Hallo, liebe Schmetterlingsfreunde!

    Ich habe mir vor einiger Zeit erstmals Zuchtmaterial von zwei exotischen Arten besorgt: von Actias selene und Attacus atlas.

    Die Aufzucht der Raupen hat ganz gut geklappt, aber bei einem Problem hätte ich gern Ratschläge.

    Nach dem Schlupf von Faltern habe ich entweder eine Nachzucht versucht (was auch geklappt hat), aber manchmal ist mir nichts anderes übrig geblieben, als den Falter zu töten und zu spannen. Und nun das Problem: Beide Falterarten (selene noch mehr als atlas) haben - trotz ihrer stattlichen Größe - derart zart gebaute Flügel, dass jede Berührung mit der Nadel sofort eine Spur hinterlässt. Es ist mir also kaum gelungen, einen von diesen Faltern zu spannen, ohne die Flügel mehr oder weniger zu beschädigen.

    Hätte jemand von Euch da einen guten Rat auf Lager, wie man da am besten vorgehen könnte?

    Mit bestem Dank im Voraus,

    Helmut

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    ich bin zwar kein profi aber tu bei den flugel anfang am korper mal probieren um die flugel aus er nander zu tun. Bis die flugel gut stehen und setze danach die nadeln rund die flugel.
    Ich hoffe es hilft.

    Was ich noch gerne wissen mochte wizo blieb dir nichts anderes uberig als die tiere zu töten??? Was war mit ihnen?

    Grube jens

    Danke, Jens, für die Ratschläge!

    Du fragtest noch, weswegen mir nichts übrig blieb als die Falter zu töten und zu präparieren.

    Nun, einheimische Falter lasse ich meist fliegen. Aber bei den exotischen Arten wäre das ja sinnlos. Schmetterlingshäuser gibt es hier in Finnland (wo ich lebe) leider gar nicht.

    Ich kann die Falter zwar in ein Moskitonetz setzen und hoffen, dass ich Partner für eine Paarung bekomme (und das hat auch einmal geklappt), aber was macht man, wenn die Falter in zeitlich großen Abständen schlüpfen? Dann sitzen sie tage- und wochenlang im Moskitonetz und fliegen sich die Flügel kaputt, so dass sie zum Schluss nur noch für den Papierkorb taugen.

    In Zukunft werde ich mich sicherlich auf einheimische Arten konzentrieren.

    Beste Grüße, Helmut

    Ich mache es bei empfindlichen Arten so:
    Ich lege den Spannstreifen über die Flügel, aber lasse noch etwas Platz zur Körpermitte hin.
    Dann nehme ich eine sehr dicke Nähnadel und gehe von hinten unter den Vorderflügel, gelegentlich auch von der Seite. Nun schiebe ich den Flügel mit der Nadel in etwa 30C Schräglage nach vorne, drücke dann mit den Fingern der freien Hand den Spannstreifen auf den Vorderflügelrand und fixiere , sofern der Spannstreifen gut sitzt, gleich den Flügel mit Nadeln.
    So gelingt es mir meistens, die nervigen Spuren zu vermeiden, allerdings ist auch bei dieser Methode große Vorsicht geboten, sonst kann es Schuppenabrieb auf dem Spannstreifen geben!

    Viele Grüße!

    Wie gesagt, die Methode ist auch mit Problemen behaftet. Ich wende das nur an, falls es klassisch gar nicht geht, denn wenn einem der Flügel mehrmals unter dem Spannstreifen durchrutscht, sind die Spuren auch zu sehen, und außerdem ist diese Methode nicht ganz so präzise steuerbar wie wenn man an einer großen Ader von oben die Nadel ansetzt. Meistens findet man doch eine dickere Ader am Vorderflügel, an der man nahezu ohne jegliche Spur von oben her den Flügel nach vorne schieben kann.

    Viele Grüße!

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