgebung. Aber wenn ich sehe, was hier gerade wieder an Gülle auf den rieisigen Weiden ausgebracht wird, wundert mich das auch nicht.


    Gruß

    Robert

    Hallo Sven,


    ein würdiges Schlusswort!


    Dass das Interesse abgeflaut ist, glaube ich aber gar nicht. Nicht jeder fühlt sich berufen, selbst zu schreiben und liest lieber, was ja auch völlig legitim ist. Ich denke, wir sollten dieses Thema bzw. diesen Thread noch nicht so schnell beerdigen.


    Ich hoffe sehr darauf, dass es vielleicht doch noch einige unter uns/Euch gibt, die ihre Liebe zum Beobachten, Fangen und Sammeln von Insekten mit uns zukünftig teilen werden. Das ist ja ähnlich wie mit beispielsweise mitgeteilten Erinnerungen über die unvorstellbar harten Kriegsjahre, die wir noch von unseren Großeltern als Zeitzeugen selbst hören können. Das kann und sollte die Basis für die Erkenntnis sein, dass wir alle aufgerufen sind zukünftige Kriege zu vermeiden. Es ist generell nie verkehrt, sich die Vergangenheit in Erinnerung zu rufen, und daraus seine Motivation und Energie für zukünftige Verbesserungen des sich stetig verschlechternden Zustandes unserer Natur zu ziehen.


    Gerade die Älteren hier auf ACTIAS werden daher gebeten, doch mal ihre eigenen entomologischen Erlebnisse, Anekdoten und Eindrücke mitzuteilen, gerne auch in diesem "Thread" (deutsch: Diskussionsstrang).


    Nur ein Beispiel:

    Ich erinnere mich, wie ich in meinem kindlichen Forscherdrang ein kokonartiges Gelege von (Kreuz-?) Spinnen mit ins Haus brachte, ohne ansatzweise zu wissen, um was genau es sich handelt und was als nächstes passiert. Meine Mutter hat damals jedenfalls einen halben Nervenzusammenbruch erlitten, als sie morgens in mein Zimmer kam und sich dutzende kleine frisch geschlüpfte Spinnen in meinem Zimmer tummelten. Das gehört, denke ich, zu den grundlegenen Dingen unseres Hobbys, dass Tierchen immer wieder ausbüchsen ... Auch meine Frau kann davon ein Lied singen, als ihr z. B. eines Abends beim Fernsehen kleine Gespenstschrecken über den Nacken krabbelten. Erste Reaktion: "Schatz, hör auf damit!", worauf ich erwiderte: "Ich sitze doch gar nicht neben Dir." Wo kamen die kleinen Biester bloß her?! Hatte ich etwa die Dose mit den Eiern von Extatosoma tiaratum zum Lüften geöffnet und vergessen wieder zu schließen? Ich hab zwar erstmal behauptet, ich wüsste es wirklich nicht und es handele sich hierbei vielleicht um den sensationellen Erstnachweis wildlebender E. tiaratum in Bremen und meine Frau solle sich doch freuen, dass sie jetzt berühmt wird - aber das hat sie mir nicht so richtig geglaubt, da das nicht der erste Vorfall war.


    Auch wenn das alles nichts mit Deinem Ansatz dieses Threads "Moral und Ethik des Sammelns" hat, Sven, passt es aber doch irgendwie. Ich behaupte das mal einfach ;-)


    Einen schönen (in Bremen stürmischen und verregneten) Sonntag!

    Robert

    Hallo an alle,


    es gibt so etwas wie eine "Netiquette". Dazu gehört, dass man harmlose Anfragen/Beiträge und ähnliches nicht gleich als - sorry - Schwachsinn abtut.


    Ulrich hat sich dankenswerterweise qualifiziert und in ruhigem Ton damit auseinandergesetzt und Rainers Anfrage beantwortet - und siehe da: es treten dabei tatsächlich Informationen zutage, die z. B. mir neu sind und die ich für sehr informativ halte. Ich werde Ulrichs Hinweisen im Hinblick auf kostenlose eBooks mit entomologischem Inhalt auf jeden Fall nachgehen.


    Rainers Anfrage war somit zwar auf den ersten Blick nicht mit unserer Plattform in einen Zusammenhang zu bringen, aber das rechtfertigt noch lange nicht Anfeindungen der gezeigten Art. Rainer hat sich hier sicherlich nicht angemeldet, weil er altes Prozellan sammelt. Es sollte daher nicht gleich von vorneherein ausgeschlossen werden, dass seine Anfrage etwas mit Entomologie zu tun hat.


    Also, bitte entspannt bleiben, das Corona-Leben ist schon hart genug ...


    Herzliche Grüße

    Robert

    Hallo an alle,


    von wegen "Jägerlatein"! Und es ist bereits 5 nach 12, wenn man den heutigen mit dem damaligen Zustand vergleicht. Denkt mal an Autobahnfahrten in den 70ern und 80ern in den Urlaub: Frontschutzscheibe und Kühlergrill total verdreckt mit Insektenleichen. Heute fahre ich 1400 km bis nach Südfrankreich und muss die Scheibe noch nicht mal säubern, wenn ich da ankomme. Es ist also auch kein rein deutsches Problem, sondern ein Problem aller Industrienationen. Die Landwirtschaft (ja, ich weiß, dass das Argument den Landwirten zum Hals raushängt) ist da sicherlich neben der Zunahme von Verkehr jeder Art, Zersiedelung und Industrialisierung mit riesigen einher gehenden Gewerbeparks an jeder Autobahnabfahrt eine der Hauptverursacherinnen von Artenrückgang und Dezimierung der Insekten aufgrund von Bewirtschaftung jeder irgendwie erreichbaren Fläche. Wenn man dann noch solche Augenwischereien wie das angebliche Verbot von Glyphosat und den massiven Einsatz von ähnlichen Killern bedenkt, ist das alles kein Wunder, sondern kühl betrachtet nur eine zwangsläufige Entwicklung. Aber ich wollte hier eigentlich gar nicht abschweifen vom eigentlichen Thema, sorry!


    Schreibt bitte lieber weiter Eure Erinnerungen auf, das macht mehr Spass, als an die Zukunft zu denken ...


    Gruß

    Robert

    @ sven:

    Na dann träum süß von um die Laterne schwirrenden Schweinen und Bären. Und morgen ist ja ein neuer Tag ...


    Ich weiß gar nicht, ob es hier auf ACTIAS Foren gibt, die für derartige Themen Raum lassen:

    Ein eher schon philosophischer Dialog ganz entspannt, ohne aggressive Stimmungen und mit vielen interessanten Geschichten und Geschichtchen rund um unser Lieblingshobby. So, wie Horst sich spontan angesprochen fühlt und spontan gleich eigene schöne Erinnerungen beisteuert, denke ich, gibt es sicherlich viele ACTIANER, die hier lesenswerte Erinnerungen einbringen könnten.


    Also, liebe Mitglieder, lasst Euch vom Starter dieses Beitrages, Sven-Kassel, inspieren und lasst hören, wie Ihr zu dem Hobby gekommen seid und wie dieses Hobby Euer Leben geprägt hat.


    Herzliche Grüße

    Robert

    Hallo Sven,


    zunächst: wer ist denn soli72, den Du direkt ansprichst? Oder meinst Du soil74, dessen Beitrag ich auch sehr gelungen fand, gerade weil er sehr ausgewogen schreibt, ohne gleich zu verurteilen, wie das ja leider oft bei derartigen Diskussionen zu sehen ist.


    Nehberg ist ein gutes Beispiel für Naturverbundenheit! Und auch der Spruch „man kann nur schützen, was man kennt“ kann nicht oft genug wiederholt werden. Das gilt ja im übertragenen Sinne fürs gesamte Leben. Wie soll ich denn Empathie für ein unter unwürdigen Bedingungen in engsten Boxen dahinsiechendes Schwein entwickeln, wenn ich Schweine nur von der Fleischtheke kenne, wie das bei vielen Stadtkindern der Fall ist?


    Um bei Deinen eigentlichen Beweggründen für diese Diskussion zu bleiben:

    Bei mir war das übrigens auch so, dass ich in der frühen Kindheit mit dem Fangen von Schmetterlingen angefangen habe. Nur darüber habe ich mir erhebliches Wissen über die heimische Fauna und zwangsläufig auch Flora angeeignet und erarbeitet und gebe dieses Wissen ständig an Menschen jeden Alters, insbesondere aber Kinder, Jugendliche, meine Kinder und Enkel weiter, die insoweit nach meiner Erfahrung in der ganz überwiegenden Zahl auf diesem Gebiet völlig ungebildet sind. Wie soll so eine Generation denn noch die Liebe zur Natur und den Respekt vor der Natur entwickeln?

    Im Laufe der Jahre habe ich dann aber andere Schwerpunkte entwickelt, nämlich die Zucht von Saturniiden und die Fotografie, so dass ich nicht mehr das Dilemma habe, dass andere heimische Entomologen mit „Sammelleidenschaft“ haben, nämlich bei Ausübung der Leidenschaft die sich ständig verschärfenden Gesetze und Verordnungen beachten zu müssen.


    Herzliche Grüße

    Robert

    Hallo Sven aus Kassel,


    großes Lob an Dich für die unterhaltsame und ausführliche Darstellung Deines Werdegangs als Schmetterlingssammler. An Dir ist ein Schriftsteller verlorengegangen! Viele von uns Älteren werden sich bei dem ein oder anderen Detail wiedererkannt haben, wie ja auch die Kommentare zeigen.


    Mein erster Gedanke nach dem Lesen (auch auf die Gefahr hin, dass auch ich jetzt eine Diskussion lostrete):

    Schade, dass die nachwachsenden Generationen nicht mehr so unbeschwert die eigene Natur erforschen können, wie das in früheren Zeiten möglich war. Die Feldarbeit hat viele kompetetente und engagierte Hobbyentomologen hervorgebracht, von denen viele sich bis heute mit Sachverstand und Herzblut für die Erhaltung der Natur einsetzen. Die sich ständig verschärfende Rechtslage mit all den Beschränkungen, Geboten und Verboten wird, fürchte ich, zu einer zunehmenden Verdrossenheit und Entfremdung der Menschen von der sie umgebenden Natur führen.


    Herzliche Grüße

    Robert

    Tja, Rudi, jetzt kommen wir genau in den Bereich, den ich ansprach:
    Es kommt nicht darauf an, wie edel Deine Absichten sind. Moralische Rechtfertigungen für unseren Umgang als Hobby-Entomologen gibt es massenweise, aber die zählen aus juristischer Sicht nicht. Dem Artenschutz ist es egal, ob Du ein paar Kindergartenkinder mit Lebedmaterial aus der Natur aufklärst oder eine "wissenschaftliche" Sammlung aufbaust. Du entnimmst Tiere aus der Natur und allein das ist für viele andere Nachahmer Rechtfertigung genug es aus ähnlichen oder anderen angeblich ebenso edlen Gründen zu tun. Wo ziehst Du da die Grenze? Wer definiert "wissenschaftlich"? Frag 10 Entomologen und Du bekommst 10 Erklärungen aus jeweils deren Sicht, was sie für sich als wissenschaftlich betrachten. Ein schwieriges Thema ...


    Was ein "vernünftiger Grund" ist, steht in den Kommentierungen. Alle Deine Beispiele sind sicherlich kein "vernünftiger Grund" im juristischen Sinn, aber moralisches natürlich durchaus ehrenwert. Und wenn Du Dich auf die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre berufst, hat das immer vor dem Hintergrund einer Interessenabwägung zu erfolgen. Diese Freiheit ist ja nicht grenzenlos und hat da ihr Ende, wo andere Belange gefährdet werden.


    Es hilft auch überhaupt nicht, immer wieder Straßenverkehr, Landwirtschaft, Insektizide usw. als Hauptübeltäter anzuprangern und das gegen die eigene angeblich so edle Sammeltätigkeit abzuwägen.


    Man kann sich insoweit politisch engagieren oder eben auch vor Ort etwas bewegen, wie sasha es vorstehend beschrieben hat, indem man sich z. B. in Naturschutzorganisationen engagiert oder Behörden auf Vorkommen bestimmter Arten hinweist in der Hoffnung, dass bestimmte Biotope dann eben auch entsprechend geschützt werden, z. B. durch auf die Entwicklungszyklen abgestimmte Mahd von Wiesen.


    Es ist übrigens in Deutschland auch keineswegs erlaubt, im Garten Schwalbenschwanzraupen am Dill zu vergiften, wie hlindner es formuliert! Wenn es doch passiert, wird die Chemieindustrie es als "Kollateralschaden" abtun. Verboten ist es trotzdem, aber wo kein Richter ...


    Über dieses Thema könnten wir stundenlang diskutieren, aber wirklich hilfreich sind diese Diskussionen nur dann, wenn man, wie sasha es anscheind lobenswert umsetzt, sich aktiv im Artenschutz und Naturschutz engagiert, aber eben unter Einhaltung der geltenden Gesetze, sprich: in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden und Naturschutzorganisationen, und dann derartige Dinge diskutiert. Insofern bin auch ich wie sasha unbedingt dafür, nicht immer über die Zustände rumzujammern, sondern die Initiative ztu ergreifen und Misstände aufzuzeigen und vielleicht auch mal detailliert von eigenen Methoden und Erfolgen zu berichten, damit wir alle inspiriert werden.

    Hallo Rudi,
    hallo an alle,


    öffentlich zugängliche Kommentierungen zu den Gesetzen und Verordnungen sind im Internet selten anzutreffen. In der Regel findet man diese in kostenpflichtigen Datenbanken wie beck-online usw. oder natürlich in entsprechenden (teuren) Fachbüchern wie Kommentaren und Kurzkommentaren zu bestimmten Gesetzen.


    Wie man generell, also nicht nur artenschutzrechtliche, Gesetze, Richtlinien und Verodnungen auslegt und anwendet kann man daneben auch mitunter aus im Internet veröffentlichten Urteilen ablesen, wobei Urteile über Insektensammler äußerst selten zu finden sind. Eher stößt man auf Urteile mit Bezug zu Reptilien, Amphibien und Vögeln, für letzteres z. B. hier:


    AG Ahlen, Urteil vom 14.06.2016 - 5 Ds-540 Js 1459/15-291/15 - openJur


    Dann gibt es z. B. noch die "Vollzugshinweise zum Artenschutzrecht",


    Vollzugshinweise.pdf


    die sehr lesenwert und aufschlussreich sind und von der LANA erstellt wurden. Die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) ist ein Gremium, in dem die Vertreter der obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer und der Bund über die Schwerpunktthemen des Naturschutzes beraten.



    Diese Informationen helfen juristischen Laien aber nur bedingt. Juristische Laien neigen in der Regel dazu, veröffentlichte Urteile zu verallgemeinern, eigenes Halbwissen unreflektiert weiterzugeben und derartige Informationen ohne das nötige Hintergrundwissen zu lesen und dann falsch zu interpretieren. Das gilt z. B. für die komplexen Straf- und Bußgeldvorschriften des Artenschutzrechts hinsichtlich der Frage, ob bei bestimmten Handlungen für eine Strafbarkeit vorsätzliches Handeln vorliegen muss oder ob auch schon bedingter Vorsatz ausreicht oder bestimmte Formen von Handlungen auch schon bei fahrlässiger Begehung strafbar sind. Letztendlich ist jeder Fall anders und muss daher speziell vor dem Hintergrund der betreffenden Vorschriften geprüft werden. Dass das Artenschutzrecht nicht einfach zu verstehen ist, zeigen schon die vielen hier geschilderten Erfahrungen und Meinungen der Mitglieder. Ein Blick ins Gesetz reicht eben oftmals nicht aus.


    Wenn man es ganz streng betrachtet, ist auf der Grundlage des derzeit geltenden Rechts eigentlich so gut wie alles, was wir Entomologen im Rahmen unseres Hobbys machen, verboten. Das gilt selbst für das doch eigentlich harmlose Fotografieren von Schmetterlingen. Wer den Apollo Parnassius apollo im Moseltal aus nächster Nähe fotografieren will "stellt ihm nach" und stört seinen Lebensraum. Der Apollofalter ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie als Anhang-IV-Tier streng geschütz (und übrigens nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen als Anhang-II-Tier die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart!). Insoweit gibt es sogar einen eigenen Straftatbestand im Strafgesetzbuch, nämlich § 329 Abs. 3 Ziff. 6 StGB:


    329_StGB.htm


    So, genug Rechtskunde für heute! Keiner sollte sich dadurch dieses schöne Hobby vermiesen lassen. Letztendlich sollte unser aller Ziel sein, Schmetterlinge (und natürlich alle anderen Tiere) zu achten und zu schützen.


    Herzliche Grüße
    Robert

    Hallo an alle,


    Manfred alias Policeman hat mich gebeten, ein paar Erläuterungen zu § 4 "Bundesnaturschutzgesetz" in die Diskussion einzubringen.


    Zunächst einmal zu den Begrifflichkeiten:
    Es gibt verschiedene Rechtsvorschriften, die sich mit dem Schutz wild lebender Tiere befassen. Dazu gehören nationale Gesetze, EU-Recht und Internationales Recht wie beispielsweise das wohl allgemein bekannte Washingtoner Artenschutzabkommen.


    Es heißt weder „Naturschutzgesetz“, wie Manfred es formuliert oder „Bundesartenschutzabkommen“, wie es Heiko formuliert, sondern „Bundesartenschutzverordnung“, sofern in dieser Diskussion von § 4 die Rede ist. Das ist insoweit wichtig zu sagen, weil es neben der Bundesartenschutzverordnung beispielsweise auch das Bundesnaturschutzgesetz oder eben auch das Washingtoner Artenschutzabkommen gibt.


    Innerhalb der Artenschutzgesetze unterscheiden die verschiedenen Rechtsvorschriften nach verschiedenen „Schutzstufen“, um verschiedene Stufen der Unterschutzstellung auf nicht gefährdete, gefährdete und extrem gefährdete Arten anwenden zu können. Insofern ist in den Vorschriften die Rede von


    allgemein geschützten Arten (§ 39 Bundesnaturschutzgesetz):


    Dazu gehören alle wild lebenden Tiere und Pflanzen. Nach § 39 ist es bei den allgemein geschützten Arten zum Beispiel verboten, wildlebende Tiere „mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten“. Was ein „vernünftiger Grund“ ist, ergibt sich aus Kommentierungen und Durchführungsverordnungen zu diesem §.


    besonders geschützte Arten (§ 7 Abs. 2 Nummer 13 Bundesnaturschutzgesetz):


    Dazu gehören bestimmte Arten, die in den Anhängen verschiedener nationaler und internationaler Rechtsvorschriften explizit namentlich aufgeführt sind. Zu diesen besonders geschützten Arten beinhaltet § 4 Bundesartenschutzverordnung eine Aufzählung von Hilfsmitteln, mit denen der Zugriff auf die darunter fallenden Tiere verboten ist. Unterschieden wird insoweit zwischen wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten (viele Reptilien und Insektenarten) und andererseits nicht besonders geschützten Wirbeltierarten (zum Beispiel Rehe). Nach der in der Bundesartenschutzverordnung enthaltenen Auflistung sind beispielsweise Schwalbenschwanz und Trauermantel besonders geschützte Arten. Es stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 16 Bundesartenschutzverordnung in Verbindung mit § 69 Bundesnaturschutzgesetz dar, wenn man diesen Arten zum Beispiel mit Fangnetzen nachstellt oder diese fängt, wobei schon fahrlässiges Handeln ein Bußgeld nach sich ziehen kann (wenn man erwischt wird …) und erst recht natürlich vorsätzliches Handeln, also das bewusste Sammeln besonders geschützte Arten. Wer Schwalbenschwänze in Deutschland beispielsweise sogar gewerbsmäßig, also nicht nur für private Zwecke, fängt, um damit Handel zu treiben, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern sogar eine Straftat gemäß § 71 Bundesnaturschutzgesetz.


    streng geschützte Arten (§ 7 Abs. 2 Nummer 14 Bundesnaturschutzgesetz):


    Dazu gehören Arten, die ebenfalls in nationalen und internationalen Rechtsvorschriften namentlich aufgelistet sind wie zum Beispiel seltene Arten wie Fledermausschwärmer und Löwenzahnspinner. Die Rechtsfolgen von Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften zum Schutz streng geschützte Arten sind noch gravierender als die vorstehend beschriebenen zu den besonders geschützten Arten. Wer vorsätzlich eine streng geschützte Art wie beispielsweise Arctia villica, den Schwarzen Bären, per Köder oder Lichtfang fängt, begeht ebenfalls eine Straftat.


    In begründeten Ausnahmefällen können die zuständigen Landesbehörden im Einzelfall von den Zugriffsverboten Ausnahmen zulassen. Einen solchen Fall hat Steffen alias steffen 1978 in dieser Diskussion dargestellt, wo ihm eine konkrete Genehmigung auf Antrag erteilt wurde, und zwar ausdrücklich für rein wissenschaftliche Zwecke. Für andere Zwecke hätte er sicherlich keine Genehmigung erhalten.


    Was nun die Frage angeht, ob das Anlegen einer eigenen Sammlung erlaubt ist oder nicht, beantwortet sich die Frage streng genommen schon durch meine Erklärungen zu den allgemein geschützten Arten, wonach es verboten ist, wild lebende Tiere jeder Art ohne vernünftigen Grund zu töten. Es bedarf somit noch nicht einmal einer besonders geschützten oder streng geschützten Art, um durch das Anlegen einer Sammlung gegen Gesetze zu verstoßen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, darf hier natürlich gerne diskutiert werden; am Ende gelten die Gesetze aber für alle. Auch wenn sicherlich private Sammlungen in erheblichem Umfang existieren, dürfte es sich in vielen Fällen um nicht erlaubte Sammlungen handeln. Wenn sich daraus Probleme ergeben, dann wie bei einigen meiner Mandanten, wo derartige Sammlungen in der Bekanntschaft gezeigt oder einzelne Exemplare auf Plattformen zum Verkauf angeboten werden und engagierte Bürger Strafanzeige erstatten.


    Zum Thema "Lichtfang":
    Lichtfang ist nichts anderes, als nachtaktiven Tieren eine (Licht-) Falle zu stellen, nämlich Anlocken durch Licht mit dem Zweck, die angelockten Tiere zu fangen. Auch da gilt, dass das ohne "vernünftigen Grund" schon allgemein bei jedem wild lebenden Tier verboten ist.Dass die Praxis unter vielen Entomologen anders aussieht, ändert jedoch nichts an der Rechtslage!


    Das Thema Artenschutz ist sehr kompliziert und verschachtelt, gerade auch was z. B. die Frage angeht, ob nur eine vorsätzliche oder auch schon eine fahrlässige Begehensweise strafbar ist oder nicht. Darüber könnte man stundenlang referieren.


    Herzliche Grüße


    Robert

    Hallo Joachim,


    was Du beschreibst, ist traurige Realität, und zwar nicht nur in Deiner Umgebung, sondern in weiten Teilen Deutschlands (und meiner Erfahrung nach der Niederlande und Frankreichs). Wenn ich heutzutage im Sommer mit dem PKW von Bremen nach Südfrankreich fahre, ist die Windschutzscheibe kaum "verdreckt" von Insektenleichen. Es ist noch gar nicht so lange her (vielleicht bis vor 20 Jahren), dass man die Scheibe während so einer langen Fahrt zwischendurch säubern musste, um vernünftige Sicht zu haben. Die an guten Autobahn-Tankstellen an jeder Zapfsäule zu findenden Wassereimer mit Abziehr nutze ich heute nur noch seltenst. Das ist für mich immer der Moment, wo mir der Ernst der Lage dramatisch bewußt wird.


    Nicht ohne Grund haben wir Insektenfreunde hier im norddeutschen Raum Anfang 2018 einen offenen Brief initiiert, den ich mal nachstehend auszugsweise beifüge:



    OFFENER BRIEF


    an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Angela Merkel


    an die Vorsitzenden der in den Landesparlamenten Niedersachsen und Bremen sowie des Bundestags vertretenen Parteien


    sowie an die für Landwirtschaft und für Umwelt in den Ländern Niedersachsen und Bremen und der Bundesrepublik Deutschland zuständigen Ministerien



    Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, sehr geehrte Damen und Herren,


    anlässlich des Jahrestreffens 2017 der nordwestdeutschen Lepidopterologen wenden wir uns an Sie in großer Sorge wegen des eklatanten Rückgangs der Populationen der Schmetterlinge respektive aller Insekten, den wir seit Jahren beobachten. Das gilt für die Anzahl der einzelnen Arten, aber auch für die Anzahl der Individuen häufiger Arten. In dieser Beobachtung sehen wir uns lange schon einig mit den Fachleuten aus den anderen Bundesländern.


    • Im Jahr2014/15 machte der Arbeitskreis Schmetterlinge anlässlich einer Ausstellung des Naturwissenschaftlichen Vereins im Überseemuseum Bremen anhand eines Ausstellungs-Kastens mit Exemplaren von 39 Tagfalter-Arten, die im Raum Bremen ursprünglich heimisch und im Insektenmagazin des Museums dokumentiert sind, und eines zweiten Kastens, in dem die Arten, die in den letzten Jahren im selben Beobachtungs-Raum nicht mehr nachweisbar waren und deshalb weggelassen wurden, den Besorgnis erregenden Umfang des Artenschwunds sichtbar: der zweite Schaukasten wies erschreckend große Lücken auf.


    Was schon lange durch die Roten Listen der gefährdeten Insektenarten in Niedersachsen und Bremen belegt ist (unter den Schmetterlingen wurden 2004 bereits 58 % als gefährdet eingestuft), wird jetzt durch die Langzeit-Studie ( PLoS One- Studie zum Insektensterben ) noch einmal unter anderen Gesichtspunkten auf alarmierende Weise bestätigt! Nicht nur die Artenvielfalt an Insekten schwindet, sondern auch die Biomasse der Insekten insgesamt! Wir halten die von Insektenkundlern aus Krefeld erarbeiteten und von Wissenschaftlern aus den Niederlanden und England methodisch bestätigten Ergebnisse für wissenschaftlich glaubwürdig. Seit 1989 bis zum Jahr 2016 ist die Biomasse flugaktiver Insekten in 63 Schutzgebieten in Deutschland um 76,7 % eingebrochen. Dieser Rückgang war nachweislich unabhängig von der Witterung sowie Habitatveränderungen zu beobachten (http://journals.plos.org/ploso…1371/journal.pone.0185809 ).


    Auch unsere eigenen langjährigen Beobachtungen und Ergebnisse bei Tagesexkursionen und bei der Nachtfaltererfassung des Anflugs an Lichtfanganlagen und Köderschnüren in Bremen und Niedersachsen zeigen einen erschreckenden Rückgang von Individuen und Arten.


    Diese Ergebnisse verlangen politisches Handeln, zumal ca. 80% aller Nutzpflanzen auf Bestäuberorganismen angewiesen sind.


    Dass die angrenzende intensive Landwirtschaft mit verantwortlich sei für diesen Rückgang wird seitens der Wissenschaftler nicht bewiesen, allerdings stark vermutet. Das Bundesamt für Naturschutz hat 2017 festgestellt, dass der Rückgang der Artenvielfalt in den landwirtschaftlichen Flächen am höchsten ist.


    Neben intensiver und einseitiger Landnutzung, dem Verlust insektenfreundlicher Lebensräume ( Blühwiesen, Feldraine, Brachen, Hecken… ) und der allgegenwärtigen Überdüngung trägt der umfassende Einsatz von Pestiziden zur Besorgnis erregenden Entwicklung bei.


    Zahlreiche Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Insekten und dem massiven Ausbringen von Neonikotinoiden (etwa in gebeiztem Saatgut ) seit Beginn der 1990er Jahre zusammen. Diese Stoffe stehen im dringenden Verdacht, sich durch Abdrift von Stäuben und Kontamination von Pollen und Nektar zu verbreiten sowie in Boden und Grundwasserlangfristig wirksam zu sein. Neonikotinoide treffen auch sogenannte Nichtzielorganismen wie z.B. Schmetterlinge oder auch Wild- und Honigbienen.


    Zahlreiche andere Tiere sind wiederum auf diese Insekten angewiesen. Nicht verwunderlich, dass die Anzahl der insektenfressenden Vögel und der Bodenbrüter, sowie weiterer auf Insekten angewiesener Wirbeltiere ( Amphi-bien, Reptilien, Fledermäuse, … ) in den letzten Jahren nachweislich signifikant zurückgegangen ist.


    Wenn wir weiter zusehen, wie all diese Bestände einbrechen, ohne angemessen auf diese Gefahr für die Natur, damit uns selbst und für künftige Generationen zu reagieren, tragen wir dazu bei, dass der Artenreichtum der Natur und ihr Gleichgewicht noch weiter als bisher schon gefährdet werden. Und wir tragen die Verantwortung dafür, dass zahlreiche weitere Arten unwiederbringlich verloren gehen.


    Wir dürfen die längst sichtbaren Veränderungen von großer weltweiter Tragweite – für uns durchaus vergleichbar mit der des Klimawandels –nicht negieren. Gehen wir nicht zur Tagesordnung über! Handeln wir jetzt!


    Richtschnur für das Handeln muss die Verantwortung für eine zukunftsorientierte naturverträgliche und Gesundheit garantierende Landwirtschaft sein. Dieser Verantwortung müssen sich auch Bauernverbände und Agrarkonzerne stellen. Bis zum Jahr 2050 müssen prognostizierte 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten satt werden. Genügend Lebensmittel bereit zu stellen unter Bedingungen, die der Natur eine Chance lassen, ihre Vielfalt und ihr bedrohtes Gleichgewicht zu behalten, ist eine wesentliche Zukunftsaufgabe für alle. Sie ist nur mit einer neu ausgerichteten nachhaltigen Landwirtschaft zu bewältigen.


    Eine ständig zunehmende Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern sind besorgt und erwarten auf der politischen Ebene Maßnahmen, die dem Verschwinden der Insekten und anderer Arten - damit der Verarmung der Natur - entgegenwirken können. Ob Sie in Regierungsverantwortung, in Opposition oder derzeit in Koalitionsverhandlungen sind: legen Sie klare Ziele fest und handeln Sie jetzt!


    • Ergänzen Sie die Ergebnisse der Krefelder Insektenkundler und der ihre Ergebnisse bestätigenden Wissenschaftler, indem Sie mittels umfangreicher Monitorings die Roten Listen hinsichtlich Qualität und Quantität der einzelnen Populationen und ihrer Nahrungspflanzen aktualisieren.
    • Fördern und intensivieren Sie die Forschungen, die geeignet sind, die Gründe für den massiven Schwund der Arten weiter zu verifizieren und ökologisch unbedenklichere Alternativen zu den umfänglich schädigenden chemischen Wirkstoffen zu entwickeln. Schaffen Sie unabhängige Forschungseinrichtungen.
    • Sichern Sie ein dauerhaftes Verbot der sogenannten Neonikotinoide, die Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten töten, und stellen Sie die Entscheidung, Glyphosat für weitere 5 Jahre zuzulassen, noch einmal auf den Prüfstand. Es vernichtet jede Pflanze, die Nahrung für Insekten sein kann und gefährdetdie Gesundheit von Menschen.
    • Verpflichten Sie alle, die diese Stoffe ausbringen, zur Dokumentation und lassen Sie diese Daten auswerten.
    • Verknüpfen Sie Agrar-Subventionen mit Auflagen, die Umweltverträglichkeit und Artenvielfalt gewährleisten.
    • Fördern und subventionieren Sie Vorhaben, die insektenfreundliche nahrungsreiche Lebensräume erhalten bzw. wiedererrichten und fördern Sie Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des allgemeinen Problembewusstseins.
    • Machen Sie den Schutz der Artenvielfalt zu einer zentralen Aufgabe Ihrer politischen Arbeit und beweisen Sie Mut in der Auseinandersetzung mit Landwirtschaftsverbänden und Agrarkonzernen überall da, wo diese nicht ernsthaft den Naturschutz in den Blick nehmen, das Einbringen von Umwelt-Giften nachhaltig reduzieren und ökologisch unbedenklichere Stoffe entwickeln und einsetzen.


    Wir alle müssen umdenken und im Sinne einer Agrarwende handeln lernen!


    Manches wird bereits getan. Wir können und müssen viel mehr tun. Und brauchen dazu politische Entscheidungen! Jetzt!


    Ihrer Antwort sehen wir mit Interesse entgegen.


    Obs was hilft? Die Lobbyisten der Landwirtschaft und Chemieindustrie werden natürlich entsprechende Zusammenhänge bestreiten, wie das in solchen Fällen immer so ist.


    Herzliche Grüße


    Robert

    Hallo Tom,


    lass Dich durch einen Misserfolg nicht entmutigen oder verunsichern. Das passiert selbst den erfahrensten Züchtern, dass mal verkrüppelte Falter dabei sind. Oft liegt die Ursache für einen schlechten Schlupf schon viel früher begründet, beispielsweise, wenn zuviele Raupen in einem Zuchtbehälter sich gegenseitig bei der Verpuppung gegenseitig beunruhigen oder stören und die Pupenhülle dann Schaden nimmt. Manchmal ist auch einfach das Zuchtmaterial schlecht durch Inzucht.


    Ob Du die Puppen aus den Kokons nimmst oder nicht, wird nach meinen Erfahrungen bei Rothschildia eher überbewertet. Ich habe schon beides mehrfach mit Erfolg angewendet. Es schadet aber auf keinen Fall, die Kokons nicht zu stören bzw. zu öffnen. Die Natur hat da schon vorgesorgt. Häng die Kokons nur so auf, dass der schlüpfende Falter seine Flügel ungestört herabhängen lassen kann, damit die Flügel sich gut entwickeln und aushärten können. Manchmal bleiben die schlüpfenden Falter nämlich einfach auf dem Kokon sitzen statt sich einen günstigen Platz zu suchen und wenn dann nach unten kein Platz ist, verkrüppeln die Flügel. Viel Erfolg!


    Herzliche Grüße


    Robert

    Hallo Jürgen,


    das ist ohne Kenntnis weiterer Infos nicht seriös zu beantworten. Das Urheberrecht kennt sehr viele Fallstricke! Eine nur oberflächliche (kostenlose) Antwort nützt Dir nichts. Eine seriöse Antwort hingegen kann mit kostenpflichtigem Prüfungsaufwand verbunden sein. Vielleicht kannst Du es Dir aber auch selbst erarbeiten:


    Hier findest Du eine erste Einführung zur Nutzung von Google Earth:


    Genehmigungen – Google


    Siehe dort insbesondere Ziffer 2 zur unzulässigen Nutzung! Den Inhalt musst Du Dir mal in Ruhe durchlesen und vor allem auch die verlinkten Bedingungen.


    Wie so oft, wenn es um die Nutzung fremden geistigen Eigentums geht (Fotos, Videos, Texte, Grafike, Musik, Landkarten etc.) lautet die erste und entscheidende Frage:


    Zum Privatgebrauch oder zur kommerziellen Nutzung?


    Die private Nutzung, also z. B. Download einer Karte , um sie zu Hause auf dem PC als Bildschirmhintergrund zu verwenden , ist in der Regel ohne ausdrückliche Erlaubnis möglich.


    Wenn Du sagst "schreiben", meinst Du doch aber Printmedien, oder? Dann wohl zum Verkauf,also kommerziell. Da wirst Du von GOOGLE auf jeden Fall eine
    schriftlich erteilte Lizenz benötigen, um auf der sicheren Seite zu sein.


    Lies dazu auch aufmerksam das Kapitel



    Verwendung in Printmedien




    Auf eine Faustregel im Urhebrrecht weist GOGGLE darin auch ausdrücklich hin:


    "Bei jeder Nutzung unserer Inhalte müssen sowohl Google als auch der jeweilige Datenanbieter namentlich genannt werden. Wenn die Inhalte angezeigt werden, müssen auch die Namen klar und deutlich sichtbar sein. Die Namensnennung darf nicht in den Abspann verschoben oder nach wenigen Sekunden ausgeblendet werden."


    Falls Du danach weitere Fragen hast, wende Dich gerne an mich, aber bitte nicht in dieser Diskussion, sondern per Email oder PN, da ich mich nur sporadisch auf http://www.actias.de aufhalte.


    Gruß


    Robert

    Hallo David,


    ich dachte ja erst an eine Klobürste, aber welche Raupe hat schon eine eigene Klobürste? :D


    Aber im Ernst:
    Erzähl doch mal bitte, wie das Foto zustandgekommen ist.


    Herzliche Grüße
    Robert

    Hallo Steffen,


    an dem Staub sieht man, wie gut die Schärfe ist! Du musst das mal positiv sehen. ;)


    Aber im Ernst. Das ist aus einer meiner Nachzuchten das Männchen von Mecynorrhina torquata ugandensis.
    Der liegt in meinem Arbeitszimmer seit Monaten ungeschützt rum. Da sind Staub und Milben dran.
    War ja auch nur ein erster Versuch. Aber daran sieht man eben auch, wie genau man bei Makrofotografie arbeiten und vorbereiten muss, damits am Ende gut aussieht.
    Mal sehen, wie die nächsten Aufnahmen werden, wenn meine Zeit es zulässt. Ich halte Dich bzw. generell wen es hier interessiert auf dem Laufenden.


    Herzliche Grüße
    Robert

    Hallo an alle,


    Steffen:
    Bei Freilandaufnahmen aus der Hand brauchst Du aber wirklich eine ruhige Hand. Du scheinst noch etwas jünger zu sein ;)


    Ich arbeite mich wie gesagt gerade in focus stacking ein, was sehr arbeitsintensiv ist und viel Übung und Erfahrung erfordert, angefangen beim Versuchsaufbau über die Drapierung des Fotoobjektes bis zur Wahl des richtigen Equipments.
    Erste überraschend gute Ergebnisse habe ich mit der freeeware Combine ZP erzielt. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal zu gegebener Zeit so einen tollen Bericht wie Deinen zu erstellen, mal sehen ...


    @ Franz:
    Ich habe Hunde! Da sind Yoghurt- und Sahnebecher immer sauber!
    Aber gut, das Du mich nochmal drauf hingewiesen hast, wäre ja sonst eine Riesen-Schweinerei geworden, so mit vollem Becher! :D


    Herzliche Grüße
    Robert

    Hallo Steffen,


    nun hast Du mich gepackt! Ich fotografiere gern und viel, mit Makrofotografie hatte ich mich bisher aber noch nicht so beschäftigt. Dein toller Bericht kommt da gerade rechtzeitig.


    Was mich wundert ist, dass Du in Deinem Bericht das "focus stacking" nicht erwähnst. Das wäre doch sozusagen die Vollendung Deiner Technik aufgrund der damit erzielbaren Tiefenschärfe.
    Das Foto 1 in Deinem Bericht könntest Du damit von ganze vorne bis ganz hinten scharf abbilden.
    Ich bin gerade dabei, mir das anzulesen. Es soll da ja gute freeware geben.


    @ Franz:
    Von welcher Marke muss denn der Yoghurt sein bzw. wo gibt es halbe Yoghurtbecher zu kaufen? :D


    Herzliche Grüße
    Robert