30. Dezember 2020 um 20:03 - Beitrag: Apatura ilia, Thema: Apaturinae
- Offizieller Beitrag
Apatura ilia
([Denis & Schiffermüller], 1775)
Erstbeschreibung
Papilio ilia Denis & Schiffermüller (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend: 1-322, pl. 1a-b. Wien: S. 172
Originalbeschreibung Typenlokalität: Wien, Österreich
Verbreitung
Nordportugal, Nordspanien (verinselte Populationen/Reliktvorkommen), von den Pyrenäen östwärts über ganz Kontinentaleuropa; fehlt auf den Britischen Inseln, in den Niederlanden, in Norddeutschland, Dänemark, Fennoskandien, Süditalien und der Poebene, Süd- und Ostgriechenland; vom Kaukasus bis zum Südural und Nordwest-Kasachstan; vom Baikalsee durch Südsibieren bis Ostchina.
Beste Raupenfutterpflanzen
Populus tremula
Weitere Raupenfutterpflanzen
Populus spp., Salix caprea, Salix aurita, Salix alba, Salix atrocinerea
Flugzeit, Generationen, Überwinterungsstadium
Juni bis Ende Juli (Mitte August, je nach lokalem Klima), eine Generation (zweite Generation im August/September möglich), Überwinterung als L2
Nachweismethode
Suche von L1 und L2 Raupen im Spätsommer anhand des charakteristischen Fraßmusters an Populus tremula (zu sehen bei Bild 12 unter jüngere Raupenstadien). Die Eiablage erfolgt bevorzugt an besonnten oft jüngeren 4-5m (6-10 m) hohen Bäumen von Populus tremula. Ganztägig besonnte Äste sind umgekehrt allerdings auch nicht günstig. Fast ausschließlich an Pappeln an Saumstandorten, nie oder selten an freistehenden oder von dichtem Wald umgebenen Bäumen (Hermann, 2007); Suche von überwinternden Raupen an Ästen von Populus tremula nach dem Laubfall. Die Raupen sitzen meist an Blattknospen, nie an Ästen mit Kätzchen (Hermann, 2007).
Besonderheiten
Männchen werden besonders an heißen Tagen von Exkrementen, feuchtem und/oder mineralienhaltigem Bodensubstrat und Schweiß angezogen, sie zeigen dabei allerdings oft eine starke tageszeitliche Aktivitätsabhängigkeit; in der Regel sind die Falter am späten Morgen in Bodennähe zu beobachten. Weibchen halten sich bevorzugt im Kronenbereich auf und werden selten in Bodennähe beobachtet. Die jungen Raupen überwintern einzeln und frei an Ästen von Zitterpappeln.
Schutzstatus
Besonders geschützt nach BNatSchG
Interessante ACTIAS-Diskussionen zur Art
Video zur Raupensuche (Post 5)
Bestimmung von Schillerfaltern
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Weiterführende Links
Bestimmungshilfe des Lepiforums: Apatura ilia