Posts by bellargus

    Auch die Wanderfalterdebatte ist ja noch völlig ungeklärt und da liegt vieles im Wesentlichen noch im Dunkeln. Von daher ist das auf jeden Fall noch etwas was man weiter untersuchen kann. Wäre ja auch langweilig wenn alles bekannt wäre. Dann hätten wir ja gar nichts mehr zu tun. Halte uns auf jeden Fall auf dem Laufenden, falls sich aus deinen Beobachtungen noch weitere interessante Erkenntnisse ergeben.


    Grüße Dennis

    Auch ein Herunterfahren des Stoffwechsels auf Grund der niedrigen Temperaturen wird hier nicht helfen.

    Gerade das ist aber die einzige Überlebenschance für die Überwinterer, eben weil kein Nektarangebot vorhanden ist. Also muss man Energie sparen bis das wieder vorhanden ist. Das sehe ich aber wie gesagt bei einem Weißling nicht.

    Deswegen ist die Sache die: Wenn es draußen warm genug ist damit der Falter aktiv bleibt wird er es nicht lange machen, weil er Energie verbraucht und kein Nektar findet. Selbst wenn er Nektar findet, dann macht er das vielleicht 2-3 Wochen. Länger leben die auch im Sommer nicht. Ist es so kalt, dass er inaktiv bleiben muss dann wird er vielleicht etwas länger durchhalten, aber ziemlich sicher nicht den ganzen Winter einfach weil der Stoffwechsel vermutlich nicht auf sowas ausgelegt ist. Wenn es zu kalt wird, dann erfriert er.


    1. Zuckerwasser kann ihm also erstmal 2Wochen am Leben halten. Aber wie schaut es denn aus mit Blumen?

    Blumen und Zuckerwasser sind quasi dasselbe. Nektar ist auch nichts wirklich anderes als Zuckerwasser. Wir substituieren in der Regel Blumen mit Zuckerwasser, weil du viel zu viele Blumen brauchst mit dem bisschen Nektar was da drin ist, um so einen Falter zu ernähren. Zumal man schlechter im Blick hat ob der Falter tatsächlich an seinen Nektar kommt. Wenn die Blumen keinen Nektar mehr nachproduzieren kann der Falter zwar dran saugen, aber keine Nahrung mehr bekommen und man merkt es nicht. Mit anderen Worten: Zuckerwasser ist besser.

    Wie lange würde er denn brauchen, um sich zu verpuppen?

    Ja, also wie gesagt die Reihenfolge ist Ei->Raupe->Puppe->Falter. Der Falter würde jetzt gerne einen Partner suchen und dann Eier legen (sieht aus wie ein Weibchen wenn ich nicht Irre). Theoretisch müsste er also durchhalten bis die ersten Kollegen anfangen zu fliegen. Das wird nicht vor März der Fall sein.

    Das mit dem "vorneherein lieber erlösen" ist eine Gewissensfrage. Dies muss jeder für sich entscheiden.

    Ja, da gibt es nicht wirklich richtig oder falsch. Muss man selber wissen.


    Grüße Dennis

    Nichts für ungut, aber die Publikation sagt finde ich gar nichts. Wie man es von der Atalanta irgendwie gewohnt ist lässt das ganze an Wissenschaftlichkeit etwas vermissen. Nichts groß belegt, keine Zahlen, viele in den Raum gestellte "Tatsachen" und Vermutungen. Nichtmal das mindeste bei einer Publikation über Größenunterschiede ist dort aufgeführt: Die Größenunterschiede! Es sind teilweise Serien von über 200 Tieren vorhanden und man bekommt es nichtmal hin den Mittelwert und eine Standartabweichung auszurechenen. Ein bisschen Westentaschenstatistik wäre bei sowas schon mal angebracht gewesen. Stattdessen ist im Text nur von "großen, dunklen" und "hellen, kleinen" Tieren die Rede. Die Größenunterschiede kann ich mir dann an der Abbildung selbst zusammensuchen. Die zitierte Literatur zum Vergleich mit europäischen Einwanderern ist durchweg im Stil von "die in Europa geschlüpften sind größer, die im Frühjahr eingewanderten kleiner". Zahlen? Belege? Fehlanzeige. Es kann ja meistens oft schon nicht klar belegbar angenommen werden, dass ein in Europa gefundener Falter in Europa geschlüpft ist. Wenn überhaupt dann macht die Publikation alles noch weniger erklärbar, weil eben deutlich hervorgeht, dass die Falter in Afrika eben nicht alle klein sind.

    Quote

    Große und dunkle Windenschwärmer, gemeinsam mit sehr vielen, viel kleineren, dunklen bis hellen Tieren, bei allen drei afrikanischen Serien, überraschen somit. Das Auftreten von solchen „Mischpopulationen“ ist aber nicht verwunderlich, da es als erwiesen gilt, daß es bei Massenvermehrungen von Arten im allgemeinen zu großen aber auch sehr vielen kleinen Individuen
    kommt, die profan als Hungerformen bezeichnet werden.

    Ah ja, "allgemein erwiesen". Wenn ich die nicht wirklich vorhandene Diskussion dazu deuten soll, scheint es so als zieht er auch einen Zusammenhang mit dem Nahrungsangebot, aber außer diesem Satz mit den Hungerformen gibt der Text keinen Ansatz zur Erklärung der gefundenen Unterschiede. Was das mit den "Mischpopulationen" heißen soll, weiß ich nicht. Wir haben es hier offensichtlich nicht mit verschiedenen Populationen zu tun. Es wird dann weiter Verwunderung darüber ausgedrückt warum die großen Falter aus Afrika nicht nach Europa fliegen, weil die ja angeblich im Frühjahr alle klein sind, ohne das wirklich so richtig belegen zu können. Es gibt dann noch den kurzen Zusatz in einem Absatz dass in Südostasien und im indo-australischen Raum ebenso kleine Tiere zu finden sind und dass da manche eventuell als eigene Art abzuspalten sind.


    Da waren wir doch irgendwie auch schon. Es gibt kleinere Tiere in Afrika, Südostasien und Ozeanien. Warum wissen wir nicht. Es gibt erstmal keine einfache Erklärung die sich mit diesem Bild deckt. Wenn was nahe kommt, dann noch die, dass die Tiere aus den Trockenregionen der Sahara klein sind wegen Futtermangel und dann nach Norden und Süden wandern. Dazu passen aber wie gesagt die Tiere in Asien und Ozeanien nicht. Wenn wir ehrlich sind haben wir keine Ahnung warum das so ist wie es ist.


    Grüße Dennis

    im Januar Taubenschwänzchen an Schneeglöckchen rütteln sehen

    Ja gut, aber das sind Taubenschwänzchen. Da ist bekannt dass die überwintern können.

    Glaube nicht, dass die Weißlinge vor dem Aurorafalter geschlüpft sind.

    Glauben ist nicht wissen ;). Du hast den Spezialfall dass Karlsruhe so oder so in einer der wärmsten Regionen Deutschlands liegt. Mit den wärmeren Wintern hat es hier im Rheintal fast schon Mittelmeerklima (gut, leichte Übertreibung). Trotzdem würde ich stark bezweifeln, dass ein Weißling die nötigen Vorraussetzungen erfüllt um eine so lange Zeit als Falter zu überdauern. Sei es so warm wie es will. Und man muss bedenken, das Überwinterung eine Gratwanderung ist zwischen Temperaturtoleranz und Energieverbrauch. Wenn es wärmer ist kann der Stoffwechsel nicht so runtergefahren werden wie wenn es kalt ist. Aus demselben Grund schafft der Falter in der Wohnung keine 3 Wochen und auch "professionelle" Überwinterer wie z.B. Tagpfauenaugen, etc. überleben in warmer Umgebung deutlich kürzer. Weißlinge sind denke ich was ihre Generationszeit angeht sehr flexibel, hängen gern mal noch eine Generation im Herbst dran und können vermute ich mal auf frühe Wärmeperioden schnell reagieren. So kann ich mir schon vorstellen, dass die auch mal vor den Auroras schlüpfen, die ja auch tendenziell kühleres Mikroklima bevorzugen.


    Grüße Dennis

    Ja, Peter hat im Prinzip alles geschrieben was es dazu zu sagen gibt. Da ist dann wohl unglücklicherweise für den Falter was schiefgelaufen. Wahrscheinlich hat sich die Raupe eben in der Wohnung verpuppt wie Peter sagt. Kann vielleicht aus irgendeinem Gemüse gekommen sein. Wer weiß. Jedenfalls besteht keine Chance den Falter am Leben zu halten bis zum Frühjahr. Du hast die Option ihn zu füttern bis er stirbt oder gleich ins Gefrierfach zu tun. Klingt hart, aber so sieht es leider aus.


    Grüße Dennis

    Ein Kohlweißling um die Jahreszeit? Bitte mal ein Foto reinstellen, das ist entweder kein Kohlweißling oder irgendwas ist schiefgelaufen. Jedenfalls wird das bei dem mit der Überwinterung nichts, da überwintert normal die Puppe.


    Grüße Dennis

    Bei den Spannweiten gab es kaum Ausreisser - größtes Männchen 84 mm, größtes Weibchen 92 mm.

    Auffällig war, dass die im gleichen Zeitraum fliegenden D. nerii alle von der üblichen Größe waren. Da waren zum Teil wahre Riesen mit Spannweiten von 12-13 cm dabei.

    Interessant, eigentlich ist das eine scheinbar so banale Sache, aber irgendwie ist das schon spannend. So einfach ist das nämlich augenscheinlich nicht. Ich befürchte solche Sachen sind in der Regel komplizierter als " ach, die hatten halt schlechtes Wetter oder Futter". Klar, ich würde auch mal behaupten wollen dass die Größe in der Regel direkt mit der Nahrung der Raupen zusammenhängt. Aber warum haben die Raupen weniger Nahrung gehabt wenn man mal davon ausgeht? Und wie passt das in das Gesamtbild?

    Warum das bei anderen Arten vielleicht nicht so zu beobachten ist würde ich jetzt nur eine weitere aus der Luft gegriffene Hypothese in den Raum werfen. Vielleicht hat es was damit zu tun, das D. nerii und Hippotion-Arten auch an Sträuchern oder zumindest verholzenden Ranken fressen. In meiner Logik sind die ausdauernder bei Trockenheit als Kräuter wie Winden oder Süßkartoffel. Überhaupt kann ich mir Süßkartoffel in trockenen Regionen nicht gut vorstellen, wachsen die doch sonst eher in feuchteren Gebieten der Tropen und Subtropen. Die geeignete Jahresniederschlagsmenge für den Anbau die ich gefunden habe liegt bei 750-1000 mm. Ich würde mal annehmen dass es bei anderen Convolvulaceae ähnlich aussieht. A. convolvuli ist auch nicht sehr polyphag im Gegensatz zu den Hippotion-Arten, welche ja alle möglichen Kräuter nehmen - praktisch alles was da ist.


    Kleinere Tiere aus Fidschi passen da jetzt wieder überhaupt nicht ins Bild. Da hat es ganzjährig nahezu konstant viel Niederschlag und monatliche Durchschnittstemperaturen von 25° bis 27° C. Das Futterangebot sollte damit theoretisch ständig gut sein. Wenn man der Überlegung mit der Temperatur folgt nachdem höhere Temperaturen kleinere Tiere hervorbringen macht das auch wenig Sinn. Die Durchschnittstemperatur in N'Djamena ist z.B. höher als die in Fidschi mit um die 30° C. Eigentlich würde man irgendwie erwarten, dass die Größenreihenfolge wäre Fidschi>Deutschland>Tschad oder nach der Temperatur Deutschland>Fidschi>Tschad.


    Grüße Dennis

    Ah ok, gut das ändert natürlich die Sache. Ich lehne mich jetzt sehr weit aus dem Fenster und betrete das Glatteis etwas dämliches zu sagen: Wenn du dich südlich der Sahelzone befindest könnten das dann nicht Wanderer aus der Sahelzone in Richtung Süden sein? Wobei das auch kein Sinn macht wenn das in der Mitte der Regenzeit war. Ist dann nicht in der Sahelzone erst Anfang der Regenzeit und die Bedingungen wären da gut:/? Waren die Falter relativ konstant so klein? Wie groß waren da die Ausreißer? Ich sträube mich dagegen das einfach als genetische Sache abzuhaken und fertig. A. convolvuli ist so eine wanderungfreudige, weitverbreitete Art da wäre es höchst unwahrscheinlich, dass sich solche lokalen Unterschiede halten ohne überall verteilt zu werden.


    Grüße Dennis

    für alle Europaleute interessant.

    Ich hab "Europaleute" gehört. Ich will auf die Liste.


    Zu den Größen von convolvuli: Meint ihr nicht, dass es da jahrweise Schwankungen gibt? Die Sahelzone ist bekannt dafür dass abwechselnde Klimaextreme wie Dürren und Überschwemmungen auftreten, was sicher durch die Klimaerwärmung noch verstärkt wird. Du hast ja jetzt nehme ich an, nur die Spannweiten von einem kurzen Zeitraum gemessen. Wenn jetzt einfach die Bedingungen für diese Generation oder dieses jahr schlecht waren sind die halt alle klein. Da die Falter aus der Sahelzone ins Mittelmeergebiet einwandern, würde man doch nicht erwarten, dass die hier plötzlich größer werden. Die Nachkommen von denen ja, aber man würde doch erwarten, dass das den Durchschnitt runterziehen würde, wenn alle aus Afrika immer viel kleiner wären.


    Grüße Dennis

    I personally dislike planting all these non-native plants like Fuchsia, Mirabilis or even Buddleja and Phlox. Some good ones for Sphingidae were named already like Echium vulgare, Saponaria spp. I would add Lonicera periclymenum. For smaller moths like some species of Noctuidae Silene spp. works really well, but Saponaria and other Caryophyllaceae as well. Also Lavandula as mentioned by Eric. For a lot of species that emerge in spring willow and poplar catkins are great, plus they are a host plant for lots of moth and butterfly larvae.


    Greetings Dennis

    In Zeiten des Artensterbens ist es sicher wichtig so viele wie möglich wirklich neue Arten zu beschreiben

    Würde ich nicht zustimmen. Für den Artenschutz ist es erstmal unwichtig, was ich da genau schütze solange ich es schütze. Da ist es wesentlich wichtiger die Biologie der Arten zu untersuchen. Ob ich das jetzt als Art, Unterart, lokal angepasste Population, etc. kategorisiere ist völlig unwichtig. Das ist höchstens für die Bürokratie wichtig, aber die passt ja mit dem Artkonzept eh nicht zusammen. In Europa und selbst in Vorderasien gibt es sowieso keine wirklich neuen Arten mehr zu beschreiben, da geht es größtenteils nur noch drum das was man kennt umzuorganisieren (ja ok, das trifft vielleicht nicht für irgendwelche obskuren Schneckengattungen zu). In den Tropen mag das anders sein, aber da ist es auch wichtiger das ganze Ökosystem zu schützen als eine einzelne Art. Einzelne Arten schützen muss man eigentlich erst in einem Stadium in dem man schon ziemlich viel ruiniert hat.

    Das es dämlich ist aus jeder Farbvariante eine neue Art zu machen nur um eine Art beschrieben zu haben, darüber müssen wir glaube ich nicht diskutieren.


    Grüße Dennis

    angenommen es handle sich um eine Zimtbärraupe, was könne der Grund der Frühzeitigen Verpuppung sein?

    Angenommen dem wäre so eigentlich nur die Tatsache, dass sie warm gehalten wurde. Wobei ich selbst dann meine Zweifel hätte ob die sich so schnell verpuppt. Die einfachere Annahme ist, dass es sich nicht um einen Zimtbär handelt.

    Nun zu meiner Frage: könnte die Ursache der Frühzeitigen Verpuppung ein (vlt. Hormonelles) Phänomen sein, was durch Parasitoide gesteuert werden kann?

    Das ist ziemlich unwahrscheinlich. In der Biologie sollte man zwar niemals nie sagen, aber das wäre schon ein nicht unerheblich komplexer Vorgang. Ob das mit den Generationszeiten von Wirt und Parasitoid so überhaupt zusammenpassen würde müsste man sich auch mal überlegen.


    Zu dem Rest: Es wär halt praktisch wenn man diesen Kindergeburtstag mal woanders hin verlagern könnte. So denken die Neulinge, die hier Fragen stellen, vermutlich schnell wir spinnen alle völlig. Was vielleicht auch stimmt. Von daher ist es auch wieder nicht so schlimm, ich denke jeder vernünftige Mensch kann sich selbst sein Urteil bilden. Ich finde es schade, dass manche Menschen versuchen sich selbst besser zu machen indem sie andere niedriger stellen wollen. Jemand der seine Arbeit mit Stolz vertreten kann braucht diese Primitivität nicht. Zumal das absolut subjektiv ist was eine große Leistung ist. Man kann 20.000 Publikationen haben von der jede einzelne komplett nutzlos ist oder eine die ein ganzes Arbeitsfeld auf den Kopf stellt. Wenn man mich fragt ist neue Arten beschreiben eine der nutzlosesten wissenschaftlichen Aufgaben die es gibt. Aber das ist meine subjektive Meinung die niemand teilen muss.


    Grüße Dennis

    Wenn wir schon dabei sind Haare zu spalten und den Thread hier komplett von Sinnhaftigkeit zu befreien...

    ohne ständig von Haus- und Hofnaturalisten angegriffen zu werden

    Ich glaube nicht das wir im Philosophieforum sind, ansonsten wüsste ich nicht was jetzt Naturalisten damit zu tun haben.

    (vorerst noch) amtierenden US-Präsidenten

    Was meinst du? Er hat sich doch selbst eine zweite Amtszeit gegeben. Wie es bescheidene Leute die so viel für die Welt getan haben und es weiter tun wollen eben so machen. Trotz der Leute die komischerweise nicht erkennen können wie toll das alles ist.


    Grüße Dennis


    P.S.: Für alle die es nicht so mit Ironie haben :ironie:

    Nenn mich einen Haarspalter, aber die Chloroplasten mutieren nicht. Entweder die Chlorophyllproduktion wird auf irgendeinem Weg abgestellt oder reduziert z.B. durch Ausschalten eines beteiligten Gens oder die Chloroplasten haben Defekte die sie funktionslos machen. Dadurch ist einfach kein Chlorophyll vorhanden oder sogar gar keine Chloroplasten.


    Grüße Dennis

    Der erste ist Hipparchia syriaca. Beim zweiten wird es etwas schwierig. Die Taxonomie um die semele-Gruppe ist sehr im Umschwung und so wie es aussieht ziemlich unklar. Die Möglichkeit von Hipparchia senthes (ehemals H. aristaeus senthes), sollte man ausschließen können da der nicht von Rhodos bekannt ist (falls diese Information stimmt und selbst wenn muss das nichts heißen). Es wird angezweifelt, dass das was auf den griechischen Inseln zu Hipparchia pellucida gezählt wurde dorthin gehört. Die Genitalien scheinen die zwischen H. volgensis und H. christenseni zu stellen, wobei die Frage ist ob man daraus dann zukünftig eine neue Art macht und somit 3 hat oder alle unter H. volgensis zusammenfasst. Also ohne ein Genital von dem Tier würde ich da nichts sicher sagen wollen und selbst dann müsste man abwarten wie sich die Taxonomie dazu entwickelt. Sollte das Genital das was mal H. pellucida war bestätigen ist es momentan wahrscheinlich am ehesten zu H. christenseni zu rechnen.


    Grüße Dennis

    Ich sagte es darf nicht zu viel Feuchtigkeit sein. Zu viel Regen ist nicht das Problem. Es geht speziell darum zu vermeiden, dass sich Feuchtigkeit dauerhaft staut. Ein Plastikbehälter tut genau das. Deswegen kann es paradoxerweise in einem Plastikbehälter ohne Luftzirkulation auf Dauer feuchter sein, als in einem offenen Behältnis das im Regen völlig durchnässt wurde. Solange das Wasser abfließen kann trocknet die Feuchtigkeit auch wieder ab, so viel regnet es in Mitteleuropa dann auch wieder nicht. Ich würde nicht versuchen die Raupen trocken zu halten und stattdessen zu besprühen. Zu wissen wieviel Feuchtigkeit die Raupen wann brauchen erfordert viel Erfahrung. Das kann man nicht mit "einmal täglich sprühen" zusammenfassen. Mitteleuropäische Arten sind es durchaus gewohnt Phasen zu haben in denen sie im Regen ersäuft werden und dann wieder trockene Phasen zu haben. Kontinuierliche Feuchtigkeitszufuhr durch sprühen führt eher dazu dass ständig viel Feuchtigkeit herrscht was wiederum eben genau zu vermeiden ist. Das geht natürlich schon auch, wenn man es richtig macht, ist aber in dem Fall finde ich mehr Arbeit als nötig. Kurzum wegen dem Regen würde ich mir keine Sorgen machen. Das ganze sollte normal nicht schimmeln. Buchen oder Eichenlaub verrottet sehr langsam und Moos bietet wie Heiner schon schrieb auch keine gute Grundlage für Pilze wegen dem hohen pH-Wert. Falls doch kannst du alles austauschen. Die Raupen kann man ruhig stören, die halten keinen Winterschlaf ;). Wenn es wärmer ist laufen die schon auch mal rum und verkriechen sich irgendwann wieder. Die Raupen in der Wohnung zu lassen führt zwar dazu, dass sie weiter fressen und sich verpuppen werden (eventuell auch nicht, manchmal muss man etwas Überzeugungsarbeit leisten). Das nützt aber gar nichts, weil die Puppen keine Diapause einlegen. In welchem Stadium eine Art überwintert ist in der Regel festgelegt und lässt sich nicht so einfach verschieben (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn dann geht das meistens mit großen Verlusten einher. Es ist zwar generell um sehr vieles einfacher eine Puppe zu überwintern, aber dazu hast du leider die falsche Art gefunden (es sei denn es stellt sich doch noch als lubricipeda herraus, aber das glaube ich eher nicht).


    Grüße Dennis

    In erster Linie brauchen die Raupen Kälte und Feuchtigkeit, aber nicht zu viel. Raupen zu überwintern ist deswegen immer etwas heikel, weil man vor allem die Feuchtigkeit gut balancieren muss. Zu wenig und die Raupen vertrtocknen, zu viel und sie verschimmeln, bekommen Krankheiten, etc. Es gibt eine Vielzahl an Methoden und alle führen richtig angewendet irgendwie zum Ziel. Ich hatte teilweise gute Ergebnisse damit die Raupen in eine Plastikdose mit Küchenpapier und gegebenenfalls noch etwas der Futterpflanze in den Kühlschrank zu stellen. Das ist einfacher zu kontrollieren, allerdings muss man es auch kontrollieren, denn der Kühlschrank entzieht viel Feuchtigkeit. Die sollte man wieder z.B. mit besprühen zuführen. Erfahrungsgemäß ist da aber totes Pflanzenmaterial hinderlich, weil das schimmelt dann sofort. Ich würde wahrscheinlich eher empfehlen einen Blumentopf mit einer Schicht Kies oder Tonscherben zu füllen und das mit etwas Sand-Erde-Gemisch so bis zur Hälfte oder sogar weniger zu bedecken. Das dann mit Laub auffüllen (irgendwas was etwas resistenter gegen gammeln ist ich finde Buche oder Eiche geht gut). Raupen rein, mit irgendwas netzartigem abdecken, sodass Regen reinkommt aber keine Raupen raus und dann rausstellen. Es sollte keine direkte Sonne drauffallen, aber wie gesagt Regen muss drankommen können. In der Anfangsphase kann man noch Futter oben drauflegen, falls die Raupen noch was fressen wollen. Eine eingetopfte Futterpflanze ist da praktischer, aber geht auch so. Du solltest irgendwann bemerken, dass die Raupen sich verkriechen und nicht mehr groß zu sehen sind. Dann kann man das ziemlich unbesorgt bis zum Frühjahr rumstehen lassen. Im Fall von fuliginosa hat das den Vorteil, dass die sich dann gleich darin verpuppen können. Dieser Ansatz lässt sich natürlich in einem großen Rahmen variieren. Zum Beispiel geht auch eine Holzbox die oben und unten mit Gaze bespannt ist die man mit Laub füllt. Wichtig ist nur, dass die Raupen was zum verkriechen haben und das Feuchtigkeit reinkommt, aber auch abtrocknen kann. Staunässe ist beim Überwintern immer zu vermeiden, das killt die Raupen ziemlich schnell.


    Ja, die Raupe war parasitiert und ja das sind die Kokons der Schlupfwespen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die anderen Raupen auch parasitiert sind ist schwer zu sagen. Da sie nicht in direkter Nähe zueinander waren eventuell nicht so groß. In manchen Jahren ist die Parasitierungsrate in einigen Populationen allerdings sehr hoch, dann könnten auch alle parasitiert sein. Das wirst du aber dann bald herausfinden. Erkennen kann man das meistens nicht. Es gibt ein paar Indizien z.B. wie du sagst, dass die Raupen in der Entwicklung hinterherhinken oder generell nicht vital wirken, also träge sind, komische Verformungen oder braune Stellen haben (jetzt nicht so gut bei haarigen Raupen zu erkennen). Das kann aber auch einfach nur ein Nachzügler oder eine andere Krankheit sein. Bringt aber eh alles nichts. Die Raupen sind verloren. So oder so.


    Grüße Dennis

    Why not flocciferus?

    First of all, I don't think C. flocciferus is recorded from Rhodos. In Greece, it seems to be restricted to the mountainous areas on the mainland but I could be wrong. Secondly, the date is way too late. C. flocciferus usually flies until August to late September maximum. Morphologically, C. flocciferus has a fairly characteristic hair-tuft in the basal area of the forewing-underside which seems to be absent here and the underside especially those of the hindwing is usually a lot lighter in color (which can occur in C. alceae as well, but not the other way round).


    Greetings Dennis