Posts by glischrochilus

    Hallo Dave-danielo,

    wenn deine L 3 in Häutung sind und du eine Raupe mit größerem Kopf und Beinen hast, zudem eine abgestreifte Haut, ist die Sache ja eigentlich klar: Sie hat die Häutung schon hinter sich und ist L 4. Natürlich ist sie noch nicht größer als die anderen, das muss sie sich ja erst mal anfuttern.

    Gruß

    Thomas

    Kurze Ergänzung zu Michas Beitrag: Ich habe der Hälfte meiner Lobobunaea acetes nach dem Schlupf Q. petraea und der anderen Hälfte Q. rubra angeboten. Beides wurde gleichermaßen sofort angenommen, aber es zeigte sich schnell, dass die an Roteiche im Wachstum zurückblieben. Ich habe sie natürlich schnell auf Steineiche umgestzt, trotzdem sind sie eine ganze Häutung zurück.

    Roteiche scheidet daher für mich in Zukunft aus.

    Thomas

    Hallo Frank,

    gerade gestern hat mir ein Kollege von einem Trauermantel mitten in Uetersen erzählt, flog vor einigen Tagen zielstrebig durch die Stadt. Fehldiagnose ausgeschlossen, der kennt sich gut aus. Den letzten hatte er vor über 20 jahren in HH Kirchwerder gesehen. Könnte da auch eine Wanderung im Gange sein?

    Gruß

    Thomas

    So, ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht, alle Beobachtungen in o.g. Seite den Monaten zuzuordnen. Dabei kam erst mal heraus, dass sie bei der Saisonalitätskurve Raupen und Falter in einen Topf geworfen haben. Das erhoffte Maximum im September geht auf Raupenfunde zurück.

    In der Kapregion (von hier stammen fast alle genannten Nachweise) geht die Hauptflugzeit der Falter von März bis Mai mit Maximum im April, wie Manfred schon ganz richtig sagte. Also im dortigen Herbst.

    Die meisten Raupen (L4 / L5) wurden im August / September gemeldet, also im Spätwinter / beginnendem Frühjahr. Da allerdings schon fast erwachsen, d.h. die Entwicklung scheint mitten im Winter (Juni / Juli) zu beginnen. Oktober / November / Dezember gibt es nur einen Raupenfund (Okt.), Januar / Februar keine Falter. In dieser Zeit werden die Puppen also übersommern.

    Allerdings gibt es auch übers ganze Jahr verteilt einzelne Funde von sowohl Faltern als auch Raupen. Trotzdem halte ich zumindest die Kap-Population generell für einbrütig.

    Gruß

    Thomas

    Hallo Uwe,

    mich plagt die selbe Frage. Vermutlich stammen deine auch aus der südafrikanischen Kapregion. Dort ist ja jetzt Winter mit Temperaturen auch unter 10°C. Da stellt sich automatisch die Frage, ob sie eine "Kälteperiode" für die weitere Entwicklung brauchen.

    Laut einem südafrikanischen Portal hat die Art dort 2 Generationen, die zweite mit Max. Mitte September, also im dortigen Frühjahr (pillar-parade-s-afr; dort auf "Arten" gehen).

    Andererseits gibt es die Art ja auch in Gegenden mit deutlich wärmerem Klima, wo solche Temperaturen nicht vorkommen.

    Es wäre klasse, wenn jemand seine persönlichen Erfahrungen dazu mitteilen könnte.

    Schöne Grüße

    Thomas

    Hallo,

    ich hatte ein ähnliches Problem mit Rothschildia erycina und tendiere zu Annas Annahme "zu heiß", natürlich in Abhängigkeit von der Wohnsituation. Meine Dachbude hatte in der kürzlichen Hitzewelle tagsüber 35°, die L 3 waren 300ml Plastikbechern mit durchlöchertem Deckel. Ich könnte mir vorstellen, dass dies für eine Durchlüftung nicht ausreichte und sich das Innere noch zusätzlich aufheizte. Wobei ich nicht weiß, ob das physikalisch überhaupt möglich ist (ich war immer eine Physik-Niete).

    Auf jeden Fall sind die 9 Überlebenden jetzt bei moderateren Temperaturen wieder ganz normal.

    Thomas

    Auch in meiner Umgebung (Stadtrand HH) sind Nesselfalter seit Jahren komplett verschwunden, obwohl früher Massenarten. Ein Hauptgrund ist ganz offensichtlich der Ordnungswahn auch der Grünämter.

    So waren die Brennnesseln an voll besonnten Grabenrändern früher voll mit Raupen von A. urticae. Manchmal gab es Kahlfraß und sie wimmelten überall am Boden herum, in der Hoffnung, eine neue Nahrungsquelle zu finden, was aber oft unter einer Schuhsohle oder im Schnabel einer Amsel endete (von denen es übrigens auch deutlich weniger gibt).

    In jener schönen, fernen Zeit wurden die Gäben 1 x jährlich im Herbst gemäht. Heute passiert das 2-3 x, es muss immer alles schön kurz und adrett sein. Und schon die erste Mahd rafft alle Bestände dahin. Angesichts der Tatsache, dass an anderer Stelle viel Geld für "Insektenförderung" ausgegeben wird, ist das für mich der reale Irrsinn.

    In diesem Sinne

    Thomas

    My experience is that A. atlas is one of the most easy species to breed including pairing. For example I put a fresh couple on the wall of my room, the mal closely to the female. Constant light and about 14°C made me sure they won´t fly. And they didn´t. The male just crawled on top of the bride and did his job (see photo).

    Also handpairing was no problem after watching the movie from Bart Coppers. Of course you need a little patience and a calm hand.

    Thomas


    Zusätzlich zum Dauerlicht sind natürlich auch niedrigere Temperaturen zweckdienlich, weil dadurch der Stoffwechsel der wechselwarmen Tiere herabgesetzt wird. Ich hältere meine tropische Saturniiden immer im Keller bei 12-15°.

    Den umgekehrten Effekt konnte ich mal bei der Zucht von Pseudimbrasia deyrollei beobachten (ganz wunderbare Art, wird gerade wieder angeboten). Im heißen Sommer 2018 in einer Dachwohnung mit min 35° hatte ich Idiot noch eine Heizmatte unter den Schlupfbehälter mit den Puppen gelegt. Keine Ahnung, wie heiß es in dem Behälter war, aber bestimmt deutlich über 40°. Mit der Folge, dass die nachts geschlüpften Weibchen noch am selben Nachmittag an Ort und Stelle Eier legten, was eigentlich nur an einem völlig überdrehten Stoffwechsel gelegen haben kann.

    Gruß

    Thomas