Beiträge von caligo58

    Hallo Thomas,

    habe so meine Probleme mit den Ausführungen von Herrn Rangnow. Klar ist es m.E., dass die Raupen, welche es bis in den Wald geschafft haben (überwiegend) parasitenfrei waren.

    Die Schlupfwespenlarven habe die Raupen i.d.R. ja vorher "umgebracht". Daraus abzuleiten, dass die verpuppungsreifen Raupen im Wald parasitenfrei bleiben, erscheint mir deshalb nicht schlüssig.

    Und in den Baumkronen gibt es i.d.R. keine Spitzmäuse oder räuberische Käfer wie auf dem Waldboden.

    Grüße Armin

    Danke für die Rücjmeldungen.

    Den Gedanken hatte ich auch, aber warum waren dann die 3 Weibchen eindeutig wie Weibchen gefärbt und bis auf 1 geschlüpftes Männchen (und dies hat auch eine kleinen weißen Streifen) waren alle ! Mosaik-Gynandromorphen?

    Der sonstige Habitus ist doch eindeutig männlich.

    Erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich?

    Hatte noch 3-4 Falter mit sehr verkrüppelten Flügeln; auch verfärbte Männchen.

    Hallo Actias-Gemeinde,

    im August 2020 fand ich eine Weibchen von L.dispar in unserem Treppenhaus. Es hatte schon abgelegt. Der Falter kam in die Sammlung und die Eier wurden im Kühlschrank überwintert.

    Trotz der Lagerung im Kühlschrank schlüpften die Raupen bereits Ende März. Fütterung mit den ersten Weißdornblättern und später mit Hainbuche. Da ich eigentlich nicht vor hatte diese (ehemals sehr häufige) Art zu züchten, habe ich die meisten Raupen ausgesetzt. Habe nur ca. 20 Stück fertig gezüchtet.

    Beim Schlüpfen war ich über die Färbung der Männchen sehr verwundert. Fast alle hatten mehr oder weniger weiße Färbungen auf den Flügen. Die Färbung der Weibchen war "normal". Ich habe in den letzten 50 Jahren sehr viele Schwammspinner Männchen (insbesondere Anfang der 90iger, als es zu Kahlfraß im Bereich KA kam und die beleuchtetet Hauswände voll mit Faltern waren) gesehen und weiß, dass die Färbung von hell-Grau bis fast schwarz schwankt.

    Doch solche Weiß-Färbungen habe ich noch nie gesehen.

    Ideen über die Ursachen?

    Freue mich über jede Rückmeldung


    Also welche Entfernung die Raupen von Kohlweißlingen bis zur Verpuppung zurücklegen, kann ich nicht sagen.

    In der Folge ein paar sehr vereinfachte Hinweise, da das Verhalten je nach Art sehr unterschiedlich ist (Verpuppung im Boden; freie Puppen an Ästen / Spinnen von Kokons etc.)

    Je nach Art kann es 1 - 2 Tage dauern zwischen Einstellen des Fressens und Vorbereitung zur Verpuppung. Weißlinge machen eine Gürtelpuppe (siehe auch Wikipedia-Großer Kohlweißling), d.h. die Raupe verpuppt sich meist an "senkrechten" Fläche oder Ästen etc.

    Deshalb sollten in dem Terrarium entsprechende Möglichkeiten (Äste etc.) geboten werden, damit nicht alle Puppen an den Wänden hängen, nach der Verpuppung das Terrarium kühl / kalt gestellt werden, damit die Tiere erst im Frühjahr schlüpfen.

    Ob die kleinen Raupen -im Freiland- hängt vom weiteren Witterungsverlauf ab.

    Würde eher die Kleinen im Terrarium weiter füttern und nach der Verpuppung langsam an kühle Temperaturen gewöhnen und überwintern.

    Siehe auch das 1x1 der Schmetterlingszucht auf Actias für das Grundlagen Wissen.

    Grüße Armin

    Es kommt immer wieder vor, dass Raupen es nicht schaffen oder die Puppen deformiert sind.

    Falls es nur einzelne sind i.d.R. kaum erklärlich. siehe Woostock.

    Bei einer hohe Anzahl bedenklich: Störungen, da zu viele Raupen ?/ falsche Luftfeuchtigkeit ?/ Temperatur ? / keine geeigneten Verpuppungsmöglichkeiten / Krankheiten / usw.

    Grüße Armin

    Hallo Hans,

    stimmt alles. Aus meiner Erfahrung kann es interessant sein, diese "Schwächlinge" versuchen durchzufüttern.

    Hatte mal rund 100 Raupen von R.orizaba. Dabei ein "Schwächlinge", er hat es -wider Erwarten- geschafft ganz normal zu verpuppen und zu schlüpfen

    Der Falter war deutlich kleiner als der Rest und die Färbung (nicht die Musterung) war wie "ausgeblichen". Hatte diese Phänomen schon bei verschiedensten Zuchten incl. Aufzucht von Schwalbenschwanzraupen (in den 70iger Jahren) aus Freilandsammlungen auf Möhren- / Fencheläckern im Herbst (Nach Überwinterung fliegen lassen).

    Trockenheit und ggf. Lausbefall der Nadeln.

    Bei "Weihnachtbäumen" wäre ich vorsichtig, sofern nicht sicher ist, dass diese ohne "Spritzung" gezüchtet wurden.

    Habe meine Zucht auf Zeder durchgeführt, da keine Kiefer etc. erreichbar waren. (Alle viel zu hoch).

    Ging problemlos. War auch im Winter sehr gutes Futter. Der Baum zeigt auch nach diesem Sommer in KA keinerlei Schäden an den Nadel.

    Viel Erfolg.

    Grüße Armin

    Dann hatte ich 2021 offensichtlich Glück.

    Da ich nicht wusste :winking_face: , dass eine Zimmerzucht von Hyalophora cecropia problematisch sein kann, habe ich die Raupen in meinen "üblichen" Plastik-Zuchtboxen mit Luftlöchern bzw. Gaze gehalten.

    Ab L 3 habe ich die Zweige (Futter: Hainbuche) in kleine Wassergefäße gestellt. Futterwechsel / Reinigung alle 2 Tag. Die Raupen hatte relativ viel Platz, in Abhängigkeit Ihrer jeweiligen Größe.

    Habe von 24 Eiern nach Überwinterung 14 Falter erhalten.

    Vermutlich auch sehr erfahrene Züchter haben erlebt, dass Zuchten -trotz aller Erfahrung / Bemühungen- scheitern

    Das von Raoul geschilderte Massensterben hatte ich, abgesehen von eingeschleppten Krankheiten, nur einmal -vermutlich in Folge Inzucht-erlebt.

    Hatte Samia cynthia zwei Jahre hintereinander (durch Geschwisterpaarungen) ohne wesentliche Ausfälle gezüchtet. Bei der F3 Zucht sind auch viele Raupen geschlüpft und haben wie Ihre Vorfahren munter Götterbaum gefressen und sind gewachsen. L 4 hat aber von 60 Raupen keine überlebt. Innerhalb einer Woche -trotz gleicher Zuchtbedingungen wie Vorjahre- Totalausfall. Im gleichen Raum durchgeführte andere Zuchten => keine besonderen Ausfälle.

    Grüße Armin

    Hallo Thomas,

    was sind inzwischen "Normalbedingungen"? In den letzten Jahren gab es im Bereich Karlsruhe Winter, bei denen die Kapuzinerkresse (extrem frostempfindlich) im Blumenkasten nicht erfroren ist.

    Nun ja, dass mit dem "Wanderfalter aus dem Mittelmeerraum" ist m.E. nicht mehr voll gültig.

    Zumindest in Norditalien haben "früher" die Falter "überwintert".

    Habe schon in Karlsruhe an einem warmen Januartag ein Taubenschwänzchen an einem Schneeglöckchen rütteln gesehen.

    Vermutlich saß der Falter an einem geschützten Platz (wie inzwischen auch der Admiral) in Winterruhe. Anders kann ich mir das Vorkommen dieser "Wanderfalter" bereits im sehr zeitigen Frühjahr nicht erklären.

    Gehe davon aus, dass Viele Interesse an "Tütenfaltern" von dieser Art hätten (ich auch :smiling_face_with_halo: ), da sie wirklich sehr schön ist.

    Könnte aber problematisch (zu Recht) bei der Einfuhr werden.

    Aus Vortrag Deutsche Pflanzenschutztagung 2021:

    Die Gepunktete Laternenträgerzikade Lycorma delicatula wird zukünftig als Unionsquarantäneschädling geregelt.

    In den USA schreitet die Ausbreitung trotz Eingrenzungsmaßnahmen

    (Quarantäne) weiter voran. In Europa ist diese Art nicht vorhanden

    Mal sehen wie lange es dauert bis die ersten Lebenden auch in Europa auftauchen

    Die Art soll in der Lage sein, allein durch die Saugtätigkeit an Gehölzen (soll sehr polyphag sein), diese zum Absterben zu bringen.

    Die Art scheint (mangels natürlicher Feinde) außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes eine sehr große Gefahr darzustellen.

    Aber schön ist sie trotzdem.

    Grüße Armin

    Mal völlig losgelöst von der obigen Diskussion.

    Aus dem Gedächtnis kann ich mich an Falter an der Leuchtwand auf der Finca Hamadryas (Zentral CR) erinnern, welche zumindest zu der Gattung Apatelodes gehören.

    Ob es explizit die Art Apatelodes torrefacta dabei war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

    Grüße Armin

    Hatte auch solche Zuchten von caja. (viele Raupen!)

    Die Raupen sollten auf jeden Fall getrennt gehalten werden. Den großen "Rennern" Raum / Möglichkeiten zum Einspinnen schaffen. Habe dafür Eierkarton und die Papprollen von Toiletten-/ Küchenpapier verwendet. Luftige Behälter; auf dem Boden dicke Schicht Küchenpapier; eine dicke Schicht mit den Kartons und oben drauf -zur Sicherheit- etwas Futter.

    Die Kleineren habe ich in eine kühlen Raum (ca. 15 Grad) weiter gefüttert. Sind langsam weiter gewachsen.

    Grüße Armin

    Hallo Dennis,

    Das hat nichts mit Ketzerei zu tun. Die Realität ist noch schlimmer.

    Bei der Einführung der Artenschutzgesetzen in den 80igern, haben Kenner der Problematik die Ansicht vertreten, dass "man" jemand den Forster-Wohlfahrt hat durchblättern lassen. Alle was "schön" ausgesehen hat, wurde geschützt. Gefährdungslage hat scheinbar keine wesentliche Rolle gespielt.

    Zwischenzeitlich gab es gewisse Änderungen, aber der Grundgedanke scheint noch da zu sein.

    Grüße Armin

    Hallo Heiko,

    habe mir die verblieben 12 Puppen gestern Abend angesehen. Bei einer trifft Deine Aussage zu.

    Habe diese Puppe jetzt in einen gesonderten Schlüpfkasten. Bei den andern Puppen sind die Flügelscheiden i.O. Hiervon sind heute Nacht 2 geschlüpft => Normale Flügel.

    Also vermutlich zu trocken während der Verpuppung. Es wundert mich trotzdem, da ich alle Raupen "gleich" behandelt habe und nur bei einem Teil (bis lang ca. 25 %) sich die Flügelscheiden nicht richtig ausgebildet haben. Zumal ich dies -in dieser Form- noch nie erlebt habe und die Art auch in der Trockenzeit (Thailand) fliegt.

    Nochmals vielen Dank.

    Hallo David,

    genau deshalb war / bin ich so verwundert. Habe schon fast alles gesehen.

    Minifalter (mit voll entwickelten Flügeln) aufgrund Inzucht oder als Hungerform in Folge Futtermangel; verkrüppelte Flügel, da Defekt an der Puppe oder anderen Gründen.

    Habe eine größere Anzahl solcher Falter z.T. gespannt oder getütet. Und ich habe noch 20 -25 Puppen in Wartestellung.

    Bislang war kein Falter mit wirklich verkrüppelten Flügen dabei.

    Grüße Armin

    Anbei mal beispielhaft ein Foto der gestern geschlüpften 4 Exemplaren beigefügt.

    Die Größe der Falter, wie auch der Flügel schwankt sehr deutlich. Habe auch deutlich größere Weibchen mit normalen wie auch mit geschrumpften Flügeln.Bin absoluter Anfänger zu Thema Bildereinfügen etc. Hoffe dennoch, dass ein Eindruck vermittelt wird. Die Münze ist übrigens ein Cent.


    Grüße Armin