15. April 2022 um 09:50 - Beitrag: Papilio machaon, Thema: Umwelt, Natur- und Artenschutz
Liebe Kolleg: innen
Am Mittwoch habe ich einen kleinen Kurs gegeben um meinen Lehrerkolleg: innen zu zeigen, mit welchen kleinen Veränderungen man auch auf kleinem Raum schon etwas für die Artenvielfalt tun kann. So wurde z.B. eine Reihe Knollenfenchel vor eine gut besonnte Trockensteinmauer gesetzt. Der im letzten Jahr gepflanzte Gewürzfenchel hat schon etwa 20 cm lange neue Triebe. Anschliessend haben wir unsere Faulbäume untersucht und eine grosse Zahl frischer Zitronenfaltereier entdeckt und während der Begehung des weiteren Schulareals die verschiedenen Lebensräume für Amphibien, Reptilien, Wildbienen, Käfer, Vögel usw. angesehen. Dabei flogen uns zwei weibliche Schwalbenschwänze um die Köpfe.
Das Ganze geschehen am 13.4. in Hinwil, gut 600 m.ü,M nahe Rapperswil am Oberen Zürichsee.
Gerade eben komme ich aus meinem Garten rein. Nach einer leicht regnerischen Nacht hat sich ein Heer von Jungschnecken über meine eigenen Gewürzfenchel hergemacht ...
Während des Ablesens habe ich aber einige frische P.machaon-Eier entdeckt. Bezeichnenderweise wurden diese an die Triebspitzen gelegt, die etwas freistehend und über der Einfassung wachsen.
Dies gilt wohl auch für Österreich, Frankreich und das südliche Deutschland, P.machaon ist offensichtlich unterwegs und sucht Ablageplätze. Stellt also eure getopften Fenchel, Dill, Weinrauten u.s.w. raus in die Sonne. Die Chancen stehen gut, dass ihr belohnt werdet.
Schöne Ostern