Zuchterfahrung bei Cricula jordani

    Moin zusammen !

    Vor ca. 2 Wochen erhielt ich auf dem Postweg (sehr schneller Transport, aber Temp. unter 0°) Eier der o.a. Art. Ablagedatum ca. 18.01.2025.

    Lt. Zuchthinweis sollten die Eier trocken gelagert werden. Da ich aufgrund sehr vieler Zuchten die Erfahrung gemacht habe, dass hierbei die Eier fast immer vertrocknen, habe ich sie wie immer gelagert, nämlich auf Fliegengitter, ca. 3-4 mm über einer Wasseroberfläche. Ab dem 03.02.25 schlüpften dann innerhalb von 3 Tagen 11 Räupchen, was einer Schlupfrate von ca 50% entspricht.

    Lt. Zuchthinweis, sollten auch die Räupchen trocken gehalten werde, z.B. in einer kleinen Plastikbox. Das angebotene Rhododendronblatt wurde gut angenommen, vertrocknete jedoch in der Plastikbox sehr rasch. Die Räupchen nahmen ein zugefügtes Blatt nicht an, blieben auf dem trockenen Blatt sitzen und schrumpften zusehens.

    Vor 2 Tagen fügte ich dann eine feuchte Zewakugel (nicht tropfnass, sondern wirklich nur feucht) in die Box hinzu, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Auch ein frisches Futterblatt folgte.

    Nach wenigen Stunden hatten sich 5 von den R gut erholt, waren auf das frische Blatt gewandert, die restlichen 6 schafften es nicht. In der vergangenen Nacht erfolgte die Häutung zu L2.

    Kann jemand von Euch über ähnliche oder andere Zuchterfahrung berichten ?

    Viele Grüsse, und noch einen schönen Sonntag !

    Hans

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    Ich ziehe auch gerade welche groß. Die Eier waren 4 Tage in der Post und haben wahrscheinlich auch mal unter 0 Grad abbekommen. Geschlüpft sind 14 von 25.

    Ich halte sie bisher in einer kleinen Petrischale und sprühe täglich einen feinen Nebel auf den Deckel, damit sie nicht vertrocknen (verdunstet schnell).

    Die Räupchen sitzen ebenfalls noch größtenteils auf ihrem ersten Blatt Rhododendron (KuFu haben sie ignoriert)...

    Man kann durchaus Feuchtigkeit hinzufügen, vor allem wenn man geübter Züchter ist. Es besteht aber immer die Gefahr, dadurch (unsichtbaren) Schimmel und Krankheiten zu begünstigen, die sich mitunter erst viel später zeigen werden. Wegen diesem Risiko ohne entsprechenden Mehrwert (gem unserer Erfahrung) halten wir die Eier und die Raupen ohne Zugabe von Feuchtigkeit und züchten nahezu verlustfrei. Wichtig ist, das ganze anfangs unter gespannter Luft zu halten. Am besten deckt man das Glas (welches nicht zu groß sein darf) mit Frischhaltefolie ab. So entsteht von alleine eine hohe Luftfeuchtigkeit (ab und zu mal lüften). Zugefügte Blätter vertrocknen dann auch nicht. Im Winter kann man auch darauf achten, nur Blätter aus dem Schatten zu nehmen. Vor allem bei gefroren Böden können sie sie sonst schon beim Pflücken trocken sein.

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