Zuchtbericht Saturnia Pyri

    Hallo

    Weiss fielleicht jemand wo ich einen AUSFÜRLICHEN Zuchtbericht fon S.Pyri finden kann?
    Ich hatte mir nähmlich vor einiger zeit Eier von dieser Art bestellt.
    Leider sind alle gestorben und ich weiss nicht wiso. :crying:
    So habe ich mir Schon einige Zchtberichte angesehen.
    Diese hatten aber nicht so genaue Informationen zuden Zuchtbedingungen(Temperatur und Terrarieneinrichtung).

    Gruss
    Chris

  • ANZEIGE

    Hallo Chris,

    habe leider keinen link oder Zuchtbericht, da ich gerade selbst eine grössere Anzahl S. pyri habe (>80 St. L3-L5 ex ovo und bisher keine casualties!) kann ich vielleicht ein paar Fragen beantworten.

    Die Eier kannst du bei Zimmertemperatur (20-23 oC; keine direkte Sonneneinstrahlung) und einer Luftfeuchtigkeit von 75-80 % lagern. Ich habe eine Plastikbox mit weissem Zellstofftuch ausgelegt (man erkennt beginnenden Schimmel auf den hellgrauen Eiern besser, wenn der Untergrund weiss ist) durchschnittlich einmal am Tag angefeuchtet und mit Hygrometer die Feuchtigkeit kontrolliert (5€ in jeder Zoohandlung). Box mit Gazetuch verschliessen (locker auflliegender Deckel geht auch).
    Die Raupen schlüpfen bei diesen Bedingungen nach ca. 2-3 Wochen. Nach ca. 2 Wochen habe ich jeden zweiten Tag frische Blätter (kleine Blätter; 1-2 Stück) in den Behälter gelegt (Kirsche, Esche).
    Die Jungraupen sind nicht sonderlich agil - moderate Fluchtgefahr.
    Futterpflanzen - in meinem Fall Kirsche und Esche (gemischt! sie fressen Beides auch parallel). Da die Raupen lt Erfahrungsberichten ab L4 sensibel auf gewässertes Futter reagieren, habe ich von Anfang an die Zweige der Futterpflanzen in mit Alufolie umwickelten Blumensteckschwamm gesteckt. Hält v.a. Kirsche 3-4 Tage frisch und den Raupen scheint es nichts auszumachen. Die Alufolie verhindert das Entweichen der Flüssigkeit aus dem Steckschwamm.
    Ich halte die Raupen in grossen Plastik-containern mit engmaschigem Stoff (Gummizug!) verschlossen. Die Kombination vermeidet Kondenzwasserbildung bietet ausreichend Lüftung und gleichzeitig hält das Futter etwas länger.
    Alle zwei Tage Container komplett reinigen v.a. Kot-reste und ggfls Ansätze von Schimmel an Pflanzenteilen gründlich (!!!) entfernen. Auch hier: Zimmertemperatur. Vorsicht vor Kondenzwasser - bedeutet ZU feucht. Schimmelgefahr und Kot kann sich lösen über die Blätter verteilen und von den Raupen über die Blätter aufgenommen werden.

    Das wars im Wesentlichen. Fragen?

    Viele Grüsse,

    Alex

    Hallo

    Eigentlich habe ich fast alles so gemacht wie du.
    Aber ich habe Buche als Futterpflanze genommen.
    Dies sollte aber kein Problem sein, ich habe nähmlich schon mal eine zucht mii Buche erfolgreich durchgeführt.
    Allerdings war es im Terrarium etwas feucht. Den Untergrund habe ich auch täglich ausgewechselt.
    An der Hygiene sollte es also nicht liegen.
    Nur das futter habe ich nicht so oft gewechselt.
    Sind denn die Raupen so anfällig auf Feuchtigkeit?
    Ich hatte nähmlich nur etwa drei tage zeit zu reagieren!

    Gruss
    Chris

    Hey Chris,

    zu hohe Feuchtigkeit ist nur ein Problem weil sie a/ Schimmel fördert und b/ Exkremente löst die sich auf den Blättern verteilen, mitgefressen werden -> Raupe tot. Buche? Hmm, habe ich noch nie gehört. Ich kenne nur praktisch alle obstbäume, Esche und Walnuss als Futterpflanze.

    Wann sind sie denn verstorben? Sind die Raupen nicht aus den Eiern geschlüpft, oder sind die Jungraupen (L1) verstorben?

    LG,

    Alex

    Hallo

    Aus den Eiern sind nahezu 100% geschlüpft.
    Die ersten tage sind sie normal auf dem Futter gesessen.
    Und dann ging plötzlich das massensterben los.
    Sicher etwa 7 stück pro tag. Wärenddessen habe ich übrigens 2-3mal das futter gewechselt.
    Alle Raupen sind in L1 oder auch inL2 gestorben.
    Nun ist leider nur noch eine übrig, die sich soeben zu L3 gehäutet hat.
    Und am Futter bzw. dem Strauch sollte es nicht liegen.
    Vor drei Jahren hatte ich schonmal diese Art, und habe sie mit Blättern vom selben Busch ernährt.
    Diese Zucht ist auch Problemlos verlaufen abgesehen von der Überwinterung.
    Um dieses Problem habe ich mich jedoch schon gekümmert.
    Auf jeden Fall weiss ich nicht was ich damals gross anders gemacht habe.
    Der einzige Unterschied, der mir jetzt gerade einfällt ist, dass ich sie damals in eineren viel grösseren Plastikbox hatte, und dass die Zweige eingestellt waren.
    Dafür habe ich sie damals nicht so oft ausgewechselt.

    Ich hoffe das sind jetzt genug informationen.

    Gruss
    Chris

    Hallo Chris,

    naja als L1 brauchen sie nicht soviel Platz. Aus deinen Ausführungen kann ich mir nur vorstellen, dass Pestizide oder andere Gifte aus der näheren Umgebung auf deinen Busch übertragen wurden. Ist ein Problem wenn Kulturplanzen als Futter verwendet werden. Obstbäume werden eben häufig gespritzt, und da vergiftet man dann unbewusst seine gesamte Zucht :wut: .... und wenn der Nachbar ordentlich spritzt hast du auch deiner Buche auch gleich was davon abbekommen.

    Versuche mal Esche oder Kirsche und nimm bewusst Blätter aus einem Wald o.ä. wo sicher nicht gespritzt wird. Ist vielleicht etwas mehr Aufwand, aber wenn du das Futter in diese Steckschwämme gibst sind alle 2-3 Tage ok. Deinen letzten Überlebenden kannst du sicher noch auf das andere Futter umstellen.

    VG,

    alex

    .......Pestizide.....
    OK
    Das letzte Jahr ist mir etwas ähnliches mit Totenkopfschwärmerraupen passiert.
    Wahrscheinlich aus dem gleichen grund.

    Auf jeden Fall nochmals danke, dass du mich so gut beratet hast.
    Wahrscheinlich werde ich mich in Zukunft auch an dich wenden.

    Gruss
    Chris

    Hey Chris,

    immer gerne. Bin ja froh wenn ich auch mal was beitragen kann und nicht immer nur nachfrage :thumbs_up: .

    Meld dich mal so in 4-5 Wochen bei mir, dann kann ich dir sagen wieviele S. pyri Kokons ich habe. Dann kannst nächstest Jahr nochmal einen Versuch starten.


    LG,

    alex

    Hey Chris,

    ich hatte noch Etwas vergessen: Esche als Futterpflanze wurde von meine Raupen bevorzugt. Ich habe Esche und Kirsche parallel angeboten. Es fand eine "Migration" mit jedem Futterwechsel und älter werdenden RAupen zu Esche statt. Hat auch für dich mehrere Vorteile:

    * Esche bleibt länger frisch als Kirsche u.ä.

    * kein Mensch spritzt Eschen mit Giftzeug

    * Eschen haben weniger Krankheiten als Obstbäume.

    LG,

    alex

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!