Posts by ReneFlorian

    Zum Glück nur die Entscheidung einer Internetplattform.

    Aber zeigt doch wie allgemein die Terraristik gesehen wird. Auf einer Seite wo Leute Hundewelpen verramschen an andere die keine Ahnung haben, Vögel in viel zu kleinen Käfigen angeboten werden und sehr oft Arten verkauf werden die dem EU Handelsverbot unterstehen sind Terrarianer die Bösen weil das ja krank ist Tiere schön zu finden die sich nicht in Pullover stecken lassen.


    Zugegebenermaßen ist es normal, dass es nicht jeder versteht wie man an Krabbelgetier gefallen finden kann, aber das ist doch ein Problem. Wenn jemand nicht die Schönheit und Komplexität an einem Mistkäfer nicht sieht (unglaublich schönes Blau in der Sonne) und seine Rolle im Ökosystem dann bringt das Geheule wegen der Bienen nichts, da die meisten absolut Naturblind im Stadtpark die ekligen Insekten zertreten.

    Und dann wird dieses Bild der ekligen Insekten noch verstärkt indem die Faszination an ihnen als falsch dargestellt wird und sie von so einer Seite verbannt werden.

    Es ist echt schade wenn ich zurück denke wie viele Leute von mir Insekten aller Art bekommen haben und ich mit ihnen viel schreiben musste weil sie nicht wussten, dass man Schmetterlinge halten kann oder riesige Dornschrecken und dann ein paar Monate später haben ich von selbigen Leuten eigene Anzeigen gesehen weil sie so fasziniert mit dem Hobby wurden. Jetzt gibts das auf der Seite nichtmehr, dass Leute zufällig auf eine Anzeige stoßen und in dieses tolle Hobby finden.

    Gerade eine mail von deine-tierwelt bekommen, dass meine Anzeigen gelöscht wurden weil jetzt ein "Verkaufsverbot von jeglichen Exoten und Wildtieren in unserem Tiermarkt" besteht wegen Artenschutzbedenken.

    Wenn man auf die Seite schaut sieht man, dass generell alles was Wirbellose, Reptilien und Amphibien angeht gelöscht wurde wegen "Artenschutz". Die Aquaristik ist interessanterweise natürlich nicht betroffen und importierte Fische aus Asien kann ich dort immernoch kaufen sowie Streifenhörnchen, Stiegitze, Fasane, Papageien usw.


    Interessanter Fortschritt der Dämonisierung der Terraristik. Meine Anzeige mit meinen Amata die in ca 6 Generation bei mir sind darf ich wegen Artenschutz nicht anbieten aber Apfelschnecken welche in der gesamten EU ein Verkaufsverbot haben weil sie sich schon ausgewildert haben und ganze ökosysteme verändert haben sowie Wasserhyazinthen für welche das gleiche gilt werden ignoriert.

    Okay das mit dem einfrieren hat sich dann wohl erledigt glücklicherweise :D


    Dann endet es nicht wie bei Amata mogadorensis wo ich gerade ca 30 Falter habe. Und das war der Schlup einer von ca 5 "Ladungen" :D Bei Arctia caja wäre bei der Menge halb Württemberg kahl.

    Vielen Dank :)


    Bei nur 15 Raupen war ich wohl einfach ein bisschen zu fürsorglich damit auch Nachkommen bei raus kommen. Bei der Menge an Eiern die jetzt hoffentlich bald kommen kann ich wahrscheinlich trotz einfrieren von Eiern noch experimentieren mit Futterpflanzen und trotzdem ist die nächste Generation gesichert :D


    Weist du zufällig wie alt die Falter werden? Dazu findet man keinerlei Informationen

    Meine 15 Arctia caja haben sich erfolgreich verpuppt und 5 sind bereits geschlüpft.


    Ich habe sie mit Löwenzahn gefüttert und aus Sorge ein Futterwechsel könnte ihnen nicht bekommen bin ich dabei geblieben. Als alle bis auf 2 sich verpuppt haben war der gesamte Garten und auch ein guter Teil des Nachbargartens komplett Löwenzahnfrei und Frost tat sein übriges weswegen die letzten zwei Raupen Rumex obtusifolia und Kufu bekamen zusammen mit den traurigen Löwenzahnresten was sie anscheinend nicht gestört hat aber vor der Verpuppung würden die glaube ich alles fressen.


    Meine Frage ist jetzt ob ich allgemein bei der Aufzucht von Arctia caja häufiger das Futter wechseln kann oder ob eine häufigere Umstellung (Montags Rumex, Dienstag Löwenzahn, Mittwoch Kufu) Probleme für jüngere Raupenstadien darstellen kann.

    Wer sich für das Thema interessiert ich habe einen guten Artikel gefunden der meine Fragen alle beantwortet hat

    https://academic.oup.com/icb/article/43/4/571/617782


    Es wurde als Beispiel für Nachtfalter D. elpenor verwendet. Obwohl diese sich auch an dem auf Nachtfalter spezialisierten starken Blütenduft orientierten sowie ihre gute Kontrastsicht nutzen um die meist weißen oder gelben Blüten aufzuspüren ist die Farbsicht für D. elpenor auch bei Nacht sehr wichtig. Wie wichtig zeigt sich daran, dass ihre hohe Sensibilität für Farben nachts auf Kosten der absoluten Sensibilität gegenüber Licht geht.

    In einem separaten Experiment wurden drei D. elpenor darauf trainiert zwei Farben zu unterscheiden die für den Menschen beide weiß aussehen sich aber im UV Bereich unterscheiden und sie konnten in 23 von 23 Fällen diese auseinander halten was zeigt, dass D. elpenor auch im UV Bereich ausgezeichnete Sicht hat.


    Und ein ganz liebes Dankeschön an Michael der so nett war mir seinen Artikel über die Bestäubung von Orchideen der Gattung Epidendrum durch Adhemarius sexoculata zukommen zu lassen. :)

    Vielen Dank für den Tip :)

    Den Stern von Madagaskar mit seinem spezialisierten Bestäuber hatte ich in der Uni ist mir aber irgendwie wieder entfallen. Das ist aber das perfekte Beispiel das zumindest darauf hinweist, dass Geruch für das Anlocken (zumindest dieser einen Art) sehr wichtig ist. Ob UV-Markierungen der Pflanzen dann zusätzlich noch eine Rolle spielen werde ich mal versuchen raus zu finden. Wenn nichts raus kommt wird halt selbst experimentiert.

    Deinen Artikel lese ich mir auf jeden Fall durch wenn ich ihn finde.

    Für meine Hippotion celerio die demnächst sich verpuppen habe ich schonmal eine Kunstblume gemacht als Abdeckung für einen Flaschendeckel gefüllt mit Nektar (rein der Optik wegen). Beim bemalen habe ich aber gemerkt, dass ich nurnoch UV-Farbe habe und da kam mir ein Gedanke.


    Pflanzen leiten Insekten anscheinend mittels UV-Mustern zu den Blüten aber wie finden dämmerungs/nachtaktive Falter die Blüten? Mittels der UV-Muster? Geruch?

    Also als Anfängeranleitung wie zumindest ich es mit Phasmiden eiern mache: Box mit wenig Luftlöchern/Lüftungsfläche da sonst das Substrat zu schnell austrocknet, bei den Heimchenboxen mit den Löchern in den Seiten habe ich von aussen mit normalem Tesafilm alle Löcher bis auf die obersten zwei Reihen abgedeckt. Als Substrat am besten einen Untergrund wählen der Wasser lange hält und nicht schimmelt (Walderde und Erde im allgemeinen kann viel Getier enthalten das man nicht will und wenn man sie trocknet und wieder befeuchtet kann es zu schimmeln beginnen), deswegen habe ich Vermiculit oder Kokosfasererde verwendet aber auch Versuche mit Spaghnum oder normalem Waldmoos haben funktioniert.

    Eine Methode die sich auch als sehr effektiv bei mir herausgestellt hat ist ein bissen bastelei aber dafür keine Schimmelgefahr: Heimchenbox unterteil (ohne Löcher am besten) mit feuchtem Substrat hoch einfüllen, in Deckel großes Loch schneiden und mit dem Deckel Fliegengitter auf die Dose klemmen. Dann sollte es einfach eine Heimchendose mit Netzbedeckung sein auf die man die Eier legen kann und umgekehrt noch ein Heimchenbox unterteil drüber stülpen und fertig. In diesem mini Gewächshaus haben die Eier eine hohe Luftfeuchte und es ist egal wenn das Substrat unter ihnen mal ausversehen zu viel gewässert wird.

    Wenn es deine ersten Eier sind würde ich empfehlen du versuchst mindestens zwei verschiedene Methoden damit wenn eine Methode bei dir nicht klappt du nur einen Teil der Eier verlierst :) Aber das sollte schon klappen das klingt zwar sehr kompliziert aber eigentlich: Feucht aber nicht nass, hohe Luftfeuchtigkeit. Das ist alles :D

    Die Eier sollten nicht permanent nass sein.

    Bei mir hat es mit Eiern verschiedenster Arten von wandelnden Blättern immer gut funktioniert wenn sie einfach auf feuchtem Substrat (wie deinem Vermiculit) in hoher Luftfeuchtigkeit lagen. Wie ist denn deine Box belüftet? Eine dieser Heimchenboxen mit zwei Seiten die stark durchlöchert sind?