Beiträge von Martin

    Bitte sachlich bleiben: "GEN Dreck" ist UNsinn. Die Gentechnologie hilft uns mittel- ganz sichrlich langfristig, Nahrungsmittel zu produzieren für eine immer größer werdende Weltbevölkerung.
    Zudem: schon mal drüber nachgedacht, dass ein ganz zwei Dritter der modernen, neu zugelassenen Medikamente mithilfe von Gentechnik, vulgo "GEN-Dreck" erzeiugt werden: sollen wir auch darauf verzichten

    Gruß Martin

    Hallo Thomas,

    Du kannst die Weidenzweige an den Schnittstellen vierteln, d.h. mit dem Messer den Zweig entlang aufschneiden. So vergrößert sich die Oberfläche, mehr Wasser kann aufgenommen werden und die zweige vertrocknen nicht so schnell.

    Viele Grüße

    Martin

    Hallo Basti,
    das mit dem AKW Krümmel ist Unsinn.
    Die Raupe hat es wohl nicht mehr geschafft, sich gänzlich zu verpuppen. Grund kann z.B. eine Infektion sein, die halt sehr spät zugeschlagen hat und so Deinen Züchtererfolg in letzter Minute zunichte gemacht hat.
    Ist mir auch schon passiert bei eigenen Zuchten. Ärgerlich.

    Viele grüße,
    Martin

    Lieber Henri,

    ich habe im Sommer caja-Puppen kaltgestellt (im Kühlschrank), um zu sehen, ob das Auswirkungen auf die Flügelfarbe hat. IKch hatte sie ca. 2 Wochen drin. Sie schlüpften später, Flügelfarbe war unverändert. Geschadet hat es ihnen aber auch n icht. Länger habe ich nicht versucht.
    Viele Grüße,
    Martin

    Hallo Arnd,

    es geht zunächst gar nicht darum, einen stabilen aberranten Stamm aufzubauen, sondern überhaupt abzuschätzen, wie hoch die variationsbreite ist und ob diese mit zunehmender Inzucht zunimmt (wobei auch die variationsbreite von genetischen Paramertern abhängt, und je nach Zuchtstamm erheblich variieren kann).
    Die Frage Nature vs. Nurture kann letztlich nur abgeschätzt werden. Mit meinem gegenwärtigen stamm habe ich etwas experimentiert, z.B. einige Puppen in den Kühlschrank gesperrt. Ergebnis: keine Farbänderung. Das mag aber auch von der Zeit abhängig sein, zu der die Tiere im Kühlschrank sind, z.B. ob die Flügel-Imaginalscheiben zu dieser Zeit entewickelt werden oder nicht, d.h. ob ich gerade eine "kritische Phase" der Flügelentewicklung treffe.

    Das Ergebnis - keine Flügeländerung zeigt aber, dass es gut kann sein, dass ich einen ziemlich stabilen ausgangsstamm verwende, was die Aussicht auf Erfolg meines Vorhabens schmälert.

    Ich kann ja von meinen Erfahrungen weiter berichten .

    Viele Grüße nochmals,
    Martin

    Hallo Walter,
    Danke, jetzt habe ich's mit dem löwenzahn verstanden. Wer im Allgäu auf einer Intensivwiese steht und sagt "Was für eine herrliche Natur" hat nichts von moderner iundustrieller Landwirtschaft verstanden. Entsprechend gefällt's dem Braunen Bären dort nicht, und vielen anderen auch nicht.

    Hallo Walter,

    vielen dank für die Erklärung. Ich wusste nicht, dass caja Löwenzahn unter natürlichen Bedingungen nicht so gut verträgt.
    Dennoch glaube ich, dass die genetische Komponente nicht aus den augen gelassen werden darf. Immer kleiner werdende Populationen müssten auf lange Sicht einen höheren degenerationsgrad aufweisen. Bei anderen Insektenarten passiert das komischerweise nicht. Ich bin selbst Biologe und habe mit Drosophila melanogaster gearbeitet: im Labor gibt es Fliegenstämme, die über mehrere Hundert generationen hinweg stabil sind. Die müssen irgendwelche genetischen Modifyer haben, die möglicherweise bestimmten schmetteringsfamilien fehlen.

    Viele Grüße,
    Martin

    Hallo Falk, hallo Gerd,

    Danke für den Tip mit Ether: Hat Ether denn Einfluss auf das Genom? Das müsste es ja, wenn sich vermehrt Mutationen ergeben...

    das macht mir ja "Hoffnung", dass jemand caja jahrelang ohne Mutation durchgezogen hat!
    Das stellt eine meiner Lieblingshypothesen in Frage: die Abnahme von A. caja in der Natur in den letzten jahrzehnten kann ja kaum auf Futtermangel beruhen (bei dem Zeug, was die alles fressen). Eher vielleicht auf den Einfluss von mutagenen Stoffen und dem kleiner werdenden Areal, das caja besiedelt. beides würde die Zahl von Mutationen erhöhen (Letzteres, weil der genetische Druck infolge von INzucht zunimmt). Bei Arctiiden scheint die genetische Variabilität doch sehr viel höher zu sein als bei anderen familien. Das bedeutet auch: die genetische Anfälligkeit. Vielleicht gibt es eine spezielle Molekulargenetik, die Arctiiden anfälliger macht als zum Beispiel Weißling.

    Bioläden haben den Vorteil, dass man die Besitzer überzeugen kann, die eine oder andere Extraportion Endivien-Abfall bereitzustellen, wenn man erzählt, man züchtet damit Schmetterlinge. tatsächlich habe ich ja nicht die Absicht, im nächsten frühjahr Hunderte von gleichaussehenden cajas in meine Sammlung einzupinnen, sondern den beträchtlichen teil freizulassen, und nur solche mit weißen, schwarzen, rosa, grünen oder violetten Flügeln zu behalten :smiling_face:

    Viele Grüße,
    Martin

    ... "die paar Zuchten sind ja schnell versorgt..."
    kann ich jetzt nicht gerade sagen. Ich habe rund 500 A. caja raupen zu Hause, von denen ein teil weiterfrisst, obwohl draußen Schneemänner gebaut werden. ich klappere jetzt die Bioläden der Umgebung ab, auf der Suche nach Endiviensalat.
    Ich versuche mich in Generationenexperimenten mit caja. weiß da jemand was darüber? Wann treten den die ersten Mutanten auf?

    Für Kunstfutter habe ich noch nicht sämtliche Inghredientien beisammen.

    Viele Grüße,
    Martin

    Hallo Dietmar,

    vielen dank mit dem Tip Endiviensalat. Das hatte ich mal mit einer Zucht probiert, die mir zusammmenbrach. ich glaube, das Zeug war gespritzt und wurde nicht vertragen. aber ich denke mal drüber nach.

    Gruß Martin

    Hallo zusammen,


    ich habe gerade eine Zucht von A caja laufen und will generationenversuche machen, d.h. wenn möglich ein paar Raupen durchziehen. Da kommt auch bei mir ddie Frage auf, ob man Löwenzah einfrieren kann, auftauen und z.B. als pürierten Löwenzahn mit Agar Kunstfutter daraus zaubern.

    Vielleicht kann mir jemand sachdienlich antworten, weil ich keinen allzu großen (und teuren) Quatsch veranstalten will.

    Ansonsten ziehe ich die Raupen nicht durch, sondern lasse sie überwintern. das wird im nächsten frühjahr dann auch bestimmt einfacher, Nachfolgegenerationen zu bekommen.


    Danke und grüße,

    Martin