Hallo,
Ich bin aus Halle (Saale) und damit nicht allzu weit entfernt. Ich befasse mich allerdings vor allem mit Pfauenspinnern und den Exoten, aber gerne kann man in den Austausch treten.
Liebe Grüße, Franzi
Hallo,
Ich bin aus Halle (Saale) und damit nicht allzu weit entfernt. Ich befasse mich allerdings vor allem mit Pfauenspinnern und den Exoten, aber gerne kann man in den Austausch treten.
Liebe Grüße, Franzi
Hallo,
Ich hatte gerade einen witzigen Artikel als Benachrichtigung. In England haben Forscher eine neue Gattung, zu der bisher 2 Arten zählen, nach Sauron aus Herr der Ringe benannt. Vielleicht bringt es euch ja ebenfalls zum Schmunzeln.
Hier kommt ihr zu dem Artikel
Grüße, Franzi
Hallo Nico,
vielen dank für deine Antwort.
Das es bei vielen Arten Grad bei unterschiedlichen Geschlechtern zu Verzögerungen kommen kann und einige Faktoren dem Schlupf auch entgegen wirken können wusste Ich. Ich dachte vllt da gibt es bei Argema mimosae ungefähr ein Zeitraum wann die schlüpfen. Vllt hat ja noch jemand der das hier mit liest Erfahrungen mit der Schlupf Dauer dieser Art gemacht.
Grüße Raoul
Hi,
Also ich hatte sie inzwischen mehrmals und auch mit erfolgreicher Nachzucht und die Dauer im Kokon war bei mir immer sehr unterschiedlich von 4 Wochen bis auch mal 3,5 Monate. Jedoch schlüpfte die Generation selbst dann immer sehr synchron (auch die verschiedenen Geschlechter) meist innerhalb von 3 Tagen alle auf einen Schlag. Es gab nur sehr selten mal einen Nachzügler. Hast du Gewicht usw. deiner Kokons schon kontrolliert?
Liebe Grüße,
Franzi
Hallo Franzi,
bei mir ist gerade eben auch der erste Falter der Art geschlüpft und dank deinem Beitrag (der schon über ein Jahr "alt" ist) konnte ich das Männchen bestimmen , danke dafür!
Grüße Raoul
Super, wenn ein Beitrag nach all der Zeit noch hilfreich sein kann. Viel Freude mit dieser wundervollen Art. Sie zählen zu meinen absoluten Favoriten. 😊
Das Video darf gerne verwendet werden. Deswegen habe ich ja auch eine Creative Commons Lizenz erteilt.
Wir werden es uns gerne ansehen im Unterricht. Ich starte mit meiner Klasse im Frühling ein Isektenprojekt. Wir erneuern unsere Bienen-Unterkünfte, legen ein neues Stück Insektenwiese auf dem Areal der Schule an und die Kinder begleiten mich auch bei der Zucht. Das Video passt da perfekt dazu und genau für so etwas haben wir unsere digitalen Tafeln. Die Kinder werden sich sicher freuen. Die sind schon Feuer und Flamme für meine Tierchen. Vielen Dank dafür.
Liebe Grüße,
Franzi
Nicht unbedingt. Studiofotografie bedeutet ja ein künstliches Lichtsetup, welches auch einfach rekonstruiert werden kann. Anders sieht es da aus, wenn du mit reinem Tageslicht arbeitest. Generell ist aber nachträglich in der Bildbearbeitung so extrem viel möglich. Hast du einen Falter denn bereits im Flug einmal fotografiert? Das ist nicht gerade eine einfache Sache. Also ich möchte dir dein Vorhaben nicht ausreden. Nur aufzeigen, dass es nicht damit getan ist, an dem Tag die Tiere vor Ort da zu haben. Ich habe selbst schon mit Faltern Shootings durchgeführt, aber wie Anja zähle ich dabei auf die trägen Genossen.
Sie ist leider aus England, aber bei Präparaten könntest du eher fündig werden, auch hier im Forum. Ich habe ihr jedoch einmal geschrieben, um den Namen des Fotografen zu bekommen, damit du siehst, was ich meine. Ansonsten verwendet zum Beispiel jamiebeck.co auch Präparate in ihren Stillleben. Auch da sieht man, wie echt das aussehen kann.
Bei Fotos mit fliegenden Tieren müsstest du ja eh auf eine Fotomontage zurück greifen, da solltest du zeitlich ja auch eher nicht an den Termin gebunden sein. Dass eines der Tiere genau dann so im Flug ist, wie du es gern für dein Bild hättest im Studio vor Ort, ist mehr als extrem unwahrscheinlich. Anja greift auch nicht grundlos bei ihrem Angebot fast ausschließlich auf Samia ricini, Attacus Atlas und Argema mittrei zurück. Die sitzen halt beim Fotografieren dann ruhig auf einem Fleck.
Verwende doch präparierte Tiere. Stonedaffection von Instagram hat mal einem Profifotografen wenige lebende Tiere und Präparate zur Verfügung gestellt. Die Tiere wurden nicht klassisch präpariert, sondern in Haltungen, die sie natürlich auch haben. Befestigt hat sie die Tiere dann mit liquid latex. Man hat auf den Fotos wirklich nicht erkannt, welches am Ende die lebenden Tiere und welches die Präparate waren. Ich kann sie auch gern noch einmal fragen, wer der Fotograf war und diesen verlinken, da sieht man dann auch die Endresultate, von denen ich spreche.
Könnte es, unter anderem, nicht sein, dass Mensch die schnell huschenden Spinnen in ihren Bewegungen nicht kontrollieren können. Quasi ohne Einflussnahmemöglichkeit auf die visuell schwierige Kontrolle gleich 8 sich sehr schnell verändernder Bewegungsmuster der Laufbeine. Das Oft dämmrige und schlecht überschaubare Umfeld(Keller, Kammern, Schuppen u. ä.) sowie der fehlende Niedlichfaktor überfordern unsere Instinkte. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen. 🕷️ 👀 😲
Ich komme hier im Thema mal zum eigentlichen Inhalt zurück.
Früher fand ich alle Insekten bis auf Schmetterlinge fürchterlich. Es krabbelt? Es ist eklig. Es kriecht? Noch schlimmer. Das wurde durch diverse Erlebnisse mit Spinnen oder der Erfahrung, dass mir ein Regenwurm in der 2. Klasse im Schulgarten hinten in das T-Shirt gepackt wurde, nur unterstützt.
Durch die Schmetterlinge befasste ich mich aber auch immer mehr mit anderen Insekten und bin inzwischen von einer Vielzahl fasziniert und begeistert. Einzig und allein die Phobie vor Spinnen werde ich nicht los. Genau aus dem Grund, was im Zitat beschrieben wird. Dieses Unkontrollierbare sorgt bei mir dafür, dass ich eine Spinne sehe und mein Körper sich direkt anfühlt, als würden Hunderte davon auf mir herum krabbeln. Fast so, als würden meine Nervenbahnen falsche Impulse senden.
Nun bin ich ja aber Grundschullehrerin. Ich bin bei uns für den Schulgarten verantwortlich und ihr glaubt gar nicht, was für Dinge ich mir schon einfallen lassen musste, damit die Kinder nichts von meiner Angst merken, da das ja nur noch die Angst bei den Kindern fördern würde. Außerdem halten die Kinder in meinem Unterricht auch Vorträge über Haustiere. Letztes Jahr erzählte dann eine Schülerin ganz stolz über ihre Spimne und brachte die abgeworfene Haut mit. Ich habe diese am Ende auch angefasst, aber oh man als der Tag vorüber war, habe ich echt 3 Kreuze gemacht.
Also für Sendungen, die nicht als Brief deklariert werden können, wird es mit den EU- Zollbestimmungen teuer. Auch sollte man unterlassen, überhaupt etwas anzugeben, was die Sendung zollpflichtig macht. Gibt man es als Warensendung auf, wird es automatisch zollpflichtig. Die Zollgebühr ist dabei noch erträglich. Bei Schmetterlingseiern aus Litauen waren es 1,90€, aus der Schweiz kurioserweise 3€. Problematisch ist hinterher die Deutsche Post (DHL). Die dürfen die Sendung dann gar nicht mehr ausliefern, weil sie nicht mehr an der Tür kassieren dürfen. Der Postbote drückt einem ernsthaft einen Zettel in die Hand, in welcher Poststelle der Brief abholbereit liegt. Man muss dann dorthin fahren und irrwitzigerweise noch Aufbewahrungsgebühren von ca. 6€ bezahlen.
Die 6€ sind keine Aufbewahrungsgebühren, sondern dafür, dass die den Zoll für dich abgewickelt haben und du nicht selbst zum Zoll fahren musst. Dort streckt DHL quasi das Geld für dich vor und verlangt dann dafür diese Gebühren. Macht UPS übrigens ebenso. Die verlangen für den selben Vorgang etwa 11,50€, sind also noch deutlich teurer. Haben dafür allerdings den Service, dass man dann die kompletten Gebühren überweisen kann entweder vorab, oder man erhält nachträglich per Post die Rechnung nach Auslieferung.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Farbe bei denen nicht ganz so viel aussagt. Bei mir sind sowohl sehr dunkle Puppen, als auch relativ helle bereits geschlüpft. Dachte auch anfangs, dass die dunkleren eher schlüpfen, aber bei meiner letzten Gruppe Argema mittrei ist die dunkelste Puppe von Beginn an tatsächlich erst als allerletzter Kometenfalter geschlüpft. Gewicht und Beweglichkeit der Puppe sind hier ausschlaggebend.
Ich habe bisher nur Tütenfalter und andere unpräparierte Insekten aus Russland bekommen und musste dabei aber immer relativ lange warten. Keine Sendung war unter 2 Wochen unterwegs, auch wenn es nie Probleme mir dem Zoll gab, weshalb ich selbst es mit lebenden Tieren gar nicht erst versuchen würde.
Ich kann dem auch nur zustimmen, dass Argema mittrei wirklich gut riechen und das auch bereits im Kokon. Ich habe aktuell ein geschlüpftes Weibchen und noch 8 weitere Kokons und das ganze Zimmer riecht nach ihnen. Es ist ein grüner, recht frischer Duft. Wahrscheinlich trägt das einfach auch etwas mit zu ihrer Tarnung bei? Ist auf jeden Fall sehr angenehm bei der Zucht.
Bei dieser Art sind die Weibchen und Männchen von der Flügekspannweite gleich groß in etwa. Unterscheiden kannst du sie an den Antennen und der Körperform. Das Weibchen hat schmalere gefiederte Antennen und einen deutlich korpulenteren Körper. Spätestens wenn das Weibchen zu locken beginnt, siehst du es auch deutlich, dass es ein Weibchen ist.
Hier das Weibchen:
Hier das Männchen:
Und eine gemischte Gruppe:
Da sieht man auch, dass die Bestimmung eindeutig leichter von einem Bild ist, wenn man sie von der anderen Seite fotografiert.
Liebe Grüße,
Franzi
Hallo Manfred,
Prinzipiell hast du damit Recht, aber an den Schulen geht es in den wenigsten Fällen um eine Nachzucht. Hier will man meist nur einmal den Lebenszyklus miterleben und die Tiere dann ziehen lassen. Während wir hier die Spinner dabei für die Zucht sehr zu schätzen wissen und man bei ihnen auch durchaus tolle Beobachtungen machen kann, kann ihre Optik als Falter durchaus problematisch sein im Kontext Schule. Bei den kleinen Kindern gibt es immer wieder welche, die nur wenig Kontakt zu Insekten bisher hatten und dadurch gewisse Ängste haben. Ein im allgemeinen als hübsch angesehene Tier kann da helfen. Ich selbst ziehe auch lieber Spinner mit den Kindern groß, habe aber schon sehr unterschiedliche Reaktionen erlebt. Uns ist zum Beispiel auch mal eine traumhaft schöne und große Libelle in den Klassenraum geflogen und selbst da war das Geschrei groß. Bei den Spinnern sind immer wieder Kinder dabei, die sie genauso toll finden, wie die hübschen Tagfalter, aber auch deutlich mehr Kinder mit Angst. Die Zucht und Aufzucht der Tiere an den Schulen ist ein kritisches Thema in vielerlei Hinsicht. Ich selbst bin auch sehr froh, dass ich den Weg von der Aufzucht, wie sie im Lehrerversandhandel vermarktet wird, zu einer, welche mehr die Tiere im Blick hat, gekommen bin. Allerdings wird leider dieses "einmal den Zyklus miterleben" einmal im Schuljahr bei immer mehr Schulen dazu gehören.
Manfred,
Hierzu muss man sagen, dass der botanische Garten unter anderem auch mit dem BUND Leipzig zusammenarbeitet und sich hierbei durchaus auch für den Artenschutz mit einsetzt. Auch werden die Tiere im Bereich des Möglichen selbst heran gezogen und es wird durchaus auch gerne ein regionaler Züchter beim Kauf der Puppen unterstützt und nicht nach "Hauptsache billig" im Ausland eingekauft. Jedoch sind auch vor Ort die Futterpflanzen eben begrenzt und nicht jede Art kann selbst gezüchtet werden, gerade auch, weil der Botanische Garten Leipzig keine riesige Mitarbeiterzahl dahinter stehen hat.
Die Tiere werden hier nicht zur Geldmacherei groß ausgeschlachtet, dafür ist das Schmetterlingshaus auch einfach ein eher zu kleines im Vergleich zu den vielen, die es europaweit doch so gibt, doch auch ein botanischer Garten muss einen Weg zur Finanzierung finden. Auch wird eine Nachzucht im Bereich des Möglichen umgesetzt, aber ist eben auch nicht immer zu händeln. Doch auch hier muss jeder für sich entscheiden, wo die ethische Grenze für einen selbst liegt. Der eine tötet die Tiere direkt nach dem Schlupf für seine Sammlung, für einen top Erhaltungszustand und findet das ok und erhält so auch keine Nachzucht. Ein anderer lässt das Tier seinen natürlichen Lebenslauf nehmen und ermöglicht anderen den Kontakt, um aufzuklären, zu bilden und Interesse zu wecken. Ich möchte mir dabei nicht anmaßen zu entscheiden, welcher Weg sowohl ethisch korrekter ist, als auch sinnvoller für den Artenschutz.
Was ich jedoch bei meiner eigenen Arbeit als Grundschullehrerin jeden Tag auf ein Neues sehe, wie prägend so ein Besuch im Botanischen Garten, in einem Schmetterlingshaus oder generell die Begegnung mit den Tieren und auch Pflanzen für die Kinder sind. So schön auch eine Ausstellung oder ein Vortrag sein kann, eigene Erfahrungen sorgen für ein deutlich tieferes Verständnis und Interesse, gerade bei dem Nachwuchs. Es ist sehr löblich, was du selbst alles an Dingen ehrenamtlich auf die Beine stellst und ich ziehe davor auch meinen Hut, ebenso deiner generellen Erfahrung, doch auch in anderen Themen hast du da bereits Verurteilungen von anderen Herangehensweisen gezeigt, zu dem ich nur sagen kann, dass es in vielen Dingen im Leben nicht immer nur den einen richtigen Weg zum Ziel gibt.
Dieses Thema ist letztlich nur ein kleiner Aufruf. Niemand wird zu einer Spende gezwungen und jeder ist alt genug, um für sich zu entscheiden, ob das mit den eigenen Prinzipien vereinbar ist und man unterstützen möchte, oder nicht. Ich für meinen Teil unterstütze den Botanischen Garten gerne, da ich froh bin, so einen Bildungsort für meine Schulklassen zu besitzen und blicke auf eine tolle bisherige Zusammenarbeit zurück, die über die Schmetterlinge weit hinaus geht.
Liebe Schmetterlingsbegeisterte,
der Botanische Garten in Leipzig besitzt auch ein Schmetterlingshaus. Betrieben wird dies vom Förderverein. Bedingt durch die Schließung in der Pandemie (so war der Garten zum Beispiel konstant von November an bis Mitte Mai geschlossen) und dem Ausfall vieler Veranstaltungen, die sonst den Garten finanzieren, sind sie finanziell am Ende ihrer Reserven. Doch die Schmetterlinge sind das, was die Besucher und Schulklassen in den Garten zieht. Hier finden Bildungsprojekte statt und da der Botanische Garten auch darauf angewiesen ist Puppen zu kaufen, steht dem Schmetterlingshaus ohne Hilfe das Aus bevor.
Solltet ihr eine kleine Spende tätigen wollen, oder eventuell Puppen für den Botanischen Garten haben, so findet ihr hier alles an Informationen:Lasst die Schmetterlinge fliegen
Liebe Grüße,
Franzi
Hallo Lucas,
Meine Weibchen haben unter Dauerlicht oft dennoch das Locken begonnen bzw. oft auch tagsüber dann gelockt. Das Dauerlicht hatte meist nur wirklich bei den Männchen Erfolg. Auch kam die Eiablage nicht zeitverzögert unter Dauerlicht. Vielleicht sind allerdings dafür auch manche Arten einfach besser geeignet als andere? Natürlich könnte es auch daran liegen, dass ich zusätzlich nicht noch die Temperatur herabgesetzt habe. Bei den Männchen hingegen hat es immer gut funktioniert mit dem Dauerlicht.
Liebe Grüße,
Franzi
Hallo,
Ich schließe mich Motte77 an. Ich hatte schon Weibchen von Bunaea aslauga, Attacus Atlas, Argema mittrei, Argema mimosae, Actias Ningpoana und Epiphora intermedia, bei denen es zu keiner Paarung aus unterschiedlichen Gründen kam. Alle haben zunächst versucht ein Männchen zu locken und dann dennoch begonnen die Eier abzulegen. Manchmal sind es dann weniger als üblich, aber zu einer gewissen Eiablage kam es immer und sie waren alle unbefruchtet und sind in sich zusammen gefallen. Dadurch und auch weil die Weibchen eh eher nur an einem Fleck sitzen, ist die Methode mit Tageslichtlampen oder einer Kühlung die kurze Lebensdauer zu verlängern auch bei den Weibchen absolut nicht zweckdienlich.