Posts by Arthropleura

    Hallo Peter,


    also rein von der Zeichnung her bin ich eher bei Malacosoma castrensis oder Malacosoma neustria. Ist aber nur ne ganz vage Vermutung. Ich habe Ringelspinnerraupen selber noch nie so auf Wanderschaft gehen sehen, was meine Vermutung anzweifeln lässt.



    Lg Christian

    Hallo alle zusammen,


    bei meinen Lasiocampa quercus Eiern ist mir etwas aufgefallen, wo ich mich frage ob das Zufall ist, oder ob es so von der Natur gewollt ist.


    Am 30 Juni habe ich hier Eier von Lasiocampa quercus bekommen und die Räupchen sind bis jetzt nicht alle geschlüpft, aber Intakt sind sie auf jeden Fall noch. Interessanterweise schlüpfen immer so 1-3 Räupchen nachdem ich die Dose leicht mit Wasser besprühe (alle 3-4 Tage). Ich kann da wirklich die Uhr nach stellen. Es dauert teilweise keine halbe Stunde bis die Kleinen schlüpfen, nachdem ich gesprüht habe. Aber immer nur eine kleine Menge (wie gesagt, immer so zwischen 1-3).



    Jetzt frage ich mich, ob das in der freien Natur irgendeinen Sinn hat oder ob das alles nur purer Zufall ist und die Schlupfrate bei L. quercus immer so unregelmäßig ist? Und gibt es solch ein Schlupfverhalten auch bei anderen Arten (Reaktion auf Feuchtigkeit)?




    Lg Christian

    Ist nur eine Vermutung, aber ein weiterer Faktor ist das maßlose zufüttern der Wildvögel und dem damit verbundenen ungleichgewicht zwischen Prädatoren und Beute. Ich arbeite im Handel und wir haben noch nie so viel Wildvogelfutter verkauft, wie dieses Jahr. Selbst sogenannte "Sommer-Meisenknödel" werden in Massen gekauft. Ist jetzt wie gesagt nur eine Theorie von mir, da ich auch nicht die bestände der Wildvögel kenne, vielleicht liege ich damit auch falsch. Aber in der heutigen Zeit, ist es für Wildvögel um einiges einfacher sich zu vermehren und zu überleben als für ein Schmetterling. Selbst wenn es kaum natürliche Nahrung gibt, können sich die Vögel kugelrund an jeder Futtersäule fressen...

    Hallo,


    einem Freund von mir ist ein Bockkäfer in die Wohnung geflogen, er misst gerade mal knapp 1cm. Er hat mir auch ein Foto zukommen lassen, aber das ist leider nicht so gut, weil es mit dem Handy geschossen wurde.


    Ich tippe auf Leiopus nebulosus oder Leiopus linnei, aber richtig gut lassen die sich nicht auseinander halten. kann man das überhaupt mit diesem Bild?


    Lg Christian



    PS: Das Bild ist in Köln entstanden.

    Es geht ja nicht nur um das Gelege per se, sondern um die Folgen daraus. Wenn in der Natur weniger als 10% überleben würden, dann würde es nicht zu Massenpopulationen kommen. Aber sagen wir einfach mal es schlüpfen 5% der Raupen. Sagen wir von den 25 Faltern (wenn man von 500 Raupen ausgeht) sind 12 Weibchen dabei. Da sie so gut wie nicht fliegen, stehen die Chancen realtiv gut, dass sie von Prädatoren übersehen werden. Diese 12 Weibchen legen wieder Eier, zwischen 300 bis 500 Stück, manchmal auch mehr. Sagen wir mal jedes Weibchen hat 400 Eier gelegt, dann sind das im nächsten Jahr schon 4800 Raupen die schlüpfen. Natürlich ist das alles nur theoretisch gesprochen bzw geschrieben, aber man kann durchaus aus einem Gelege eine Massenvermehrung verursachen. Dann kommt ja noch hinzu, dass diese Raupen gerade in den ersten Stadien vom Wind verweht werden und sich somit immer weiter ausbreiten können und zB Obstplantagen befallen, was auch wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe ist. Und natürlich sterben Bäume ab, nicht alle, aber genug um sie als Schädlinge anzusehen. Die Definition eines Schädlings würde ich auf die Masse des Auftretens und die Stärke des Befalls definieren. Und beides trifft im höchsten Grade auf den Schwammspinner zu, er tritt in Massen auf und sein Befall ist schwerwiegend.

    Hi Simon,


    keiner redet von Panik ;) . Ich würde nur keinen Schädling aussetzen und ich weiß auch nicht, wie da die Rechtslage ist. Klar kann man die Natur Natur sein lassen, aber die Schwammspinnerraupen haben sehr wenige natürliche Fressfeinde, mal abgesehen von Parasiten und einigen Käferlarven gibt es da nicht viel. Soweit ich weiß gibt es auch nicht viele Vögel die diese Raupen fressen. Ich sehe das aus einem anderen Blickwinkel, die Raupen könnten im Wald zB alte Eichen befallen. Lebensraum und Nahrungsquelle für eine vielzahl andere Tiere/Insekten. Alte Eichenbestände, die sowieso schon durch die Klimaveränderung, Parasiten oder Krankheiten geschwächt sind, sterben durch den Kahlfraß ab. Grundsätzlich habe ich auch nichts gegen das Aussetzen von Raupen, aber hier macht es auch die Masse aus. Es ist ein Unterschied, ob ich 30 Raupen vom Tagpfauenauge ausetze oder bis zu 500 Schwammspinner Raupen. Und aus diesen 500 Raupen könnten im darauf folgendem Jahr 5000 werden usw. Man muss so einen Massenausbruch ja nicht unbedingt herraufbeschwören. Letzendlich muss es jeder selbst entscheiden, aber wie gesagt, die Frage der Legalität stellt sich mir da schon. Muss man einen Schwammspinnerbefall eigentlich melden, wie beim Eichenprozessionsspinner?



    Lg Christian

    Lieber Klaus,


    davon würde ich abraten. Der Schwammspinner bzw die Raupen des Schwammspinners sind Schädlinge und können ziemlich viel Schaden anrichten. Die können ganze Bäume kahl fressen. Natürlich kann sich der Baum wieder erhohlen, sobald die Raupen sich verpuppen, aber sie können auch absterben. Ich bin mir in der Situation nicht sicher ob man sich sogar strafbar macht, wenn man Schädlinge in die Natur entlässt. Da will ich aber nichts falsches sagen, dennoch würde ich sie nicht im Wald aussetzen. Unsere Wälder leiden eh schon genug, da muss man sie nicht auch noch mit Schädlinge konfrontieren ;)



    Lg Christian

    Hallo liebe Leute,


    ich habe letztes Jahr ein paar Raupen des Mondvogels Phalera bucephala gefunden und durchgezüchtet. Nun fangen die Falter nach und nach an zu schlüpfen, bisher sind es 13 und bisher waren alle einwandfrei. Heute schaue ich in meinem Puppenkasten und fand dieses Weibchen. Die Flügel sehen für mich so aus, als wären sie "fertig", aber wie man sieht, sind sie sehr klein. Was ich mich frage, wie kann sowas passieren? Alle anderen haben normal große Flügel. Ist das ein Gendefekt oder hat es doch was mit dem Futter oder der Lagerung zu tun?



    Lg Christian

    Hallo,


    bei mir ist letzte Woche ein Phalera bucephala Weibchen geschlüpft, obwohl es noch sehr kalt ist, auch tagsüber. Leider ist kein Männchen geschlüpft und sie hat jetzt ein Haufen Eier gelegt || . Hab es jetzt präpariert, da sich die anderen Falter noch nicht dazu entschlossen haben zu schlüpfen und weil sie schon ziemlich entkräftet war, nach der Eianlage.

    Vielen Dank an Alle für die Antworten und die nützlichen Tipps.


    @ Rainer
    Ich halte die Tiere sehr sauber. Sie sind in einer größeren Box mit guter Belüftung auf Küchenrolle. Die Box wird jeden Tag mindestens einmal, oft aber sogar zweimal (morgens und abends) gesäubert, also neues Küchenpapier, altes Futer raus (Löwenzahn wird ja recht schnell gammelig) und die Box wird mit klarem Wasser gereinigt. So hatte ich bisher von den knapp über 70 Raupen nur 2 tote zu vermelden. Temperatur und Licht sind ebenfalls gewährleistet, da ich sie unter einer Lampe in der Wohnung halte.


    @ Thomas
    Über die Qualität des Löwenzahns im Winter habe ich mir auch schon gedanken gemacht. Der sieht teilweise jetzt schon nicht mehr so lecker saftig aus. Wegen dem Kufu würde ich mich bei dir melden, ich werde das mit dem Endiviensalat aber auch mal probieren. Da ich mittlerweile 6 eierlegende Weibchen habe und es noch mehr werden, kann ich die Zucht ja splitten und die einen mit Salat und die anderen mit Kufu füttern. Mir bleibt ja letztendlich auch nichts anderes übrig, wenn die Eier nicht überwinterbar sind.


    Lg Christian

    Hallo Martin,


    danke für deine Antwort. Ja ich halte sie auch in der Wohnung neben eine Leuchte. Und das mit dem Kunstfutter ging mir auch schon durch den Kopf, wusste aber auch nicht, dass Löwenzahn ganzjährig zu finden ist. Das macht es natürlich einfacher, meine Raupen fahren total drauf ab und mein Garten ist voll davon. Es wäre jetzt die erste gezüchtete Generation (also F1 richtig?), wieviele Generationen kann man so im Schnitt züchten, ehe sie schlapp machen?



    Lg Christian


    PS: Also Eier kühl lagern bringt nichts?

    Hallo,


    ich habe im Juli ein Wegerichbär Weibchen gefunden, welches ca 70 Eier abgelegt hat. Die Raupen sind vor einigen Wochen geschlüpft und sind prächtig gewachsen. Die Raupen sollen ja laut Literatur überwintern, doch mittlerweile hat sich gut die Hälfte der Raupen verpuppt. Soweit so gut, aber in den letzten anderthalb Wochen sind 10 Tiere geschlüpft und im Flugkäfig haben sie sich natürlich direkt verpaart. Die Weibchen fangen nun an Eier abzulegen. Kommen wir zu meiner Frage, kann ich die Eier kühl lagern und damit über den Winter kriegen ohne das Raupen schlüpfen? Wenn es nicht funktioniert, wie züchte ich dann weiter, wenn es Richtung Winter geht und keine Nahrung mehr zu finden ist?


    Lg Christian

    Hallo Jonas,


    wenn man aber von vornherein die Flinte ins Korn wirft, ändert sich auch nichts oder nur sehr langsam und schwer. Ich bin der Meinung, gar nichts zu tun ist auch nicht richtig. Auch wenn es vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, so kann man die Natur wenigstens ein wenig unterstützen. Das ist so wie wenn man nicht wählen geht, weil man der Ansicht ist, dass sich eh nichts ändert. Ich wähle lieber irgendeine kleine, symphatische Partei, als gar nicht zu wählen, weil dann ändert sich wirklich nichts.


    Lg Christian

    Buchsbaum = nicht heimisch (außer an sehr wenigen Stellen)
    Buchsbaumzünsler = nicht heimisch


    Buchsbaumzünsler vernichtet alle Buchsbäume = beides weg. Danach kann man sie ja wieder anpflanzen, aber den Falter abzutöten bringt sowieso nichts, das kann man auch lassen. Und wenn man es schon tut, dann muss es ja nicht sinnlos sein, man kann den Falter oder die Raupe auch gezielt an Spinnen oder Vögel verfüttern. Der Zünsler kann nichts dafür dass er sich monophag von Buchsbaum ernährt. Und mal ganz ehrlich, solange er nur Buchs frisst, der eben auch nicht heimisch ist, ist es doch gar nicht so schlimm oder?

    Doch ist es! Die Raupen fressen zwar nur Buchs, sind aber dadurch giftig und kommen für die meisten Räuber als Nahrung nicht in Frage. Soweit ich weiß, wurde bisher nur beobachtet, dass Meisen diese Raupen fressen. Dazu kommt noch, dass der Zünsler selber so in Massen auftritt, dass er andere (heimische) Schmetterlinge einfach auch an deren Nahrungsquellen (Nektar) verdrängt. An meinem Flieder lassen sich zeitweise kaum andere Falter blicken, weil die Blüten voll mit Buchsbaumzünsler sind. Jede invasive Art, egal ob Pflanze oder Tier, hat einen negativen Effekt auf die heimische Umwelt.